Jul 02

Volt Storage bietet als Start-up den ersten Solar-Heimspeicher auf Basis von Vanadium-Redow-Flow an. Diese neue, umweltfreundlichere Batterievariante soll künftig die gängigen Lithium-Ionen-Akkus ablösen und damit für ein besseres Klima sorgen.

Drei Technikstudenten aus München haben mit ihrem Start-up Volt Storage eine spezielle Batterie herausgebracht, die den Markt revolutionieren soll und dabei auch noch besonders umweltbewusst ist. Sie funktioniert auf einer so genannten Vanadium-Redow-Flow-Basis. Dazu wird ein Vanadium-Elektrolyt verwendet, das zum größten Teil ausschließlich aus Wasser besteht. Vanadium selbst ist ein Metall, was als Nebenprodukt von Eisen anfällt und sich als solches deutlich einfacher recyceln lässt, als dies beim bisher verwendeten Lithium der Fall ist. Außerdem soll die neue Technologie deutlich sicherer sein, denn der neue Solar-Heimspeicher ist nicht entflammbar. Ein zusätzliches Argument, um sich für die neue Variante zu entscheiden und damit die bislang verwendeten Lithium-Ionen-Akkus zu entsorgen.

Deutlich günstiger in der Produktion als die Konkurrenz

Dabei ist die Technologie hinter dem Ganzen gar nicht einmal so neu wie vielleicht zunächst gedacht. Es gibt bereits Unternehmen die ähnliche Batterien anbieten, zum Beispiel in Österreich. Allerdings liegt der Vorteil von Volt Storage Batterien darin, dass sie erstmals kostengünstig produziert werden können und zwar durch ganz automatisierte Prozesse. Das macht sie für den Handel natürlich äußerst attraktiv und für den Endverbraucher deutlich günstiger als die bisher auf den Markt gebrachten Modelle. Eine gute Basis also, um darauf aufzubauen und sich einen Kundenstamm zu errichten. Erste Unternehmen haben ihr Interesse bereits bekundet. Kapital für die Weiterentwicklung und ein marktreifes Produkt ist ebenfalls vorhanden und konnte im Zuge der ersten Forschungsentwicklungen von den drei Unternehmensgründern gesammelt werden. In den kommenden Jahren wird sich dann zeigen, ob sich die umweltfreundlichen Batteriealternativen wirklich durchsetzen können und es zum Aus der stark umweltschädigenden Lithium-Ionen-Akkus kommt.

Wir vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese zukunftsweisende Entwicklung.

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Jun 27

Bienen sind vom Aussterben bedroht. Gerade die wild lebenden Bienen haben es schwer. Hobby-Zuchten helfen dabei, das Sterben einzudämmen und als Dankeschön gibt es dann sogar leckeren Honig für das Frühstücksbrot. Kein Wunder, dass Imker sich über zunehmenden Nachwuchs freuen.

Mit einem Bienenvolk allein kann der Imker pro Jahr bis zu 30 Kilogramm Honig „ernten“. Dabei behalten die Bienen selbst noch einmal etwa 70 Kilogramm ihres Honigs für die Nachzucht der Babybienen. Doch der Honig allein ist nicht der Hauptgrund, warum es mehr und mehr Menschen zur Hobby-Bienenzucht treibt. Bienen sind vom Aussterben bedroht. Jahr für Jahr schrumpft ihre Population und das mit dramatischen Folgen. Bestäuben die Bienen nicht mehr genug Blumen, schrumpft der Ertrag auf den Feldern. Die Pflanzenwelt wird immer kleiner und damit reduziert sich auch das Nahrungsangebot für den Menschen. Eine Katastrophe sondergleichen. Deshalb laufen seit einigen Jahren in vielen Städten und Gemeinden spezielle Umweltschutzaktionen zum Erhalt der Bienen. Hier können Teilnehmer Insektenhotels bauen, um den Bienen einen Rückzugort zu bieten. Aber auch Pflanztüten mit Blumensamen gehören zum Programm, damit die Bienen ausreichend Blüten mit saftigem Nektar finden, aus dem sie dann den leckeren Honig herstellen können.

