Umweltschutz mal anders: Ein Dorf aus Plastikmüll auf Sumatra

In Indonesien sind zahlreiche Arten durch die extreme Verschmutzung durch Plastikmüll bedroht. Um dies zukünftig einzuschränken, haben Umweltschützer aus Koblenz ein interessantes Projekt gestartet. Es soll ein ganzes Dorf aus Plastikmüll entstehen.

Der Plastikmüll nimmt Überhand, die Umwelt leidet. Das sind Fakten, vor denen sich niemand verstecken kann. Mit Hilfe einer sehr kreativen Idee wollen Koblenzer Umweltschützer die Artenvielfalt auf Sumatra retten.

Kluges Pfandsystem als Anreiz

Junge Umweltschützer aus Koblenz haben ein interessantes Projekt gestartet. Sie wollen den Kampf gegen den Plastikmüll auf der indonesischen Insel Sumatra gewinnen und somit viele Arten vor dem Aussterben retten. Durch die zunehmende Verschmutzung durch Plastikmüll verenden täglich zahlreiche Tiere. Die Habitate werden empfindlich gestört und verunreinigt, sodass viele Arten in ernster Gefahr schweben. Das Project Wings setzt sich vor Ort für den Erhalt der Artenvielfalt ein und kämpft Seite an Seite mit den Einheimischen für eine saubere Umwelt.

Die Einheimischen werden durch ein attraktives Pfandsystem dazu animiert, Plastikmüll zu sammeln. Dieser wird in Plastikflaschen gefüllt, die dann an der Sammelstelle abgegeben werden können. Dort erhalten sie pro gefüllter Flasche 5.000 Rupiah. Auch wenn dieser Betrag mit umgerechnet rund 30 Cent gering erscheint, reicht er doch aus, um den Menschen eine warme Mahlzeit zu bieten.

Diese gefüllten Plastikflaschen werden auch als Ecobricks bezeichnet und sollen dann später im Hausbau zum Einsatz kommen. Auf diese Weise soll dann ein Dorf aus dem gesammelten Plastikmüll entstehen. Die Ecobricks dienen als Material zur Herstellung von Möbeln und sollen die Grundlage für den geplanten Hausbau bilden.

Als erstes Gebäude im Ort wird es den Plänen von Project Wings zufolge einen Unverpackt-Laden geben. So sollen die Dorfbewohner zukünftig keinen weiteren Plastikmüll verursachen. In entsprechenden Workshops werden sie dann für die Thematik sensibilisiert. Im Laufe der Zeit sollen durch dieses Umweltprojekt 250 Millionen Tonnen Plastikmüll gesammelt und verarbeitet werden.

Bildurheber: mehaniq / 123RF Standard-Bild

Teilen macht Freu(n)de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.