Bio-Dünger aus Klee: Kleepura

Kleine, dunkelgrüne Stäbchen könnten eine Revolution im Düngemittelbereich einläuten. Dabei handelt es sich um 100 prozentigen Bio-Dünger aus Klee. Ein Trio aus Sachsen hat ihn entwickelt und zeigt, dass absolut nachhaltiges Düngen tatsächlich auf einfache Weise möglich ist.

Ein Forschungsprojekt der Studienzeit kann im Handumdrehen zu einer findigen Geschäftsidee werden. Dies beweisen drei junge Leute aus Sachsen, die mit ihrem Bio-Dünger aus getrocknetem Klee eine neue Ära einläuten könnten.

Getrockneter Klee als Schlüssel

Simon Scheffler begann während seines Studiums damit, nach einem Düngemittel zu forschen, das völlig ohne Reststoffe der konventionellen Landwirtschaft auskommt. Auch Schlachtabfälle sollten nicht enthalten sein. Er entdeckte Klee mit seinen hervorragenden Eigenschaften als geeignete Pflanze für sein Projekt. Einige Kleesorten kristallisierten sich im Laufe seiner Forschungen als besonders geeignet heraus.

Der Klee speichert im Laufe seines Wachstums wichtige Nährstoffe in seinen Wurzelknöllchen, die später die Basis für den Bio-Dünger bilden sollen. Der Wissenschaftler untersuchte verschiedene Kleesorten, fand heraus, wie sie am effizientesten angebaut werden und anschließend verarbeitet werden können.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Torsten Mick gründete Simon Scheffler schließlich das Unternehmen, das Kleepura, einen absolut veganen und nachhaltigen Bio-Dünger auf den Markt gebracht hat.

Zusammenarbeit mit Bauern der Region

Diverse Bauern der Region erklärten sich schnell dazu bereit, die Kleesorten auf ihren Feldern anzubauen. Da Klee in die natürliche Fruchtfolge auf den Feldern passt, profitieren sie ebenfalls von dem Anbau. Hinzu kommt der Aspekt, dass nun auch der Klee zu einem Bio-Produkt verarbeitet wird. Pro Saison kann sogar mehrfach geerntet werden. Nach der Ernte kommt der Klee direkt in eine Trocknungsanlage und wird anschließend in kleine Pellets gepresst.

Als Zielgruppe für ihr Produkt betrachten die Unternehmer vor allem Hobby- und Kleingärtner. Die Kosten für den Bio-Dünger sind etwas höher als bei anderen Düngemitteln. Deshalb dürfte das Produkt vor allem bei Kleingärtnern mit einem großen Nachhaltigkeits-Bewusstsein gut ankommen. Was für ein enormes Potenzial in dem Klee-Dünger steckt, zeigt unter anderem auch die wichtige Naturland-Zertifizierung, die das Produkt erhalten hat.

Das Unternehmen plant, die eigene Produktpalette bald zu erweitern. Sie wollen unter anderem Düngestäbchen auch für Topfpflanzen entwickeln. Einige weitere Projekte sind ebenfalls schon in Arbeit.

Wir vergeben drei von fünf Stämmchen für diese vielleicht nicht allgegenwärtige, aber dennoch nachhaltige und nützliche Erfindung.

Bildurheber: roxichka25 / 123RF Standard-Bild

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