Zum Wohl der Biene

Wer Imker werden möchte, der leistet damit natürlich noch einen größeren Beitrag zum Bienenschutz. Das Wissen dazu eignen sich Nachwuchs-Imker am besten im Bienenzuchtverein an. Die gibt es inzwischen in jeder größeren Stadt und Gemeinde. Hier freuen sich die Verantwortlichen Interessierten das Leben der Bienen näher zu bringen und sie darin auszubilden wie das geht, sich ein eigenes Bienenvolk zu halten und damit sicher und sorgsam umzugehen. Ein Angebot, was offensichtlich gerne angenommen wird, denn aktuell können sich die Imker über Nachwuchs nicht beschweren und damit scheinen zumindest die festen Bienenvölker auf dem Vormarsch zu sein. Einzig die Wildbiene ist komplizierter zu fördern, denn sie lebt nicht in festen Völkern zusammen, sondern ist ein Einzelgänger. Da bleibt zu hoffen, dass sie weiter genügend saftige Wildblumen findet.

Wir sind beeindruckt und vergeben 4 von 5 Stämmchen an alle Nachwuchs-Imker.

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Jun 21

Mit Noah haben niederländische Studenten ein Auto entwickelt, das quasi zu 100 % ökologisch ist. Dabei besteht die Außenhaut zum Beispiel aus Flachs und Zucker, der Antrieb funktioniert voll elektronisch und auch sonst kann dieses Auto einiges, was andere Fahrzeuge nicht können.

Chassis, Innenraum und Außenhaut sind aus einem speziellen Verbundstoff gefertigt, der in seiner Rohform aus Flachs und Zucker besteht. Das ist nicht nur interessant, weil man die beiden Produkte für gewöhnlich aus der eigenen Küche kennt. Es ist doch sehr ökologisch, weil es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt die günstig angebaut werden können. Ist das Auto einmal schrottreif, so lässt sich dieses Material sogar biologisch vollständig recyceln. Doch die spezielle Hülle des Autos ist nicht die einzige Neuentwicklung bei diesem Projekt. Auch der Motor hat es in sich. Noah besitzt einen Elektromotor mit 20 PS Stärke. Der ist ausgerüstet mit einem speziellen Akkusystem welches es erlaubt, dass das Auto eine längere Strecke zurücklegen kann als seine Konkurrenz im Elektrobereich. Somit schafft Noah Entfernungen bis zu 240 km und kann dabei 100 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen.

Noah bald schon auf den Straßen unterwegs?

Viel schneller sollte es unterwegs auch nicht werden, denn das kleine Auto wiegt gerade einmal 350 kg und ist damit ein echtes Leichtgewicht. Die spezielle Wabenform der Außenwände macht es trotzdem äußerst stabil und robust. Die Entwicklung von Noah hat einige Jahre gekostet und viele Forschungsgelder verschlungen. Jetzt ist das neue Automobil endlich bereit, öffentlich zu zeigen was es kann und damit die zukünftigen Käufer von sich und seinen Leistungen zu überzeugen. Schon bald wird sich zeigen, ob Noah wirklich auf dem Markt bestehen kann und ob es wirklich viele von ihnen später auf die Straßen schaffen. Für die Umwelt wäre es in jedem Fall ein Plus. Für die Studenten wäre zunächst auch denkbar, das Auto für spezielle Car-Sharingprojekte anzubieten und so für ein besseres Klima zu sorgen.

Für diese außergewöhnliche Neuerung im Automobil Bereich vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Jun 01

Allein im Jahr 2015 verzeichnete Deutschland über 18 Millionen Tonnen an Verpackungsmüll. Dieser bestand zum überwiegenden Teil aus Plastik, ein Rohmaterial was seit Jahrzehnten die Weltmeere verschmutzt und nur sehr schwer zu recyceln ist. Ein finnisches Unternehmen möchte das jetzt ändern bietet ein nagelneues Verpackungsmaterial.

