Mrz 23

Speisen kurz vor dem Verfallsdatum, Obst und Gemüse mit kleinen Ecken und Kanten und Verpackungen die schon einmal bessere Zeiten gesehen haben. In den Reste-Supermarkt kommt alles, was im normalen Supermarkt längst aussortiert worden wäre und die Kunden freuen sich.

Seit kurzem gibt es in Berlin-Charlottenburg ein ganz besonderes Geschäft das auf den Namen SirPlus hört. Allgemein ist er schlicht als Reste-Supermarkt bekannt. Und der ist etwas ganz besonderes, da er als solches einmalig in Deutschland ist. Hier kommen nämlich ausschließlich Waren in die Regale, die aus Restaufkäufen stammen, kurz vor dem Verfallsdatum stehen oder einfach nicht mehr ganz so frisch aussehen.

Um diese Speisen und Getränke trotzdem an den Mann zu bringen haben sich die Betreiber dieses ganz besondere Ladenkonzept ausgedacht. Hier bekommen Kunden die waren bis zu 70 Prozent günstiger als im normalen Supermarkt und die freut das natürlich, denn so lässt sich ordentlich sparen. Da ist es auch zu verschmerzen, dass die Auswahl an Artikeln natürlich begrenzt ist und sich ständig ändert. Ein festes Warensortiment wäre mit dem Geschäftskonzept auch schwierig umzusetzen.

Doch woher kommen die Lebensmittel und wie funktioniert die Zuliefererkette? Große Supermarktketten wie zum Beispiel die Metro verkaufen dem Reste-Supermarkt gegen kleines Geld ihre abgelaufenen Waren und beschädigten Produkte. Das spart ihnen die Entsorgungskosten und ist natürlich auch umweltbewusst. Der Reste-Supermarkt transportiert die Waren direkt ins Geschäft und stellt sie dort seinen Kunden zur Verfügung. Gerade jene mit einem geringen Monatsbudget für Lebensmittel freuen sich darüber und übersehen großzügig die Ablaufdaten.

Schließlich sind nachweislich Lebensmittel auch danach noch einige Tage genießbar. Eine Konkurrenz zu den Tafeln im Berliner Umland stellt der Reste-Supermarkt übrigens nicht dar. Er bekommt nur Speisen und Getränke, die von den Tafeln nicht mehr benötigt werden. Insgesamt also eine sehr gute Lösung im Umgang mit Lebensmitteln, die vielleicht bald Schule macht.

Spart Geld und schont die Umwelt, 4 von 5 Stämmchen!

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Mrz 16

Eine Halterung aus zwei Brettern für Pfandflaschen soll jetzt an öffentlichen Abfalleimern auf verschiedene Arten Gutes tun. So müssen zum einen Flaschen Sammelnde nicht mehr in den Müll fassen. Zudem können die Pfandflaschen so schneller und einfacher in den vorgesehenen Recycling-Kreislauf gebracht werden.

Die meisten werden wohl eine derartige Situation schon häufig beobachtet haben: Flaschensammler, die in Mülleimern wühlen, auf der Suche nach Pfandflaschen, die sie zu Geld machen können. Dem Pfand das viele aus Bequemlichkeit achtlos in den Abfall werfen, anstatt es dem vorgesehenen Wertstoffkreislauf zuzuführen. Mit um die 25 Cent pro Flasche ist das nicht wenig Geld das da zusammen kommt. Aber eben auch eine enorme Menge nicht recycelter Abfall. Und das im führenden Land der Mülltrennung

