Mai 23

Auf der diesjährigen Erfindermesse in Genf gibt es gleich 1.000 Erfindungen zu bestaunen. Eine davon hat einen besonders hohen Anspruch an die Umwelt, die Manta. Dabei handelt es sich um einen Quadrimaran, der die Weltmeere vom Plastikmüll befreien soll. Erfunden hat ihn Yvan Bourgnon.

Mehr als 3.000 Forschungsstunden von gleich sechs unterschiedlichen Unternehmen stecken in der Entwicklung des einzigartigen Umweltbootes, das zunächst als Modell entstanden ist und später auch im Original gebaut werden soll. Damit möchte der Schweizer Yvan Bourgnon künftig über die Weltmeere schippern und dabei seine besondere Umweltmission erfüllen: Er möchte die Meere vom Plastikmüll befreien und somit die Artenvielfalt erhalten. Um das zu erreichen muss das fertige Boot natürlich nicht nur über die erforderliche Technik an Bord verfügen, diese muss auch umweltfreundlich funktionieren. Solarpanels und Windräder sollen künftig für den Antrieb sorgen. Die Manta wird dann eine Länge von 70 Metern, eine Breite von 49 Metern und eine Höhe von 61 Metern erreichen. Das bringt sie auf ein Gewicht von 2.500 Tonnen. Mit einem Sortierband soll dann das Meer nach Plastikmüll abgefischt werden. Dieser landet im Bauch des Schiffes. 250 Tonnen passen hinein, dann muss das Boot einen Hafen ansteuern und den Müll entladen.

Schon in zwei Jahren bereit für den ersten Einsatz

Das gesamte Projekt hört auf den Namen „The sea cleaners“ und soll bis zur Realisierung rund 30 Millionen Franken kosten. Pro Jahr im Betrieb kommen dann noch mal rund 1 Million Franken dazu. Die Lebensdauer der Manta schätzt sein Erfinder auf 30 Jahre. Noch kann das Projekt allerdings nicht realisiert werden, denn es fehlen eindeutige Beweise für die Wirksamkeit dieses neuartigen Systems. Das hofft Bourgnon in 10 bis 15 Jahren liefern zu können, um endlich zu starten. Vier Jahre hat es bislang gedauert, die Manta zu entwerfen. In weiteren zwei Jahren soll sie gebaut und bereit sein, in die Weltmeere auszulaufen. Dann wird sich zeigen, wie erfolgreich die Entfernung des Plastikmülls aus dem Meer funktioniert. Einsatzgebiete sind dann vor allen Dingen große Teile Asiens und Afrikas.

Eine vielversprechende Erfindung, wir bleiben gespannt ob sich das Boot durchsetzt und vergeben 3 von 5 Stämmchen.

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Apr 23

Schmeckt Gemüse oder Obst schlechter, das nicht dem Schönheitsideal der Supermärkte und Verbraucher entspricht? Wohl kaum! Das dachten sich auch drei Münchner, die deshalb das Food-Startup etepetete gründeten und so Unmengen von Lebensmitteln vor dem Müll retteten.

Laut einer Studie der Verbraucherzentrale landen jedes Jahr elf Tonnen Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro im Müll – nur weil sie optische Mängel haben. Verschwendung pur also, dem die etepetete-Gründer Carsten Wille, Christopher Hallhuber und Georg Lindermair entgegenwirken wollen. Sie geben krummem und verformtem Gemüse und Obst eine zweite Chance, die nicht den Weg in die Verkaufsregale der Supermärkte finden.

Krumme Dinger ein Zeichen von Qualität

Dabei ist eine Vielfalt an Formen und Größe ein Qualitätsmerkmal und ein Zeichen für gesundes Wachstum. Das Startup unterstützt ausgewählte Gemüsebauern, die der Natur Platz und Zeit lassen und nicht durch Überzüchtung, Überdüngung oder verfrühte Ernte in den natürlichen Kreislauf eingreifen.

