CupClub sagt Einweg-To-go-Bechern den Kampf an

Einweg-Kaffeebecher sind ein riesiges Problem für die Umwelt. Ein Londoner Start-up hat nun eine Idee entwickelt, mit der sich dieses Problem massiv eindämmen lässt. Allerdings ist für die Umsetzung ein gewisser Aufwand notwendig.

Immer mehr Menschen setzen auf ihren eigenen Kaffeebecher, wenn sie sich ihren morgendlichen Kaffee aus der Bäckerei abholen. Dennoch entstehen immer noch riesige Müllberge, die durch schwer recycelbare Einweg-Kaffeebecher verursacht werden.

Mehrweg ist in

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich bei der Nutzung von Einweg-Kaffeebechern etwas getan. Immer mehr Menschen nehmen einen eigenen To-go-Becher mit und verzichten bewusst auf die Einweg-Variante. Dennoch bleibt es nicht aus, dass der eigene Becher mal vergessen wird oder einfach spontan die Entscheidung für einen Kaffee unterwegs fällt. Dann erfolgt wieder der Griff zum Umweltmonster Einweg-Becher. Dieser ist in doppelter Hinsicht eine enorme Belastung für die Umwelt. Er ist nämlich äußerst schwer recycelbar. Da Pappe mit einer Kunststoffschicht überzogen ist, lassen sich beide Komponenten nur sehr aufwendig voneinander trennen, was wiederum wertvolle Ressourcen verbraucht.

Ein Londoner Start-up hat nun den CupClub entwickelt, eine echte Alternative zum Einweg-Kaffeebecher ganz im Sinne der Umwelt. Für Becher und Deckel werden einmalig je drei Pfund gezahlt. Nach der Benutzung sollen sie dann in eigens dafür aufgestellte Sammelboxen geworfen werden. Diese werden durch die Verantwortlichen von CupClub regelmäßig geleert, deren Inhalt ressourcenschonend gereinigt und wieder an die teilnehmenden Cafés zurückverteilt. Mindestens 130 Mal soll ein Becher nutzbar sein.

Besonders interessant ist die Tatsache, dass in Becher und Deckel jeweils ein RFID-Chip integriert ist. So kann die Entsorgung überwacht werden. Nur, wer seinen Becher und Deckel ordnungsgemäß im vorgesehenen Sammelbehälter entsorgt, erhält den nächsten kostenlos. Sollte der RFID-Chip zeigen, dass falsch entsorgt wurde, wird für den nächsten Becher wieder eine Zahlung fällig. Auch ein Belohnungssystem soll dazu animieren, gezielt Müll zu vermeiden. Wer einen CupClub Becher oder Deckel findet, kann diesen zurückbringen und erhält dafür eine kleine Belohnung.

Die Macher des Londoner Start-ups sehen, dass ihr System in London erfolgreich umgesetzt wird. Deshalb planen sie die Ausdehnung auf weitere Städte und Länder. Außerdem haben sie bereits Ideen für Alternativen zu Einweg-Geschirr.

Drei von fünf Stämmchen bekommt CupClub für die nicht ganz neue, aber gut durchdachte Idee eines Mehrweg Bechers.

Bildurheber: rawpixel / 123RF Standard-Bild

Teilen macht Freu(n)de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.