Grüne Hausnummern für ökologisch lebende Bürger?

Die „grüne Hausnummer“ spaltet die Gesellschaft. Was als Anerkennung gedacht war, ist zu einem heftigen Diskussionspunkt geworden. Dabei sollte eigentlich nur ein besonderes Umweltbewusstsein belohnt werden.

Der Wettbewerb „Grüne Hausnummer“ richtet sich an Eigentümer von Einfamilien- und kleinen Mehrfamilienhäusern. Wer sich besondere Gedanken bei Dämmung und Energieeffizienz macht, hat die Chance, mit der „grünen Hausnummer“ belohnt zu werden.

Auszeichnung oder Stein des Anstoßes?

In einigen Bundesländern und verschiedenen Städten sind grüne Hausnummern an den Häuserwänden einiger Gebäude zu sehen. Diese haben sich im Wettbewerb um die „grüne Hausnummer“ durch umweltbewusstes Handeln besonders hervor getan. Bei der Vergabe der besonderen Hausnummern sollen vor allem Energieeffizienz, Klimaschutz und verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen anerkannt werden. Gleichzeitig beabsichtigen die Initiatoren des Wettbewerbs, zukünftige Bauherren für nachhaltiges Bauen und für eine besonders energieeffiziente Umsetzung ihrer Bauprojekte zu sensibilisieren. Gleiches gilt für Modernisierungen und Sanierungen aller Art.

Doch nicht überall stößt dieser Wettbewerb auf Gegenliebe. In einigen Gemeinden fühlen sich Menschen an den Pranger gestellt, weil sie die grüne Hausnummer nicht an ihrem Haus anbringen konnten. Was eigentlich eine kleine Wertschätzung für umweltbewusstes Handeln sein sollte, ist dort zu einem großen Diskussionspunkt geworden. Inzwischen wurde sogar ein wenig zurückgerudert, um die grüne Hausnummer nicht zum öffentlichen Ärgernis werden zu lassen. Die Hausbesitzer, die alle Kriterien für die Vergabe dieser besonderen Anerkennung erfüllen, erhalten nun zumindest noch eine Urkunde.

Zu den wesentlichen Kriterien gehören neben der energieeffizienten Gestaltung des Gebäudes auch solche Punkte wie umweltbewusste Gartengestaltung und möglichst nachhaltige Lebensweise. Dazu zählt unter anderem auch der Punkt Mobilität. Werden öffentliche Verkehrsmittel oder E-Fahrzeuge zur Fortbewegung genutzt? Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen wie Wasser und Strom zählt dazu.

Der Wettbewerb um die „grüne Hausnummer“ ist ein guter Anreiz, um sich mit der gesamten Thematik bewusst auseinanderzusetzen.

Teilen macht Freu(n)de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.