Das lohnt sich auch für die Bio-Höfe, die für ihre aus der Norm fallenden Produkte laut etepetete den regulären Preis bekommen und so oftmals den doppelten Betrag aus ihrer Ernte herausholen können. In verschiedenen Boxen, die lebensmittelecht und biologisch abbaubar sind, kommt das Gemüse und Obst mit CO2-neutralem Versand kostenfrei zum Verbraucher nach Hause.

Steigende Nachfrage bestätigt das Konzept

Im Online-Shop von etepetete kann der Kunde derzeit aus fünf verschiedenen Boxen auswählen. Diese werden saisonal zusammengestellt und wöchentlich oder 14-tägig geliefert. In Zukunft ist geplant, dass der Verbraucher selbst aussuchen kann, welches Gemüse oder Obst in seiner Box landet.

Ein Konzept, das bestens angenommen wird. Wie die Münchner verraten, liefern Sie monatlich Boxen im fünfstelligen Bereich an die Kunden aus. Die Mitarbeiterzahl steigt stetig an und auch die Anzahl der Logistikstandorte soll weiter ausgebaut werden, um dem Verbraucher noch kürzere Transportwege bieten zu können. Schon jetzt ist etepetete der größte Anbieter von Bio-Kisten, der deutschlandweit ausliefert.

Die etepetete-Macher beweisen, dass man mit krummen Dingern auch Gutes bewirken kann, weshalb wir 3 von 5 Stämmchen vergeben.

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Mrz 02

Mit ihrem Start-Up Sauberkasten bringend zwei Leipzigerinnen neuen Glanz ins Haus und das auf ganz natürliche Art und Weise. Reiniger und Waschmittel gibt es schließlich viele, doch diese basieren oft auf chemisch bedenklichen Inhaltsstoffen. Dabei gibt es doch auch natürliche Alternativen und die schaden nicht und lassen sich einfach selbst herstellen, sind die Gründerinneren von Sauberkasten überzeugt.

Henriette Grewling und Jeanette Schmidt waren es leid, immer für ihre Putzarbeiten im Haus zu teuren und umweltschädlichen Spezialreinigern zu greifen. Stattdessen suchten sie günstigere Alternativen, die noch dazu umweltfreundlich sind und fassten schließlich einen Plan.

Wenn es etwas nicht gibt, macht man es eben selbst

Grewling und Schmidt gründeten kurzerhand ihr Start-Up Sauberkasten und machten es damit möglich, zu einfachen und effizienten Reinigungsmitteln zu greifen die sich ganz einfach selbst herstellen lassen. Fast jeder hat schließlich schon von den positiven Reinigungseigenschaften von Essig und Zitronensäure gehört, sei es auch nur als Haushaltstipp aus Omas Zeiten. Doch das Start-up Sauberkasten geht noch einen Schritt weiter. Statt nur auf einzelne Reinigungsmittel aus dem Haushalt zu setzen, gibt es im Sauberkasten gleich ein Paket aus einzelnen natürlichen Reinigern, die sich auf immer neue Arten zusammenmischen lassen und somit einfach jeden Dreck im Haushalt problemlos beseitigen können. Konkret gibt es sechs Produkte die man auf zehn unterschiedliche Weisen vermischen kann im praktischen Karton.

Natürliche Reiniger direkt im Karton

Und da die Gründung eines Start-Ups der nicht ganz kostenlos vonstattengehen kann suchten die findigen Unternehmerinnen entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten. Sie erhielten schließlich ein Gründerstipendium vom Social Impact Lab Leipzig. Außerdem starteten sie eine Crowdfunding-Kampagne und konnten darüber im Sommer 2017 gleich mehr als 40.000 Euro einsammeln. Mit diesem mehr als zufriedenstellenden Ergebnis gab es bereits im Herbst die ersten Sauberkästen zu bestellen und zwar direkt über die eigene Webseite. Jetzt, 2018, wollen die Unternehmerinnen voll durchstarten und noch viel mehr Privatleute und Unternehmen von ihrem Konzept überzeugen nämlich nicht nur ordentlich zu reinigen, sondern dabei auch noch die Umwelt zu schützen.

