Jul 10

Gerade in der Industrie fallen viele Verpackungen an, von Kartonagen über Plastikhüllen bis hin zu aufwändigen Füllmaterialien. Diese zu entsorgen ist ein riesiger logistischer und finanzieller Aufwand für die Unternehmen. Bis jetzt, denn nun kommt Packwise ins Spiel.

Eine Verknüpfung zu schaffen zwischen der Industrie 4.0 und einem gesteigerten Umweltbewusstsein, das war und ist das Ziel von Gründer Felix Weger und seinem Unternehmen Packwise. Und das hat er erfolgreich getan. Durch digitalisierte Prozesse in der Wiederverwendung und Wiederaufbereitung von Verpackungsmaterial aus der Industrie ist es möglich, eine effiziente Kreislaufwirtschaft zu schaffen und damit für Nachhaltigkeit am Markt zu sorgen. Das komplette Angebot ist speziell auf Firmen ausgelegt, die Industrieverpackungen nutzen. Das sind in erster Linie Unternehmen aus der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Mit Packwise ist es diesen Unternehmen nun möglich, die Verpackungen sinnvoll zu entsorgen, sie einsammeln zu lassen und dann sicherzustellen, dass diese wiederverwendet werden können. Dadurch gelangt nichts mehr in eine dauerhafte Entsorgung, alles bleibt im Kreislauf erhalten.

Ein Projekt mit Zukunft

Müllproduktion also mit einem guten Gewissen. Und der Laden läuft. Immer mehr Firmen wollen den Service von Packwise für sich nutzen und sind von dem Konzept begeistert. Das Unternehmen stellt Container bereit für unterschiedliche Verpackungsmaterialien, sammelt diese dann wieder ein und führt den Müll der Wiederverwertung zu. Am Ende des Prozesses entstehen neue Verpackungen, die dann wiederum benutzt werden können. Das macht die Entsorgung nicht nur günstig und effizient, es macht sie auch absolut umweltbewusst und ist deshalb ein großer Pluspunkt. Mehr Informationen zum gesamten Projekt und Kontaktmöglichkeiten zu den Initiatoren finden sich unter: https://packwise.de/.

Das Unternehmen unterstützt ganz nebenbei übrigens auch andere Start-ups, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit näher auseinandersetzen und nach Lösungen suchen, diese ebenso effizient und praktischerweise natürlich digital vernetzt umzusetzen.

3 von 5 Stämmchen für diese nachhaltive Wiederverwendung von Verpackungen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jul 02

Volt Storage bietet als Start-up den ersten Solar-Heimspeicher auf Basis von Vanadium-Redow-Flow an. Diese neue, umweltfreundlichere Batterievariante soll künftig die gängigen Lithium-Ionen-Akkus ablösen und damit für ein besseres Klima sorgen.

Drei Technikstudenten aus München haben mit ihrem Start-up Volt Storage eine spezielle Batterie herausgebracht, die den Markt revolutionieren soll und dabei auch noch besonders umweltbewusst ist. Sie funktioniert auf einer so genannten Vanadium-Redow-Flow-Basis. Dazu wird ein Vanadium-Elektrolyt verwendet, das zum größten Teil ausschließlich aus Wasser besteht. Vanadium selbst ist ein Metall, was als Nebenprodukt von Eisen anfällt und sich als solches deutlich einfacher recyceln lässt, als dies beim bisher verwendeten Lithium der Fall ist. Außerdem soll die neue Technologie deutlich sicherer sein, denn der neue Solar-Heimspeicher ist nicht entflammbar. Ein zusätzliches Argument, um sich für die neue Variante zu entscheiden und damit die bislang verwendeten Lithium-Ionen-Akkus zu entsorgen.

Deutlich günstiger in der Produktion als die Konkurrenz

Dabei ist die Technologie hinter dem Ganzen gar nicht einmal so neu wie vielleicht zunächst gedacht. Es gibt bereits Unternehmen die ähnliche Batterien anbieten, zum Beispiel in Österreich. Allerdings liegt der Vorteil von Volt Storage Batterien darin, dass sie erstmals kostengünstig produziert werden können und zwar durch ganz automatisierte Prozesse. Das macht sie für den Handel natürlich äußerst attraktiv und für den Endverbraucher deutlich günstiger als die bisher auf den Markt gebrachten Modelle. Eine gute Basis also, um darauf aufzubauen und sich einen Kundenstamm zu errichten. Erste Unternehmen haben ihr Interesse bereits bekundet. Kapital für die Weiterentwicklung und ein marktreifes Produkt ist ebenfalls vorhanden und konnte im Zuge der ersten Forschungsentwicklungen von den drei Unternehmensgründern gesammelt werden. In den kommenden Jahren wird sich dann zeigen, ob sich die umweltfreundlichen Batteriealternativen wirklich durchsetzen können und es zum Aus der stark umweltschädigenden Lithium-Ionen-Akkus kommt.

