Sind essbare Verpackungen die Zukunft?

Ein britisches Unternehmen möchte die Plastikflasche komplett verbannen und durch seine essbaren Verpackungen ersetzen. Beim London-Marathon Ende April 2019 wurde die Alternative in großem Rahmen verschenkt, um sie bekannt zu machen.

Wasser aus essbarer Verpackung zu trinken, ist tatsächlich möglich. Allerdings gibt es noch einige Hürden zu bewältigen, um diese marktfähig zu machen. So könnte es gelingen, Plastikflaschen endgültig abzuschaffen und die Umwelt nachhaltig zu entlasten.

London-Marathon als Promo-Plattform

Ende April 2019 nutzte das Unternehmen Skipping Rocks Lab die Gelegenheit, um seine essbaren Wasserverpackungen unter die Leute zu bringen. Der London-Marathon war die perfekte Promo-Plattform dafür. Gemeinsam mit dem Getränkehersteller Lucozade verschenkte das Unternehmen 30.000 essbare Wasserflaschen an die Teilnehmer des Events und sorgte dafür, dass die riesigen Plastikabfallmengen deutlich geringer ausfielen.

Mit Ooho Water will das Startup Trinkbehälter auf den Markt bringen, die essbar und vorallem schnell kompostierbar sind. Diese Behälter ähneln einem Wassertropfen und bestehen aus einer Membran aus Meeresalgen, Kalziumchlorid und anderen Pflanzenbestandteilen. Dadurch zersetzen sie sich innerhalb von vier bis sechs Wochen.

Wie groß das Plastikflaschenproblem wirklich ist, wird am Beispiel des London-Marathons überaus deutlich. Im vergangenen Jahr warfen die Läufer und auch die Zuschauer 760.000 Plastikflaschen weg. Mit Hilfe der Ooho-Kapseln könnte diese riesige Zahl nun verringert werden.

Großes Potenzial der Ooho-Kapseln

Die Ooho-Kapseln sind aber nicht nur als Wasserbehälter einsetzbar. Sie könnten zukünftig auch mit Soßen wie Ketchup oder Mayonnaise gefüllt werden. Dadurch könnten weitere Plastikverpackungen eingespart werden. Wann es jedoch ein finales Produkt im Handel geben wird, ist noch nicht bekannt. Diese Art der Verpackung könnte zukünftig auch anstelle anderer Einwegverpackungen eingesetzt werden. So wäre der sichere Transport von Salaten oder anderen Frischeprodukten vom Supermarkt bis nach Hause auf nachhaltige Weise möglich.

Wir vergeben fünf von fünf Stämmchen für diese vielversprechend anmutende Erfindung.

Bildurheber: donikz / 123RF Standard-Bild

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