Okt 20

Mit Pela Case haben die Hersteller sich daran gemacht die erste umweltverträgliche Handy- beziehungsweise Smartphonehülle auf den Markt zu bringen, die komplett recycelbar ist und ganz ohne Plastik und Blei auskommt. Noch gibt es allerdings Verbesserungsbedarf.

Eine kanadische Firma hat sich daran gemacht eine Handyhülle zu entwickeln, die sich komplett kompostieren lässt. Dabei kommt sie ohne schädliche Bestandteile wie Plastik oder Blei aus, die die Ozeane vergiften. Aktuell ist die Hülle für alle iPhone-Varianten und Samsung-Smartphones erhältlich. Andere Modelle sollen folgen. Die Besonderheit in den neuen Hüllen besteht darin, dass sie aus einem ganz besonderen Stoff gefertigt sind. Diesen nennen die Hersteller Flaxstic. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Flachsstroh und bioplastischen Elastomer. Allerdings sind das bislang noch nicht die einzigen Bestandteile, die hier Verwendung finden. Auch darauf weisen die Hersteller offen hin und geben damit zu, noch nicht die optimale Lösung gefunden zu haben aber immerhin auf einem guten Weg zu sein. 55 Prozent der verwendeten Rohstoffe stammen nämlich noch aus nicht recycelbaren Materialien. Die Gründe hierfür liegen im Herstellungsprozess selbst verankert, doch daran wird weiter geforscht.

Die Herstellung ist auf einem guten Weg

Bislang macht die Firma allerdings schon einiges, um ihre Pela Cases entsprechend zu bewerben und den Verkauf zu fördern. So spendet sie einen Prozent ihres Umsatzes für Wohltätigkeits- Organisationen im Speziellen solche, die sich mit der Reinigung der Meere vom Plastikmüll beschäftigen. Wer ein solches Pela Case kauft der wird schnell merken, wie angenehm es in der Hand liegt und wie gut es sich schon jetzt entsorgen lässt. So kann die Hülle in den Biomüll wandern, um dort professionell kompostiert zo werden. Der natürliche Zersetzungsprozess dauert, laut Hersteller- Angaben, etwa zwei Jahre und ist damit noch nicht ganz ideal ausgereift. Trotzdem wird es Zeit, bei einem so beliebten Alltagsprodukt die schädliche Herstellungskette zu unterbrechen und eine umweltfreuliche Alternative zu bieten. In dieser Hinsicht haben die Hersteller von Pela Case alles richtig gemacht.

Wir vergeben 3 von 5 Stämmchen für diesen nachhaltigen Alltagsgegenstand.

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Okt 11

Pro Jahr werden allein für den deutschen Markt rund 360 Millionen Eislöffel aus Plastik produziert. Ein paar Mal wandert das gute Stück in den Mund, dann sofort in den Müll und von hier wird es sehr schwierig, teuer und aufwendig, den Löffel zu recyclen. Eine riesige Verschwendung, dem jetzt die so genannten Spoontainables entgegenwirken sollen. Die sind nicht nur umweltbewusst und kommen ohne Plastik aus, sie lassen sich sogar essen und schmecken köstlich.

Es gibt sie in den Geschmacksrichtungen Schokolade, Zimt, Vanille, Erdbeere und Zitrone. Sie lassen sich im wahrsten Sinne des Wortes auflöffeln und haben dazu noch einen ganz praktischen Zweck. Die neuen Eislöffel aus Naturfasern sind nämlich so hart, dass man mit ihnen Eis essen kann und im Inneren trotzdem so weich, dass sie sich danach einfach verspeisen lassen. Alle Löffel sind vegan und kommen ganz ohne Zucker aus, es wandern also keine zusätzlichen Kalorien direkt auf die Hüften. Der Name des außergewöhnlichen Löffels ist Spoontainable. Erfunden haben ihn drei Studentinnen der Ernährungswissenschaften, nämlich Anja Wildermuth, Julia Piechotta und Amelie Vermeer. Sie wollen damit nicht nur ihren Beitrag zu einer bewussten Ernährung leisten, sondern etwas für den Umweltschutz tun und der enormen Verschwendung von Plastik Einhalt gebieten.