Eine Lösung, die nun gleich an mehreren Stellen angreift, wurde gerade in Gröbenzell, Landkreis FFB vorgestellt. Nachdem es bereits einen Pfandring zu kaufen gibt, dieser aber leicht zu entwenden ist und dann durch scharfe Kanten ein Sicherheitsrisiko darstellt, wurde die Gemeinde Gröbenzell über ihren ambitionierten Bürgermeister selbst aktiv. Entstanden ist eine neue Version des Pfand Rings. Dieser wird nun hinten am Mülleimer befestigt und besteht aus zwei mit etwas Abstand aufeinander befestigten Platten. In der oberen Platte sind flaschengroße Löcher eingearbeitet, die Platz für die Behältnisse schaffen. Deutlich stabiler als sein Vorgänger überzeugt der Halter auch mit seinem Preis von rund 35 Euro anstatt der 70 Euro des Vorgängermodells. Von der Gemeinde mit positivem Feedback bewertet könnte diese neue Version des Pfandrings schon bald in weiteren Städten für eine Verbesserte Situation von Flaschen-Sammlern sorgen und vor allem eine beachtliche Menge Abfall wieder dem richtigen Kreislauf zuführen.

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Mrz 15

Das Online-Magazin Printelligent veröffentlichte vor Kurzem ein Interview mit bonitasprint-Geschäftsführer Dieter Körner. Die Würzburger Umweltdruckerei bonitasprint vertreibt ihre nachhaltig entstandenen Produkte bekanntlich über die Marke Printzipia. Weshalb wir natürlich doppelt gerne auf dieses interessante und informative Interview hinweisen: bonitasprint. Eine sympathische Umweltdruckerei im Interview.

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Mrz 12

Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause und weil das so ist, suchen sich mehr und mehr Menschen für ihren Urlaub ganz bewusst private Unterkünfte statt anonyme Hotels aus. Beliebt ist hierbei vor allem die Vermittlungsplattform AirBnB, doch die bekommt neuerdings starke Konkurrenz – und die kann sogar ökologisch punkten.

Günstig übernachten, ganz privat und dabei auch noch etwas Gutes tun? Mit Nightbank ist das möglich. Dabei umschreiben die Verantwortlichen ihr Projekt wie folgt: „Nightbank hat die Vision einer Welt, in der Menschen ihre Häuser öffnen und ihre Unterkünfte teilen, um damit soziale und ökologische Initiativen in Gemeinschaften an unterschiedlichsten Orten zu unterstützen.“

Konkret heißt das, die Einnahmen aus den Übernachtungen fließen nicht in den eigenen Geldbeutel, sondern kommen sozialen Projekten zu Gute oder unterstützen den Umweltschutz. Mitmachen kann jeder der entweder selbst eine Unterkunft zur Verfügung stellen kann, der in einer solchen Unterkunft übernachtet oder einfach, indem man selbst eine Initiative gründet und somit aktiv an dem Gedanken teilhat.

Ohne Geld auf Reisen gehen

Eine ganz andere, soziale Idee steckt hinter der zweiten Alternative zu AirBnB: TalkTalkBnb. Hier können sich Reisende ganz bewusst eine Unterkunft aussuchen und dabei ihre Sprachkenntnisse weitergeben. Sie wohnen dabei nicht allein in der privaten Unterkunft, sondern mit dem Gastgeber zusammen. Das fördert soziale Interaktion und hilft dabei, unkompliziert auch auf Reisen neue Leute kennen zu lernen. Statt einer Bezahlung in Form von Geld, wird hier in Sprache bezahlt.

Der Urlauber verpflichtet sich also dazu, dem Gastgeber seine Sprachkenntnisse weiterzugeben. Welche das sind, das muss natürlich zunächst jeder nach der Anmeldung auf dem Portal angeben. Nur so findet schließlich zusammen, was zusammen finden soll. Selbst für Firmen ist das Portal offen. Die können einen Kreis aus Mitarbeitern bzw. Kollegen bilden, die dann gemeinsam verreisen und ihre Sprachkenntnisse aufbessern, quasi eine Artstudienfahrt zu Fortbildungszwecken. TalkTalkBnb gibt es erst seit 2017. Da wird die Zukunft zeigen, wie beliebt die neue Form der Sprachreisen tatsächlich ist.

Sozial oder ökologisch, wir finden beide Alternativen haben 5 von 5 Stämmchen verdient.

