Brexit und die Folgen für die Umwelt

Laut aktuellen Angaben von Friends of the Earth sind 85 Prozent der Umweltgesetze in Großbritannien Ergebnis des Beitritts in die Europäische Gemeinschaft / Union. Nach dem Brexit befürchten Umweltschützer nun, dass alte Probleme wieder einreißen und das Thema Umweltschutz im Land weniger streng gehandhabt wird. Das wäre eine akute Bedrohung für viele Naturschutzgebiete und würde auch die Energiepreise in die Höhe treiben.

Zwar ist der Brexit längst beschlossene Sache, doch der Austritt wird nur langsam voranschreiten können. Das Prozedere hat die EU im Vertrag von Lissabon genau festgeschrieben und in den ersten Tagen nach dem Referendum scheint es auch so, als hätte es die britische Regierung erst einmal nicht so eilig. Trotzdem sind nicht nur viele Politiker und Bürger besorgt über die Folgen dieser Entscheidung. Auch Naturschützer sehen dem Brexit mit Angst entgegen. Fakt ist, Großbritannien hatte lange Zeit mit einer laschen Umweltpolitik zu kämpfen. Fehlende Gesetze für den Umweltschutz wurden erst nachgeholt, nachdem die EU ihre Richtlinien festlege und somit neue Beschlüsse erzwang. Nach dem erfolgten Austritt aus der Staatengemeinschaft darf das Land nun wieder selbst entscheiden, wie es verwaltet wird. Somit könnte auch ein lascher Umgang mit der Natur eintreten. Dabei war London doch gerade erst seinen Smog los, das Klima für die Bürger wesentlich besser geworden, Flüsse und Strände sauberer und auch in der Energienutzung zeigten sich positive Veränderungen.

Neue britische Umweltpolitik gefragt

Deshalb sind Umweltschützer nun dabei, Großbritannien zu warnen vor den Folgen, die der Brexit haben könnte. Schon in den 1970iger Jahren taufte man Großbritannien heimlich „dirty man of Europe“, das soll sich nun keinesfalls wiederholen. Durch den Ausstieg aus der EU könnte das Land in eine Wirtschaftskrise schlittern, immer auch ein Grund für sinkende Umweltstandards, denn Umweltschutz ist teuer. Nun heißt es, vollen Einsatz zeigen in Sachen Klima- und Umweltpolitik.

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