Jun 13

Für mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Welt ist Wasserknappheit ein täglicher Kampf und dabei geht es nicht nur ums Trinken, auch die Körperhygiene leidet. Damit soll jetzt Schluss sein, mit der so genannten Kreislauflaufdusche von Industriedesigner Mehrdad Mahdjoubi.

Sie benötigt 90 % weniger Wasser und 80 % weniger Energie, die neu entwickelte Kreislaufdusche. Das Grundprinzip ist aus der Raumfahrt abgeguckt, denn auch hier haben die Astronauten wenig Wasser und Energie auf der Raumstation zur Verfügung und wollen natürlich trotzdem regelmäßig Körperhygiene betreiben. Das Raumfahrtduschprinzip hat sich der schwedische Industriedesigner Mehrdad Mahdjoubi zum Vorbild genommen und daraus sein Projekt unter dem Namen OAS entwickelt. Zunächst mag es komisch erscheinen, warum Menschen in Krisenregion nicht nur Trinkwasser benötigen, sondern auch eine Dusche. Doch ohne ausreichende Körperhygiene verbreiten sich auch Krankheiten wie ein Lauffeuer und das ist ein großes Problem. Die Dusche könnte dieses demnächst lösen und ist deswegen für den Europäischen Erfinderpreis 2018 nominiert.

Ein perfekt funktionierendes System

Die Funktionsweise der Dusche ist so einfach wie genial. Die Dusche enthält einen in sich geschlossener Wasserkreislauf. Das verbrauchte Wasser wird aufgefangen, durch ein spezielles Filtersystem gereinigt und quasi in Echtzeit sauber wieder aus dem Duschkopf freigegeben. Das System  funktioniert dabei so schnell, dass kaum Energie verloren geht. Dadurch muss das Wasser kaum wieder aufgewärmt werden, was noch einmal ordentlich Energieressourcen schont. Der Wasserverbrauch liegt für einen ganz normalen Duschvorgang bei gerade einmal fünf Litern. Das ist erschreckend wenig im Vergleich zum Wasserverbrauch einer normalen Dusche, wie sie heute in jedem Haushalt mindestens einmal zu finden ist.

Bislang scheint der Energieverbrauch von Dusche und Badewanne in einem Dornröschenschlaf zu liegen, ist sich der Erfinder sicher. Während es immer mehr energiesparende Waschmaschinen und Spülmaschinen gibt, hat sich kaum jemand Gedanken über das Duschen gemacht. Dabei lässt sich gerade hier so viel Energie sparen und die Umwelt schonen. Nun hofft Mahdjoubi natürlich darauf, den Preis auch zu gewinnen und damit viel öffentliche Aufmerksamkeit auf sein Projekt zu lenken. Die Verleihung findet im Saint-Germain-en-Laye in Paris statt und zwar am 7. Juni 2018.

Für diese Erfindung vergeben wir aufgrund des extremen Potentials 5 von 5 Stämmchen

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Jun 04

Pro Jahr werden etwa zwei Milliarden Jeans produziert, der größte Teil davon geht direkt in den Import nach Deutschland. Jeans sind das liebste Kleidungsstück der Deutschen. Die horten gleich durchschnittlich acht Stück in ihrem Kleiderschrank. Doch die meisten der schicken Hosen haben einen langen und umweltschädigenden Produktionsweg hinter sich. Dabei geht das auch anders.

Ein großer Teil der Jeans stammt aus Billiglohnländern wie Indien und China. Dort wird wenig Wert auf Umweltschutz und die Gesundheit der Mitarbeiter gelegt. Mit katastrophalen Ergebnissen. Verschiedene Produktionsverfahren wie das Sandstrahlverfahren führen sogar zum Tod von Mitarbeitern. Allein die Herstellung der verwendeten Baumwolle und das anschließende Färben und Bleachen verbrauchen eine Unmenge an Wasser. Das wird nach der Verwendung natürlich auch nicht geklärt, sondern mit sämtlichen chemischen Rückständen in die Flüsse geleitet. Kläranlagen gibt es nicht, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben und so sparen die Hersteller wo sie können. Das müssen sie auch, denn sie wollen ihre Ware ja günstig verkaufen. An den Kunden der in Ländern wie unserem sitzt und sich lieber keine Gedanken darum macht, was so ein schickes Kleidungsstück wie die Lieblingsdenim alles anrichten kann.