Wir vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese zukunftsweisende Entwicklung.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jun 27

Bienen sind vom Aussterben bedroht. Gerade die wild lebenden Bienen haben es schwer. Hobby-Zuchten helfen dabei, das Sterben einzudämmen und als Dankeschön gibt es dann sogar leckeren Honig für das Frühstücksbrot. Kein Wunder, dass Imker sich über zunehmenden Nachwuchs freuen.

Mit einem Bienenvolk allein kann der Imker pro Jahr bis zu 30 Kilogramm Honig „ernten“. Dabei behalten die Bienen selbst noch einmal etwa 70 Kilogramm ihres Honigs für die Nachzucht der Babybienen. Doch der Honig allein ist nicht der Hauptgrund, warum es mehr und mehr Menschen zur Hobby-Bienenzucht treibt. Bienen sind vom Aussterben bedroht. Jahr für Jahr schrumpft ihre Population und das mit dramatischen Folgen. Bestäuben die Bienen nicht mehr genug Blumen, schrumpft der Ertrag auf den Feldern. Die Pflanzenwelt wird immer kleiner und damit reduziert sich auch das Nahrungsangebot für den Menschen. Eine Katastrophe sondergleichen. Deshalb laufen seit einigen Jahren in vielen Städten und Gemeinden spezielle Umweltschutzaktionen zum Erhalt der Bienen. Hier können Teilnehmer Insektenhotels bauen, um den Bienen einen Rückzugort zu bieten. Aber auch Pflanztüten mit Blumensamen gehören zum Programm, damit die Bienen ausreichend Blüten mit saftigem Nektar finden, aus dem sie dann den leckeren Honig herstellen können.

Zum Wohl der Biene

Wer Imker werden möchte, der leistet damit natürlich noch einen größeren Beitrag zum Bienenschutz. Das Wissen dazu eignen sich Nachwuchs-Imker am besten im Bienenzuchtverein an. Die gibt es inzwischen in jeder größeren Stadt und Gemeinde. Hier freuen sich die Verantwortlichen Interessierten das Leben der Bienen näher zu bringen und sie darin auszubilden wie das geht, sich ein eigenes Bienenvolk zu halten und damit sicher und sorgsam umzugehen. Ein Angebot, was offensichtlich gerne angenommen wird, denn aktuell können sich die Imker über Nachwuchs nicht beschweren und damit scheinen zumindest die festen Bienenvölker auf dem Vormarsch zu sein. Einzig die Wildbiene ist komplizierter zu fördern, denn sie lebt nicht in festen Völkern zusammen, sondern ist ein Einzelgänger. Da bleibt zu hoffen, dass sie weiter genügend saftige Wildblumen findet.

Wir sind beeindruckt und vergeben 4 von 5 Stämmchen an alle Nachwuchs-Imker.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jun 21

Mit Noah haben niederländische Studenten ein Auto entwickelt, das quasi zu 100 % ökologisch ist. Dabei besteht die Außenhaut zum Beispiel aus Flachs und Zucker, der Antrieb funktioniert voll elektronisch und auch sonst kann dieses Auto einiges, was andere Fahrzeuge nicht können.

Chassis, Innenraum und Außenhaut sind aus einem speziellen Verbundstoff gefertigt, der in seiner Rohform aus Flachs und Zucker besteht. Das ist nicht nur interessant, weil man die beiden Produkte für gewöhnlich aus der eigenen Küche kennt. Es ist doch sehr ökologisch, weil es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt die günstig angebaut werden können. Ist das Auto einmal schrottreif, so lässt sich dieses Material sogar biologisch vollständig recyceln. Doch die spezielle Hülle des Autos ist nicht die einzige Neuentwicklung bei diesem Projekt. Auch der Motor hat es in sich. Noah besitzt einen Elektromotor mit 20 PS Stärke. Der ist ausgerüstet mit einem speziellen Akkusystem welches es erlaubt, dass das Auto eine längere Strecke zurücklegen kann als seine Konkurrenz im Elektrobereich. Somit schafft Noah Entfernungen bis zu 240 km und kann dabei 100 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen.

