Azolla Ecosystems vereint Pflanzen- und Fischzucht

Die Idee hinter einer Fischfarm, die gleichzeitig auch Nutzpflanzen ein Zuhause bietet ist nicht neu. Jetzt gibt es das Ganze allerdings in einem kleinen, nutzbaren und sehr ästhetischen Rahmen, direkt neben dem Esstisch.

Die Idee dazu hatte das Start-up Azolla Ecosystems aus Wien. Dahinter steckt Philipp Loidolt-Shen, ein studierter Industriedesigner der sich schon während seines Studiums die Frage stellte, wie sich urbanes Leben und die Produktion von Lebensmitteln wohl miteinander vereinen lassen. In Asien gibt es sie in Hülle und Fülle: Fischfarmen, in denen Pflanzen und Fische einträchtig zusammen leben. Und das macht auch durchaus Sinn, denn die Pflanzen reinigen das Wasser für die Fische und erhalten dafür von den Fischen natürlichen Dünger. Doch wie lassen sich solche Fischfarmen ausgerechnet nach Wien bringen?

Schick und praktisch in einem

Ein ausgeklügeltes System musste her, eines das sich wirklich überall realisieren lässt und noch dazu schick aussieht. Schließlich sollte es in Restaurants seinen Platz finden. Und das klappt inzwischen wunderbar. Den Anfang machte der Dogenhof in Wien. Im Inneren des Restaurants gibt es kleine Wassertanks, in denen bis zu hundert Fische ihren Platz finden. Den teilen sie sich mit Nutzpflanzen. Das System sorgt nicht nur für ein gutes Raumklima, es liefert auch direkt das Essen für die Gäste. Noch frischer kann Fisch nicht serviert werden, vom Gastraum direkt in die Küche und wieder zurück. Einfach und genial.

Die Fischproduktion vergrößern, die Lieferwege verkürzen

Die Idee hinter den Azolla Ecosystems hat einen ernsten Hintergrund. In Österreich gibt es längst nicht genug Fisch für alle Bewohner. Der überwiegende Teil muss importiert werden, das klassische „Schicksal“ eines Binnenlandes. Damit das künftig anders wird und die Produktion von Fisch nicht mehr an lange Lieferketten gebunden ist, sollen die Azolla Ecosysteme helfen. Der Nährstoffkreislauf eines jeden Systems bleibt in sich geschlossen. Das ist umweltverträglicher, als dies zum Beispiel beim Zuchtlachs der Fall ist. Nun müssen nur noch die Restaurants ins Boot geholt werden, damit sich möglichst viele an dem Konzept beteiligen.

Wir sind gespannt auf den weiteren Weg! Bisher gibt es 3 Stämmchen!

Bildurheber: FOX

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