Mit Sulapac hat ein Unternehmen aus Finnland ein neuartiges Verpackungsmaterial auf den Markt gebracht, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt. Der Grundstoff ist hier nicht Plastik wie bisher, sondern Holz. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, den Verpackungsmarkt zu revolutionieren und die Verbreitung von Plastik möglichst weit einzudämmen. Die Weltmeere würden es in jedem Fall danken, denn sie sind aktuell der größte Leidtragende der Verpackungsindustrie. Das neuartige Material Sulapac erinnert in seiner Optik an Kork und liegt damit absolut im Designtrend. Es besteht aus kleinen Holzchips, die mit Klebstoffen zusammengehalten werden. Natürlich sind auch diese abbaubar. Und das neue Design bietet noch mehr Vorteile. So ist es öl- und wasserabweisend und luftdurchlässig. Das macht es für empfindliche Produkte als Verpackung besonders komfortabel, da diese dadurch länger haltbar bleiben. Theoretisch ließe sich Sulapac so überall anwenden.

Die Zukunft der Verpackungen

Aktuell läuft die Vermarktungsschiene allerdings ausschließlich im Kosmetikbereich. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Wurzeln der beiden Start-up Gründerinnen Laura Kyllönen und Suvi Haimi mehr oder minder in der Kosmetikindustrie liegen. Ist das erste Etappenziel erreicht, so soll es Sulapac natürlich bald anderswo geben. Die Herstellung verschlingt nicht viel mehr Unkosten als die von normalem Plastik, auch das ein weiterer Vorteil. Holz wird immer beliebter, sei es in der Einrichtung oder im Hausbau allgemein. Warum also nicht den nachwachsenden Rohstoff auch dazu verwenden, Produkte ordnungsgemäß und hygienisch einzupacken? Noch bleibt abzuwarten, wann Sulapac auch den deutschen Markt erobert. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Erste Kosmetikhersteller allerdings haben ihre Verpackung schon umgestellt und zeigen, welche Möglichkeiten es diesbezüglich in der Zukunft gibt.

4 von 5 Stämmchen für die potenzielle Zukunft der Verpackungen.

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Mai 11

Seit dem 20. April hat der Supermarktkonzern REWE ein ganz besonderes Produkt im Sortiment: Einen Burger dessen Patty aus Insekten, statt aus gängigem Schweine- oder Rindfleisch, besteht. Noch ist der Burger lediglich in Aachen erhältlich. Schon bald sollen aber andere Supermärkte folgen.

Die Idee mag für die meisten Deutschen erst einmal eklig, zumindest aber gewöhnungsbedürftig klingen: Ein Burger, dessen Fleisch aus Insekten besteht, statt aus Schweine- oder Rinderhack. Was in anderen Ländern, speziell in vielen Teilen Asiens, längst zur normalen Küche gehört, sorgt hierzulande nach wie vor für ungläubige Gesichter. Dabei sind Insekten durchaus lecker und auch noch gesund. Natürlich nur, wenn sie richtig zubereitet sind. Das scheint beim Burger durchaus der Fall zu sein. Die Frage ist nur, wer will das wirklich essen? Wenn es nach dem Osnabrücker Start-up „Bug Foundation“ geht, hoffentlich bald viele Kunden. Das Unternehmen arbeitet nämlich eng mit dem REWE-Konzern zusammen und hat den neuartigen Burger entwickelt.

Guter Inhalt, der überzeugt?

Doch was ist eigentlich drin im Burger? Auf der Zutatenliste ist Folgendes zu lesen: „Wasser, Buffalowurm-Sojaprotein (60% Buffalowürmer Alphitobius Diaperinus, 40% BIO-Sojaproteinkonzentrat aus kontrolliert ökologischem Anbau), Rapsöl, Zwiebeln, Eiklar aus Freilandhaltung (getrocknet), Tomatenmark (Tomaten, Salz), Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Weizen, Salz), Senf (Wasser, Senfsaat, Essig, Salz, Zucker, Gewürze), Kartoffelstärke, Gewürze, Salz, Zitronensaft und Petersilie.“ Alles was der Kunde noch tun muss ist, den Burger aus dem Tiefkühlfach zu nehmen und ihn wahlweise im Ofen oder in der Bratpfanne knusprig anzubraten. Der fertige Burger soll dann leicht nussig und knusprig wie Erdnüsse schmecken, verspricht das Unternehmen. Einige Packungen gingen bereits erfolgreich über die Ladentheke zu einem Preis von 5,99 Euro für eine Zweierpackung. Nun will REWE den Burger bald auch in weiteren Filialen, unter anderen in Baden-Württemberg anbieten. Nachhaltiger als die normale Fleischvariante ist diese Version eines Burgers in jedem Fall, gesünder auch und für all jene eine gute Alternative, die Massentierhaltung ablehnen.