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Mrz 05

Ein Elf-Familienhaus, das sich vollständig selbst mit Energie versorgen kann, ist das neueste Projekt der Umwelt Arena Schweiz. Hier wurden interessante Perspektiven geschaffen, die eine ganzjährige Versorgung mit erneuerbaren Energien gewährleisten.

Photovoltaikanlagen in Kombination mit anderen faszinierenden Anlagen könnten schon bald Grundvoraussetzung dafür sein, dass sich Mehrfamilienhäuser komplett selbst mit Energie versorgen können. Ein interessantes Projekt der Umwelt Arena Schweiz eröffnet völlig neue Möglichkeiten.

Zukunftsweisendes Projekt zur Entlastung der Umwelt

Das Mehrfamilienhaus-Magazin hat vor kurzem über ein interessantes Projekt der Umwelt Arena Schweiz berichtet. Da das Thema derartig faszinierend war, greifen wir es heute in diesem Artikel auf. Es handelt sich um ein Projekt, das ein Elf-Familienhaus umfasst, das sich ganzjährig selbst mit Energie versorgen kann. Dies gelingt durch das perfekte Zusammenspiel verschiedener Komponenten.

Als Basis dient eine Photovoltaikanlage, die auf dem Dach und an den Fassaden montiert ist. Das neuartige System dieser Anlage umfasst eine Hakenhalterung, an der die Platten auf einfache Weise angebracht werden können. Da sie einzeln montiert werden, lassen sie sich ebenso wieder entfernen, um sie gegebenenfalls zu reparieren oder auszutauschen.

Unterstützung durch Power-to-Gas-Anlage

Da in den Sommermonaten mehr Energie erzeugt als eigentlich verbraucht wird, musste nach einer Möglichkeit der Zwischenspeicherung gesucht werden. Dadurch sollten dann die Wintermonate überbrückt werden, in denen meist ein Energiedefizit entsteht, weil die Photovoltaikanlage nicht genug produzieren kann.

Die Unterstützung erfolgt in diesem Projekt durch eine Power-to-Gas-Anlage, die die überschüssige Energie in Wasserstoff umwandelt. Anschließend wird dieses mit Hilfe von Kohlendioxid in Methangas umgewandelt. Das entstandene Methangas wird dann ins Netz eingespeist und damit quasi zwischengelagert. In den Wintermonaten kann dieses dann bei Bedarf abgerufen und verwendet werden.

Dabei kommt die Hybridbox zum Einsatz. Diese reagiert entsprechend des Bedarfs.

Erneuerbare Mobilität ebenfalls integriert

Auch an die Fahrer von Elektro- und Gas-Fahrzeugen wurde bei der Umsetzung des energieautarken Mehrfamilienhauses gedacht. Diese können mit Hilfe der vorgestellten Technologien ihre Fahrzeuge zukünftig direkt am Haus aufladen bzw. betanken.

4 Stämmchen von uns, für dieses Rundumsorglospaket in Sachen Energiegewinnung

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Mrz 02

Mit ihrem Start-Up Sauberkasten bringend zwei Leipzigerinnen neuen Glanz ins Haus und das auf ganz natürliche Art und Weise. Reiniger und Waschmittel gibt es schließlich viele, doch diese basieren oft auf chemisch bedenklichen Inhaltsstoffen. Dabei gibt es doch auch natürliche Alternativen und die schaden nicht und lassen sich einfach selbst herstellen, sind die Gründerinneren von Sauberkasten überzeugt.

Henriette Grewling und Jeanette Schmidt waren es leid, immer für ihre Putzarbeiten im Haus zu teuren und umweltschädlichen Spezialreinigern zu greifen. Stattdessen suchten sie günstigere Alternativen, die noch dazu umweltfreundlich sind und fassten schließlich einen Plan.

