Okt 09

Eine 17-Jährige mit einer großen Mission: Sie will die Welt von zwei großen Problemen befreien, indem sie mit ihrem „H2OPro“ Energie und sauberes Wasser schafft. Als Grundlage dient der Prozess der Photokatalyse.

Die alljährliche Google Wissenschafts-Messe ist die ideale Plattform für alle jungen Forscher und Forscherinnen weltweit, die ihre Projekte der breiten Öffentlichkeit vorstellen möchten. Die 17-jährige Cynthia Sin Nga Lam zählt zu den diesjährigen Finalisten und schlägt mit dem H2OPro zwei Fliegen mit einer Klappe. Das beeindruckende Gerät ist in der Lage, Trinkwasser aufzubereiten und gleichzeitig Energie zu erzeugen. Als Grundlage verwendet die junge, australische Forscherin photokatalytische Technologie.
Immer noch gibt es zu viele Menschen auf der Welt, die täglich ohne Energie und frisches Trinkwasser auskommen müssen. Ganze 1,2 Milliarden Menschen leben derzeit ohne Energie. Erschreckende 780 Millionen Menschen haben immer noch keinen Zugang zu frischem Trinkwasser. Diese Zahlen veranlassten die 17-Jährige, genau diese beiden Probleme mit ihrem wissenschaftlichen Projekt anzugehen.

Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit rund um photokatalytische Technologie ist es Cynthia Sin Nga Lam gelungen, den H2OPro zu erschaffen. Das Gerät nutzt das Sonnenlicht, um Energie zu erzeugen und Wasser zu reinigen. Der tragbare Generator macht das Wasser keimfrei und erzeugt gleichzeitig Wasserstoff, der wiederum für die Gewinnung von Energie benötigt wird.

In der Vergangenheit wurden bereits einige Geräte vorgestellt, die sich vor allem der Trinkwasseraufbereitung auf nachhaltige Weise gewidmet haben. Doch diese benötigen meist eine externe Energiequelle, um den Prozess durchzuführen. Der H2OPro bringt den entscheidenden Vorteil mit, dass er überall genutzt werden kann, auch wenn keine Energiequelle zur Verfügung steht. Er erzeugt seine eigene Energie und hat das Potenzial, zwei der größten Probleme auf der Welt den Kampf anzusagen und sie aktiv zu bekämpfen.

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Sep 09

In Großbritannien wird momentan eine ganz neue Art der Treibstoffgewinnung entwickelt. Nur aus Wasserstoff und CO2 soll nach einem Bericht der Deutschen Wirtschafts Nachrichten Benzin synthetisiert werden. Schon im nächsten Jahr soll das erste Kraftwerk stehen.

Ein brandneuer Treibstoff – nur aus Wasser und Abgasen aus der Luft. Das klingt wie eins schöner Traum, scheint aber tatsächlich Wirklichkeit zu werden. Ein Team aus erfahrenen Forschern, Ingenieuren und Geschäftsleuten der britischen Firma Air Fuel Synthesis arbeitet seit zwei Jahren unter Hochdruck an dem neuen Konzept.

Noch zu Anfang des Projekts konnte man in einer Zeit von acht Wochen gerade mal fünf Liter Treibstoff herstellen. Inzwischen ist geplant, dass ein einziges Kraftwerk mit dem innovativen Vorgang jährlich 1,2 Millionen Liter Bio-Treibstoff herstellt. 2015 soll das erste Kraftwerk seine Arbeit aufnehmen. Die Effizienz soll auch dann immer weiter gesteigert werden.

So funktioniert die Herstellung 

Der Vorgang klingt relativ simpel: Der Luft wird Kohlenstoffdioxid entnommen, dem Wasser sein Wasserstoff. Werden die beiden Extrakte verbunden, entsteht Methan – ein Bio- Treibstoff.

Ein Manko am neuen Konzept: Leider ist der hergestellte Treibstoff noch sehr teuer: Vier Euro pro Liter sind wohl noch nicht ganz alltagstauglich, die Kosten sollen aber mit der Zeit noch rapide sinken.