Sauber und umweltfreundlich, dafür gibt es mindestens 3 Stämmchen.

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Feb 22

Das Start-Up minouki bringt eine umweltfreundliche Idee an die Schule die den Plastikverbrauch erheblich senken dürfte, nämlich Schulumschläge komplett aus Papier. Und die sind nicht nur besonders umweltschonend, sie machen auch richtig Spaß.

Bislang waren die Umschläge von Heften und Büchern in der Regel aus dickem Plastik, um diese vor Verunreinigungen und Beschädigungen zu schützen. Mit minouki soll das jetzt anders werden, denn das Unternehmen bietet eine stabile und dabei ökologische Alternative zum bisher verwendeten Kunststoff. Es fertigt Schulheftumschläge aus Recyclingspapier.

Das ist nicht nur genauso stabil und widerstandsfähig wie die Plastikumschläge, es sieht dazu auch noch wahnsinnig schön aus. Die vielen unterschiedlichen Designs sprechen Kinder sehr an und machen Lust auf die Verwendung der neuen Umschläge. Inzwischen werden mehr als 80 Millionen Heftumschläge in Deutschland benötigt, ein großer Markt also den es zu erobern gilt für das junge Start-Up. Und das arbeitet nicht irgendwo, sondern unter strengsten Umweltkriterien direkt in Bayern, damit sind alle Umschläge tatsächlich Made in Germany.

Auf dem Kompost statt in die Plastiktonne

Da versteht es sich fast von selbst, dass jeder Umschlag mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet ist, ein besonderes Ökosiegel das noch einmal auf die Umweltverträglichkeit aufmerksam macht. Gestartet wurde im Jahr 2016 und das zunächst mit einer kleinen Kollektion. Inzwischen gibt es 26 unterschiedliche Varianten an Heftumschlägen, von kunterbunten Designs bis hin zu Uni-Farben ist alles dabei. Der Preis pro Stück liegt bei 1,55 Euro. Das ist etwas teurer als bei den Plastikvarianten, dafür braucht hier bei der Nutzung aber auch niemand ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die Haltbarkeit der fertigen Umschläge ist ähnlich wie die der Plastikumschläge. Beide halten natürlich nicht ewig bei starker Benutzung, allerdings darf der Papierumschlag dann auch einfach auf den Kompost und braucht nicht Jahrzehnte, um zu verrotten. Haben Schulen Interesse an den Umschlägen, so bekommen sie sogar nochmal spezielle Vergünstigungen auf Anfrage. Eine Idee, die sicherlich in Zukunft Schule machen dürfte.

Praktisch und umweltfreundlich, dafür 3 Stämmchen aus unserer Redaktion.

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Feb 09

Die Idee ist nicht ganz neu aber trotzdem einfach genial und deswegen hat sich ein Frankfurter Start-Up mit der Idee von Bienenwachstüchern selbstständig gemacht. Und das mit großem Erfolg, denn die Nachfrage nach ökologischen Alternativen zur Frischhaltefolie steigt.

Tagtäglich fallen im Haushalt viele Verpackungen an und um manche kommt man einfach nicht herum. Damit Wurst, Käse und Gemüse generell lange im Kühlschrank halten brauchen sie eine entsprechende Verpackung. Bislang kam hier Frischhaltefolie zum Einsatz. Doch die hat einen entscheidenden Nachteil: Einmal gebraucht muss sie in den Müll und damit beginnt ein aufwändiger und ökologisch sehr bedenklicher Abfallverwertungsvorgang. Zudem ist die ständige Entsorgung auch noch teuer, denn es fallen nicht nur Müllgebühren an – und die Frischhaltefolie muss ja auch regelmäßig nachgekauft werden.

