Lebensmittelretter vernetzen sich online

Auf der Website “Foodsharing.de” können Essenskörbe mit nicht gebrauchten Nahrungsmitteln gratis angeboten werden. Besonders siginifikant: Auch viele Betriebe spenden inzwischen an die Organisation. Eine Plattform, die sich sehr engagiert und komplett unentgeldlich für eine nachhaltigere Ernährung einsetzt.

Kleinere Treffen von Menschen, die ihre übrig gebliebenen Lebensmittel miteinander teilen, gibt es schon in einigen Städten. Aber, dass die nachhaltig veranlagten Gourmets sich deutschlandweit vernetzen, ist noch sehr selten. Seit anderthalb Jahren gibt es nun die Website www.foodsharing.de, eine Lebensmittelverschenkplattform. Hunderte Tonnen Lebensmittel wurden dadurch schon gerettet, vor der Mülltonne bewahrt. Dazu kam im August 2013 die Freiwilligen-Plattform www.lebensmittelretten.de, auf der sich über 300 Botschafter und über 4000 Foodsaver absprechen, um Lebensmittel von Bäckereien, Supermärkten, Händlern, Kantinen usw. abzuholen.

Innerhalb dieser Plattform werden auch regelmäßig Treffen organisiert, es werden Betriebe verwaltet und Arbeitsgruppen entwickeln Lösung für eine möglichst umweltfreundliche Ernährungsweise. Sie ist so ausgelegt, dass möglichst dezentral und effektiv Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt werden. Ganze Essenskörbe bieten die Lebensmittelretter online an, natürlich nur mit hygienisch unbedenklichen Lebensmitteln. Dabei orientiert man sich nicht an unrealistisch vorsichtigen Mindesthaltbarkeitsdaten.

Derzeit kümmert sich ein ehrenamtliches Team von 80 Engagierten um die Organisation und Entwicklung der Plattform, damit alle Foodsaver sowie die über 600 Betriebe, bei denen sie bereits regelmäßig abholen, zufrieden sind. Man will Bewusstsein für die gesamte Thematik fördern und dabei auch zukünftig vollkommen geld- und werbefrei bleiben. Der Plan der Gründer: In Zukunft wird die Plattform noch mehr als Vermittlerbasis ausgebaut werden. Zwischen Betrieben, die unverkäufliche aber noch genießbare Lebensmittel zur Verfügung stellen, und Vereinen, Einrichtungen, Initiativen die diese entgegen nehmen.

Wenn man das so ließt – stimmt. Warum warten, bis Leute anfangen, illegal zu “containern”, wenn man die Lebensmittel einfach schon vor der Reise in den Müll “retten” kann? Schön auch, zu hören dass sich größere Betriebe mit Spenden beteiligen.

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