Eiszeit in der Löffelwelt

Bislang haben es die Löffel noch nicht aus der WG-Küche der Studentinnen heraus geschafft, denn das Projekt steckt noch in der Finanzierungsphase und sucht Sponsoren. Hier sind natürlich gezielt Unternehmen angesprochen und Eisverkäufer, denn die sollen das neue Produkt schließlich nutzen. Es bleibt also noch eine Frage der Zeit, ehe die Eislöffel es wirklich bis hinter die Theke des Eismanns um die Ecke geschafft haben. Bis dahin kann natürlich jeder schon seinen eigenen Beitrag leisten und einfach ein Eis im Hörnchen nehmen. Dann braucht es nämlich weder Becher, noch Löffel, um die süße Speise nach Herzenslust zu genießen.

Für diese nachhaltige wie schmackhafte Idee vergeben wir 3 von 5 Stämmchen.

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Okt 02

Mit dem neusten Projekt namens Alphapot hat das taiwanesische Unternehmen Bionicraft einmal mehr gezeigt, was durch gezieltes Recycling alles möglich ist. Nachdem es im letzten Jahr schon durch einen speziellen Mülleimer für Essensreste auf sich aufmerksam machte, sollen es nun Blumentöpfe sein, die das Herz aller Upcycler erwärmen.

Eigentlich ist es irrsinnig. Da pflanzt man sich Blumen ins eigene Haus und steckt diese dann in die unnatürliche Umgebung einer Pflanzschale aus Plastik. Dabei gibt es doch jetzt den praktischen Alphapot. Der besteht aus einer Mischung aus Pflanzenfasern und Gemüsestärke und ist damit absolut biologisch. Die Fasern sind das Produkt des Kompostierens und sie bieten als Werkstoff gleich mehrere Vorteile. Der Alphapot ist nicht nur absolut recyclingfähig und kann zu 100 Prozent wiederverwendet werden, er dient sogar als Dünger und baut sich selbst wieder ab. Wer also keine Lust mehr hat auf seine Pflanzschale in der Wohnung, der steckt sie ins Blumenbeet. Binnen sechs bis zwölf Monaten hat sie sich dann vollkommen zersetzt und düngt ganz nebenbei auch noch den Boden.

Ein langer Weg der sich lohnen kann

In der Zwischenzeit ist der Pflanztopf auch vom Design her äußerst praktisch und bietet viele Vorteile. Die eckigen Pflanzschalen lassen sich platzsparend ineinander schieben und bilden so schicke geometrische Muster auf Tischen und Fensterbänken. Darüber hinaus verfügen sie über ein integriertes Wassereservoir. Hiermit muss keine Pflanze Durst leiden, selbst wenn ihr Besitzer im Urlaub ist. Darüber hinaus schützt das Wasserreservoir vor Überwässerung. Wer die Schalen haben möchte, der erhält diese im Zuge einer Vorfinanzierung über Kickstarter. Die Kosten für einen Doppelpack liegen bei 24 Euro, hinzu kommen noch Lieferkosten, denn das gute Stück kommt aus Taiwan direkt nach Deutschland. Das ist natürlich nicht ganz so umweltgerecht, doch immerhin zählen ja hier auch der gute Ansatz des Unternehmens und der Nutzen für Einrichtung und Umwelt gleichermaßen.

3 von 5 Stämmchen gibt es von uns für den Alphapot.

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Aug 11

Im Zuge der Zero Waste Bewegung gibt es jetzt tolle Ideen für alte Gläser. Die kommen quasi fast automatisch in den Haushalt, sei es durch den Kauf von Marmelade, Senf oder sauren Gurken. Deren Glasverpackungen muss allerdings niemand wegwerfen, denn es lassen sich viele neue Ideen damit umsetzen.

Glas ist ein wertvoller Rohstoff und zwar nicht nur für die Verpackungsindustrie, sondern auch im eigenen Haushalt. Und für Einmachgläser & Co. die nicht mehr gebraucht werden gibt es so viele neue Ideen, dass es einfach zu schade wäre diese wegzuwerfen. Ganz nebenbei ist dann auch noch etwas für die Umwelt getan. Alte Marmeladengläser zum Beispiel lassen sich prima zur Aufbewahrung von Gewürzen, Pesto oder selbstgemachten Aufstrichen verwenden. Einfach unter heißem Wasser ausspülen und somit desinfizieren, schon sind sie wieder einsatzbereit und halten überraschend dicht. Eine andere schöne Idee ist es, aus den leeren Marmeladen- oder Einmachgläsern Windlichter zu basteln. Bestückt mit bunten Kerzen machen sie auf Fensterbänken und Balkonen einiges her. Besonders schön wirkt das Ensemble, wenn unterschiedlich große Gläser zum Einsatz kommen. Von außen lassen sich diese noch durch Servierten-Technik verschönern und so entsteht eine ganz individuelle Dekorationsidee, die dazu noch nicht einmal etwas kostet.

