Nachhaltiges Handeln: Digitale Preisreduzierungen vor dem Verfallsdatum

Der niederländische Supermarkt Albert Heijn versucht mit einer neuartigen Methode, weniger Lebensmittelabfälle zu produzieren. Mit Hilfe eines komplexen Algorithmus sollen Preise automatisch nach unten angepasst werden, um Produkte für Kunden attraktiver zu machen.

Jeder Supermarkt kennt das Problem, wenn durch Witterung oder andere Einflüsse die Kunden ausbleiben und die sich die eingekauften Lebensmittel ihrem Verfallsdatum nähern. Um diese Lebensmittel zu retten, hat der niederländische Supermarkt Albert Heijn ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen.

Dynamische Preisreduzierung per Computer

In den Niederlanden gibt es einen Supermarkt, der der Lebensmittelverschwendung den Kampf ansagt. Hier wurden ganz besondere Preisschilder installiert, die mit Hilfe eines komplexen Algorithmus gesteuert werden. Im Supermarkt Albert Heijn wundern sich die Kunden seit einiger Zeit darüber, dass die Preise ihrer Lieblingsprodukte ständig variieren. Aber durch aus nicht im negativen Sinne. Im Gegenteil. Die dynamischen Preisreduzierungen haben den Kunden schon das eine oder andere Schnäppchen bescheren können und viele Lebensmittel vor der Abfalltonne gerettet.

Aber wie funktioniert das Prinzip? Die Steuerung der Preisschilder erfolgt per Computer. Dieser arbeitet einen umfangreichen, hinterlegten Algorithmus ab, der die jeweilige Reduzierung auslösen kann. Dabei werden das Mindesthaltbarkeitsdatum, der Lagerbestand, der Verkaufsverlauf und auch das Wetter berücksichtigt.

Großes Ziel dieser elektronischen Preisanpassungen ist es, keinerlei abgelaufene Waren mehr in den Regalen zu haben und somit keine Lebensmittelabfälle zu erzeugen. Derzeit wird das neuartige Prinzip in der Geflügel- und Fischabteilung des Marktes getestet. Was bislang manuell heruntergesetzt wurde, kann nun rechtzeitig automatisch den optimalen Preisnachlass erhalten.

Die Idee für die elektronische Reduzierung stammt von dem israelischen Startup Wasteless. Dieses hatte seine Entwicklung bereits in Spanien erfolgreich ausprobiert.

Teilen macht Freu(n)de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.