Joschka Fischer kandidiert für Präsidentenamt

Der ehemalige Grünen-Chef Josef “Joschka” Fischer hat sich offiziell um das Amt des Bundespräsidenten ins Gespräch gebracht. Weder vom amtierenden Präsidenten Horst Köhler noch von Gesine Schwan, seiner Herausforderin sind bislang offizielle Stellungnahmen bekannt.

Für eine deftige Überraschung sorgte Bundesaußenminister a. D. Joschka Fischer auf einem außerordentlichen Parteitag der Grünen in Detmold. Demnach tritt der 60-jährige kurzfristig an, um gegen Köhler und Schwan ein Zitat “ökologisches Gegengewicht” ins Rennen um die Hoheit im Schloss Bellevue zu schicken. Meinungsumfragen bescheinigen Fischer trotz der kurzfristigen Bewerbung überraschend gute Chancen. Auf der Skala beliebter Politiker a. D. rangiert der Grüne noch immer auf vordersten Rängen. In gewohnt offensiver Manier sprach Fischer vor Parteigenossen in Detmold von einer ökopolitischen Wende. Diese werde “wenn’s sein muss”, so Fischer, in einem beispiellosen bundesdeutschen Alleingang Platz greifen, wie es in der notwendigen Konsequenz nur unter seiner Federführung als Bundespräsident in spe möglich sei.

Die am 23. Mai 2009 zusammentretende, dreizehnte Bundesversammlung zur Wahl des Staatsoberhaupts wird aus maximal 1.224 Mitgliedern bestehen.

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