Aug 18

Etwa 200.000 Tonnen Altpapier könnten pro Jahr vermieden werden, wenn niemand mehr seinen Kassenbon ausdrucken lassen würde. Eine App soll das nun möglich machen und das schon im kommenden Jahr. Wie das System funktioniert und was es bringt, dazu jetzt mehr.

Amir Karimi waren sie schon lange ein Dorn im Auge: Die Kassenzettel. Ständig werden sie einem in die Hand gedrückt, sie brauchen Papierresourcen und Zeit und landen doch meistens im Müll. Aus diesem Grund entwickelte er die App Atmin. Dazu gründete er mit Geschäftspartner Gerd Köster direkt ein eigenes Unternehmen, welches auf den Namen A&G hört. Inzwischen arbeiten zehn Menschen daran, die Software ständig weiterzuentwickeln und neue Features möglich zu machen. Das Grundprinzip dahinter ist so einfach wie genial: Statt sich den Bon an der Kasse ausdrucken zu lassen, hält der Kunde nur sein Smartphone an ein Lesegerät. Der Bon wird dann eingelesen und in einer Cloud gespeichert. Auf diese Weise entfällt der Papierdruck und die Hände bleiben sauber, denn viele Kassenzettel enthalten eine schädliche Chemikalie, die inzwischen als bedenklich eingestuft wird und bis zum Jahr 2020  EU-weit verboten ist. Dann müssen die Geschäfte sich ohnehin umstellen und erhalten damit vielleicht eine gute Gelegenheit, dies gleich virtuell zu tun?

Viele Vorteile direkt auf dem Smartphone

Neben der Speicherung der Rechnungen kann die App aber noch viel mehr. So ist es Privatkunden zum Beispiel möglich, sich Informationen über die Verwendung des Kassenzettel einzuholen, um die bestellten Waren zum Beispiel steuerlich absetzen zu können. Die Bons lassen sich außerdem gleich  dem Steuerberater zur Verfügung stellen und das in Sekundenschnelle. Auf diese Weise wird überhaupt kein Papier mehr verbraucht, die Umwelt geschont und das Risiko minimiert, vielleicht doch einmal einen Kassenbon zu verlegen. Auch für Unternehmen ist dies besonders praktisch, denn auch bei großen Bestellmengen bleibt der Überblick erhalten. Die Nutzung von Atmin soll zudem kostenlos möglich sein. Um die Entwicklung weiter voranzutreiben und zu finanzieren versuchen die Start-Upper jetzt, große Unternehmen mit ins Boot zu holen die diese Technik anwenden.

4 von 5 Stämmchen für diese vielversprechende Neuerung!

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Jul 22

Wer Handy, Notebook und iPod nicht mehr weglegen kann, der braucht gerade unterwegs hin und wieder mal neue Energie. Bislang kommt die aus speziellen Chargern, deren Basis sind Hochleistungs-Akkus und die wiederum sind weder besonders umweltbewusst, noch überzeugen sie durch Langlebigkeit.

Mit einer transportablen Solar Ladestation ist es nun möglich, auf einfachem Wege alle elektrischen Geräte unterwegs wieder aufzuladen und das ganz ohne Akkus oder Batterien die die Umwelt zusätzlich belasten. Das Prinzip ist denkbar einfach und entspricht dem der großen Solarstationen auf Hausdächern oder in Wüstenregionen. Die handliche Minisolarstation verfügt über ein Paneel, über dass es sich mit Sonnenenergie auflädt. Diese speichert sie und gibt die Energie dann bei Bedarf an Handy, Notebook und Co weiter. Dazu stehen unterschiedliche Verbindungsstecker bereit. Voraussetzung, dass das Ganze funktioniert ist natürlich die Gewissheit, dass die Solarstation vorher auch entsprechend aufgeladen wurde. Dazu sollte sie zumindest einige Stunden im Tageslicht sein, entweder direkt oder zum Beispiel durch eine Fenster- oder Autoscheibe.