Noah bald schon auf den Straßen unterwegs?

Viel schneller sollte es unterwegs auch nicht werden, denn das kleine Auto wiegt gerade einmal 350 kg und ist damit ein echtes Leichtgewicht. Die spezielle Wabenform der Außenwände macht es trotzdem äußerst stabil und robust. Die Entwicklung von Noah hat einige Jahre gekostet und viele Forschungsgelder verschlungen. Jetzt ist das neue Automobil endlich bereit, öffentlich zu zeigen was es kann und damit die zukünftigen Käufer von sich und seinen Leistungen zu überzeugen. Schon bald wird sich zeigen, ob Noah wirklich auf dem Markt bestehen kann und ob es wirklich viele von ihnen später auf die Straßen schaffen. Für die Umwelt wäre es in jedem Fall ein Plus. Für die Studenten wäre zunächst auch denkbar, das Auto für spezielle Car-Sharingprojekte anzubieten und so für ein besseres Klima zu sorgen.

Für diese außergewöhnliche Neuerung im Automobil Bereich vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jun 13

Für mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Welt ist Wasserknappheit ein täglicher Kampf und dabei geht es nicht nur ums Trinken, auch die Körperhygiene leidet. Damit soll jetzt Schluss sein, mit der so genannten Kreislauflaufdusche von Industriedesigner Mehrdad Mahdjoubi.

Sie benötigt 90 % weniger Wasser und 80 % weniger Energie, die neu entwickelte Kreislaufdusche. Das Grundprinzip ist aus der Raumfahrt abgeguckt, denn auch hier haben die Astronauten wenig Wasser und Energie auf der Raumstation zur Verfügung und wollen natürlich trotzdem regelmäßig Körperhygiene betreiben. Das Raumfahrtduschprinzip hat sich der schwedische Industriedesigner Mehrdad Mahdjoubi zum Vorbild genommen und daraus sein Projekt unter dem Namen OAS entwickelt. Zunächst mag es komisch erscheinen, warum Menschen in Krisenregion nicht nur Trinkwasser benötigen, sondern auch eine Dusche. Doch ohne ausreichende Körperhygiene verbreiten sich auch Krankheiten wie ein Lauffeuer und das ist ein großes Problem. Die Dusche könnte dieses demnächst lösen und ist deswegen für den Europäischen Erfinderpreis 2018 nominiert.

Ein perfekt funktionierendes System

Die Funktionsweise der Dusche ist so einfach wie genial. Die Dusche enthält einen in sich geschlossener Wasserkreislauf. Das verbrauchte Wasser wird aufgefangen, durch ein spezielles Filtersystem gereinigt und quasi in Echtzeit sauber wieder aus dem Duschkopf freigegeben. Das System  funktioniert dabei so schnell, dass kaum Energie verloren geht. Dadurch muss das Wasser kaum wieder aufgewärmt werden, was noch einmal ordentlich Energieressourcen schont. Der Wasserverbrauch liegt für einen ganz normalen Duschvorgang bei gerade einmal fünf Litern. Das ist erschreckend wenig im Vergleich zum Wasserverbrauch einer normalen Dusche, wie sie heute in jedem Haushalt mindestens einmal zu finden ist.

Bislang scheint der Energieverbrauch von Dusche und Badewanne in einem Dornröschenschlaf zu liegen, ist sich der Erfinder sicher. Während es immer mehr energiesparende Waschmaschinen und Spülmaschinen gibt, hat sich kaum jemand Gedanken über das Duschen gemacht. Dabei lässt sich gerade hier so viel Energie sparen und die Umwelt schonen. Nun hofft Mahdjoubi natürlich darauf, den Preis auch zu gewinnen und damit viel öffentliche Aufmerksamkeit auf sein Projekt zu lenken. Die Verleihung findet im Saint-Germain-en-Laye in Paris statt und zwar am 7. Juni 2018.

Für diese Erfindung vergeben wir aufgrund des extremen Potentials 5 von 5 Stämmchen

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jun 04

Pro Jahr werden etwa zwei Milliarden Jeans produziert, der größte Teil davon geht direkt in den Import nach Deutschland. Jeans sind das liebste Kleidungsstück der Deutschen. Die horten gleich durchschnittlich acht Stück in ihrem Kleiderschrank. Doch die meisten der schicken Hosen haben einen langen und umweltschädigenden Produktionsweg hinter sich. Dabei geht das auch anders.

