Jun 04

Pro Jahr werden etwa zwei Milliarden Jeans produziert, der größte Teil davon geht direkt in den Import nach Deutschland. Jeans sind das liebste Kleidungsstück der Deutschen. Die horten gleich durchschnittlich acht Stück in ihrem Kleiderschrank. Doch die meisten der schicken Hosen haben einen langen und umweltschädigenden Produktionsweg hinter sich. Dabei geht das auch anders.

Ein großer Teil der Jeans stammt aus Billiglohnländern wie Indien und China. Dort wird wenig Wert auf Umweltschutz und die Gesundheit der Mitarbeiter gelegt. Mit katastrophalen Ergebnissen. Verschiedene Produktionsverfahren wie das Sandstrahlverfahren führen sogar zum Tod von Mitarbeitern. Allein die Herstellung der verwendeten Baumwolle und das anschließende Färben und Bleachen verbrauchen eine Unmenge an Wasser. Das wird nach der Verwendung natürlich auch nicht geklärt, sondern mit sämtlichen chemischen Rückständen in die Flüsse geleitet. Kläranlagen gibt es nicht, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben und so sparen die Hersteller wo sie können. Das müssen sie auch, denn sie wollen ihre Ware ja günstig verkaufen. An den Kunden der in Ländern wie unserem sitzt und sich lieber keine Gedanken darum macht, was so ein schickes Kleidungsstück wie die Lieblingsdenim alles anrichten kann.

Eine Jeans aus Plastik

Höchste Zeit also für umweltgerechte Alternativen, welche die einem kein schlechtes Gewissen beim Tragen machen. Ein solches Beispiel ist die Mud-Jeans, eine Jeans die getauscht und somit nicht einfach entsorgt, sondern wiederverwendet wird. Wem das nicht gefällt, der sollte sich zumindest an den verwendeten Stoffen orientieren. Inzwischen bieten nämlich Hersteller wie Armedangels Jeans aus Bio-Baumwolle an. Für ihre Herstellung wird deutlich weniger Wasser verwendet, außerdem kommen keine schädlichen Pestizide beim Anbau zum Einsatz. Das schont zumindest schon mal die Umwelt und ist zudem auch besser für die Haut. Mit der „Raw for the Ocean“ Kollektion hat jetzt das Öko-Jeanslabel Denim-Brand aus den Niederlanden eine Jeans entworfen, sie aus dem recycelten Plastikmüll der Weltmeere gefertigt wird. Das ist natürlich aufwendig und dementsprechend sind die Modelle auch etwas teurer als die günstigen Alternativen. Ausgaben, die sich aber lohnen sollten für echte Fashion-Victims die ihre neue Lieblingsjeans wirklich guten Gewissens tragen wollen.

Wir vergeben 3 von 5 Stämmchen für nachhaltige Jeans!

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