Design und Qualität in einem

Wer unterwegs ist der kann die Solar Ladestation aber auch ganz einfach mitnehmen, denn sie kommt mit einem praktischen Trageband zum Kunden und erinnert vom Design her eher eine Handtasche als an ein Ladegerät. Sogar eine Geschenkbox ist mit dabei für den Fall, dass auch andere von der Idee überzeugt werden sollen doch künftig ganz auf Batterien oder Akkus zu verzichten und damit der Umwelt etwas Gutes zu tun. Der Preis liegt bei rund 75 Euro pro Stück und rechnet sich damit schon in den ersten Jahren. Neben dem Standardmodell gibt es inzwischen sogar echte Designerobjekte von Lichtkünstlern entworfen für all jene, die etwas ganz Besonderes haben möchten. Damit gibt es eigentlich keine Gründe mehr, warum dieses Ladegerät nicht bei jedem Technikeraffinen im Haushalt vorhanden sein sollte. So praktisch kann Umweltschutz sein.

Wir vergeben 4 von 5 Stämmchen für Design, Qualität und Nachhaltigkeit in einem.

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Jul 18

Kaum zu glauben, aber uns geht der Sand aus. Für Straßenbau, Hausbau und vielem mehr braucht der Mensch weltweit pro Jahr rund 40 Milliarden Tonnen Sand. Davon werden etwa 15 Milliarden Tonnen der Natur geraubt, aus Flüssen und Meeren abgefischt. Mit dramatischen Folgen für die Umwelt. Doch ein Umdenken scheint weit entfernt, dabei gäbe es doch durchaus Alternativen.

Jeder Einwohner verbraucht täglich etwa 20 Kilo Sand für Glas, Computer-Chips, zum Zähneputzen, aber auch zum Wohnen. Natürlich sind die Zahlen nicht wortwörtlich zu nehmen, sie treffen aber zu umgerechnet auf die Menge an Sand, die pro Jahr auf der Welt für Bauprojekte verbraucht wird. Das liegt vor allem daran, dass zwei Drittel aller Gebäude aus Beton besteht und der größte Anteil im Beton ist Sand. Dabei muss es ein spezieller Sand sein, einer mit einer besonderen Körnung. Wüstensand zum Beispiel, der ist ungeeignet, denn er ist zu glatt und hält nicht. Deshalb ist einer der größten Importeure für Sand ausgerechnet der Wüstenstaat Dubai. Was kurios klingt geht aber inzwischen so weit, dass sich ernsthafte Folgen für die Umwelt ergeben. So geht in einigen Teilen der Weltmeere bereits der Fischbestand so stark zurück, dass die Fischer ihre Einkommensquelle verlieren. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Meeresböden vom Sand befreit werden. Dadurch verschwinden Korallen und Kleinstlebewesen. Die wiederum bilden die Ernährungsgrundlage für Fische und viele weitere Meeresbewohner. Ein unaufhaltsamer Teufelskreis nimmt seinen Lauf. Artensterben, Hunger und ein Ökosystem im Ungleichgewicht sind die Folge.

Von Pilzen und Holz

Dabei gäbe es doch durchaus Alternativen. Die Erste und Wichtigste wäre das Recycling mehr zu fördern. Jedes Gebäude, das abgerissen wird ist somit wieder der Lieferant für die Rohstoffe eines neuen Gebäudes. Diese Möglichkeit ist heute schon leicht durchführbar und wird trotzdem kaum beachtet. Nachwachsende Rohstoffe wären die andere Alternative. Holz und Bambus sind zwei der wertvollsten Baustoffe derzeit, denn beides wächst nach und kann umweltschonend angebaut werden. Gerade Bambus ist sehr widerstandsfähig und leicht zu verbauen. Daneben forschen Unternehmen an anderen natürlichen Ressourcen, wie zum Beispiel Myzelium dessen Grundlage Pilzsporen bilden. Die ließen sich im Labor in einer Petrischale züchten und würden dann die Grundlage neuer Häuser bilden. Noch stecken die Forschungen dazu natürlich in der Kinderschuhen, doch es ist ein großer Vorstoß hin zu mehr Achtung vor den verbliebenen Sandressourcen der Erde, denn die sind eben nicht unendlich.

Wir vergeben 4 von 5 Stämmchen für diesen Ansatz eines wichtigen Umdenkens

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Jul 02

Volt Storage bietet als Start-up den ersten Solar-Heimspeicher auf Basis von Vanadium-Redow-Flow an. Diese neue, umweltfreundlichere Batterievariante soll künftig die gängigen Lithium-Ionen-Akkus ablösen und damit für ein besseres Klima sorgen.

