Schrill: Kreative Öko-Toilette für Festivals

Erfahrene Festivalgänger kennen das Problem: Flüssigkeit wird nicht selten im Überfluss konsumiert und “folgerichtig” im Überfluss wieder losgeworden. Viel zu wenige Dixie-Klos und Urinale versorgen viel zu viele feiernde Menschen. Und die WCs sind dabei sowohl optisch als auch olfaktorisch kaum bis gar nicht als einladend zu bezeichnen. Die Franzosen haben hierzu die ideale Lösung gefunden, die auch zu unserer Redaktion passt.

Schon mal was von Öko-Dixie gehört? Nein, nicht das von Walt Disney, es geht um Notdurft un deren ökologisch möglichst sinnhafte Entsorgung. Getauft wurde eine diesem Arbeitstitel entsprechende, einfallsreiche Konstruktion auf den vielsagenden Namen „Uritonnoir“ – ein Wortspiel aus den französischen Worten für „Urinal“ und „Trichter“. Die Idee: Veranstaltungsort für Festivals sind meist große Felder mit jeder Menge nutzlos umher stehendender Strohbälle. Wer braucht da noch Dixies? Die französische Designfirma Faltazi hat die Lösung gefunden. Ein praktischer Kunststofftrichter wird gefaltet und in den Stohballen gesteckt, der dann als Urinal gebraucht werden kann. Sogar eine Edelvariante der Festivaltoilette gibt es. Diese besteht aus blankem Stahl und sollte folglich selbst den wildesten Feiern standhalten. Ein langer Schlauch leitet den Harn dann von den Urinsammlern in die Tiefen des Strohballs, wo sie niemanden stören. Im Gegensatz zum Aroma tagelang stehender Dixie-Klos mitten im Sommer. Ein weiterer Bonus: das Uritonnoir verbraucht nicht einmal Wasser.

Die Idee reicht aber noch weiter als nur zur Geruchs-, Wasser- und Wartezeitminimierung. Ab hier wird es nämlich chemisch. Der im Harn enthaltene Stickstoff wirkt mit dem Kohlenstoff im Stroh zusammen und leitet einen Zersetzungsprozess ein. Es entsteht wertvoller Kompost. Nach einem halben, spätestens nach einem, Jahr kann der Landwirt, dem das Feld gehört, den entstandenen Kompost als Dünger wiederverwenden. Wird dann zum Beispiel Geste angebaut, schließt sich der Kreis. Aus dem zuvor auf Festivals getrunkenen und dann ausgeschiedenen Bier wird wieder neues Bier für neue Festivals. Die haben’s erfunden bei uritonnoir.faltazi.com. Wir wurden fündig bei Spiegel online.

Nett, oder? Diplomatische 3 Stämmchen von uns.

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