Abbaubare Verpackungen aus Papier und Kartoffelstärke

Verpackungen aus Plastik sind seit Jahren ein großes Thema unter Umweltschützern. Da es sich um ein Material handelt, das nicht biologisch abbaubar ist, landen Plastikverpackungen häufig in der Natur und im Meer, verschmutzen das Wasser und belasten das Leben der Meerestiere. Das Unternehmen DE-Pack aus Villingen stellt in Zusammenarbeit mit der holländischen Firma Paperfoam Verpackungen her, die zu vollständig kompostierbar sind.

100% biologische Verpackungen

Das mittelständische Unternehmen DE-Pack aus Villingen produziert Verpackungen, die komplett biologisch abbaubar sind und so direkt auf dem Kompost entsorgt werden können. Diese sogenannten „Reinpapier“-Verpackungen zersetzen sich laut Volker Schmider, dem Marketing-Verantwortlichen von DE-Pack, selbst, sobald Umwelteinflüsse auf sie wirken. Damit stellen sie eine deutlich umweltschonendere Variante zu Plastikverpackungen dar. Seit der Gründung vor 40 Jahren, spezialisiert sich DE-Pack auf innovative Verpackungslösungen. Verpackungen der Marke Reinpapier werden seit circa zwei Jahren von dem Unternehmen entwickelt und vertrieben. „Die Verpackungen bestehen aus völlig ungiftigem Material“, erklärt Özder Omar. „So sind sie für die Umwelt total bedenkenlos“. Außerdem seien sie zu 100 Prozent recyclebar und ermöglichen eine Wiederverwertung des gesamten Materials.

Rein aus natürlichen Inhaltsstoffen

Die nachhaltigen Verpackungen werden aus rein natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt. Das Material besteht zu 70 Prozent aus Industriekartoffel-Stärke, zu zwölf Prozent aus Papierfasern aus nachhaltigem Anbau und zu 18 Prozent aus Wasser. Es gibt jedoch noch eine weitere „geheime“ Zutat, die nicht bekannt gegeben wird. Jedoch sei auch diese zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Wenn eine der Verpackungen von einem Kunden gewünscht wird, wird zunächst eine digitale Zeichnung erstellt. Nachdem die Zeichnung bei Paperfoam in den Niederlanden angekommen ist, wird die Verpackung dementsprechend erstellt. Die spezielle Materialmischung wird in ein Werkzeug aus Aluminium gespritzt und unter Einfluss von Hitze zum finalen Verpackungsprodukt geformt.

In Zukunft mehr ökologische Verpackungen

Die Reinpapier-Verpackungen sind derzeit zu 15 Prozent am Umsatz von DE-Pack beteiligt. In den nächsten drei Jahren möchte das Unternehmen laut Özder Omar diesen Anteil um 30 Prozent steigern. Vor allem für Verpackungen, die nur einmal verwendet werden, eigne sich die ökologischen Verpackungen besonders gut. „Aber auch für den Consumer-Bereich bietet sich Reinpapier an, also beispielswiese für Elektronik- oder Kosmetika-Verpackungen“, offenbart Volker Schmider. In Zukunft werde das Unternehmen aber nie nur auf die umweltfreundlichen Verpackungen setzen können. Besonders Mehrwegverpackungen könnten nicht ökologisch hergestellt werden, da es sonst an der nötigen Festigkeit und Größe mangeln würde.

Der CO2-Fußabdruck der biobasierten Reinpapier-Verpackungen sei um 85% niedriger als der von vergleichbaren Verpackungen aus Kunststoff oder Papierzellstoff.
Unserer Meinung nach, hat diese Idee auf jeden Fall 5 Stämmchen verdient!

Bildurheber: flynt / 123RF Standard-Bild

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1 Kommentar

  1. Monika Antworten

    Klasse Sache. Ich hoffe, daß möglichst bald diese Verpackungen breitflächig in den Handel kommen.
    viele umwelt-liebe Grüße
    Monika

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