Eine Jeans aus Plastik

Höchste Zeit also für umweltgerechte Alternativen, welche die einem kein schlechtes Gewissen beim Tragen machen. Ein solches Beispiel ist die Mud-Jeans, eine Jeans die getauscht und somit nicht einfach entsorgt, sondern wiederverwendet wird. Wem das nicht gefällt, der sollte sich zumindest an den verwendeten Stoffen orientieren. Inzwischen bieten nämlich Hersteller wie Armedangels Jeans aus Bio-Baumwolle an. Für ihre Herstellung wird deutlich weniger Wasser verwendet, außerdem kommen keine schädlichen Pestizide beim Anbau zum Einsatz. Das schont zumindest schon mal die Umwelt und ist zudem auch besser für die Haut. Mit der „Raw for the Ocean“ Kollektion hat jetzt das Öko-Jeanslabel Denim-Brand aus den Niederlanden eine Jeans entworfen, sie aus dem recycelten Plastikmüll der Weltmeere gefertigt wird. Das ist natürlich aufwendig und dementsprechend sind die Modelle auch etwas teurer als die günstigen Alternativen. Ausgaben, die sich aber lohnen sollten für echte Fashion-Victims die ihre neue Lieblingsjeans wirklich guten Gewissens tragen wollen.

Wir vergeben 3 von 5 Stämmchen für nachhaltige Jeans!

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Jun 01

Allein im Jahr 2015 verzeichnete Deutschland über 18 Millionen Tonnen an Verpackungsmüll. Dieser bestand zum überwiegenden Teil aus Plastik, ein Rohmaterial was seit Jahrzehnten die Weltmeere verschmutzt und nur sehr schwer zu recyceln ist. Ein finnisches Unternehmen möchte das jetzt ändern bietet ein nagelneues Verpackungsmaterial.

Mit Sulapac hat ein Unternehmen aus Finnland ein neuartiges Verpackungsmaterial auf den Markt gebracht, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt. Der Grundstoff ist hier nicht Plastik wie bisher, sondern Holz. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, den Verpackungsmarkt zu revolutionieren und die Verbreitung von Plastik möglichst weit einzudämmen. Die Weltmeere würden es in jedem Fall danken, denn sie sind aktuell der größte Leidtragende der Verpackungsindustrie. Das neuartige Material Sulapac erinnert in seiner Optik an Kork und liegt damit absolut im Designtrend. Es besteht aus kleinen Holzchips, die mit Klebstoffen zusammengehalten werden. Natürlich sind auch diese abbaubar. Und das neue Design bietet noch mehr Vorteile. So ist es öl- und wasserabweisend und luftdurchlässig. Das macht es für empfindliche Produkte als Verpackung besonders komfortabel, da diese dadurch länger haltbar bleiben. Theoretisch ließe sich Sulapac so überall anwenden.

Die Zukunft der Verpackungen

Aktuell läuft die Vermarktungsschiene allerdings ausschließlich im Kosmetikbereich. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Wurzeln der beiden Start-up Gründerinnen Laura Kyllönen und Suvi Haimi mehr oder minder in der Kosmetikindustrie liegen. Ist das erste Etappenziel erreicht, so soll es Sulapac natürlich bald anderswo geben. Die Herstellung verschlingt nicht viel mehr Unkosten als die von normalem Plastik, auch das ein weiterer Vorteil. Holz wird immer beliebter, sei es in der Einrichtung oder im Hausbau allgemein. Warum also nicht den nachwachsenden Rohstoff auch dazu verwenden, Produkte ordnungsgemäß und hygienisch einzupacken? Noch bleibt abzuwarten, wann Sulapac auch den deutschen Markt erobert. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Erste Kosmetikhersteller allerdings haben ihre Verpackung schon umgestellt und zeigen, welche Möglichkeiten es diesbezüglich in der Zukunft gibt.