Ein besonderer Bonus allerdings: Sogar die Entwicklung und der Bau des neuen Kraftwerks und seiner bahnbrechenden Technik erfolgt weitestgehend kohlenstoff-neutral mit Hilfe erneuerbarer Energien. Rund 15 Millionen Euro kostet das ganze Projekt, 3,4 Millionen Euro davon sind für den Bau des ersten Kraftwerks gedacht.

 

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Dez 04

Den Deutschen ist das Wassersparen indoktriniert. Wasserhahn beim Zähneputzen ausstellen, Regentonnen aufstellen. Wegen der Dürre in Afrika und der Umwelt und den hohen Wasserpreisen. Diese Ansichten werden heute von vielen Spezialisten komplett zurückgewiesen und teilweise sogar als kontraproduktiv gesehen.

Die Toilettenspülung besitzt eine Spartaste, im Hotel wirft man sein Handtuch nicht nach jedem Duschgang auf den Boden und beim Duschen achtet man auf die Zeit. Wasser ist ein kostbares Gut mit dem sorgsam umgegangen werden muss. Auch in der EU wird im Gros diese Meinung vertreten. Hausbesitzer und Vermieter sollen bis 2014 gewisse Standards, wie zum Beispiel Wassersparende Duschköpfe, umsetzen müssen. Wasser ist wertvoll, wir müssen Wasser sparen. Das wird uns seit unserer Kindheit vermittelt. Zurecht? Spezialisten gehen sogar soweit zu sagen, dass die Sparwut der Deutschen der Umwelt eher schade als nütze.

Wasser ist da – in rauen Mengen

Kaum ein anderes Industrieland verbraucht so wenig Wasser pro Kopf wie wir. Die Deutschen verbrauchen täglich fünfundzwanzig Liter weniger Wasser als noch vor zwei Jahrzehnten. Obwohl wir doch einen regelrechten Überfluss an Wasser haben.

Das unschöne Resultat: Die Leitungen, die für mehr Wasserverbrauch ausgelegt sind, werden nicht mehr ordentlich durchgespült. Die Folgen: Im stehenden Wasser bilden sich Keime und die Rohre korrodieren schneller. Da auch weniger sauberes Wasser in die Kanalisation gelangt bildet sich dort übler Geruch und Schwefelsäure. Würde mehr Wasser durch den Kanal fließen, würde das Schutzwasser besser abtransportiert werden. Durch zu wenige Entnahmen aus dem Grundwasser steigt in manchen Städten sogar dessen Pegel und setzt Keller unter Wasser. Es ist also teilweise sogar gesund, mehr Wasser im Abfluss verschwinden zu lassen.

„Aber – aber – aber…“

„… aber in Afrika haben sie doch kaum Wasser, während wir stundenlang duschen.“ Irgendwie haben wir ein schlechtes Gewissen wenn wir viel Wasser verbrauchen. Natürlich können wir uns für unsere Wasserversorgung glücklich schätzen. Es ist leider Fakt, dass es praktisch nicht möglich ist, Wasser von einem Kontinent zum nächsten zu transportieren. Selbst wenn wir hier streng rationieren, das bringt der Dürre in Afrika also rein gar nichts.

Eine harte Wahrheit: Regentonnen sind nutzlos

Wir meinen es ja nur gut. Trotzdem: Die Regenrinne und Regentonne, die gefühlt mindestens jeder zweite Deutsche im Garten stehen hat, ist, so hart das klingt, im Grunde sinnlos und für die Natur komplett irrelevant. Ob wir nun Regenwasser aus der Tonne verwenden oder Grundwasser, was letztendlich auch nur versickertes Regenwasser ist, macht keinen Unterschied. Gerade der Bau von Regenzisternen bringt der Umwelt rein gar nichts, verbraucht aber Rohstoffe und Energie. So gesehen ist die Energiebilanz der Zisternen sogar negativ.

Wasser sparen spart leider kein Geld

Nun spart man ja nicht nur aus Liebe zur Umwelt Wasser, sondern auch für den Geldbeutel. Zwei Drittel unserer Wasserkosten sind Fixkosten. Für die Infrastruktur, für das Personal, für die Aufbereitung. Wird weniger Wasser verbraucht, bleiben diese Kosten, zusätzlich holen sich Wasserversorger dann aber über einen teuren Kubikmeterpreis den Verlust wieder rein. Die Leute sparen dann noch mehr teures Wasser, die Versorger gleichen die fehlenden Einnahmen wieder durch Preiserhöhungen aus. Ein Teufelskreis, der letztlich bedeutet: Wasser sparen kann die Wasserpreise erhöhen.