Der perfekte Ort für frische Lebensmittel

Wer keinen Sinn hat für Dekoration oder einfach kein Platz mehr finden kann, für den lassen sich die alten Gläser auch einfach unkompliziert in den Essensalltag integrieren. So ersetzen sie problemlos Trinkgläser und haben noch dazu den Vorteil, durch die dicke Hülle sehr stabil zu sein und viel Inhalt aufnehmen zu können. Ideal also für Smoothies an einem Sommertag oder einen heißen Tee im Winter. Neben Getränken können natürlich auch allerhand andere Lebensmittel darin ihren Platz finden. So sind Obst und Salate hier bestens verwahrt und bleiben lange frisch. Ein weiterer Vorteil daran ist, dass sich die Gläser gut im Kühlschrank stapeln lassen und so wenig Platz wegnehmen. Bei Bedarf werden die Lebensmittel dann einfach entnommen und können immer wieder nachgefüllt werden. Durch die gut verschließbaren Deckel sind schlechte Gerüche passé. Und sollten am Ende doch zu viele Lebensmittel übrig bleiben, dann kann man sich auch einfach selbst daran versuchen, Marmelade einzukochen oder Mixed Pickles herzustellen. So erhalten die Einmachgläser ihre alte Aufgabe einfach wieder zurück.

Wir vergeben 3 von 5 Stämmchen für diese tollen Recycling Ideen.

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Aug 07

Jeder Deutsche verbraucht pro Jahr 15 Kilo Toilettenpapier. Diese Zahlen hat eine aktuelle WWF Studie jetzt offen gelegt. Viel zu viel, finden Umweltschützer und sind längst auf der Suche nach Alternativen für das stille Örtchen. Es kann ja schließlich nicht sein, dass wir uns über Umweltschutz und Müllvermeidung Gedanken machen und dabei ausgerechnet auf der Toilette so viel Papier verschwenden.

Forscher sind längst auf der Suche nach dem perfekten ökologischen Toilettenpapier und Hersteller haben inzwischen erste Alternativen auf den Markt gebracht. Diese sind allerdings in den meisten Haushalten noch nahezu unbekannt und auch längst nicht überall zu bekommen. Doch damit ist der erste Schritt getan, das klassische trockene oder feuchte Toilettenpapier vom stillen Örtchen zu verbannen. Wie wäre es zum Beispiel mit GrasSwipe? Das haben Schüler bei einem Wettbewerb entwickelt. Es besteht aus Gras, einem natürlich nachwachsenden Rohstoff der noch dazu sehr günstig ist und überall verfügbar. Als Alternative dazu gibt es inzwischen auch Toilettenpapier aus Bambusfasern. Im Gegensatz zum normalen Zellstoff aus Holz aus dem gängiges Toilettenpapier besteht, ist Bambus ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff und damit sehr viel besser für eine umweltschonende Verwendung geeignet. Noch gibt es hier allerdings weniger Anbieter, die dieses Toilettenpapier im Programm haben.

Recycling ist längst auch beim Toilettenpapier angekommen

Was allerdings in fast jedem Supermarkt bereits erhältlich ist ist Recyclingpapier. Das kann drei-oder vierlagig sein und besteht eben aus recyceltem Papier. Damit lässt sich guten Gewissens der Intimbereich reinigen. Die Kosten sind nur ungleich höher als die für normales Toilettenpapier. Die Optik ist allerdings etwas dunkler und das Gefühl auf der Haut etwas fester. Wer trotz all der Sortenvielfalt beim Toilettenpapier sparen möchte, der sollte auch auf eine sparsame Verwendung achten. Wenige Blätter reichen bereits, um kleine und große Geschäfte zu beseitigen. Wer zu viel Papier verwendet der riskiert außerdem, die Toilette zu verstopfen. Regelmäßige Reinigungen mit Wasser nach dem großen Geschäft sind ebenfalls längst in vielen Kulturen Gang und Gebe und außerdem sehr viel hygienischer, als nur mit Papier zu putzen.

3 von 5 Stämmchen für Nachhaltigkeit selbst auf dem stillen Örtchen!