4 von 5 Stämmchen für die potenzielle Zukunft der Verpackungen.

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Mai 23

Auf der diesjährigen Erfindermesse in Genf gibt es gleich 1.000 Erfindungen zu bestaunen. Eine davon hat einen besonders hohen Anspruch an die Umwelt, die Manta. Dabei handelt es sich um einen Quadrimaran, der die Weltmeere vom Plastikmüll befreien soll. Erfunden hat ihn Yvan Bourgnon.

Mehr als 3.000 Forschungsstunden von gleich sechs unterschiedlichen Unternehmen stecken in der Entwicklung des einzigartigen Umweltbootes, das zunächst als Modell entstanden ist und später auch im Original gebaut werden soll. Damit möchte der Schweizer Yvan Bourgnon künftig über die Weltmeere schippern und dabei seine besondere Umweltmission erfüllen: Er möchte die Meere vom Plastikmüll befreien und somit die Artenvielfalt erhalten. Um das zu erreichen muss das fertige Boot natürlich nicht nur über die erforderliche Technik an Bord verfügen, diese muss auch umweltfreundlich funktionieren. Solarpanels und Windräder sollen künftig für den Antrieb sorgen. Die Manta wird dann eine Länge von 70 Metern, eine Breite von 49 Metern und eine Höhe von 61 Metern erreichen. Das bringt sie auf ein Gewicht von 2.500 Tonnen. Mit einem Sortierband soll dann das Meer nach Plastikmüll abgefischt werden. Dieser landet im Bauch des Schiffes. 250 Tonnen passen hinein, dann muss das Boot einen Hafen ansteuern und den Müll entladen.

Schon in zwei Jahren bereit für den ersten Einsatz

Das gesamte Projekt hört auf den Namen „The sea cleaners“ und soll bis zur Realisierung rund 30 Millionen Franken kosten. Pro Jahr im Betrieb kommen dann noch mal rund 1 Million Franken dazu. Die Lebensdauer der Manta schätzt sein Erfinder auf 30 Jahre. Noch kann das Projekt allerdings nicht realisiert werden, denn es fehlen eindeutige Beweise für die Wirksamkeit dieses neuartigen Systems. Das hofft Bourgnon in 10 bis 15 Jahren liefern zu können, um endlich zu starten. Vier Jahre hat es bislang gedauert, die Manta zu entwerfen. In weiteren zwei Jahren soll sie gebaut und bereit sein, in die Weltmeere auszulaufen. Dann wird sich zeigen, wie erfolgreich die Entfernung des Plastikmülls aus dem Meer funktioniert. Einsatzgebiete sind dann vor allen Dingen große Teile Asiens und Afrikas.

Eine vielversprechende Erfindung, wir bleiben gespannt ob sich das Boot durchsetzt und vergeben 3 von 5 Stämmchen.

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Mai 11

Seit dem 20. April hat der Supermarktkonzern REWE ein ganz besonderes Produkt im Sortiment: Einen Burger dessen Patty aus Insekten, statt aus gängigem Schweine- oder Rindfleisch, besteht. Noch ist der Burger lediglich in Aachen erhältlich. Schon bald sollen aber andere Supermärkte folgen.