Drei Technikstudenten aus München haben mit ihrem Start-up Volt Storage eine spezielle Batterie herausgebracht, die den Markt revolutionieren soll und dabei auch noch besonders umweltbewusst ist. Sie funktioniert auf einer so genannten Vanadium-Redow-Flow-Basis. Dazu wird ein Vanadium-Elektrolyt verwendet, das zum größten Teil ausschließlich aus Wasser besteht. Vanadium selbst ist ein Metall, was als Nebenprodukt von Eisen anfällt und sich als solches deutlich einfacher recyceln lässt, als dies beim bisher verwendeten Lithium der Fall ist. Außerdem soll die neue Technologie deutlich sicherer sein, denn der neue Solar-Heimspeicher ist nicht entflammbar. Ein zusätzliches Argument, um sich für die neue Variante zu entscheiden und damit die bislang verwendeten Lithium-Ionen-Akkus zu entsorgen.

Deutlich günstiger in der Produktion als die Konkurrenz

Dabei ist die Technologie hinter dem Ganzen gar nicht einmal so neu wie vielleicht zunächst gedacht. Es gibt bereits Unternehmen die ähnliche Batterien anbieten, zum Beispiel in Österreich. Allerdings liegt der Vorteil von Volt Storage Batterien darin, dass sie erstmals kostengünstig produziert werden können und zwar durch ganz automatisierte Prozesse. Das macht sie für den Handel natürlich äußerst attraktiv und für den Endverbraucher deutlich günstiger als die bisher auf den Markt gebrachten Modelle. Eine gute Basis also, um darauf aufzubauen und sich einen Kundenstamm zu errichten. Erste Unternehmen haben ihr Interesse bereits bekundet. Kapital für die Weiterentwicklung und ein marktreifes Produkt ist ebenfalls vorhanden und konnte im Zuge der ersten Forschungsentwicklungen von den drei Unternehmensgründern gesammelt werden. In den kommenden Jahren wird sich dann zeigen, ob sich die umweltfreundlichen Batteriealternativen wirklich durchsetzen können und es zum Aus der stark umweltschädigenden Lithium-Ionen-Akkus kommt.

Wir vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese zukunftsweisende Entwicklung.

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Jun 27

Bienen sind vom Aussterben bedroht. Gerade die wild lebenden Bienen haben es schwer. Hobby-Zuchten helfen dabei, das Sterben einzudämmen und als Dankeschön gibt es dann sogar leckeren Honig für das Frühstücksbrot. Kein Wunder, dass Imker sich über zunehmenden Nachwuchs freuen.

Mit einem Bienenvolk allein kann der Imker pro Jahr bis zu 30 Kilogramm Honig „ernten“. Dabei behalten die Bienen selbst noch einmal etwa 70 Kilogramm ihres Honigs für die Nachzucht der Babybienen. Doch der Honig allein ist nicht der Hauptgrund, warum es mehr und mehr Menschen zur Hobby-Bienenzucht treibt. Bienen sind vom Aussterben bedroht. Jahr für Jahr schrumpft ihre Population und das mit dramatischen Folgen. Bestäuben die Bienen nicht mehr genug Blumen, schrumpft der Ertrag auf den Feldern. Die Pflanzenwelt wird immer kleiner und damit reduziert sich auch das Nahrungsangebot für den Menschen. Eine Katastrophe sondergleichen. Deshalb laufen seit einigen Jahren in vielen Städten und Gemeinden spezielle Umweltschutzaktionen zum Erhalt der Bienen. Hier können Teilnehmer Insektenhotels bauen, um den Bienen einen Rückzugort zu bieten. Aber auch Pflanztüten mit Blumensamen gehören zum Programm, damit die Bienen ausreichend Blüten mit saftigem Nektar finden, aus dem sie dann den leckeren Honig herstellen können.

Zum Wohl der Biene

Wer Imker werden möchte, der leistet damit natürlich noch einen größeren Beitrag zum Bienenschutz. Das Wissen dazu eignen sich Nachwuchs-Imker am besten im Bienenzuchtverein an. Die gibt es inzwischen in jeder größeren Stadt und Gemeinde. Hier freuen sich die Verantwortlichen Interessierten das Leben der Bienen näher zu bringen und sie darin auszubilden wie das geht, sich ein eigenes Bienenvolk zu halten und damit sicher und sorgsam umzugehen. Ein Angebot, was offensichtlich gerne angenommen wird, denn aktuell können sich die Imker über Nachwuchs nicht beschweren und damit scheinen zumindest die festen Bienenvölker auf dem Vormarsch zu sein. Einzig die Wildbiene ist komplizierter zu fördern, denn sie lebt nicht in festen Völkern zusammen, sondern ist ein Einzelgänger. Da bleibt zu hoffen, dass sie weiter genügend saftige Wildblumen findet.