Ein großer Teil der Jeans stammt aus Billiglohnländern wie Indien und China. Dort wird wenig Wert auf Umweltschutz und die Gesundheit der Mitarbeiter gelegt. Mit katastrophalen Ergebnissen. Verschiedene Produktionsverfahren wie das Sandstrahlverfahren führen sogar zum Tod von Mitarbeitern. Allein die Herstellung der verwendeten Baumwolle und das anschließende Färben und Bleachen verbrauchen eine Unmenge an Wasser. Das wird nach der Verwendung natürlich auch nicht geklärt, sondern mit sämtlichen chemischen Rückständen in die Flüsse geleitet. Kläranlagen gibt es nicht, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben und so sparen die Hersteller wo sie können. Das müssen sie auch, denn sie wollen ihre Ware ja günstig verkaufen. An den Kunden der in Ländern wie unserem sitzt und sich lieber keine Gedanken darum macht, was so ein schickes Kleidungsstück wie die Lieblingsdenim alles anrichten kann.

Eine Jeans aus Plastik

Höchste Zeit also für umweltgerechte Alternativen, welche die einem kein schlechtes Gewissen beim Tragen machen. Ein solches Beispiel ist die Mud-Jeans, eine Jeans die getauscht und somit nicht einfach entsorgt, sondern wiederverwendet wird. Wem das nicht gefällt, der sollte sich zumindest an den verwendeten Stoffen orientieren. Inzwischen bieten nämlich Hersteller wie Armedangels Jeans aus Bio-Baumwolle an. Für ihre Herstellung wird deutlich weniger Wasser verwendet, außerdem kommen keine schädlichen Pestizide beim Anbau zum Einsatz. Das schont zumindest schon mal die Umwelt und ist zudem auch besser für die Haut. Mit der „Raw for the Ocean“ Kollektion hat jetzt das Öko-Jeanslabel Denim-Brand aus den Niederlanden eine Jeans entworfen, sie aus dem recycelten Plastikmüll der Weltmeere gefertigt wird. Das ist natürlich aufwendig und dementsprechend sind die Modelle auch etwas teurer als die günstigen Alternativen. Ausgaben, die sich aber lohnen sollten für echte Fashion-Victims die ihre neue Lieblingsjeans wirklich guten Gewissens tragen wollen.

Wir vergeben 3 von 5 Stämmchen für nachhaltige Jeans!

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jun 01

Allein im Jahr 2015 verzeichnete Deutschland über 18 Millionen Tonnen an Verpackungsmüll. Dieser bestand zum überwiegenden Teil aus Plastik, ein Rohmaterial was seit Jahrzehnten die Weltmeere verschmutzt und nur sehr schwer zu recyceln ist. Ein finnisches Unternehmen möchte das jetzt ändern bietet ein nagelneues Verpackungsmaterial.

Mit Sulapac hat ein Unternehmen aus Finnland ein neuartiges Verpackungsmaterial auf den Markt gebracht, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt. Der Grundstoff ist hier nicht Plastik wie bisher, sondern Holz. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, den Verpackungsmarkt zu revolutionieren und die Verbreitung von Plastik möglichst weit einzudämmen. Die Weltmeere würden es in jedem Fall danken, denn sie sind aktuell der größte Leidtragende der Verpackungsindustrie. Das neuartige Material Sulapac erinnert in seiner Optik an Kork und liegt damit absolut im Designtrend. Es besteht aus kleinen Holzchips, die mit Klebstoffen zusammengehalten werden. Natürlich sind auch diese abbaubar. Und das neue Design bietet noch mehr Vorteile. So ist es öl- und wasserabweisend und luftdurchlässig. Das macht es für empfindliche Produkte als Verpackung besonders komfortabel, da diese dadurch länger haltbar bleiben. Theoretisch ließe sich Sulapac so überall anwenden.

Die Zukunft der Verpackungen

Aktuell läuft die Vermarktungsschiene allerdings ausschließlich im Kosmetikbereich. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Wurzeln der beiden Start-up Gründerinnen Laura Kyllönen und Suvi Haimi mehr oder minder in der Kosmetikindustrie liegen. Ist das erste Etappenziel erreicht, so soll es Sulapac natürlich bald anderswo geben. Die Herstellung verschlingt nicht viel mehr Unkosten als die von normalem Plastik, auch das ein weiterer Vorteil. Holz wird immer beliebter, sei es in der Einrichtung oder im Hausbau allgemein. Warum also nicht den nachwachsenden Rohstoff auch dazu verwenden, Produkte ordnungsgemäß und hygienisch einzupacken? Noch bleibt abzuwarten, wann Sulapac auch den deutschen Markt erobert. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Erste Kosmetikhersteller allerdings haben ihre Verpackung schon umgestellt und zeigen, welche Möglichkeiten es diesbezüglich in der Zukunft gibt.