Die Idee mag für die meisten Deutschen erst einmal eklig, zumindest aber gewöhnungsbedürftig klingen: Ein Burger, dessen Fleisch aus Insekten besteht, statt aus Schweine- oder Rinderhack. Was in anderen Ländern, speziell in vielen Teilen Asiens, längst zur normalen Küche gehört, sorgt hierzulande nach wie vor für ungläubige Gesichter. Dabei sind Insekten durchaus lecker und auch noch gesund. Natürlich nur, wenn sie richtig zubereitet sind. Das scheint beim Burger durchaus der Fall zu sein. Die Frage ist nur, wer will das wirklich essen? Wenn es nach dem Osnabrücker Start-up „Bug Foundation“ geht, hoffentlich bald viele Kunden. Das Unternehmen arbeitet nämlich eng mit dem REWE-Konzern zusammen und hat den neuartigen Burger entwickelt.

Guter Inhalt, der überzeugt?

Doch was ist eigentlich drin im Burger? Auf der Zutatenliste ist Folgendes zu lesen: „Wasser, Buffalowurm-Sojaprotein (60% Buffalowürmer Alphitobius Diaperinus, 40% BIO-Sojaproteinkonzentrat aus kontrolliert ökologischem Anbau), Rapsöl, Zwiebeln, Eiklar aus Freilandhaltung (getrocknet), Tomatenmark (Tomaten, Salz), Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Weizen, Salz), Senf (Wasser, Senfsaat, Essig, Salz, Zucker, Gewürze), Kartoffelstärke, Gewürze, Salz, Zitronensaft und Petersilie.“ Alles was der Kunde noch tun muss ist, den Burger aus dem Tiefkühlfach zu nehmen und ihn wahlweise im Ofen oder in der Bratpfanne knusprig anzubraten. Der fertige Burger soll dann leicht nussig und knusprig wie Erdnüsse schmecken, verspricht das Unternehmen. Einige Packungen gingen bereits erfolgreich über die Ladentheke zu einem Preis von 5,99 Euro für eine Zweierpackung. Nun will REWE den Burger bald auch in weiteren Filialen, unter anderen in Baden-Württemberg anbieten. Nachhaltiger als die normale Fleischvariante ist diese Version eines Burgers in jedem Fall, gesünder auch und für all jene eine gute Alternative, die Massentierhaltung ablehnen.

Für diese nachhaltige wie leckere Idee vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Mai 04

Die so genannte Waldgartenlandwirtschaft ist ein ganz ursprüngliches Prinzip zur Bewirtschaftung von Böden und zur Erhaltung deren Fruchtbarkeit. In vielen Gebieten der Erde hat man davon allerdings noch nichts gehört. Höchste Zeit also für den aus Thurgau stammenden Landwirt Ernst Götsch in Brasilien die Ära der Monokulturen zu beenden und seinen Hof erfolgreich neu zu bewirtschaften.

Monokulturen laugen die Böden aus und rauben ihnen jegliche Nährstoffe. Das Problem dabei besteht darin, dass immer dieselben Pflanzen auch immer dieselben Nährstoffe brauchen und sind diese nicht mehr ausreichend vorhanden, gehen die Kulturen ein und die Böden verdörren. Das hat zur Folge, dass große Flächen für die Landwirtschaft in vielen Teilen der Erde einfach verloren gehen. Dabei gibt es ja eine einfache Lösung zur Besserung und die stammt aus Deutschland, genauer von Ernst Götsch. Der hat sich nämlich seinen Auswanderertraum erfüllt und in Brasilien ein großes Stück Land mit Hof erworben. Das Problem dabei war, dass dieser Boden komplett ausgezerrt war von Jahrzehnten der Fehlbewirtschaftung. Die Lösung für den Landwirt sah aber keinesfalls so aus, das Land wieder zu verkaufen und sich und seine Familie woanders anzusiedeln. Er bediente sich stattdessen der Technik der so genannten Waldgartenlandwirtschaft.