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Jul 25

Das Thema Nachhaltigkeit betrifft natürlich nicht nur Kleidung und Produkte des Alltags, sondern auch die tägliche Nahrungsaufnahme. Bislang gab es viele einzelne kleine Projekte in Restaurants, die sich mit dem Thema näher beschäftigten, jetzt ist der Blick auf die Schonung von Ressourcen auch im Catering angekommen.

Bei einer Veranstaltung vom „Rat für Nachhaltige Entwicklung“ im Berliner Tempodrom kam erstmalig ein so genanntes nachhaltiges Catering zum Einsatz. Versorgt wurden gleich 1.400 Gäste auf höchstem Niveau und zwar von Spitzenköchen Sarah Wiener und ihrem Catering-Team. Die wollte zeigen, dass auch bei Veranstaltungen dieser Größe ressourcensparende Zubereitung, Regionalität und Sparsamkeit von Lebensmitteln möglich ist und das sogar hervorragend schmecken kann. Für diesen Auftrag galt es allerdings, gewisse Grundregeln einzuhalten, die der „ Rat für Nachhaltige Entwicklung“ vorab in einem Leitfaden zusammengefasst hatte. Darunter die folgenden Punkte:

1.     Statt Wasser in Flaschen, Leitungswasser in Karaffen anbieten.

2.     Regionale Produkte der Saison zum Kochen verwenden.

3.     Wiederverwendbares Geschirr benutzen, auf Einweggeschirr verzichten.

4.     Reinigungsmittel und Küchengeräte sparsam und ökologisch verwenden.

5.     Caterer aus der Region beauftragen.

6.     Vegetarische Küche bei allen Events anbieten.

7.     Fairtrade und ökozertifizierte Speisen an den Tischen servieren.

8.     Überflüssige Verpackungen aus der Küche verbannen.

9.     Kein Essen bei Zubereitung und Angebot verschwenden.

10.  Den Gästen die Mitnahme von übriggebliebenen Speisen und Getränken anbieten.

Dazu kamen noch einige weitere Kriterien, die erfüllt sein müssen um als nachhaltig zu gelten und dementsprechend ein Catering für eine Großveranstaltung dieser Art anbieten zu können. Der „Rat für Nachhaltige Entwicklung“ hofft nun, an diesem Punkt mit einem guten Beispiel voran zu gehen und einen neuen Trend ins Leben zu rufen, dem bald noch viele Veranstalter folgen werden. Hier sei es leider aktuell noch so, dass ein solches Catering mit höheren Ausgaben zu Buche schlägt, als dies bei einem normalen Essensangebot der Fall wäre, gibt Sarah Wiener dabei zu bedenken. Dafür könne man aber guten Gewissens seine Gäste versorgen und würde einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Wir vergeben 3 von 5 Stämmchen für nachhaltiges Catering.

 

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Jul 10

Gerade in der Industrie fallen viele Verpackungen an, von Kartonagen über Plastikhüllen bis hin zu aufwändigen Füllmaterialien. Diese zu entsorgen ist ein riesiger logistischer und finanzieller Aufwand für die Unternehmen. Bis jetzt, denn nun kommt Packwise ins Spiel.

Eine Verknüpfung zu schaffen zwischen der Industrie 4.0 und einem gesteigerten Umweltbewusstsein, das war und ist das Ziel von Gründer Felix Weger und seinem Unternehmen Packwise. Und das hat er erfolgreich getan. Durch digitalisierte Prozesse in der Wiederverwendung und Wiederaufbereitung von Verpackungsmaterial aus der Industrie ist es möglich, eine effiziente Kreislaufwirtschaft zu schaffen und damit für Nachhaltigkeit am Markt zu sorgen. Das komplette Angebot ist speziell auf Firmen ausgelegt, die Industrieverpackungen nutzen. Das sind in erster Linie Unternehmen aus der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Mit Packwise ist es diesen Unternehmen nun möglich, die Verpackungen sinnvoll zu entsorgen, sie einsammeln zu lassen und dann sicherzustellen, dass diese wiederverwendet werden können. Dadurch gelangt nichts mehr in eine dauerhafte Entsorgung, alles bleibt im Kreislauf erhalten.

Ein Projekt mit Zukunft

Müllproduktion also mit einem guten Gewissen. Und der Laden läuft. Immer mehr Firmen wollen den Service von Packwise für sich nutzen und sind von dem Konzept begeistert. Das Unternehmen stellt Container bereit für unterschiedliche Verpackungsmaterialien, sammelt diese dann wieder ein und führt den Müll der Wiederverwertung zu. Am Ende des Prozesses entstehen neue Verpackungen, die dann wiederum benutzt werden können. Das macht die Entsorgung nicht nur günstig und effizient, es macht sie auch absolut umweltbewusst und ist deshalb ein großer Pluspunkt. Mehr Informationen zum gesamten Projekt und Kontaktmöglichkeiten zu den Initiatoren finden sich unter: https://packwise.de/.