Um diesen Teufelskreis zu entgehen hatte eine Frankfurter Mutter die Idee. Noch aus ihrer Kindheit kannte sie Tücher aus Bienenwachs die nicht nur sehr ökologisch waren, sondern zudem auch viele Jahre wiederverwertet werden konnten. Deswegen begann sie die Idee zu recyclen und stellte zunächst Bienenwachstücher im eigenen Backofen her. Das rief andere Eltern auf dem Plan und so gründeten dir drei Freunde Sabrina Kratz, Lotte Schöpf und Omar Rock die Wildwax Tuch GbR.

Vom Privatkunden bis zur Supermarktkette alles in Bienenwachs

Jetzt können interessierte Kunden die praktischen Wildwachstücher gleich im Set zu einem Preis von 23.50 Euro kaufen. Das erscheint auf den ersten Blick viel, zahlt sich aber aus, denn die Tücher lassen sich im Schnitt bis zu zwei Jahre problemlos immer wieder verwenden. Das spart langfristig Ausgaben für neue Folie und natürlich auch Unmengen an Müll. Doch mit der Produktion von kleinen Sets für Privatkunden soll für das Unternehmen noch lange nicht Schluss sein. Ziel ist es, auch Supermarktketten und ähnliche Betriebe mit den Wildwachstüchern zu versorgen und damit viele viele Tonnen Plastikmüll einzusparen. Wer weiß, ob das nicht gelingt und damit ein großer Schritt zum Umweltschutz getan ist?

Wieder so eine Idee aus alten Tagen, dafür vergeben wir 3 Stämmchen.

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Jan 31

Graspap ist das erste Papier, was wirklich aus Gras gewonnen wird und somit absolut und zu 100 Prozent ökologisch ist. Der Rohstoff ist schnellwachsend, umweltbewusst und kostengünstig. Viele gute Gründe, auf Graspapier umzusteigen.

Mit Graspap hat das Unternehmen Creapaper ein Papier entwickelt, welches großes Potenzial mit sich bringt, die Papierindustrie auf Dauer zu verändern. Am Anfang stand eine Kampagne unter dem Motto „Ökologie und Papier“ die den Ausschlag dafür gab, langfristig über die Möglichkeiten der Papierherstellung nachzudenken und diese entscheidend zu verbessern. Was dann folgte war zunächst das Prinzip des Versuchs und Irrtums, in dem der Creapaper-Gründer Uwe D’Agnone unterschiedliche Rohstoffe hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit testete und herausfilterte, aus welchem Material sich hochwertiges und haltbares Papier wohl am besten herstellen ließ.

Die Grundlage für die Herstellung von Papier sind Faserstoffe. Diese bestehen zum Teil aus recyceltem Papier und werden wiederverwendet. Es müssen aber auch immer wieder neue Faserstoffe hinzugefügt werden, da sich alte Fasern verkürzen und sie damit das Papier weniger haltbar und reißfest machen. Bislang kam der größte Teil dieser „neuen“ Fasern vom Holz, aber das wird mehr und mehr zur Energiegewinnung genutzt. Deshalb war es höchste Zeit, hier umzudenken und einen anderen Faserlieferanten zu finden. Und der ist jetzt einsatzbereit und wächst eigentlich überall: Gras!

Die optimale Kombination aus Recycling und Naturfasern

Das neuartige Papier, das die Hersteller Graspap getauft haben, besteht jetzt zu 35 Prozent aus aufbereitetem Gras und zu 65 Prozent aus Zellstoff. Die perfekte Kombination für ein besonders ökologisches Produkt, das zudem dem bisher verwendeten Papier in nichts nachsteht. Kein Wunder, dass die Forschungen an dem Produkt bereits im Jahr 2014 mit Fördermitteln vom Deutsche Bundesinstitut Umwelt (DBU) entsprechend bezuschusst wurden.