Für diese nachhaltige wie leckere Idee vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Mai 04

Die so genannte Waldgartenlandwirtschaft ist ein ganz ursprüngliches Prinzip zur Bewirtschaftung von Böden und zur Erhaltung deren Fruchtbarkeit. In vielen Gebieten der Erde hat man davon allerdings noch nichts gehört. Höchste Zeit also für den aus Thurgau stammenden Landwirt Ernst Götsch in Brasilien die Ära der Monokulturen zu beenden und seinen Hof erfolgreich neu zu bewirtschaften.

Monokulturen laugen die Böden aus und rauben ihnen jegliche Nährstoffe. Das Problem dabei besteht darin, dass immer dieselben Pflanzen auch immer dieselben Nährstoffe brauchen und sind diese nicht mehr ausreichend vorhanden, gehen die Kulturen ein und die Böden verdörren. Das hat zur Folge, dass große Flächen für die Landwirtschaft in vielen Teilen der Erde einfach verloren gehen. Dabei gibt es ja eine einfache Lösung zur Besserung und die stammt aus Deutschland, genauer von Ernst Götsch. Der hat sich nämlich seinen Auswanderertraum erfüllt und in Brasilien ein großes Stück Land mit Hof erworben. Das Problem dabei war, dass dieser Boden komplett ausgezerrt war von Jahrzehnten der Fehlbewirtschaftung. Die Lösung für den Landwirt sah aber keinesfalls so aus, das Land wieder zu verkaufen und sich und seine Familie woanders anzusiedeln. Er bediente sich stattdessen der Technik der so genannten Waldgartenlandwirtschaft.

Neue Fruchtbarkeit geschenkt

Das Grundprinzip ist eine vielfältige Bewirtschaftung der Böden. Alles was dabei an Abfallprodukten anfällt, bleibt wo es ist und durchläuft den Prozess der Fermentierung. Dabei zersetzt sich alles und wird zu neuen Nährstoffen für den Boden umgewandelt. Der Boden erhält seine Fruchtbarkeit zurück, der Ertrag ist gesichert. Das dauert zwar eine Weile, aber es lohnt sich, denn heute bewirtschaftet der Landwirt sehr erfolgreich seinen Hof und baut die unterschiedlichsten Gemüse-, Getreide- und Obstsorten an. Das Grundprinzip hierbei ist so einfach wie genial: Schon seit Millionen von Jahren existieren die unterschiedlichsten Pflanzen auf der Erde. Sie wachsen zunächst. Nach deren Sterben nehmen die Böden die Abfälle wieder in sich auf, um daraus neues Leben zu schaffen. Die Menschen haben bloß vergessen, die Natur gewähren zu lassen und haben den Böden stattdessen ihrer Grundlage zur Fruchtbarkeit beraubt. Bleibt zu hoffen, dass Beispiele wie die von Ernst Götsch dabei helfen können, die Landwirtschaft in vielen Teilen der Welt neu zu überdenken und damit wieder erfolgreich zu betreiben.

Wir bleiben gespannt und vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese tolle Idee.

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Apr 26

Seit März gibt es in den Regalen deutscher großer Supermärkte die neue Marke „Share“. Hierbei handelt es sich um ein Angebot mit sozialem Hintergrund, denn für jedes verkaufte Produkt spendet der Gründer Geld für Entwicklungsprojekte. Dabei will er allerdings auch verdienen. Doch wie passt das zusammen?