Das Unternehmen unterstützt ganz nebenbei übrigens auch andere Start-ups, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit näher auseinandersetzen und nach Lösungen suchen, diese ebenso effizient und praktischerweise natürlich digital vernetzt umzusetzen.

3 von 5 Stämmchen für diese nachhaltive Wiederverwendung von Verpackungen.

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Jun 04

Pro Jahr werden etwa zwei Milliarden Jeans produziert, der größte Teil davon geht direkt in den Import nach Deutschland. Jeans sind das liebste Kleidungsstück der Deutschen. Die horten gleich durchschnittlich acht Stück in ihrem Kleiderschrank. Doch die meisten der schicken Hosen haben einen langen und umweltschädigenden Produktionsweg hinter sich. Dabei geht das auch anders.

Ein großer Teil der Jeans stammt aus Billiglohnländern wie Indien und China. Dort wird wenig Wert auf Umweltschutz und die Gesundheit der Mitarbeiter gelegt. Mit katastrophalen Ergebnissen. Verschiedene Produktionsverfahren wie das Sandstrahlverfahren führen sogar zum Tod von Mitarbeitern. Allein die Herstellung der verwendeten Baumwolle und das anschließende Färben und Bleachen verbrauchen eine Unmenge an Wasser. Das wird nach der Verwendung natürlich auch nicht geklärt, sondern mit sämtlichen chemischen Rückständen in die Flüsse geleitet. Kläranlagen gibt es nicht, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben und so sparen die Hersteller wo sie können. Das müssen sie auch, denn sie wollen ihre Ware ja günstig verkaufen. An den Kunden der in Ländern wie unserem sitzt und sich lieber keine Gedanken darum macht, was so ein schickes Kleidungsstück wie die Lieblingsdenim alles anrichten kann.

Eine Jeans aus Plastik

Höchste Zeit also für umweltgerechte Alternativen, welche die einem kein schlechtes Gewissen beim Tragen machen. Ein solches Beispiel ist die Mud-Jeans, eine Jeans die getauscht und somit nicht einfach entsorgt, sondern wiederverwendet wird. Wem das nicht gefällt, der sollte sich zumindest an den verwendeten Stoffen orientieren. Inzwischen bieten nämlich Hersteller wie Armedangels Jeans aus Bio-Baumwolle an. Für ihre Herstellung wird deutlich weniger Wasser verwendet, außerdem kommen keine schädlichen Pestizide beim Anbau zum Einsatz. Das schont zumindest schon mal die Umwelt und ist zudem auch besser für die Haut. Mit der „Raw for the Ocean“ Kollektion hat jetzt das Öko-Jeanslabel Denim-Brand aus den Niederlanden eine Jeans entworfen, sie aus dem recycelten Plastikmüll der Weltmeere gefertigt wird. Das ist natürlich aufwendig und dementsprechend sind die Modelle auch etwas teurer als die günstigen Alternativen. Ausgaben, die sich aber lohnen sollten für echte Fashion-Victims die ihre neue Lieblingsjeans wirklich guten Gewissens tragen wollen.

Wir vergeben 3 von 5 Stämmchen für nachhaltige Jeans!

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Mai 23

Auf der diesjährigen Erfindermesse in Genf gibt es gleich 1.000 Erfindungen zu bestaunen. Eine davon hat einen besonders hohen Anspruch an die Umwelt, die Manta. Dabei handelt es sich um einen Quadrimaran, der die Weltmeere vom Plastikmüll befreien soll. Erfunden hat ihn Yvan Bourgnon.

