Moore die wertvollsten CO2-Speicher?

Ganze drei Prozent der Erdoberfläche sind von Mooren bedeckt. Dennoch speichert diese vergleichsweise kleine Fläche rund 30 Prozent des erdgebundenen Kohlenstoffs. Der Schutz der Moore ist daher eine Kernaufgabe des Umweltschutzes und ein großes Thema der kommenden Jahre.

Zu den wichtigsten Themen des Waldschutz-Abkommens “REDD+” bei der Klimaschutzkonferenz in Cancun gehört weltweit der Schutz der Moore. Diese Gebiete binden in hohem Maße Kohlendioxid und sind ein natürlicher Treibhausgas-Senker, so das Presseportal pressetext.de. Demnach wandeln Moore CO2 aus der Atmosphäre in langlebigen Torf um. Pro Hektar werden viermal mehr CO2 als durch eine anloge Fläche Tropenwälder gebunden. Um die sinnvolle Speicherfunktion zu erfüllen, benötigen Moore ganzjährig hohen Wasserstand. Sinkt der umgebende Grundwasserstand und gelangt zusätzlich Sauerstoff an den im Torf gespeicherten Kohlenstoff, entweicht Kohlendioxid.

Verantwortlich für den Moore-Schwund sind die mit dem Klimawandel abnehmenden Niederschläge und längere Trockenperioden. Zudem hat die Trockenlegung von Moorflächen einen Anteil am Schwund der Moore. Diese Flächen werden klassisch der Nutzung in Land- und Forstwirtschaft zugeführt. Weitere Informationen hier über die Originalmeldung bei pressetext.de.

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2 Kommentare

  1. Karl-Heinz Antworten

    Hallo,
    also das müssen sie einfach mal erklären. Moore die ja nun zu einem großen Teil aus Torf bestehen wandeln das CO2 aus der Atmosphäre in noch mehr Torf um? Verstehe ich nicht. Findet dort eine chemische Reaktion zwischen CO2 und Moor statt? Wird das CO2 evtl. an Oberflächen gebunden oder wie.

    • admin Autor des BeitragsAntworten

      Hallo,

      da wir keine Chemiker sind können wir den genauen Prozess leider nicht beschreiben. So wie wir das verstanden haben, wird das CO2 im Torf gebunden. Wichtig dabei ist aber ein hoher Wasserstand im Moor, da sonst Luft an den Torf gelangt und das CO2 entweichen kann. Wir hoffen Ihre Frage ein Stück weit beantwortet zu haben.

      Viele Grüße, Ihre Printzipia Blog-Redaktion

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