Wenn es etwas nicht gibt, macht man es eben selbst

Grewling und Schmidt gründeten kurzerhand ihr Start-Up Sauberkasten und machten es damit möglich, zu einfachen und effizienten Reinigungsmitteln zu greifen die sich ganz einfach selbst herstellen lassen. Fast jeder hat schließlich schon von den positiven Reinigungseigenschaften von Essig und Zitronensäure gehört, sei es auch nur als Haushaltstipp aus Omas Zeiten. Doch das Start-up Sauberkasten geht noch einen Schritt weiter. Statt nur auf einzelne Reinigungsmittel aus dem Haushalt zu setzen, gibt es im Sauberkasten gleich ein Paket aus einzelnen natürlichen Reinigern, die sich auf immer neue Arten zusammenmischen lassen und somit einfach jeden Dreck im Haushalt problemlos beseitigen können. Konkret gibt es sechs Produkte die man auf zehn unterschiedliche Weisen vermischen kann im praktischen Karton.

Natürliche Reiniger direkt im Karton

Und da die Gründung eines Start-Ups der nicht ganz kostenlos vonstattengehen kann suchten die findigen Unternehmerinnen entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten. Sie erhielten schließlich ein Gründerstipendium vom Social Impact Lab Leipzig. Außerdem starteten sie eine Crowdfunding-Kampagne und konnten darüber im Sommer 2017 gleich mehr als 40.000 Euro einsammeln. Mit diesem mehr als zufriedenstellenden Ergebnis gab es bereits im Herbst die ersten Sauberkästen zu bestellen und zwar direkt über die eigene Webseite. Jetzt, 2018, wollen die Unternehmerinnen voll durchstarten und noch viel mehr Privatleute und Unternehmen von ihrem Konzept überzeugen nämlich nicht nur ordentlich zu reinigen, sondern dabei auch noch die Umwelt zu schützen.

Sauber und umweltfreundlich, dafür gibt es mindestens 3 Stämmchen.

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Feb 22

Das Start-Up minouki bringt eine umweltfreundliche Idee an die Schule die den Plastikverbrauch erheblich senken dürfte, nämlich Schulumschläge komplett aus Papier. Und die sind nicht nur besonders umweltschonend, sie machen auch richtig Spaß.

Bislang waren die Umschläge von Heften und Büchern in der Regel aus dickem Plastik, um diese vor Verunreinigungen und Beschädigungen zu schützen. Mit minouki soll das jetzt anders werden, denn das Unternehmen bietet eine stabile und dabei ökologische Alternative zum bisher verwendeten Kunststoff. Es fertigt Schulheftumschläge aus Recyclingspapier.

Das ist nicht nur genauso stabil und widerstandsfähig wie die Plastikumschläge, es sieht dazu auch noch wahnsinnig schön aus. Die vielen unterschiedlichen Designs sprechen Kinder sehr an und machen Lust auf die Verwendung der neuen Umschläge. Inzwischen werden mehr als 80 Millionen Heftumschläge in Deutschland benötigt, ein großer Markt also den es zu erobern gilt für das junge Start-Up. Und das arbeitet nicht irgendwo, sondern unter strengsten Umweltkriterien direkt in Bayern, damit sind alle Umschläge tatsächlich Made in Germany.

Auf dem Kompost statt in die Plastiktonne

Da versteht es sich fast von selbst, dass jeder Umschlag mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet ist, ein besonderes Ökosiegel das noch einmal auf die Umweltverträglichkeit aufmerksam macht. Gestartet wurde im Jahr 2016 und das zunächst mit einer kleinen Kollektion. Inzwischen gibt es 26 unterschiedliche Varianten an Heftumschlägen, von kunterbunten Designs bis hin zu Uni-Farben ist alles dabei. Der Preis pro Stück liegt bei 1,55 Euro. Das ist etwas teurer als bei den Plastikvarianten, dafür braucht hier bei der Nutzung aber auch niemand ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die Haltbarkeit der fertigen Umschläge ist ähnlich wie die der Plastikumschläge. Beide halten natürlich nicht ewig bei starker Benutzung, allerdings darf der Papierumschlag dann auch einfach auf den Kompost und braucht nicht Jahrzehnte, um zu verrotten. Haben Schulen Interesse an den Umschlägen, so bekommen sie sogar nochmal spezielle Vergünstigungen auf Anfrage. Eine Idee, die sicherlich in Zukunft Schule machen dürfte.