Schließlich ist allen daran gelegen, dieses häufig verwendete Produkt so umweltgerecht wie möglich zu produzieren. Die Zukunft in diesem Segment heißt deshalb Graspap und hier werben die Hersteller nicht ohne Stolz: „Mit Produkten aus Gras ist alles im grünen Bereich.“ Neben normalem Papier sind auch Kartonagen und Pappe unterschiedlicher Dicke für die Industrie erhältlich.

Warum ist man da eigentlich nicht früher drauf gekommen? Wir meinen, dass hat mindestens 3 von 5 Stämmchen verdient.

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Dez 22

Die Orangen vom eigenen Baum zu essen, ist schon eine wunderbare Vorstellung. Mit Hilfe eines interessanten Crowdfarming-Projektes wird diese Vision auf einfache Weise in die Tat umgesetzt.

Wer einen Baum pflanzt, kann auch von ihm ernten. Crowdfarming ist eine Variante des nachhaltigen Anbaus und zeigt einen äußerst verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln. Naranjas del Carmen bieten dem Verbraucher interessante Möglichkeiten.

Baum pflanzen und Ernte genießen

Für einen festen Betrag hat jeder die Möglichkeit, einen eigenen Orangenbaum auf der Plantage Naranjas del Carmen in Spanien zu pflanzen. Dieser Baum wird gepflegt, und sobald die ersten Früchte geerntet werden können, erhält der Besitzer des Baumes seine eigene Ernte nach Hause. Er selbst entscheidet, wie viele Kilo Orangen geliefert werden sollen.

Das ganze Prinzip nennt sich Crowdfarming und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit.

Vorteile durch Crowdfarming

Mit Hilfe von Crowdfarming soll es gelingen, nur noch das zu produzieren, was auch tatsächlich verbraucht wird. Damit soll sich der Lebensmittelabfallberg, der Jahr für Jahr anfällt, deutlich reduzieren. Außerdem wird die Umwelt entlastet, da auch die CO2-Belastung verringert wird. Während im gängigen Prozess die Waren erst noch an ein Zwischenlager geliefert werden, wo wiederum auch Abfälle entstehen, lange Transportwege notwendig sind etc., gelangt die Ware beim Crowdfarming direkt zum Verbraucher. Es entfallen die Transportwege, was einen geringeren CO2-Ausstoß zur Folge hat. Der Verbraucher ordert nur das, was er tatsächlich verbrauchen will. Erst nach der Bestellung wird so viel geerntet, wie verlangt wurde und direkt zum Endverbraucher geliefert.

Naranjas del Carmen – der eigene Baum mit den eigenen Früchten

Das Crowdfarming-Konzept von Naranjas del Carmen ist sehr transparent gestaltet. Der Besitzer eines Orangenbaumes hat die Möglichkeit, den aktuellen Entwicklungsstand seines Baumes jederzeit online einzusehen. Dadurch ist das Projekt zusätzlich attraktiv. Und sobald die Erntezeit gekommen ist, entscheidet jeder selbst, welche Menge er wie oft zugeschickt bekommen möchte.

Außerdem bietet das Projekt auch die Adoption einer Bienenfamilie an.

Insgesamt betrachtet, ist Crowdfarming eine sehr interessante Möglichkeit, um der gigantischen Lebensmittelabfallberge einigermaßen Herr zu werden, sie zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten.

Zitrusfarmer werden, ohne Farm? Warum nicht? Dafür gibt’s immerhin 3 Stämmchen.

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Dez 11

Welche Überraschungen hält die Pflanzenzüchtung bereit? Wie funktionieren die Mikrobakterien im Kuhpansen? Wie viel gesunde Proteine stecken im Insekt und schmeckt das überhaupt? Solche und viele andere Fragen versucht die neue Plattform bioökonomie zu beantworten. Dabei entstehen spannende Storys die es Wert sind, erzählt zu werden.