Neue Fruchtbarkeit geschenkt

Das Grundprinzip ist eine vielfältige Bewirtschaftung der Böden. Alles was dabei an Abfallprodukten anfällt, bleibt wo es ist und durchläuft den Prozess der Fermentierung. Dabei zersetzt sich alles und wird zu neuen Nährstoffen für den Boden umgewandelt. Der Boden erhält seine Fruchtbarkeit zurück, der Ertrag ist gesichert. Das dauert zwar eine Weile, aber es lohnt sich, denn heute bewirtschaftet der Landwirt sehr erfolgreich seinen Hof und baut die unterschiedlichsten Gemüse-, Getreide- und Obstsorten an. Das Grundprinzip hierbei ist so einfach wie genial: Schon seit Millionen von Jahren existieren die unterschiedlichsten Pflanzen auf der Erde. Sie wachsen zunächst. Nach deren Sterben nehmen die Böden die Abfälle wieder in sich auf, um daraus neues Leben zu schaffen. Die Menschen haben bloß vergessen, die Natur gewähren zu lassen und haben den Böden stattdessen ihrer Grundlage zur Fruchtbarkeit beraubt. Bleibt zu hoffen, dass Beispiele wie die von Ernst Götsch dabei helfen können, die Landwirtschaft in vielen Teilen der Welt neu zu überdenken und damit wieder erfolgreich zu betreiben.

Wir bleiben gespannt und vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese tolle Idee.

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Apr 26

Seit März gibt es in den Regalen deutscher großer Supermärkte die neue Marke „Share“. Hierbei handelt es sich um ein Angebot mit sozialem Hintergrund, denn für jedes verkaufte Produkt spendet der Gründer Geld für Entwicklungsprojekte. Dabei will er allerdings auch verdienen. Doch wie passt das zusammen?

Einer der Mitbegründer von „Share“ ist Sebastian Stricker. Der ist bekannt für die Entwicklung einer App mit dem Namen „Share the Meal“. Durch die App können Nutzer Essensrationen für hungernde Kinder spenden. 20 Millionen Rationen wurden bislang durch die App gesammelt. Ein riesiger Erfolg! Und einer, auf dem man sich nicht ausruhen will. Stattdessen bringt „Share“ nun Produkte in den Supermarkt. Kunden können Seife, Nussriegel und vieles mehr künftig kaufen und unterstützen damit soziale Hilfsprojekte auf der ganzen Welt. Dafür hat das Unternehmen einen fixen Betrag festgelegt, der dann in das Projekt fließt. Der Rest des Geldes behält „Share“ für sich, will damit gezielt Umsatz erwirtschaften. Doch ist das Ganze dann überhaupt noch sozial oder doch reine Profitgier?

Gutes tun und Geld verdienen

Bei „Share“ ist man sich sicher, mit dieser Idee einen guten Weg einzuschlagen. Würde das ganze Geld nämlich gespendet, könnte man sich keine richtigen Unternehmensstrukturen leisten, keine neuen Entwicklungen auf den Weg bringen und mit den Kooperationspartnern auf Augenhöhe stehen. Dann wäre man allein auf Spenden angewiesen, um das komplette Projekt und die Produktion der einzelnen Angebote zu realisieren. Und das sei ein großes Problem, denn die Spendenbereitschaft in Deutschland nähme immer weiter ab, erklärt Stricker. Deshalb ist man sich sicher, mit der Kombination aus Gewinnkalkulation und Spenden einen guten und effizienten Weg gefunden zu haben. Ob das Konzept langfristig aufgeht, das zeigt erst die Zeit. Bis dahin gibt es eine ganze Reihe sozialer Projekte und Menschen, die auf ihre Weise von „Share“ profitieren.

Für diese clevere Unterstützung von Hilfsprojekten vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Apr 23

Schmeckt Gemüse oder Obst schlechter, das nicht dem Schönheitsideal der Supermärkte und Verbraucher entspricht? Wohl kaum! Das dachten sich auch drei Münchner, die deshalb das Food-Startup etepetete gründeten und so Unmengen von Lebensmitteln vor dem Müll retteten.

Laut einer Studie der Verbraucherzentrale landen jedes Jahr elf Tonnen Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro im Müll – nur weil sie optische Mängel haben. Verschwendung pur also, dem die etepetete-Gründer Carsten Wille, Christopher Hallhuber und Georg Lindermair entgegenwirken wollen. Sie geben krummem und verformtem Gemüse und Obst eine zweite Chance, die nicht den Weg in die Verkaufsregale der Supermärkte finden.