Einer der Mitbegründer von „Share“ ist Sebastian Stricker. Der ist bekannt für die Entwicklung einer App mit dem Namen „Share the Meal“. Durch die App können Nutzer Essensrationen für hungernde Kinder spenden. 20 Millionen Rationen wurden bislang durch die App gesammelt. Ein riesiger Erfolg! Und einer, auf dem man sich nicht ausruhen will. Stattdessen bringt „Share“ nun Produkte in den Supermarkt. Kunden können Seife, Nussriegel und vieles mehr künftig kaufen und unterstützen damit soziale Hilfsprojekte auf der ganzen Welt. Dafür hat das Unternehmen einen fixen Betrag festgelegt, der dann in das Projekt fließt. Der Rest des Geldes behält „Share“ für sich, will damit gezielt Umsatz erwirtschaften. Doch ist das Ganze dann überhaupt noch sozial oder doch reine Profitgier?

Gutes tun und Geld verdienen

Bei „Share“ ist man sich sicher, mit dieser Idee einen guten Weg einzuschlagen. Würde das ganze Geld nämlich gespendet, könnte man sich keine richtigen Unternehmensstrukturen leisten, keine neuen Entwicklungen auf den Weg bringen und mit den Kooperationspartnern auf Augenhöhe stehen. Dann wäre man allein auf Spenden angewiesen, um das komplette Projekt und die Produktion der einzelnen Angebote zu realisieren. Und das sei ein großes Problem, denn die Spendenbereitschaft in Deutschland nähme immer weiter ab, erklärt Stricker. Deshalb ist man sich sicher, mit der Kombination aus Gewinnkalkulation und Spenden einen guten und effizienten Weg gefunden zu haben. Ob das Konzept langfristig aufgeht, das zeigt erst die Zeit. Bis dahin gibt es eine ganze Reihe sozialer Projekte und Menschen, die auf ihre Weise von „Share“ profitieren.

Für diese clevere Unterstützung von Hilfsprojekten vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Apr 14

In Gersthofen nahe Augsburg entstehen individuelle und einzigartige Bad- und Interieur-Objekte aus Sand und Plastik. Die kommen direkt aus dem Drucker und sind ganz nach Kundenwunsch gefertigt. Inzwischen fragen sogar Architekten an und die ersten Objekte finden ihren Weg zum Endkunden. Bis dahin war es ein langer Weg.

Das bayerische Start-up Sandhelden fertigt im 3-D Druckverfahren Objekte für den Bad- und Interieur-Bereich und zwar aus Plastikmüll und Sand. Den Müll finden die  beiden Gründer Peter Schiffner und Laurens Faure in den Weltmeeren, denn da gibt es schließlich genug davon. Die mikrofeinen Plastikteile vergiften die Meeresbewohner und führen zum Artensterben. Viele Organisationen beschäftigen sich inzwischen mit der Reinigung des Wassers. Und was dort abgefischt wird, landet vielleicht schon bald im Drucker und wird zu einem neuen schicken Designobjekt. Die Idee dazu kam den Gründern bereits 2014, seit 2017 schließlich fertigen Sie direkt in Gersthofen ihre Objekte. 40 bis 50 sind es bereits pro Monat, die Zahlen sollen sich natürlich in den nächsten Jahren noch deutlich nach oben steigern.

Einen komplett nachhaltigen Kreislauf schaffen

Das Verfahren ist eigentlich denkbar einfach. Systematisch werden Plastikpartikel und Klebstoff aufeinander geschichtet, bis daraus ganze Objekte entstehen. Eines der ersten dieser Art war ein Waschbecken. Die Druckobjekte sind stabil, individuell weil sie nach eigenen Wünschen angefertigt werden, und natürlich zu 100 Prozenz ökologisch. Statt mit Plastik funktioniert das komplette Drucksystem auch  mit Sand. Deshalb kann der Name der Firma „Sandhelden“ überhaupt zu Stande. Um das Verfahren weiter zu verbessern haben sich die Gründer mit dem Fraunhofer-Institut zusammengetan und forschen nach neuen Möglichkeiten, die recycelten Materialien noch besser zu verwerten. Ganz nach dem Motto: Solange es einen Mehrwert hat und etwas Sinnvolles bei herauskommt, probieren wir es aus. Allein schon die Technik so weiterzuentwickeln, dass das Plastik wirklich zu 100 Prozent vom Drucker wiederverwendet werden kann war ein langer und schwieriger Prozess. Damit der Kunststoff nämlich nicht einfach schmilzt beim Druckprozess, muss es zuvor schockgefroren werden. Nun ist es den Firmengründern gelungen, auch dieses Problem in den Griff zu bekommen und damit einen wirklich nachhaltigen Kreislauf als Unternehmen zu schaffen.