Unter Bioökonomie verstehen Fachleute das bewusste Wirtschaften mit biologischen Ressourcen auf der Basis der Nachhaltigkeit. Sie ist eine Schlüsselstelle zwischen Biologie und Marktwirtschaft und steht damit im Fokus von vielerlei Industrie- und Handelsvertretern. Schwerpunkt ist die Forschung an immer neuen Entdeckungen aus der Natur und deren Umsetzung und Nutzung für den Menschen. Ein spannendes Feld, welches ständig neue Entdeckungen bereithält und wo es sich lohnt, einen Blick zu riskieren und sich ausführlich zu informieren.

Damit das künftig gut klappt und alle Interessen einen Überblick behalten gibt es das Portal biooekonomie.de. Hier entstehen Woche für Woche neue Artikel rund um die bekannten Themen. Darüber hinaus stellen die Autoren die neusten Forschungsergebnisse vor, informieren über aktuelle Projekte und riskieren auch gerne ein Auge auf die außergewöhnlichsten Details.

Themen verständlich für jedermann aufbereitet

Wer achtet schließlich schon auf den Zusammenhang von Burgern und Insektenfleisch? Wer sonst wundert sich darüber, wie sich die Energie der Bakterien im Kuhmagen vielleicht für ganz andere Industriezweige nutzen lässt und ganz nebenbei, wie kann überhaupt der Landwirt Energie sparen, ohne dabei an Arbeitskraft und Leistung zu verlieren? Alles in allem viel Stoff, um Stunden zu füllen, noch dazu wenn ständig neue Informationen, anschaulich aufbereitet, auftauchen?

Der Vorteil an der lockeren Erzählweise ist der, dass auch Laien verstehen, worum es geht und sie sich leicht in vorher unbekannte Themenfelder einarbeiten können. Wer darüber hinaus interessiert ist, einfach mehr zu erfahren und sich vielleicht auch mal Vorträge oder Ausstellungen ansehen will, für den gibt es einen Terminplaner. Sonstige Fragen beantwortet das Team hinter biooekonomie natürlich auch gern.

Informativ – Und Wissen ist bekanntlich Macht, macht in diesem Fall drei Stämmchen.

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Dez 04

Um beim Essen kein schlechtes Gewissen zu haben der Umwelt zu schaden gibt es nun eine ganz neue und einmalige Idee: Eaternity. Die Software berechnet den CO2 Verbrauch von Speisen und soll damit Köche anregen, umweltbewusster zu kochen. Was es bringt und ob das klappt, dazu jetzt mehr.

Seit 2014 gibt es bereits das Start-Up Eaternity. Gegründet wurde es von Manuel Klarmann in Zürich und der ist nicht nur Entwickler, sondern auch Umweltschützer. Kein Wunder also, dass ihm die Klimabilanz besonders am Herzen liegt und da lohnt es, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, wie sich diese denn verbessern lässt.

Neben vielen offensichtlichen Faktoren wie dem möglichst geringen Gebrauch von Fahrzeugen, Flugzeugen und Zügen beginnt das gute Klimakonto bereits bei viel banaleren Dingen, wie dem Essen. Viele Lebensmittel haben bereits weite Wege hinter sich, bevor sie auf dem Teller landen. Dazu kommt noch deren Zubereitung, auch das ein echter Energiefresser und Verursacher von schädlichem CO2. Doch wie lässt sich das vermeiden, essen müssen wir schließlich alle?

Hat ein gutes Klima einen Marktwert?

Es hilft, das Bewusstsein zu schärfen für die Produktion und natürlich auch die Beschaffung der einzelnen Zutaten. Wer sich überlegt Angebote der Region zu präsentieren, der kann schon einmal viel dazu beitragen, die Transportwege kurz zu halten. Doch das allein reicht noch nicht aus, denn dazu sollte saisonal gekocht werden, aber nicht um jeden Preis. Tomaten im Gewächshaus gezüchtet verzeichnen nämlich auch keine gute CO2 Bilanz, da lohnt es sich mehr, diese doch aus warmen Ländern einzufliegen. Alles eine Frage der Planung und des Abwägens.