Krumme Dinger ein Zeichen von Qualität

Dabei ist eine Vielfalt an Formen und Größe ein Qualitätsmerkmal und ein Zeichen für gesundes Wachstum. Das Startup unterstützt ausgewählte Gemüsebauern, die der Natur Platz und Zeit lassen und nicht durch Überzüchtung, Überdüngung oder verfrühte Ernte in den natürlichen Kreislauf eingreifen.

Das lohnt sich auch für die Bio-Höfe, die für ihre aus der Norm fallenden Produkte laut etepetete den regulären Preis bekommen und so oftmals den doppelten Betrag aus ihrer Ernte herausholen können. In verschiedenen Boxen, die lebensmittelecht und biologisch abbaubar sind, kommt das Gemüse und Obst mit CO2-neutralem Versand kostenfrei zum Verbraucher nach Hause.

Steigende Nachfrage bestätigt das Konzept

Im Online-Shop von etepetete kann der Kunde derzeit aus fünf verschiedenen Boxen auswählen. Diese werden saisonal zusammengestellt und wöchentlich oder 14-tägig geliefert. In Zukunft ist geplant, dass der Verbraucher selbst aussuchen kann, welches Gemüse oder Obst in seiner Box landet.

Ein Konzept, das bestens angenommen wird. Wie die Münchner verraten, liefern Sie monatlich Boxen im fünfstelligen Bereich an die Kunden aus. Die Mitarbeiterzahl steigt stetig an und auch die Anzahl der Logistikstandorte soll weiter ausgebaut werden, um dem Verbraucher noch kürzere Transportwege bieten zu können. Schon jetzt ist etepetete der größte Anbieter von Bio-Kisten, der deutschlandweit ausliefert.

Die etepetete-Macher beweisen, dass man mit krummen Dingern auch Gutes bewirken kann, weshalb wir 3 von 5 Stämmchen vergeben.

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Apr 22

Das Trinkwasser, das aus der Leitung zu Hause kommt, wird besonders gut kontrolliert. Dennoch machen sich viele Menschen Gedanken darüber, wie sie die Aufbereitung noch mehr verbessern können. Wasserfiltersysteme stehen hoch im Kurs. Dabei wird zwischen verschiedenen Systemen unterschieden. Welche der Systeme sinnvoll sind und ob sie überhaupt benötigt werden, hängt von der Qualität und Belastung des Wassers sowie von den Leitungen ab.

Aktivkohlefilter und Ionenaustausch als wichtige Faktoren

Die meisten Wasserhähne kommen ohne Wasserfiltersysteme aus, die noch zusätzlich verbaut werden müssen. Teilweise kann es jedoch durchaus sinnvoll sein, mit den Systemen zu arbeiten. Hier wird vor allem der Aktivkohlefilter immer wieder benannt. Wichtig zu wissen ist, dass die Filter auf die Stoffe zugeschnitten sein müssen, die das Wasser belasten. Aktivkohlefilter sind in der Lage, gerade große und organische Inhaltsstoffe beim Wasser aufzuhalten, wie beispielsweise Medikamente oder auch Pflanzenbehandlungsmittel. Ein Problem tritt jedoch auf, wenn der Filter voll beladen ist. In diesem Fall ist es möglich, dass die Stoffe dennoch wieder den Weg in das Wasser finden. Daher muss der Aktivkohlefilter immer wieder kontrolliert und gereinigt werden. Der Ionenaustauscher ist so konzipiert, dass dem Trinkwasser die anorganischen Teilchen entzogen werden. Dafür tauscht er diese aus. Das heißt, es ist mit dem Austauscher möglich, Kalk zu entziehen und Natrium beizufügen, um das Wasser weicher zu machen.

