Crowdfarming – frische Produkte zum fairen Preis

Die Idee hinter dem Crowdfarming schlägt eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie bringt Landwirte und Verbraucher direkt zusammen und sorgt für faire Konditionen auf beiden Seiten. Auf einfache Weise können die Angebote genutzt werden.

Crowdfarming bringt viele Vorteile für Landwirte und Verbraucher. Der direkte Kontakt beider Seiten gibt viel Sicherheit. Die Landwirte erhalten eine bessere Planungssicherheit, während die Verbraucher sich auf die hohe Qualität ihrer Produkte verlassen können.

Großartige Idee im Sinne der Umwelt

Immer mehr Verbraucher legen großen Wert darauf, den Ursprung ihrer Waren genau zu kennen. Sie wollen sicher sein, dass ihre Lebensmittel zu fairen Bedingungen angebaut werden und in bestmöglicher Qualität zu ihnen gelangen. Dabei wünschen sich immer mehr Menschen Lebensmittel in Bio-Qualität, die möglichst regional angebaut werden. Der Preis spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Denn viel wichtiger sind die landwirtschaftlichen Gegebenheiten und auch an die Existenz der Landwirte wird gedacht.

Zwei spanische Brüder hatten vor ein paar Jahren die Idee, Patenschaften für ihre Obstbäume anzubieten. So konnten Interessenten einen Baum adoptieren, einen einmaligen Betrag pro Erntesaison entrichten und bekamen dafür die Ernte ihres Baumes direkt nach Hause geliefert. Mit dieser Idee begeisterten sie viele Menschen und konnten inzwischen auch zahlreiche Landwirte davon überzeugen. Das sogenannte Crowdfarming hat sich durchgesetzt und ist mittlerweile auch in vielen anderen europäischen Ländern angekommen.

Große Produktvielfalt, auf Wunsch auch mit regionalem Bezug

Was mit Orangenbäumen begann, ist im Laufe der letzten Jahre zu einem viel größeren Projekt geworden. Die Úrculo-Brüder hatten Patenschaften für jeweils einen Orangenbaum auf ihrer Plantage angeboten. Die Verbraucher zahlten etwa 80 Euro für die Patenschaft und erhielten dafür die gesamte Ernte ihres Baumes. Nur ein paar Euro für den Versand fielen zusätzlich an.

Inzwischen ist eine Crowdfarming-Plattform entstanden, auf der sich alle interessierten Landwirte und Verbraucher registrieren können. Dort werden die verschiedensten Patenschaften angeboten. Es gibt beispielsweise Rebstöcke, Bienenstöcke, Oliven- und Mandelbaum-Patenschaften. Auch Rind, Lamm oder Ziege können adoptiert werden, um später die entsprechenden Käse-Produkte zu erhalten. Das Ganze funktioniert europaweit. Größter Vorteil ist sicherlich das genaue Wissen um die Herkunft, den Anbau und die Herstellung der Lebensmittel. Für die Landwirte gibt das Crowdfarming ein hohes Maß an Planungssicherheit und faire Konditionen. Wer sich in der Nähe umschaut, vermeidet lange Transportwege. Hinzu kommt eine besonders gute Qualität, da die Früchte zum idealen Zeitpunkt geerntet werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit der direkten Kommunikation zwischen Anbietern und Paten.

Natürlich gibt es auch klitzekleine Nachteile. Der Zeitpunkt für die Lieferung kann kaum flexibel gestaltet werden, da sich der Reifeprozess natürlich nicht beeinflussen lässt. Versandkosten heben den Produktpreis etwas an und nicht jeder zahlt gern im Voraus. Aber was macht das alles schon aus, wenn man bald eine ganze Kiste voller leckerer, reifer und gut angebauter Orangen essen kann, die schon selbst etwa die Sonne ihrer Herkunft ausstrahlen.

Wir finden die Idee ausgezeichnet! 5 Stämmchen vergeben wir hierfür!

Bildurheber: lablaika / 123RF Standard-Bild

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2 Kommentare

  1. Christoph Antworten

    Crowdfarming ist super spannend! Danke für eure Ausführungen. Werde mich im nächsten Jahr aktiv an einem Projekt beteiligen 🙂

    LG Christoph

    • Redaktion Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Christoph,

      das finden wir auch, deswegen wollten wir es mit vielen teilen! Wir wünschen dir viel Spaß bei deinem Projekt! 🙂

      Viele Grüße aus der Printzipia-Redaktion 🙂

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