Praktisch und umweltfreundlich, dafür 3 Stämmchen aus unserer Redaktion.

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Feb 15

Alleine am Laptop zu sitzen und zu arbeiten mag technisch zwar völlig genug sein, aber manch junge Gründer oder sogenannte Digitale Nomaden fehlt dann auf die Dauer doch etwas Gesellschaft. Die Lösung des Problems: Coworking Spaces

In Coworking Spaces arbeiten Gründer und Digitalarbeiter zusammen, die jeder für sich ein eigenes Unternehmen haben, sich aber die Ressourcen eines Großraumbüros teilen. Und vielleicht nebenbei auch gleich interessante Kontakte knüpfen können. Thematisch sind diese Angebote an sich offen, werden aber in der Regel Leuten genutzt, die in irgendeiner Art und Weise mit der Digitalisierung zu tun haben.

Es gibt allerdings auch eine Handvoll Coworking Spaces, die sich speziell das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben haben. Die Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V. betreibt in Berlin beispielsweise den PulsRaum. Die Coworking Spaces von Social Impact finden sich in Berlin, Duisburg, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Stuttgart.

Berlin auch Hotspot für Unterstützung nachhaltiger Gründer

Weiter im Süden gibt es den Grünhof, ein Inkubator für Startups, aber auch generell für nachhaltige Projekte und die Kreativszene in Freiburg. Wie bei den meisten anderen Angeboten auch, sorgt die Community dafür, dass mehr im Angebot ist als ein Schreibtisch, ein Drucker und natürlich WLAN. Die Macher des Grünhofs organisieren außerdem Mentoring oder Coaching.

Das betahaus in Hamburg und Berlin sticht aus der Reihe hervor, da es eine Mitgliedschaft verlangt. Dafür findet dort aber auch schon mal eine Veranstaltung von Google, Zalando oder der Bahn statt.

Das sind natürlich nur ein paar Beispiele. Kennen Sie in Ihrer Umgebung auch Coworking Spaces, die sich speziell an Gründer und Digitalarbeiter im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie engagieren, oder als Inkubatoren in diesem Bereich fungieren? Dann schreiben Sie uns doch einfach einen Kommentar.

Nachhaltigkeit gilt auch in der Digitalisierung, für solche Projekte geben wir 4 von 5 Sternchen.

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Feb 09

Die Idee ist nicht ganz neu aber trotzdem einfach genial und deswegen hat sich ein Frankfurter Start-Up mit der Idee von Bienenwachstüchern selbstständig gemacht. Und das mit großem Erfolg, denn die Nachfrage nach ökologischen Alternativen zur Frischhaltefolie steigt.

Tagtäglich fallen im Haushalt viele Verpackungen an und um manche kommt man einfach nicht herum. Damit Wurst, Käse und Gemüse generell lange im Kühlschrank halten brauchen sie eine entsprechende Verpackung. Bislang kam hier Frischhaltefolie zum Einsatz. Doch die hat einen entscheidenden Nachteil: Einmal gebraucht muss sie in den Müll und damit beginnt ein aufwändiger und ökologisch sehr bedenklicher Abfallverwertungsvorgang. Zudem ist die ständige Entsorgung auch noch teuer, denn es fallen nicht nur Müllgebühren an – und die Frischhaltefolie muss ja auch regelmäßig nachgekauft werden.

Um diesen Teufelskreis zu entgehen hatte eine Frankfurter Mutter die Idee. Noch aus ihrer Kindheit kannte sie Tücher aus Bienenwachs die nicht nur sehr ökologisch waren, sondern zudem auch viele Jahre wiederverwertet werden konnten. Deswegen begann sie die Idee zu recyclen und stellte zunächst Bienenwachstücher im eigenen Backofen her. Das rief andere Eltern auf dem Plan und so gründeten dir drei Freunde Sabrina Kratz, Lotte Schöpf und Omar Rock die Wildwax Tuch GbR.

Vom Privatkunden bis zur Supermarktkette alles in Bienenwachs

Jetzt können interessierte Kunden die praktischen Wildwachstücher gleich im Set zu einem Preis von 23.50 Euro kaufen. Das erscheint auf den ersten Blick viel, zahlt sich aber aus, denn die Tücher lassen sich im Schnitt bis zu zwei Jahre problemlos immer wieder verwenden. Das spart langfristig Ausgaben für neue Folie und natürlich auch Unmengen an Müll. Doch mit der Produktion von kleinen Sets für Privatkunden soll für das Unternehmen noch lange nicht Schluss sein. Ziel ist es, auch Supermarktketten und ähnliche Betriebe mit den Wildwachstüchern zu versorgen und damit viele viele Tonnen Plastikmüll einzusparen. Wer weiß, ob das nicht gelingt und damit ein großer Schritt zum Umweltschutz getan ist?

Wieder so eine Idee aus alten Tagen, dafür vergeben wir 3 Stämmchen.

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Jan 31

Graspap ist das erste Papier, was wirklich aus Gras gewonnen wird und somit absolut und zu 100 Prozent ökologisch ist. Der Rohstoff ist schnellwachsend, umweltbewusst und kostengünstig. Viele gute Gründe, auf Graspapier umzusteigen.

Mit Graspap hat das Unternehmen Creapaper ein Papier entwickelt, welches großes Potenzial mit sich bringt, die Papierindustrie auf Dauer zu verändern. Am Anfang stand eine Kampagne unter dem Motto „Ökologie und Papier“ die den Ausschlag dafür gab, langfristig über die Möglichkeiten der Papierherstellung nachzudenken und diese entscheidend zu verbessern. Was dann folgte war zunächst das Prinzip des Versuchs und Irrtums, in dem der Creapaper-Gründer Uwe D’Agnone unterschiedliche Rohstoffe hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit testete und herausfilterte, aus welchem Material sich hochwertiges und haltbares Papier wohl am besten herstellen ließ.

Die Grundlage für die Herstellung von Papier sind Faserstoffe. Diese bestehen zum Teil aus recyceltem Papier und werden wiederverwendet. Es müssen aber auch immer wieder neue Faserstoffe hinzugefügt werden, da sich alte Fasern verkürzen und sie damit das Papier weniger haltbar und reißfest machen. Bislang kam der größte Teil dieser „neuen“ Fasern vom Holz, aber das wird mehr und mehr zur Energiegewinnung genutzt. Deshalb war es höchste Zeit, hier umzudenken und einen anderen Faserlieferanten zu finden. Und der ist jetzt einsatzbereit und wächst eigentlich überall: Gras!

Die optimale Kombination aus Recycling und Naturfasern

Das neuartige Papier, das die Hersteller Graspap getauft haben, besteht jetzt zu 35 Prozent aus aufbereitetem Gras und zu 65 Prozent aus Zellstoff. Die perfekte Kombination für ein besonders ökologisches Produkt, das zudem dem bisher verwendeten Papier in nichts nachsteht. Kein Wunder, dass die Forschungen an dem Produkt bereits im Jahr 2014 mit Fördermitteln vom Deutsche Bundesinstitut Umwelt (DBU) entsprechend bezuschusst wurden.

Schließlich ist allen daran gelegen, dieses häufig verwendete Produkt so umweltgerecht wie möglich zu produzieren. Die Zukunft in diesem Segment heißt deshalb Graspap und hier werben die Hersteller nicht ohne Stolz: „Mit Produkten aus Gras ist alles im grünen Bereich.“ Neben normalem Papier sind auch Kartonagen und Pappe unterschiedlicher Dicke für die Industrie erhältlich.

Warum ist man da eigentlich nicht früher drauf gekommen? Wir meinen, dass hat mindestens 3 von 5 Stämmchen verdient.

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