Algenpanels – Strom, Sauerstoff und Biomasse aus einer Hand

Algen sind äußerst vielseitige Pflanzen. Sie sind nährstoffreich und kommen immer öfter auf den Teller. Sie sind aber auch in der Lage, die Umwelt zu entlasten und CO2 zu binden. Ein mexikanisches Startup möchte die Wasserpflanzen nun auch zur Stromerzeugung nutzen.

Erneuerbare Energien sind gefragter denn je. Dass auch Algen eventuell eine Möglichkeit zur Energiegewinnung sein könnten, hat ein mexikanisches Startup ausprobiert. Mit Hilfe von speziell entwickelten Algenpanels soll das gelingen.

Nützliche Wasserpflanze

Algen bringen viele Vorteile mit. Sie wachsen schnell, sind äußerst nährstoffreich und wenig anspruchsvoll. Schon allein die Tatsache, dass Algen große Mengen CO2 vernichten können, bietet unzählige Möglichkeiten, um die Umwelt deutlich zu entlasten. Das Ecotech Brilliant Planet errichtet derzeit Algenfarmen in der Wüste, um dort CO2 umzuwandeln. Den Angaben des Unternehmens zufolge sollen die Wasserpflanzen etwa 30 Mal effektiver sein als der Regenwald. Genau diese Fakten will das mexikanische Startup Greenfluidics nutzen. Es entwickelt derzeit Algenpanels, die an Häuserflächen angebracht werden können.

Der Effekt der Algenpanels ist nicht zu unterschätzen, wirken sie doch in mehrfacher Hinsicht. Durch die mit den Panels bedeckten Flächen gelangt keine Hitze in die Gebäude. Gleichzeitig entsteht durch die ständig nachwachsenden Algen Biomasse, die zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann.

Greenfluidics produziert Strom aus Algen

Das mexikanische Startup will mit seinen Algenpanels aber auch Strom erzeugen. Dazu wird den Algen Nanoflüssigkeit zugesetzt, die dafür sorgt, dass die Wärmeleitfähigkeit des Wassers stark verbessert wird. Ein thermoelektrischer Generator wandelt schließlich das erhitzte Wasser in Strom um. So wären die Algenpanels dreifach effektiv. Sie würden Strom produzieren, CO2 vernichten und gleichzeitig Biomasse erzeugen, die weiterverwendet werden kann.

Einziges Manko scheint hierbei der Kostenfaktor zu sein. Sollte es gelingen, die Algenpanels günstiger zu gestalten, könnte damit eine echte Alternative geschaffen werden.

Die Algenpanels verdienen auf jeden Fall 4 Stämmchen!

Bildurheber: KGriff

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