Papair statt Plastikpolster

Es muss doch eine Verpackungsmöglichkeit für sehr empfindliche Waren geben, die ganz ohne schädliches Plastik auskommt? Gibt es auch, nämlich Papair. Der Name ist angelehnt an Papier und aus nichts anderem besteht diese neuartige und vor allem umweltbewusste Möglichkeit, künftig nachhaltig einzupacken.

Gerade in Zeiten wie diesen bestellen mehr und mehr Kunden ihre Waren über das Internet. Diese werden dann meist aufwendig in Luftpolsterfolie verpackt, damit sie während des Transports nicht zerbrechen. Doch der große Aufwand ist mit noch mehr Aufwand für die Entsorgung verbunden, denn Plastik schadet der Umwelt und das in großem Umfang. Deshalb musste etwas anderes her. Ein Material, das zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist und trotzdem die selben Schutzeigenschaften hat wie die Luftpolsterfolie. Das dachten sich vor einigen Jahren die drei Freunde Christopher Feist, Fabian Solf und Steven Widdel und erfanden Papair. Das besteht aus Pappe, diese ist allerdings genauso aufgepustet wie Luftpolsterfolie. Dadurch ist es möglich, schützende Kartonagen herzustellen, mit denen sich sogar Glasflaschen ohne Probleme verschicken lassen. Langfristig soll Papair überall dort eingesetzt werden können, wo es bislang immer Plastik brauchte, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Bei Paketen, Luftpolsterumschlägen und ähnlichem. Bis zu 57 Prozent allen Plastikmülls für Verpackungen ließe sich damit theoretisch einsparen, rechnen die Gründer des StartUps vor.

Das Funding läuft

Trotz der Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut fehlte bislang jedoch eines: Das nötige Startkapital. Um Papair nämlich in großem Umfang herzustellen braucht es spezielle Maschinen. 300.000 Euro mussten deshalb erst einmal über eine Crowdfounding-Kampagne gesammelt werden. Jetzt geht es an die eigentliche Produktion und die Werbung, denn künftig sollen große Unternehmen die neue Verpackung natürlich auch dafür nutzen, ihre Waren zum Endkunden zu verschicken. Dass das klappt, darüber sind sich die drei Gründer jetzt schon einig. Alles eine Frage der Zeit und des Umdenkens zum Wohle der Umwelt.

Wow! Eine echte Innovation! 5 Stämmchen!

Bildurheber: trashthelens / 123RF Standard-Bild

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