Wir sind beeindruckt und vergeben 4 von 5 Stämmchen an alle Nachwuchs-Imker.

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Jun 21

Mit Noah haben niederländische Studenten ein Auto entwickelt, das quasi zu 100 % ökologisch ist. Dabei besteht die Außenhaut zum Beispiel aus Flachs und Zucker, der Antrieb funktioniert voll elektronisch und auch sonst kann dieses Auto einiges, was andere Fahrzeuge nicht können.

Chassis, Innenraum und Außenhaut sind aus einem speziellen Verbundstoff gefertigt, der in seiner Rohform aus Flachs und Zucker besteht. Das ist nicht nur interessant, weil man die beiden Produkte für gewöhnlich aus der eigenen Küche kennt. Es ist doch sehr ökologisch, weil es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt die günstig angebaut werden können. Ist das Auto einmal schrottreif, so lässt sich dieses Material sogar biologisch vollständig recyceln. Doch die spezielle Hülle des Autos ist nicht die einzige Neuentwicklung bei diesem Projekt. Auch der Motor hat es in sich. Noah besitzt einen Elektromotor mit 20 PS Stärke. Der ist ausgerüstet mit einem speziellen Akkusystem welches es erlaubt, dass das Auto eine längere Strecke zurücklegen kann als seine Konkurrenz im Elektrobereich. Somit schafft Noah Entfernungen bis zu 240 km und kann dabei 100 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen.

Noah bald schon auf den Straßen unterwegs?

Viel schneller sollte es unterwegs auch nicht werden, denn das kleine Auto wiegt gerade einmal 350 kg und ist damit ein echtes Leichtgewicht. Die spezielle Wabenform der Außenwände macht es trotzdem äußerst stabil und robust. Die Entwicklung von Noah hat einige Jahre gekostet und viele Forschungsgelder verschlungen. Jetzt ist das neue Automobil endlich bereit, öffentlich zu zeigen was es kann und damit die zukünftigen Käufer von sich und seinen Leistungen zu überzeugen. Schon bald wird sich zeigen, ob Noah wirklich auf dem Markt bestehen kann und ob es wirklich viele von ihnen später auf die Straßen schaffen. Für die Umwelt wäre es in jedem Fall ein Plus. Für die Studenten wäre zunächst auch denkbar, das Auto für spezielle Car-Sharingprojekte anzubieten und so für ein besseres Klima zu sorgen.

Für diese außergewöhnliche Neuerung im Automobil Bereich vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Jun 01

Allein im Jahr 2015 verzeichnete Deutschland über 18 Millionen Tonnen an Verpackungsmüll. Dieser bestand zum überwiegenden Teil aus Plastik, ein Rohmaterial was seit Jahrzehnten die Weltmeere verschmutzt und nur sehr schwer zu recyceln ist. Ein finnisches Unternehmen möchte das jetzt ändern bietet ein nagelneues Verpackungsmaterial.

Mit Sulapac hat ein Unternehmen aus Finnland ein neuartiges Verpackungsmaterial auf den Markt gebracht, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt. Der Grundstoff ist hier nicht Plastik wie bisher, sondern Holz. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, den Verpackungsmarkt zu revolutionieren und die Verbreitung von Plastik möglichst weit einzudämmen. Die Weltmeere würden es in jedem Fall danken, denn sie sind aktuell der größte Leidtragende der Verpackungsindustrie. Das neuartige Material Sulapac erinnert in seiner Optik an Kork und liegt damit absolut im Designtrend. Es besteht aus kleinen Holzchips, die mit Klebstoffen zusammengehalten werden. Natürlich sind auch diese abbaubar. Und das neue Design bietet noch mehr Vorteile. So ist es öl- und wasserabweisend und luftdurchlässig. Das macht es für empfindliche Produkte als Verpackung besonders komfortabel, da diese dadurch länger haltbar bleiben. Theoretisch ließe sich Sulapac so überall anwenden.

