Kleiderly zeigt sich ambitioniert

Aus Altkleidern einen umweltfreundlichen Kunststoffersatz herzustellen und daraus noch etwas cooles für den Endverbraucher zu entwickeln, das ist der Grundgedanke hinter dem Start-up Kleiderly. Ob es funktioniert und was noch passieren muss, dazu jetzt mehr.

Alina Bassi hatte bei der Gründung ihres Start-ups Kleiderly einen Grundgedanken: Es muss doch eine sinnvolle Verwendung für all die Altkleider geben, die pro Jahr in Deutschland so anfallen. Und das sind eine ganze Menge, Tonnen an alten Kleidungsstücken tummeln sich in den Mülldeponien. Nur wenige von ihnen erhalten in Secondhandshops oder in Form von Sachspenden für Bedürftige ein zweites Leben. Das muss sich ändern und so hat die Gründerin gemeinsam mit ihrem Mann ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus all den unterschiedlichen Fasern, die in der Kleidung stecken, ein Granulat herstellen lässt. Dieses dient als biologischer Ersatz zu gängigem Kunststoff und lässt sich auch als solcher einsetzen, zum Beispiel zur Produktion von Sonnenbrillen. Das erste Produkt dieser Art soll den Markt in Kürze erobern. Interessenten von Seiten der Modebranche gab es schon, allerdings hat Corona bislang Kooperationen verhindert. Nun freuen sich die Verbraucher auf den Sommer und damit hoffentlich auch auf umweltfreundliche Sonnenbrillen.

Die Investorensuche geht weiter

Was noch fehlt ist das nötige Kapital. Zwar steht das Verfahren zur Herstellung des Granulats. Doch in große Produktion können die Gründer mit ihrem eigens investierten Ersparten damit nicht gehen. Ein erster Versuch in der SAT.1-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ scheiterte leider. Vielleicht war den Investoren das Geld zu viel oder die Idee an sich zu unausgereift? Es gab erste Kritiker, die sich an der Zielrichtung reibten. So will das Ehepaar sowohl für die Industrie produzieren und dorthin ihr Granulat verkaufen, als auch in den Markt für den Endverbraucher einsteigen und eigene Produkte auf den Markt bringen. Das war einigen „Löwen“ zu konfus und viel zu ungeplant. Deshalb konzentriert man sich bei Kleiderly nun erst einmal auf Sonnenbrillen und ist außerhalb der Medienwelt auf der Suche nach geeigneten Sponsoren, die diese Idee unterstützen.

Wir finden, die Welt braucht nicht noch mehr Sonnenbrillen..wir wären dafür, dieses Granulat lieber in riesigen Mengen als Ersatzprodukt in der Industrie zu verwenden. Das würde der Umwelt insgesamt viel besser tun! Deshalb bekommt Kleiderly von uns nur 3 Stämmchen!

Bildurheber: Fotofabrika

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