Ein Solarpark auf dem Mond?

Eine japanische Firma hat das Konzept des “Luna-Ring” entwickelt. Ein Gürtel aus Solarpaneelen, der rund um den Mond angebracht werden und die Erde so mit Strom versorgen soll. Noch ist nicht klar, ob und wie ein solcher Bau auf dem Mond überhaupt erlaubt ist, aber das Konzept wächst weiter und verspricht ein Ende der Atomkraft und CO2-Probleme.

Eine einzige Solaranlage, die alle Länder der Welt mit Energie versorgt. Keine Atomkraft mehr nötig, der CO2-Ausstoß drastisch heruntergefahren. Das ist eine schöne, aber noch unrealistische Vision. Dachten wir zumindest. In Japan ist aber jetzt genau diese Idee entstanden. Die Location für das Wunderkraftwerk soll – jetzt kommts – der Mond sein. Warum dort? Erstens: Auf dem Mond ist genügend Platz für ein solches Projekt. Zweitens: Auf dem Mond scheint die Sonne ständig und ohne Pausen, es gibt keine Nacht. Drittens: Auf dem Mond gibt es kein Wetter wie hier, das heißt Sonnenstrahlen können dort immer ungefiltert und ohne Pausen aufgenommen werden. Das Reslutat könnten Berechnungen zufolge circa 13.000 Terawatt im Jahr sein. Die erzeugte Energie soll dann per Stromkabel auf die momentan der Erde zugewandte Mondseite geleitet werden. Laseranlagen und Mikrowellenantennen sollen sie dann an Empfangsstationen auf der Erde weiterleiten.

Die japanische Architektur- und Ingenieurfirma Shimziu will den “Luna-Ring” auf dem Mond anbringen. Maße: Stolze 400 auf 11.000 Kilometer. Bauarbeiter gen Himmel zu schicken ist in diesem Fall natürlich unpraktikabel, also sollen Roboter den Materialtransport und den Bau des Sonnengürtels ferngesteuert durchführen. Dafür müssen vor Ort auch Fabriken von den Mondrobotern zusammengebaut werden. Astronauten sollen die Arbeit der Roboter unterstützen. Seit vier Jahren werden in Japan nun Experimente zur Verwirklichung dieser Pläne betrieben. Pilotprojekte sind für die 2020er geplant und wenn alles glatt geht – bis 2035 der Baubeginn.

Darf man einfach so auf dem Mond bauen?

Bevor das Projekt in die Tat umgesetzt werden kann muss die Planungsfirma in Japan erst einmal an Grundbesitzrechte auf dem Mond kommen. Ob und wie das geht, ist noch fraglich. Der Weltraumvertrag von 1967 verhindert nämlich, dass einzelne Mächte einen Himmelskörper einfach in Besitz nehmen. Das hält die fleißigen Forscher im Osten jedoch nicht davon ab, die Idee weiter zu verfolgen und auszuarbeiten. Wer weiß, vielleicht findet sich ja ein Weg.

Wir sind gespannt und vergeben 3 Stämmchen.

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