Bäume können tönen und Pflanzen kommunizieren

Die Kommunikation von Pflanzen ist ein Phänomen, dem sich mittlerweile ganze Forschungsteams widmen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Bäume erzeugen unter Wassermangel Töne, die im Ultraschallbereich liegen. Durch Messung dieser Töne erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über den Zustand der Wälder zu erlangen.

Nein, es handelt sich weder um einen verspäteten Aprilscherz, noch um eine Spaßnachricht zu Beginn des Faschings. Wie aktuelle Forschungen belegen können Bäume Töne erzeugen. Und Menschen die davon überzeugt sind, dass es Pflanzen gefällt, wenn an mit Ihnen spricht, liegen vielleicht doch nicht ganz daneben: Am Max-Planck-Institut wird die Kommunikation von Pflanzen erforscht.

Kommunikation per Ultraschallfrequenz

Ein Forscherteam des Laboratoire Interdisciplinaire de Physique in Grenoble hat herausgefunden, dass Bäume bei Wasserentzug Töne erzeugen, die eigentlich vom Menschen nicht gehört werden können. Diese Töne liegen im Ultraschallbereich. Das Team um Alexandre Ponomarenko beschäftigte sich intensiv mit diesem Phänomen. Dazu führten die Forscher einen Versuch durch, in dem sie Kiefernholz Wasser entzogen.

So entstehen die Töne

Sobald Bäume Trockenheit ausgesetzt sind, entsteht im Holz eine Vakuumblase. Diese füllt sich mit Wasserdampf oder Luft und erzeugt dadurch eine ganz kurze Schwingung. So entsteht ein kurzer Ton, der mit Hilfe von Ultraschallsensoren gemessen werden kann. Auf diese Weise können die Forscher wertvolle Informationen zum Zustand eines Waldes erhalten.

Töne schon in den 60er Jahren erkannt

Bereits in den 60er Jahren fanden Forscher heraus, dass Bäume bei Wassermangel Töne erzeugen. Allerdings kannte man damals die genaue Ursache und die Art der Entstehung noch nicht. Mehr dazu in der englischen Quelle: royalsocietypublishing.org

Kommunikation durch Duftstoffe

Dass Pflanzen besser gedeihen, wenn ihnen besondere Liebe und Aufmerksamkeit gegeben wird, erscheint irgendwie unlogisch, wird aber von Hobbygärtnern immer wieder gepredigt. Inzwischen haben sich auch Forscher des Max-Planck-Instituts in Jena mit dem Thema „Kommunikation der Pflanzen untereinander“ auseinandergesetzt.

Das Ergebnis der Forschung ist sehr interessant und wird viele Menschen in Erstaunen versetzen. Nach einer Veröffentlichung des Sterns kommunizieren Pflanzen tatsächlich miteinander. Sie sondern spezielle Duftstoffe ab, die über bestimmte Ereignisse informieren. Wird beispielsweise eine Pflanze von einem Tier angenagt, sondert sie einen ganz bestimmten Duftstoff ab, um andere Pflanzen zu warnen. Diese reagieren dann mit der prompten Bildung von Abwehrgiftstoffen, um die Tiere abzuschrecken. Inzwischen sollen bereits mehr als 1.000 Duftvokabeln bekannt sein.

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