Keine Esoterik beim Wasserfilter

Immer wieder gibt es online Angebote, bei denen von einer esoterischen Wasseraufbereitung gesprochen wird. An diesem Punkt sollten Nutzer genau überlegen, was damit gemeint ist, wenn durch den Wasseraufbereiter eine Harmonisierung versprochen wird. Weder diese noch eine Energetisierung lässt sich über einen Filter erreichen. Es gibt bisher keine Belege dazu, dass sich die Qualität des Trinkwasser durch einen esoterischen Wasserfilter verbessern lässt. Daher ist dies einfach nur eine Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Hinweis: Bevor man sich dafür entscheidet, einen Wasserfilter einzusetzen oder gleich ein ganzes System zu nutzen, ist es sinnvoll, sich erst einmal mit der Qualität des eigenen Wassers zu beschäftigen. Hier gibt es die Möglichkeit der Kontrolle, wie hoch eine Belastung ist und mit was das Wasser möglicherweise belastet wird, um den optimalen Filter zu finden.

Wir vergeben hierfür 2 von 5 Stämmchen.

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Apr 14

In Gersthofen nahe Augsburg entstehen individuelle und einzigartige Bad- und Interieur-Objekte aus Sand und Plastik. Die kommen direkt aus dem Drucker und sind ganz nach Kundenwunsch gefertigt. Inzwischen fragen sogar Architekten an und die ersten Objekte finden ihren Weg zum Endkunden. Bis dahin war es ein langer Weg.

Das bayerische Start-up Sandhelden fertigt im 3-D Druckverfahren Objekte für den Bad- und Interieur-Bereich und zwar aus Plastikmüll und Sand. Den Müll finden die  beiden Gründer Peter Schiffner und Laurens Faure in den Weltmeeren, denn da gibt es schließlich genug davon. Die mikrofeinen Plastikteile vergiften die Meeresbewohner und führen zum Artensterben. Viele Organisationen beschäftigen sich inzwischen mit der Reinigung des Wassers. Und was dort abgefischt wird, landet vielleicht schon bald im Drucker und wird zu einem neuen schicken Designobjekt. Die Idee dazu kam den Gründern bereits 2014, seit 2017 schließlich fertigen Sie direkt in Gersthofen ihre Objekte. 40 bis 50 sind es bereits pro Monat, die Zahlen sollen sich natürlich in den nächsten Jahren noch deutlich nach oben steigern.

Einen komplett nachhaltigen Kreislauf schaffen

Das Verfahren ist eigentlich denkbar einfach. Systematisch werden Plastikpartikel und Klebstoff aufeinander geschichtet, bis daraus ganze Objekte entstehen. Eines der ersten dieser Art war ein Waschbecken. Die Druckobjekte sind stabil, individuell weil sie nach eigenen Wünschen angefertigt werden, und natürlich zu 100 Prozenz ökologisch. Statt mit Plastik funktioniert das komplette Drucksystem auch  mit Sand. Deshalb kann der Name der Firma „Sandhelden“ überhaupt zu Stande. Um das Verfahren weiter zu verbessern haben sich die Gründer mit dem Fraunhofer-Institut zusammengetan und forschen nach neuen Möglichkeiten, die recycelten Materialien noch besser zu verwerten. Ganz nach dem Motto: Solange es einen Mehrwert hat und etwas Sinnvolles bei herauskommt, probieren wir es aus. Allein schon die Technik so weiterzuentwickeln, dass das Plastik wirklich zu 100 Prozent vom Drucker wiederverwendet werden kann war ein langer und schwieriger Prozess. Damit der Kunststoff nämlich nicht einfach schmilzt beim Druckprozess, muss es zuvor schockgefroren werden. Nun ist es den Firmengründern gelungen, auch dieses Problem in den Griff zu bekommen und damit einen wirklich nachhaltigen Kreislauf als Unternehmen zu schaffen.

Für diese außergewöhnliche wie nachhaltige Idee vergeben wir ganze 4 von 5 Stämmchen.

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