Biopack – der Eierkarton, der mehr kann

Nachhaltigkeit nimmt inzwischen einen großen Stellenwert ein. Deshalb ist es umso wichtiger, alternative Verpackungsmaterialien zu entwickeln. Mit Biopack ist nun ein ganz besonderer Eierkarton am Start.

Der gute alte Eierkarton gilt als recycelbar und wiederverwendbar. Mit dieser Annahme liegen die Verbraucher jedoch nur teilweise richtig. Denn dieser ist als Einwegverpackung konzipiert und oft nur bedingt recycelbar. Eine Alternative könnte Biopack sein.

Die Wahrheit über den klassischen Eierkarton

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass die Pappverpackung ihrer Eier vollständig recycelbar und auf jeden Fall wiederverwendbar ist. Doch diese Annahme ist leider nicht korrekt. Die Eierkartons sind als Einwegverpackungen entwickelt worden, weil sie bei mehrfachem Verbrauch Salmonellen übertragen könnten. Außerdem kann der Eierkarton nicht einfach kompostiert werden. Es gibt also genügend Motive, um diese Art der Verpackung neu zu überdenken.

Designer George Bosnas hat sich Gedanken gemacht und eine Alternative zum herkömmlichen Eierkarton entwickelt. Sein Ergebnis ist der Biopack, der schon durch seine Form ein deutliches Signal setzt. Er besteht aus gereinigtem Papierbrei, Mehl und Stärke und verfügt über eine besondere Stabilität. Der Biopack bietet bis zu vier Eiern Platz. In das Material der Verpackung sind verschiedene Samen von Hülsenfrüchten eingearbeitet worden. Innerhalb von 30 Tagen können diese Samen aus dem Biopack wachsen.

Es bedarf nur Wasser, um den Biopack zu zersetzen. In der freien Natur zersetzt er sich selbstständig und sorgt dafür, dass Microgreens sprießen und bald geerntet werden können. Eine Kompostierung ist damit nicht mehr notwendig. Der Designer will mit seiner Verpackung vollständig auf Recycling verzichten. Dass zudem noch neue Pflanzen entstehen können, ist ein toller Nebeneffekt.

Wir geben dem Biopack mit seinen optimalen Recycling Bedingungen vier von fünf Stämmchen.

Bildurheber: mosaymay / 123RF Standard-Bild

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1 Kommentar

  1. Örzi Antworten

    Zu meiner Kindheit, gefühlt vor 500 Jahren, wurden die Eier beim “Kaufmann” und beim “Gemüsemann” lose verkauft. Man konnte so viele kaufen, wie man wollte. Auch ein einziges war möglich. Stempel waren noch nicht darauf. Das Alter war uninteressant. Der Kaufmann legte die Eier vorsichtig in eine Papiertüte und der Kunde ebenso in das Einkaufsnetz. Zuhause angekommen war immer eins kaputt. Da gab es Rührei.

    https://www.trusted-blogs.com/magazin/blog/dAn2ZE

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