Die Zukunft der Verpackungen

Aktuell läuft die Vermarktungsschiene allerdings ausschließlich im Kosmetikbereich. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Wurzeln der beiden Start-up Gründerinnen Laura Kyllönen und Suvi Haimi mehr oder minder in der Kosmetikindustrie liegen. Ist das erste Etappenziel erreicht, so soll es Sulapac natürlich bald anderswo geben. Die Herstellung verschlingt nicht viel mehr Unkosten als die von normalem Plastik, auch das ein weiterer Vorteil. Holz wird immer beliebter, sei es in der Einrichtung oder im Hausbau allgemein. Warum also nicht den nachwachsenden Rohstoff auch dazu verwenden, Produkte ordnungsgemäß und hygienisch einzupacken? Noch bleibt abzuwarten, wann Sulapac auch den deutschen Markt erobert. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Erste Kosmetikhersteller allerdings haben ihre Verpackung schon umgestellt und zeigen, welche Möglichkeiten es diesbezüglich in der Zukunft gibt.

4 von 5 Stämmchen für die potenzielle Zukunft der Verpackungen.

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Mai 11

Seit dem 20. April hat der Supermarktkonzern REWE ein ganz besonderes Produkt im Sortiment: Einen Burger dessen Patty aus Insekten, statt aus gängigem Schweine- oder Rindfleisch, besteht. Noch ist der Burger lediglich in Aachen erhältlich. Schon bald sollen aber andere Supermärkte folgen.

Die Idee mag für die meisten Deutschen erst einmal eklig, zumindest aber gewöhnungsbedürftig klingen: Ein Burger, dessen Fleisch aus Insekten besteht, statt aus Schweine- oder Rinderhack. Was in anderen Ländern, speziell in vielen Teilen Asiens, längst zur normalen Küche gehört, sorgt hierzulande nach wie vor für ungläubige Gesichter. Dabei sind Insekten durchaus lecker und auch noch gesund. Natürlich nur, wenn sie richtig zubereitet sind. Das scheint beim Burger durchaus der Fall zu sein. Die Frage ist nur, wer will das wirklich essen? Wenn es nach dem Osnabrücker Start-up „Bug Foundation“ geht, hoffentlich bald viele Kunden. Das Unternehmen arbeitet nämlich eng mit dem REWE-Konzern zusammen und hat den neuartigen Burger entwickelt.

Guter Inhalt, der überzeugt?

Doch was ist eigentlich drin im Burger? Auf der Zutatenliste ist Folgendes zu lesen: „Wasser, Buffalowurm-Sojaprotein (60% Buffalowürmer Alphitobius Diaperinus, 40% BIO-Sojaproteinkonzentrat aus kontrolliert ökologischem Anbau), Rapsöl, Zwiebeln, Eiklar aus Freilandhaltung (getrocknet), Tomatenmark (Tomaten, Salz), Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Weizen, Salz), Senf (Wasser, Senfsaat, Essig, Salz, Zucker, Gewürze), Kartoffelstärke, Gewürze, Salz, Zitronensaft und Petersilie.“ Alles was der Kunde noch tun muss ist, den Burger aus dem Tiefkühlfach zu nehmen und ihn wahlweise im Ofen oder in der Bratpfanne knusprig anzubraten. Der fertige Burger soll dann leicht nussig und knusprig wie Erdnüsse schmecken, verspricht das Unternehmen. Einige Packungen gingen bereits erfolgreich über die Ladentheke zu einem Preis von 5,99 Euro für eine Zweierpackung. Nun will REWE den Burger bald auch in weiteren Filialen, unter anderen in Baden-Württemberg anbieten. Nachhaltiger als die normale Fleischvariante ist diese Version eines Burgers in jedem Fall, gesünder auch und für all jene eine gute Alternative, die Massentierhaltung ablehnen.

Für diese nachhaltige wie leckere Idee vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Mai 04

Die so genannte Waldgartenlandwirtschaft ist ein ganz ursprüngliches Prinzip zur Bewirtschaftung von Böden und zur Erhaltung deren Fruchtbarkeit. In vielen Gebieten der Erde hat man davon allerdings noch nichts gehört. Höchste Zeit also für den aus Thurgau stammenden Landwirt Ernst Götsch in Brasilien die Ära der Monokulturen zu beenden und seinen Hof erfolgreich neu zu bewirtschaften.

