Regelmäßiges Raum-Lüften ist ein Umwelt-Aspekt

Der Begriff ‘Umwelt’ ist nicht nur im global-ökologischen Kontext zu sehen und zu bewerten. Selbstredend ist ‘Umwelt’ auch die unmittelbare Lebens-und Arbeitswelt von Menschen. Hier wird oft eines stark unterschätzt in seinen Implikationen und Wechselwirkungen: das regelmäßige Lüften. Wer in diesem Sinne Gutes für die Umwelt tun möchte – und wir alle sind Teil der Umwelt – der sollte sich hier sinnvolle Routinen angewöhnen.

Der Zustand der Luft in Innenräumen beeinflusst nachhaltig das Wohlgefühl und damit die Leistungsfähigkeit wie auch die Gesundheit von Menschen. Wenn kein regelmäßiger Luft-Austausch stattfindet, dann wird man schnell müde und fühlt sich unwohl. Dies ist besonders auf den hohen CO2-Anteil zurückzuführen bzw. die Abwesenheit von Sauerstoff. Dazu kommt noch die Feuchtigkeit, die sich in der Luft ansammelt. Stichwort Raumklima: Vergessen sollte auch nicht werden, dass sich in zuwenig gelüfteten Räumen schnell Schimmel an der Wand ansetzen kann.

Abdichtung & Isolierung

Warum macht man sich aber so wenig Gedanken über die Raumluft, wenn sie so wichtig ist? Schließlich halten sich Menschen in Industrienationen im Innenbereich tendenziell länger als im Freien auf. Die Luft in den Räumen sollte vielmehr als genauso ‘relevant’ angesehen werden wie die Außenluft. Der Grund dafür liegt in der Historie der Gebäude. Früher mussten sich die Menschen um Lüftung keine Sorgen machen, weil die Luft sozusagen automatisch in das Gebäude eingedrungen ist. Heute sind aber viele Gebäude soweit abgeriegelt, dass von außen kaum noch Frischluft eindringen kann. Die Bedeutung der Lüftung ist erst mit der Zunahme der massiven Abdichtung und Isolierungen bedeutender gewonnen. So musste man sich daran gewöhnen, dass Fenster häufiger geöffnet werden müssen, dass der Luftaustausch gewährleistet werden kann. Abhängig vom Alter des Hauses und der Fenster, wird es wichtig, die Fenster regelmäßig zu öffnen, um den erforderlichen Luftaustausch sicherzustellen.

Pflanzen als Ergänzung

Neben dem regelmäßigen Lüften sind vor allem Pflanzen echte, organische “Raumklima-Anlagen”. Es macht nicht nur Atmosphäre, auch der Raum-Luft tut es sehr gut, wenn Pflanzen einen Raum bereichern. Wer hier etwas Passendes sucht, sollte sich über den klassischen Gärtner hinaus beraten lassen, am besten gleich in einer Baumschule. Besonders in Seminar- oder Unterrichts-/Klassenräumen, wo mehrere Menschen länger an einem Ort verweilen, muss oft und regelmäßig gelüftet werden und Pflanzen sorgen für ein besseres Raumklima. Darüber hinaus können Stimmung, Wohlbefinden und letztlich Arbeitsergebnisse von Seminar-Teilnehmern bzw. Schülern und Schülerinnen gesteigert werden, wenn Pflanzen die Atmosphäre bereichern. Grundsätzlich gilt und damit geht auch unser Appell einher: Am besten ist es, vier Mal täglich zu “stoßlüften”. Das bedeutet eine weite Öffnung der oder des Fensters für ein bis drei Minuten. So kühlt im Winter der Raum nicht aus, aber der Luft-Austausch ist gewährleistet. Tipp: in der Schule lohnt sich der “Job” eines Lüftungs-Warts analog dem Tafeldienst.

Bildurheber: ginasanders / 123RF Standard-Bild

Teilen macht Freu(n)de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.