Ökologische Lebensweise ist gar nicht so öko

Echt Lust aufs Lesen machte gestern die Handelsblatt-Rezension des neuen Buches von Alexander Neubacher. Sein Werk Ökofimmel räumt radikal auf mit den klassischen Ökoklischees, in dem es diese auf den Wahrheitsgehalt überprüft.

Es geht nicht um Green Washing, also die bewusste Färbung oder gar Falschdasrstellung firmeneigener Leitbilder im Sinne des Renommees und damit der Wertschöpfung. Im neuen Buch des Spiegel-Autors Alexander Neubacher werden gängige und weniger bekannte Urtiele, was denn nun „öko“ sei auf den Prüfstand gestellt. Von der Ökobilanz heimischer Äpfel ist da die Rede, die besser sei als die importierter Früchte. Neubacher kommt zu dem Schluss, dass einige Monate nach der Ernte der Energieverbrauch der notwendigen Kühlung den des Transports aus der Welt übersteige. Papiertüten wrrden offiziell gelobt – nicht bei Neubacher, denn der Energiebedarf der Herstellung sei praktisch gleich dem der Plastik-Pendants. Papiertüten wandereten zudem deutlich schneller in den Müll, was diese „weniger öko“ mache. Dosenpfand habe dazu beigetragen, Wegwerfglas zu reduzieren? Ja sagt Neubacher, aber der ökologischen Mehrwegflasche sei damit schwer zu Leibe gerückt worden. Deren Marktanteil sei bei Mineralwasser von rund 70 Prozent auf weniger als die Hälfte zurückgegangen. Die Liste setzt sich fort. Darüber hinaus gehe der Autor auch auf makroökonomische Zusammenhänge ein. Solarförderung und Klimawandel sind genauso Themen wie Umweltzertifikate. Wer sich an unserer Quelle laben will, hier der Link zum Handelsblatt. Und hier kann der geneigte Leser einen Blick drauf werfen: Alexander Neubacher, Ökofimmel.

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