Mehr als 3.000 Forschungsstunden von gleich sechs unterschiedlichen Unternehmen stecken in der Entwicklung des einzigartigen Umweltbootes, das zunächst als Modell entstanden ist und später auch im Original gebaut werden soll. Damit möchte der Schweizer Yvan Bourgnon künftig über die Weltmeere schippern und dabei seine besondere Umweltmission erfüllen: Er möchte die Meere vom Plastikmüll befreien und somit die Artenvielfalt erhalten. Um das zu erreichen muss das fertige Boot natürlich nicht nur über die erforderliche Technik an Bord verfügen, diese muss auch umweltfreundlich funktionieren. Solarpanels und Windräder sollen künftig für den Antrieb sorgen. Die Manta wird dann eine Länge von 70 Metern, eine Breite von 49 Metern und eine Höhe von 61 Metern erreichen. Das bringt sie auf ein Gewicht von 2.500 Tonnen. Mit einem Sortierband soll dann das Meer nach Plastikmüll abgefischt werden. Dieser landet im Bauch des Schiffes. 250 Tonnen passen hinein, dann muss das Boot einen Hafen ansteuern und den Müll entladen.

Schon in zwei Jahren bereit für den ersten Einsatz

Das gesamte Projekt hört auf den Namen „The sea cleaners“ und soll bis zur Realisierung rund 30 Millionen Franken kosten. Pro Jahr im Betrieb kommen dann noch mal rund 1 Million Franken dazu. Die Lebensdauer der Manta schätzt sein Erfinder auf 30 Jahre. Noch kann das Projekt allerdings nicht realisiert werden, denn es fehlen eindeutige Beweise für die Wirksamkeit dieses neuartigen Systems. Das hofft Bourgnon in 10 bis 15 Jahren liefern zu können, um endlich zu starten. Vier Jahre hat es bislang gedauert, die Manta zu entwerfen. In weiteren zwei Jahren soll sie gebaut und bereit sein, in die Weltmeere auszulaufen. Dann wird sich zeigen, wie erfolgreich die Entfernung des Plastikmülls aus dem Meer funktioniert. Einsatzgebiete sind dann vor allen Dingen große Teile Asiens und Afrikas.

Eine vielversprechende Erfindung, wir bleiben gespannt ob sich das Boot durchsetzt und vergeben 3 von 5 Stämmchen.

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Apr 23

Schmeckt Gemüse oder Obst schlechter, das nicht dem Schönheitsideal der Supermärkte und Verbraucher entspricht? Wohl kaum! Das dachten sich auch drei Münchner, die deshalb das Food-Startup etepetete gründeten und so Unmengen von Lebensmitteln vor dem Müll retteten.

Laut einer Studie der Verbraucherzentrale landen jedes Jahr elf Tonnen Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro im Müll – nur weil sie optische Mängel haben. Verschwendung pur also, dem die etepetete-Gründer Carsten Wille, Christopher Hallhuber und Georg Lindermair entgegenwirken wollen. Sie geben krummem und verformtem Gemüse und Obst eine zweite Chance, die nicht den Weg in die Verkaufsregale der Supermärkte finden.

Krumme Dinger ein Zeichen von Qualität

Dabei ist eine Vielfalt an Formen und Größe ein Qualitätsmerkmal und ein Zeichen für gesundes Wachstum. Das Startup unterstützt ausgewählte Gemüsebauern, die der Natur Platz und Zeit lassen und nicht durch Überzüchtung, Überdüngung oder verfrühte Ernte in den natürlichen Kreislauf eingreifen.

Das lohnt sich auch für die Bio-Höfe, die für ihre aus der Norm fallenden Produkte laut etepetete den regulären Preis bekommen und so oftmals den doppelten Betrag aus ihrer Ernte herausholen können. In verschiedenen Boxen, die lebensmittelecht und biologisch abbaubar sind, kommt das Gemüse und Obst mit CO2-neutralem Versand kostenfrei zum Verbraucher nach Hause.

Steigende Nachfrage bestätigt das Konzept

Im Online-Shop von etepetete kann der Kunde derzeit aus fünf verschiedenen Boxen auswählen. Diese werden saisonal zusammengestellt und wöchentlich oder 14-tägig geliefert. In Zukunft ist geplant, dass der Verbraucher selbst aussuchen kann, welches Gemüse oder Obst in seiner Box landet.

Ein Konzept, das bestens angenommen wird. Wie die Münchner verraten, liefern Sie monatlich Boxen im fünfstelligen Bereich an die Kunden aus. Die Mitarbeiterzahl steigt stetig an und auch die Anzahl der Logistikstandorte soll weiter ausgebaut werden, um dem Verbraucher noch kürzere Transportwege bieten zu können. Schon jetzt ist etepetete der größte Anbieter von Bio-Kisten, der deutschlandweit ausliefert.

Die etepetete-Macher beweisen, dass man mit krummen Dingern auch Gutes bewirken kann, weshalb wir 3 von 5 Stämmchen vergeben.

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