Für diese außergewöhnliche wie nachhaltige Idee vergeben wir ganze 4 von 5 Stämmchen.

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Apr 03

Pachtverträge sind inzwischen auch in der Landwirtschaft Gang und Gebe, doch weisen diese viele Lücken auf die es jetzt zu schließen gilt und zwar mit dem aktuellen Naturschutzprojekt des NABU. Ziel ist es, für mehr Biodiversität zu sorgen und so die Natur in ihrer ganzen Artenvielfalt zu unterstützen.

Das Projekt mit dem Titel „Fairpachten“ bietet künftig ein umfassendes und kostenloses Beratungsangebot für Pächter und Verpächter von landwirtschaftlich genutzten Grundstücken an. Im Vordergrund steht die Frage nach einer bedarfsgerechten Maßnahme zur weiteren Nutzung. Schwerpunktmäßig geht es darum, ökologische und umweltschonende Bewirtschaftungsmethoden ohne schädliche Pestizide zu besprechen, Ackerstreifen richtig anzulegen und die Grünlandnutzung  möglichst effizient zu gestalten. So soll es künftig besser möglich sein, für eine vielfältige Landwirtschaft zu sorgen und die Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten und nach Möglichkeit sogar zu bereichern.

„Fairpachten“ voraussichtlich bis 2023

Dafür hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Januar 2018 dieses einmalige Projekt gestartet. Enden soll es voraussichtlich im Jahr 2023. Dafür stehen Fördergelder in Höhe von 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Dafür sollen unter anderem bundesweit und dezentral Berater eingesetzt werden, die Interessierte entsprechend beraten. Die Beratung selbst soll ehrenamtlich ablaufen in speziell dafür eingerichteten Regionalstellen.

Teilnahme am Projekt soll allen zugute kommen

Der NABU erhofft sich eine rege Teilnahme am „Fairpachten“-Modell, denn das kommt schließlich auch den Partnern zugute. Die lernen nicht nur etwas über den Umweltschutz, sie bilden sich auch im Ackerbau und vielen weiteren Bereichen der Landwirtschaft weiter und können so die gepachteten Flächen effizienter bewirtschaften. Das treibt die Ernte voran, sorgt für gute Erträge und hält die Erde gesund für künftige Jahre erfolgreicher Landwirtschaft.

Das Schlüsselwort in diesem Zusammenhang ist Biodiversität, was die UN-Biodiversitätskonvention beschreibt als: „Die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören“. Zusammengefasst ergibt sich daraus eine Win-Win-Situation. Es gibt fachliches Know-how was zu einem besseren Ertrag führt für die Pächter und geschützte Bedingungen für die Umwelt.

Bioversität geht uns alle an, deshalb 4 von 5 Stämmchen aus unserer Redaktion.

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Mrz 27

Immer wieder geht es darum, dass Menschen ihr Handeln mehr hinterfragen sollten. Lieber die nachhaltige Alternative wählen, als das Handelsübliche, was meist sowohl den Menschen, als auch der Natur nicht unbedingt Gutes tut. Dazu braucht es aber eine Welt voller Wahlmöglichkeiten, voller junger Menschen, die Wirtschaft anders denken und kreieren wollen: gemeinwohlorientierter und solidarischer. Es ist so wichtig, sich darin gegenseitig zu ermutigen, zu träumen und auch verrückte oder auf den ersten Blick unrealistische Ideen möglich werden zu lassen. Durch Unterstützung in vielerlei Hinsicht, ob Ermutigung, Wertschätzung, Geld oder dem Weitererzählen ihrer Projekte.