4 von 5 Stämmchen für die potenzielle Zukunft der Verpackungen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Mai 23

Auf der diesjährigen Erfindermesse in Genf gibt es gleich 1.000 Erfindungen zu bestaunen. Eine davon hat einen besonders hohen Anspruch an die Umwelt, die Manta. Dabei handelt es sich um einen Quadrimaran, der die Weltmeere vom Plastikmüll befreien soll. Erfunden hat ihn Yvan Bourgnon.

Mehr als 3.000 Forschungsstunden von gleich sechs unterschiedlichen Unternehmen stecken in der Entwicklung des einzigartigen Umweltbootes, das zunächst als Modell entstanden ist und später auch im Original gebaut werden soll. Damit möchte der Schweizer Yvan Bourgnon künftig über die Weltmeere schippern und dabei seine besondere Umweltmission erfüllen: Er möchte die Meere vom Plastikmüll befreien und somit die Artenvielfalt erhalten. Um das zu erreichen muss das fertige Boot natürlich nicht nur über die erforderliche Technik an Bord verfügen, diese muss auch umweltfreundlich funktionieren. Solarpanels und Windräder sollen künftig für den Antrieb sorgen. Die Manta wird dann eine Länge von 70 Metern, eine Breite von 49 Metern und eine Höhe von 61 Metern erreichen. Das bringt sie auf ein Gewicht von 2.500 Tonnen. Mit einem Sortierband soll dann das Meer nach Plastikmüll abgefischt werden. Dieser landet im Bauch des Schiffes. 250 Tonnen passen hinein, dann muss das Boot einen Hafen ansteuern und den Müll entladen.

Schon in zwei Jahren bereit für den ersten Einsatz

Das gesamte Projekt hört auf den Namen „The sea cleaners“ und soll bis zur Realisierung rund 30 Millionen Franken kosten. Pro Jahr im Betrieb kommen dann noch mal rund 1 Million Franken dazu. Die Lebensdauer der Manta schätzt sein Erfinder auf 30 Jahre. Noch kann das Projekt allerdings nicht realisiert werden, denn es fehlen eindeutige Beweise für die Wirksamkeit dieses neuartigen Systems. Das hofft Bourgnon in 10 bis 15 Jahren liefern zu können, um endlich zu starten. Vier Jahre hat es bislang gedauert, die Manta zu entwerfen. In weiteren zwei Jahren soll sie gebaut und bereit sein, in die Weltmeere auszulaufen. Dann wird sich zeigen, wie erfolgreich die Entfernung des Plastikmülls aus dem Meer funktioniert. Einsatzgebiete sind dann vor allen Dingen große Teile Asiens und Afrikas.

Eine vielversprechende Erfindung, wir bleiben gespannt ob sich das Boot durchsetzt und vergeben 3 von 5 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Mai 11

Seit dem 20. April hat der Supermarktkonzern REWE ein ganz besonderes Produkt im Sortiment: Einen Burger dessen Patty aus Insekten, statt aus gängigem Schweine- oder Rindfleisch, besteht. Noch ist der Burger lediglich in Aachen erhältlich. Schon bald sollen aber andere Supermärkte folgen.

Die Idee mag für die meisten Deutschen erst einmal eklig, zumindest aber gewöhnungsbedürftig klingen: Ein Burger, dessen Fleisch aus Insekten besteht, statt aus Schweine- oder Rinderhack. Was in anderen Ländern, speziell in vielen Teilen Asiens, längst zur normalen Küche gehört, sorgt hierzulande nach wie vor für ungläubige Gesichter. Dabei sind Insekten durchaus lecker und auch noch gesund. Natürlich nur, wenn sie richtig zubereitet sind. Das scheint beim Burger durchaus der Fall zu sein. Die Frage ist nur, wer will das wirklich essen? Wenn es nach dem Osnabrücker Start-up „Bug Foundation“ geht, hoffentlich bald viele Kunden. Das Unternehmen arbeitet nämlich eng mit dem REWE-Konzern zusammen und hat den neuartigen Burger entwickelt.

Guter Inhalt, der überzeugt?