Und damit das gelingt und Köche einen Überblick behalten im hektischen Küchenalltag gibt es die Software Eaternity. Dort können einfach die Speisen eingegeben werden, die Software berechnet dann deren CO2 Bilanz. 120 Restaurants in Deutschland nutzen die Software bereits. Sie zahlen dafür im Jahr 1.200 Euro. Eine Summe, die bei Weitem nicht die Entwicklungskosten deckt, gibt Klarmann zu. Deshalb springen Stiftungen ein, um die umfangreiche Weiterentwicklung zu finanzieren. Die lief bereits 2008 an und ist noch längst nicht abgeschlossen. Zwar hat die CO2 Bilanz keinen echten Marktwert, doch vielleicht sensibilisiert die Software dennoch in Zukunft genug Restaurantbetreiber für den Umweltschutz und kann sich dadurch irgendwann selbst tragen?

Wissen macht mehr Umweltschutz. Für diese Software vergeben wir drei Stämmchen.

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Nov 15

Schon seit Jahren laufen in einigen Teilen Deutschlands so genannte Biogasanlagen, die aus Biogas Wärme und Strom erzeugen. Künftig soll das Verfahren noch einen Schritt weiter gehen. Jetzt soll im Kreis Fürstenfeldbruck die Energie direkt aus den Abfällen einer Kläranlage gewonnen und von dort aus an die Haushalte weitergeleitet werden. Ein deutschlandweit einzigartiger Plan, der nicht nur auf Befürworter stößt.

Aus Müll Energie gewinnen. Ein Konzept, dass in Deutschland schon lange viele positive Stimmen erhält und sich längst zu einem einträglichen Geschäft gemausert hat. Doch nun soll nicht nur der Müll von der Deponie eine neue Aufgabe bekommen und recycelt werden, auch der Abfall einer Kläranlage erhält eine neue Aufgabe. Jedenfalls wenn es nach den Plänen des Amperverbandes geht, der sich in der Nähe von Dachau im Landkreis Fürstenfeldbruck befindet.

Demnach soll sich der Abfallwirtschaftsverband gemeinsam mit dem Heizkraftwerk um die Weiterverarbeitung des Kläranlagennassabfalls kümmern. Dazu muss zusätzlicher Biomüll zugeführt werden, um ein verwertbares Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig noch mehr umweltgerechte Entsorgungsarbeit zu leisten. Dafür müssten die Anwohner rund um das Kraftwerk allerdings noch mehr Biomüll sammeln als bisher. Für die Befürworter der neuen Müllpolitik keine große Schwierigkeit, würde nach ihren Angaben immer noch viel zu viel Biomüll in der normalen Abfalltonne landen und nicht vernünftig getrennt werden.

Projekt für die (Müll)Tonne?

Doch nicht alle sind von den Plänen angetan. So hält zum Beispiel Energiereferent Max Keil die Pläne für überflüssig. Er wünscht sich stattdessen eine eigene Biogasanlage. Hier wäre sichergestellt, dass auch wirklich hochwertiges Substrat gewonnen wird. Bei Klärschlamm hingegen fehlen Vergleichswerte und schlechte Ergebnisse würden schließlich niemandem etwas bringen. Er sieht deshalb die kalkulierten Ausgaben in Höhe von 2,1 Millionen Euro als Fehl investiert. Eine Machbarkeitsstudie soll dem Kreis und vor allem den Gegnern des Projekts nun Gewissheit bringen. Je nachdem, welche Ergebnisse diese hervorbringt hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Zukunft des Klärschlamms. Dann zeigt sich, ob dieser in Zukunft Teil eines gut durchdachten und umgesetzten neuen Umweltkonzepts wird oder doch einfach Dreck bleibt, der irgendwo gelagert werden muss und keinen zusätzlichen Nutzen mit sich bringt.

Wegen der Pro & Contras dieser Idee bleibt es erst einmal salomonisch bei 3 Stämmchen.

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