Monokulturen laugen die Böden aus und rauben ihnen jegliche Nährstoffe. Das Problem dabei besteht darin, dass immer dieselben Pflanzen auch immer dieselben Nährstoffe brauchen und sind diese nicht mehr ausreichend vorhanden, gehen die Kulturen ein und die Böden verdörren. Das hat zur Folge, dass große Flächen für die Landwirtschaft in vielen Teilen der Erde einfach verloren gehen. Dabei gibt es ja eine einfache Lösung zur Besserung und die stammt aus Deutschland, genauer von Ernst Götsch. Der hat sich nämlich seinen Auswanderertraum erfüllt und in Brasilien ein großes Stück Land mit Hof erworben. Das Problem dabei war, dass dieser Boden komplett ausgezerrt war von Jahrzehnten der Fehlbewirtschaftung. Die Lösung für den Landwirt sah aber keinesfalls so aus, das Land wieder zu verkaufen und sich und seine Familie woanders anzusiedeln. Er bediente sich stattdessen der Technik der so genannten Waldgartenlandwirtschaft.

Neue Fruchtbarkeit geschenkt

Das Grundprinzip ist eine vielfältige Bewirtschaftung der Böden. Alles was dabei an Abfallprodukten anfällt, bleibt wo es ist und durchläuft den Prozess der Fermentierung. Dabei zersetzt sich alles und wird zu neuen Nährstoffen für den Boden umgewandelt. Der Boden erhält seine Fruchtbarkeit zurück, der Ertrag ist gesichert. Das dauert zwar eine Weile, aber es lohnt sich, denn heute bewirtschaftet der Landwirt sehr erfolgreich seinen Hof und baut die unterschiedlichsten Gemüse-, Getreide- und Obstsorten an. Das Grundprinzip hierbei ist so einfach wie genial: Schon seit Millionen von Jahren existieren die unterschiedlichsten Pflanzen auf der Erde. Sie wachsen zunächst. Nach deren Sterben nehmen die Böden die Abfälle wieder in sich auf, um daraus neues Leben zu schaffen. Die Menschen haben bloß vergessen, die Natur gewähren zu lassen und haben den Böden stattdessen ihrer Grundlage zur Fruchtbarkeit beraubt. Bleibt zu hoffen, dass Beispiele wie die von Ernst Götsch dabei helfen können, die Landwirtschaft in vielen Teilen der Welt neu zu überdenken und damit wieder erfolgreich zu betreiben.

Wir bleiben gespannt und vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese tolle Idee.

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Apr 26

Seit März gibt es in den Regalen deutscher großer Supermärkte die neue Marke „Share“. Hierbei handelt es sich um ein Angebot mit sozialem Hintergrund, denn für jedes verkaufte Produkt spendet der Gründer Geld für Entwicklungsprojekte. Dabei will er allerdings auch verdienen. Doch wie passt das zusammen?

Einer der Mitbegründer von „Share“ ist Sebastian Stricker. Der ist bekannt für die Entwicklung einer App mit dem Namen „Share the Meal“. Durch die App können Nutzer Essensrationen für hungernde Kinder spenden. 20 Millionen Rationen wurden bislang durch die App gesammelt. Ein riesiger Erfolg! Und einer, auf dem man sich nicht ausruhen will. Stattdessen bringt „Share“ nun Produkte in den Supermarkt. Kunden können Seife, Nussriegel und vieles mehr künftig kaufen und unterstützen damit soziale Hilfsprojekte auf der ganzen Welt. Dafür hat das Unternehmen einen fixen Betrag festgelegt, der dann in das Projekt fließt. Der Rest des Geldes behält „Share“ für sich, will damit gezielt Umsatz erwirtschaften. Doch ist das Ganze dann überhaupt noch sozial oder doch reine Profitgier?

Gutes tun und Geld verdienen

Bei „Share“ ist man sich sicher, mit dieser Idee einen guten Weg einzuschlagen. Würde das ganze Geld nämlich gespendet, könnte man sich keine richtigen Unternehmensstrukturen leisten, keine neuen Entwicklungen auf den Weg bringen und mit den Kooperationspartnern auf Augenhöhe stehen. Dann wäre man allein auf Spenden angewiesen, um das komplette Projekt und die Produktion der einzelnen Angebote zu realisieren. Und das sei ein großes Problem, denn die Spendenbereitschaft in Deutschland nähme immer weiter ab, erklärt Stricker. Deshalb ist man sich sicher, mit der Kombination aus Gewinnkalkulation und Spenden einen guten und effizienten Weg gefunden zu haben. Ob das Konzept langfristig aufgeht, das zeigt erst die Zeit. Bis dahin gibt es eine ganze Reihe sozialer Projekte und Menschen, die auf ihre Weise von „Share“ profitieren.

Für diese clevere Unterstützung von Hilfsprojekten vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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