Doch was ist eigentlich drin im Burger? Auf der Zutatenliste ist Folgendes zu lesen: „Wasser, Buffalowurm-Sojaprotein (60% Buffalowürmer Alphitobius Diaperinus, 40% BIO-Sojaproteinkonzentrat aus kontrolliert ökologischem Anbau), Rapsöl, Zwiebeln, Eiklar aus Freilandhaltung (getrocknet), Tomatenmark (Tomaten, Salz), Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Weizen, Salz), Senf (Wasser, Senfsaat, Essig, Salz, Zucker, Gewürze), Kartoffelstärke, Gewürze, Salz, Zitronensaft und Petersilie.“ Alles was der Kunde noch tun muss ist, den Burger aus dem Tiefkühlfach zu nehmen und ihn wahlweise im Ofen oder in der Bratpfanne knusprig anzubraten. Der fertige Burger soll dann leicht nussig und knusprig wie Erdnüsse schmecken, verspricht das Unternehmen. Einige Packungen gingen bereits erfolgreich über die Ladentheke zu einem Preis von 5,99 Euro für eine Zweierpackung. Nun will REWE den Burger bald auch in weiteren Filialen, unter anderen in Baden-Württemberg anbieten. Nachhaltiger als die normale Fleischvariante ist diese Version eines Burgers in jedem Fall, gesünder auch und für all jene eine gute Alternative, die Massentierhaltung ablehnen.

Für diese nachhaltige wie leckere Idee vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Mai 04

Die so genannte Waldgartenlandwirtschaft ist ein ganz ursprüngliches Prinzip zur Bewirtschaftung von Böden und zur Erhaltung deren Fruchtbarkeit. In vielen Gebieten der Erde hat man davon allerdings noch nichts gehört. Höchste Zeit also für den aus Thurgau stammenden Landwirt Ernst Götsch in Brasilien die Ära der Monokulturen zu beenden und seinen Hof erfolgreich neu zu bewirtschaften.

Monokulturen laugen die Böden aus und rauben ihnen jegliche Nährstoffe. Das Problem dabei besteht darin, dass immer dieselben Pflanzen auch immer dieselben Nährstoffe brauchen und sind diese nicht mehr ausreichend vorhanden, gehen die Kulturen ein und die Böden verdörren. Das hat zur Folge, dass große Flächen für die Landwirtschaft in vielen Teilen der Erde einfach verloren gehen. Dabei gibt es ja eine einfache Lösung zur Besserung und die stammt aus Deutschland, genauer von Ernst Götsch. Der hat sich nämlich seinen Auswanderertraum erfüllt und in Brasilien ein großes Stück Land mit Hof erworben. Das Problem dabei war, dass dieser Boden komplett ausgezerrt war von Jahrzehnten der Fehlbewirtschaftung. Die Lösung für den Landwirt sah aber keinesfalls so aus, das Land wieder zu verkaufen und sich und seine Familie woanders anzusiedeln. Er bediente sich stattdessen der Technik der so genannten Waldgartenlandwirtschaft.

Neue Fruchtbarkeit geschenkt

Das Grundprinzip ist eine vielfältige Bewirtschaftung der Böden. Alles was dabei an Abfallprodukten anfällt, bleibt wo es ist und durchläuft den Prozess der Fermentierung. Dabei zersetzt sich alles und wird zu neuen Nährstoffen für den Boden umgewandelt. Der Boden erhält seine Fruchtbarkeit zurück, der Ertrag ist gesichert. Das dauert zwar eine Weile, aber es lohnt sich, denn heute bewirtschaftet der Landwirt sehr erfolgreich seinen Hof und baut die unterschiedlichsten Gemüse-, Getreide- und Obstsorten an. Das Grundprinzip hierbei ist so einfach wie genial: Schon seit Millionen von Jahren existieren die unterschiedlichsten Pflanzen auf der Erde. Sie wachsen zunächst. Nach deren Sterben nehmen die Böden die Abfälle wieder in sich auf, um daraus neues Leben zu schaffen. Die Menschen haben bloß vergessen, die Natur gewähren zu lassen und haben den Böden stattdessen ihrer Grundlage zur Fruchtbarkeit beraubt. Bleibt zu hoffen, dass Beispiele wie die von Ernst Götsch dabei helfen können, die Landwirtschaft in vielen Teilen der Welt neu zu überdenken und damit wieder erfolgreich zu betreiben.

Wir bleiben gespannt und vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese tolle Idee.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather