Sep 12

In kaum einer anderen Branche wird so viel Verpackungsmüll produziert, wie im Lebensmitteleinzelhandel. Gerade die Umverpackung von Obst und Gemüse ist dabei vielen Verbrauchern längst ein Dorn im Auge, denn hier steigt das Bewusstsein für ökologischen Einkauf durch  die vielen bekannten Umweltschäden, die Plastikmüll in den Weltmeeren verursacht. Kein Wunder also, dass die großen Supermarktketten über umweltfreundliche Verpackungsalternativen nachdenken.

Bio-Obst und Gemüse eingeschweißt in Plastikfolie will heute niemand mehr in seinem Einkaufswagen haben. Deswegen geht man bei Rewe und Edeka inzwischen hin und druckt den Preis und das Haltbarkeitsdatum ganz einfach auf die Früchte. Das ist umweltfreundlich und spart Verpackungsmüll. Doch nicht nur hier sind die Supermarktketten erfinderisch geworden. So bestehen viele Umverpackungen von Wurst und Käse aus einer dünneren Plastikhülle, damit ist der Müll zwar noch nicht ganz beseitigt aber zumindest stark reduziert. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Grund dafür ist aber nicht nur das Kundenverhalten und das steigende Bewusstsein für die Vermüllung des Planeten durch Plastik. Ein neues Gesetz setzt die Händler ebenfalls unter Druck, denn damit steigen nicht nur die Abgaben für die Entsorgung des Verpackungsmülls. Das Gesetz sieht ebenfalls vor, dass der Großteil des Mülls absolut recyclebar sein muss.

Viele innovative Ideen helfen dabei, neue Verpackungsmöglichkeiten zu finden

Bis 2022 möchte beispielsweise Aldi die Plastikverpackungen in den Regalen um 30 bis 50 Prozent reduzieren. Wo aus Hygienegründen die Umverpackung nicht komplett fehlen darf, sollen umweltfreundlichere Alternativen her. Ideen dazu gibt es genug. So hat ein findiger Hersteller bereits Verpackungen aus Naturmaterialien wie Gras und Hanf produziert. Auch Alternativen aus komplett recyceltbaren Materialien wie Altpapier sind schon auf dem Markt und durchlaufen erste Proben in den Supermarktregalen. Stellen sich die als erfolgreich heraus, könnten schon bald ganz neue Verpackungsmaterialien auf den Verkaufstresen landen. Die Verbraucher freuts, denn die kaufen gerne guten Gewissens ein. Die einzige Frage bleibt, ob die Supermärkte dann die Preise für ihre Produkte anheben, da die verbesserten Umverpackungen eventuell mehr Anschaffungskosten bedeuten und das wiederum auf den Verbraucher umgelegt werden könnte? Da heißt es entspannt abzuwarten.

Wir vergeben 4 von 5 Stämmchen, ganz einfach, weil eine Plastikreduzierung an dieser Stelle enorme Auswirkungen haben kann.

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