Bilanz: Deutsches Wasser geht nicht aus

Deutschland stehen jährlich circa 190 Milliarden Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Das meiste versickert als Grundwasser gleich wieder im Boden. Nicht einmal drei Prozent dieses Wassers nutzen unsere Haushalte. Danach fließt das genutzte Wasser mit Zwischenstopp in der Kläranlage wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Wo ist da die Verschwendung?

Achtung, Meinung: Beim Thema Wasser Sparen geht es nicht nur um ökonomische Aspekte und scheinbar logisches oder unlogisches Verhalten, sondern um eine Grundeinstellung zum Leben und unserer Umwelt. Auch wenn „Wasser Sparen“ wie in dem hier zitierten Zeit-Artikel keine ökonomische Notwengigkeit hat: wenn eine Bevölkerung zu Achtsamkeit und sorgsamem Umgang mit Ressourcen angehalten wird, so hat das auch viele andere sinnvolle Implikationen. Einfach mal drüber nachdenken.

Ergo: Eine sehr gewagte These. Widerspricht allem, was wir so gelernt haben als Kinder. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Hier der Link zum Artikel aus der Zeit.

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Mai 04

Ein 19-jähriger hat sich jetzt kurzerhand dem Kampf gegen den weltweit überhand nehmenden Plastikmüll in den Meeren angenommen. Boyan Slat will unsere größten, flüssigen Ökosysteme großflächig mit einem riesigen schwimmenden Filter von Kunststoffen aller Art befreien, die dort nicht hingehören.

Große Ziele erfordern große Maßnahmen. Der Student Boyan Slat ist leidenschaftlicher Taucher. Auf vielen seiner Tauchgänge begegneten im Massen an Müll, wie er berichtet. Habe man diese Mengen nicht selbst gesehen, so Slat, sei das Ausmaß einfach nicht zu erahnen. So entstand die anspruchsvolle Idee, die Weltmeere von dieser Last zu befreien. Mit den Worten „Why don’t we just clean it up? – Warum räumen wir es nicht einfach auf?“ bringt er seine abwerwitzig anmutende Idee auf den Punkt. Schwimmende Filter, die am Meeresboden befestigt sind, sollen Plastikteilchen aus dem Wasser fischen, der so gewonnene Kunststoff wird in Behältern gesammelt und später verkauft. Nach Berechnungen des jungen Mannes solle der Bau mehrerer solcher Filter-Anlagen sogar Profit bringen.

Ökologisch sind die Unmengen Plastik weltweit ein tickende Zeitbombe. Am schlimmsten ist die Tierwelt betroffen. Viele Fische nehmen die Kunststoffe auf und verenden daran. Rund 100 Millionen Tonnen Plastikmüll, so Schätzungen, haben sich beispielsweise bereits in einem Strudel im Nordpazifik angesammelt. In solchen Strudeln wird das Plastik wie in einer Mühle zu staubgroßen Teilen zerkleinert. Die so entstehenden Partikel enthalten giftige Stoffe, die langfristig die Ökosysteme der Meere signifikant negativ zu beeinflussen. Bei Fischen kann sich so das Erbgut verändern und die Entstehung von Krebs fördern. Sogar das Plankton, eine sehr wichtige Nahrungsquelle für Fische, assimiliert diese Partikel. Auf diese Weise klettert das Plastik die Nahrungskette hinauf, bis zum Menschen. Auch hier werden Schäden für das Erbgut sowie Fehlgeburten und Behinderungen als Folge betrachtet.

Wir finden die Idee und das Engagement des jungen Studenten beeindruckend. Selbst wenn noch nicht ganz klar ist, wie zum Beispiel Beifang in diesen Filtern vermieden werden soll – weltbewegende Erfindungen werden nicht mit und von Bedenkenträgern sondern von Visionären gemacht. Weitere Fakten zu Boyan Slats Projekt finden Sie in den Veröffentlichungen der Wirtschaftswoche, n-tv und ProSieben.

Weiter so. Von uns stabile 5 Stämmchen.

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