Nicht jede Umwelt-Maßnahme ist Ihren Namen wert

Worüber nicht so gerne geredet wird: viele ökologische Initiativen halten nich, was sie versprechen bzw. flopen einfach. Man erinnere sich nur an die Einführung von E10. Oder das glorreiche Einweg-Pfand. Nach Medienhype und Anfangs-Euphorie sind diese Dinge schnell wieder in der Versenkung verschwunden. Das Problem dabei: Oft stehen hinter solchen Ideen echte, zu lösende Probleme. Probleme, die aufgrund falscher oder zu schwach umgesetzter Maßnahmen dann in Vergessenheit geraten.

Wer redet schon gerne über Niederlagen? Oft wäre es aber gerade notwendig Irrwege oder Bauchlandungen als solche zu klassifizieren. Sonst läuft man Gefahr der Umweltbewegung mehr zu schaden als es ohne manche Windbeutel-Aktion geschehen wäre. Der größte Öko-Flop aus jüngster Zeit dürfte die Einführung des Kraftstoffs E10 gewesen sein. Die Idee hinter dem „Öko-Kraftstoff“ war, dass aus verfaulender Biomasse Sprit hergestellt werden sollte, um Erdöl-Ressourcen zu schonen. Mit E10 waren zwei Probleme verbunden:

1. Viele Verbraucher tankten einfach kein E10, weil die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt als „unter aller Kanone“ zu bezeichnen war.
2. Die benötigte Biomasse musste extra produziert werden.
Die Folge war, dass ehemalige Flächen die früher dem Nahrungsanbau dienten, nun zum Gewinnen von Biomasse genutzt werden.

Aus heutiger Sicht wäre es besser gewesen, besser gar keine Alternative für den Treibstoff zu suchen, als eine solche. Sondern nach Alternativen zum Verbrennungsmotor zu suchen.

Ein weiterer Öko-Flop erster Güte ist das sog. Einweg Pfand. Eigentlich sollte durch die Einführung der 25 Cent Pfand auf PET Flaschen und Dosen die Abfallproduktion gehemmt werden. Zwar werden die Flaschen durch das neue Pfand abgegeben und landen somit in der richtigen Tonne, jedoch greift der Verbraucher unter dem Strich nicht seltener zur herkömmlichen Einweg Flasche. Ein Problem könnte darin liegen, dass dem Verbraucher nicht bewusst ist was Einweg- und was Mehrweg überhaupt ist. Also wieder ein PR-GAU? Teilweise. Eine grundlegend bessere Lösung wäre es, wenn Hersteller wieder häufiger in Mehrwegflaschen abfüllen würden. Jenen ist es jedoch selbst überlassen, in welche Flaschen abgefüllt wird.

Noch mehr gescheiterte Umwelt Maßnahmen bei unserer Quelle utopia.de.

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