Lesen Sie dazu einen Gastbeitrag von Cynthia und Hannah, die seit letztem Sommer an ihrer Vision von umweltfreundliche Menstruationsschwämme verfügbar  zu machen.

Was das ist? Ein Naturprodukt aus dem Meer als Hygieneprodukt für die Menstruation.

Klingt erstmal gewöhnungsbedürftig? Dann lass dich inspirieren! Schwämme kann man nachhaltig ernten, sie sind leicht zu handhaben und simpel zu reinigen. Sie können nicht nur Menstruationsbeschwerden lindern, sondern sind auch noch gut verträglich für den weiblichen Körper. Sie trocknen weder die Schleimhäute aus noch sind sie mit irgendwelchen Schadstoffen behandelt. Man kann sie bis zu vier Perioden wiederverwenden und danach einfach kompostieren.

Jetzt klingt es vielleicht doch ziemlich cool, oder? Warum es das noch nicht gibt? Das haben sich die beiden auch gefragt und wollen das nun ändern!

Warum Schwämme nachhaltig sind

Jährlich entstehen Berge von Müll durch die Nutzung von Tampons und Binden.  Abgesehen davon ist ihre Produktionsweise umweltschädlich. Der Schwamm dagegen kann nachhaltig geerntet werden. Zwar gibt es für das Meer keine Biosiegel, doch man kann kontrollieren, dass nur jeweils zwei Mal im Jahr an einem Ort geerntet werden darf. Außerdem kann man die Schwämme entweder vor der Ernte einmal ausdrücken, sodass sich die Poren verteilen können oder aber man erntet den Schwamm nicht komplett ab. In beiden Fälle ist genug Zeit zum Nachwachsen!

Manche Frauen haben viele Beschwerden vor und während der Menstruation. Es entstehen Spannungen und Krämpfe. Weil der Schwamm so flexibel und leicht anpassbar ist, sowie der Vagina keine Feuchtigkeit entzieht, kann er diese Beschwerden aufheben.

 Relevant für die Welt?

Ohja! Leider sind Frauen noch immer in manchen Lebensbereichen sehr benachteiligt. Der weibliche Körper, Menstruation, der Zyklus, das sind alles Themen, die noch nicht leicht über die Lippen gehen. Das kann aber geändert werden. Wenn wir drüber sprechen, uns gegenseitig erzählen, wie das bei uns ist und fragen, wie Frauen sich und ihre Körper während, vor oder nach der Menstruation und des Eisprungs wahrnehmen. Wenn die Gesellschaft Frauen erlaubt, nicht mehr jeden Tag gleich funktionieren zu müssen, sondern sie ihre zyklische Natur selbstbewusst und liebevoll leben können. Wenn Männer die Frauen verstehen lernen und achten in ihrer Andersartigkeit. Es braucht keine Gleichheit oder Anpassung, sondern schlichtweg eine Gleichwertigkeit der wundervollen Vielfalt auf der Erde. Und dazu möchte dieses Projekt beitragen!

Hier ist der Link zu ihrer Crowdfunding Kampagne. Ende April werden die jungen Frauen an das levantische Meer reisen, um dort vor Ort mit Schwammtaucher/innen in Kontakt kommen zu können. Ihnen ist wichtig, dass sie persönlich sichergehen können, dass die Schwämme nachhaltig geerntet werden. Über umweltfreundliche Wege gelangen sie nach Deutschland und werden dort in Baumwollsäckchen verpackt in Drogeriemärkten und Bioläden verfügbar sein werden.

Für die Unternehmensgründung und Verwirklichung dieses Traums brauchen sie eure Hilfe!

Erzählt es in die Welt, spendet selber oder schickt gute Energien.

Für eine Welt, in der Frauen sich, ihre Körper liebend, dem zyklischen Fluss des Lebens hingeben möchten.

Web: www.startnext.com/lunaspongia

Wir von der Printzipia-Redaktion geben dafür 4 von 5 Stämmchen

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