Jun 01

Allein im Jahr 2015 verzeichnete Deutschland über 18 Millionen Tonnen an Verpackungsmüll. Dieser bestand zum überwiegenden Teil aus Plastik, ein Rohmaterial was seit Jahrzehnten die Weltmeere verschmutzt und nur sehr schwer zu recyceln ist. Ein finnisches Unternehmen möchte das jetzt ändern bietet ein nagelneues Verpackungsmaterial.

Mit Sulapac hat ein Unternehmen aus Finnland ein neuartiges Verpackungsmaterial auf den Markt gebracht, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt. Der Grundstoff ist hier nicht Plastik wie bisher, sondern Holz. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, den Verpackungsmarkt zu revolutionieren und die Verbreitung von Plastik möglichst weit einzudämmen. Die Weltmeere würden es in jedem Fall danken, denn sie sind aktuell der größte Leidtragende der Verpackungsindustrie. Das neuartige Material Sulapac erinnert in seiner Optik an Kork und liegt damit absolut im Designtrend. Es besteht aus kleinen Holzchips, die mit Klebstoffen zusammengehalten werden. Natürlich sind auch diese abbaubar. Und das neue Design bietet noch mehr Vorteile. So ist es öl- und wasserabweisend und luftdurchlässig. Das macht es für empfindliche Produkte als Verpackung besonders komfortabel, da diese dadurch länger haltbar bleiben. Theoretisch ließe sich Sulapac so überall anwenden.

Die Zukunft der Verpackungen

Aktuell läuft die Vermarktungsschiene allerdings ausschließlich im Kosmetikbereich. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Wurzeln der beiden Start-up Gründerinnen Laura Kyllönen und Suvi Haimi mehr oder minder in der Kosmetikindustrie liegen. Ist das erste Etappenziel erreicht, so soll es Sulapac natürlich bald anderswo geben. Die Herstellung verschlingt nicht viel mehr Unkosten als die von normalem Plastik, auch das ein weiterer Vorteil. Holz wird immer beliebter, sei es in der Einrichtung oder im Hausbau allgemein. Warum also nicht den nachwachsenden Rohstoff auch dazu verwenden, Produkte ordnungsgemäß und hygienisch einzupacken? Noch bleibt abzuwarten, wann Sulapac auch den deutschen Markt erobert. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Erste Kosmetikhersteller allerdings haben ihre Verpackung schon umgestellt und zeigen, welche Möglichkeiten es diesbezüglich in der Zukunft gibt.

4 von 5 Stämmchen für die potenzielle Zukunft der Verpackungen.

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