Nanotubes: Effizienter als LED?

Neue Technologie in Sachen Beleuchtung: Sogenannte Nano Tubes sollen nur einen Bruchteil der Energie eines LEDs benötigen. Möglicherweise können hierdurch Kosten reduziert und die Umwelt deutlich entlastet werden.

Hohe Energieeffizienz ist ein guter Weg die natürlichen Ressourcen zu schonen. Mit Hilfe einer Weiterentwicklung japanischer Forscher könnte nun ein Meilenstein in Sachen sparsame Leuchtmittel erreicht sein.

Nanotubes – einst gefeiert, dann vergessen

Nanotubes sind winzige Lämpchen, die aus Kohlenstoff und Phosphor hergestellt werden. Das Prinzip ähnelt dem einer Kathodenstrahlröhre. Die Entwicklung der Nanotubes erfolgte bereits vor ein paar Jahren, galt als revolutionär und geriet schließlich in Vergessenheit.
Norihiro Shimoi, Wissenschaftler der Tohoku Universität in Japan griff das Prinzip auf und entwickelte es weiter. Nach der Quelle ingenieur.de, ist er davon überzeugt, dass die Nanotubes ein enormer Schritt zur Reduzierung der CO2-Emission weltweit sein können.

Aufbau der Nanotubes

Nanotubes bestehen aus einem Netz sechseckiger Maschen, in dessen Ecken sich jeweils ein Kohlenstoffatom befindet. Der Wissenschaftler lässt sie mit Hilfe einer elektrisch leitfähigen Unterlage auf eine bestimmte Höhe anwachsen und verschließt sie dann mit Phosphor. Dieser Klecks Phosphor übernimmt die Rolle der zweiten Elektrode. Die erste liegt bereits in Form der Unterlage vor. Wird diesen Elektroden Spannung zugeführt, entspringen der Unterlage Elektronen, die das Phosphor treffen und zum Leuchten bringen.

Winzig kleine Leuchtmittel mit enormem Potenzial

Die Nanotubes sind winzig klein. Ihre Höhe liegt bei ein paar Millionstel Millimetern. Damit ist ein direkter Konkurrent zu den beliebten LEDs geschaffen, der durch Leistung und geringe Größe punkten kann.
Ein Manko haben die Nanostrahler aber noch. Es gibt noch kein kostengünstiges Produktionsverfahren. Bisher gelang die Herstellung nur im Labor. Aus diesem Grunde sind die innovativen Leuchtmittel mit der enormen Energieeffizienz noch nicht am Markt erhältlich.

Die Aufgabe der Wissenschaftler für die kommenden Monate ist klar: Es muss ein Produktionsverfahren entwickelt werden, dass dieses revolutionäre Prinzip entsprechend umsetzen kann.

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