Sep 13

Der Klimawandel bringt eine Menge Herausforderungen mit, aber auch gute Chancen für Jobbewerber, denn die Ökobranche boomt und deshalb werden Fachkräfte jetzt händeringend gesucht. Welche Arbeitsplätze beliebt sind und wo Bedarf besteht, dazu mehr.

Energiedienstleister und Fachkräfte für die Müllverarbeitung sind derzeit Mangelware. Auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt bedeutet das, große Einstiegschancen für neue Bewerber. Zwar werden hier überwiegend Fachkräfte gesucht, doch auch über Praktika und Ausbildungen lässt sich ein Quereinstieg schaffen. Erstmals stieg die Zahl der Beschäftigten im Umweltsektor in diesem Jahr auf über zwei Millionen. Diese Zahlen hat jüngst das Umweltbundesamt veröffentlicht. Und noch ist deutlich Luft nach oben da. Aktuell macht die Anzahl der Erwerbstätigen im Umweltsektor noch einen relativ kleinen Anteil der Gesamtarbeitszahlen aus, etwa 5,2 Prozent. Das rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (kurz DIW) in einem Bericht vor. Die meisten der Beschäftigten arbeiten für den Umweltschutz, hier konkret im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Prognosen stehen gut, in den kommenden zehn Jahren soll sich die ihre Anzahl verdoppeln.

Fachkräftebedarf im Umweltsektor steigt

Viele ökologisch geprägte Jobs verzeichnen eine große Nachfrage. Die übersteigt aktuell sogar die Bewerbungen. Für Interessierte eine super Voraussetzung, sich einen Traumjob zu ergattern. Dabei sind die Zugangsqualifikationen allerdings durchaus sehr unterschiedlich, genauso wie die Berufe selbst. Hinzu kommt, dass viele Berufsbilder noch relativ neu sind, dementsprechend sind auch Studium oder Ausbildungsplatz noch neu. Die Ausbildungsinhalte müssen sich schließlich dem Bedarf anpassen, auch hier herrscht nach wie vor Ausbaubedarf. Bis dahin kommen gute Zeiten auf den Umwelteinsatz zu, es warten freie Plätze, viel Potenzial und spannende Herausforderungen mit einem ehrenwerten Ziel, dem Umweltschutz. Bewerben für die „grünen“ Jobs können sich nicht nur Akademiker, auch Menschen mit Hauptschul- oder Realschulabschluss bekommen eine Chance.

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Nov 21

Alle Jahre wieder sinnieren Millionen Haushalte weltweit wie sie ihren Weihnachtsabend gestalten. Der Baum aus Echtholz inklusive Nadelduft ist oft die erste Wahl. Hm, mal überlegen: Einen Baum zu fällen nur um ihn dann ein paar Wochen schön geschmückt ins Haus zu stellen, drückt bei vielen Menschen zu Recht das ökologische Gewissen. Für wen der Baum dennoch einfach dazu gehört – wir arbeiten ja hier nicht mit erhobenem Zeigefinger – hier sind die wichtigsten Fakten, wie Sie mit gutem Gewissen und Baum fröhlich Weihnachten feiern können.

Die Ökobilanz von Weihnachtsbäumen hat einen schlechten Ruf. Die in der Regel Tannen wachsen, um gefällt zu werden, werden teilweise auch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, oft über weite Wege transportiert. Nur um dann nach ihrem Weihnachtsbaum-Dasein weggeworfen zu werden. Diese Tatsachen lassen einem fast schon die Lust am traditionsreichen Baum vergehen, doch verzichtet werden muss nicht unbedingt.

Nach Schätzungen werden allein Deutschlands Wohnzimmer dieses Jahr von mehr als 25 Millionen Weihnachtsbäumen geschmückt werden. Diese Bäume stammen zum Großteil aus deutschem Anbau. Da das Umweltbewusstsein der Verbraucher glücklicherweise auch in diesem Bereich steigt, lässt sich bei der Nachfrage von Bio-Weihnachtsbäumen, welche nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt worden sind, ein Plus verzeichnen. Wer zusätzlich auf das Herkunftssiegel achtet, kann daran sofort feststellen, woher der Baum kommt, das hilft dabei weite Transportwege zu vermeiden.

Was auf den Markt kommt, ist immer ein Spiel zwischen Nachfrage und Angebot. Verbraucher können also theoretisch das Angebot etwas lenken. Wer einen Garten besitzt, dem ist zu empfehlen einen Baum mit Wurzelballen zu kaufen. Dieser kann nach seiner Zeit im heimischen Wohnzimmer im Garten weiterleben. Wichtig ist dabei aber, dass der Wurzelballen nicht zu knapp aus der Erde gestochen wurde. Sonst kann es sein, dass der Baum eingeht. Die beste Adresse sind in der Regel Baumschulen. Außerdem sollte man aufpassen, dass der Baum keinen Temperaturschock beim Verlagern nach draußen erleidet.

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Okt 14

Das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft macht sein Landesumweltportal nun über eine neue App zugänglich. Die ist nicht nur optisch ansprechend gestaltet, sondern liefert die gefragten Informationen auch standortgenau.

„Meine Umwelt“ die neuste der neuen Apps zum Thema Umwelt, kommt von ganz oben. Das Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gab den Auftrag. Von der Entwicklung bis hin zur Betreuung der App list das Ministerium präsent, die Umsetzung selbst wurde von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz gemacht. Ein Schritt in die richtige Richtung, unserer Meinung nach, diesmal von ganz offizieller Seite. Die Applikation entstand übrigens im Rahmen der Länderkooperation Landesumweltportale. Portale also, die das Wissen der Landesverwaltung zum Thema Umwelt zusammenfasst und online für alle Welt zugänglich macht. Durch „Meine Umwelt“ wird diese Information jetzt noch einfacher und komfortabler zugänglich.

Umweltinformationen ganz neu aufbereitet

Natürlich kann ganz klassisch auf das Umweltportal zugegriffen werden, Stichwortsuchen selbstverständlich möglich. Darüber hinaus liefert die App aber noch viel spezifischer Umweltdaten. Gegliedert nach den Rubriken Luft, Wasser, Energie, Risiko- und Schutzgebiete. Auch Attraktionen und andere erlebnispädagogische Angebote können gesucht werden, aufgeteilt nach den Überbegriffen Wasser, Boden oder Natur. Das besondere daran: Die verschiedenen Informationen sind Standortgenau abrufbar, die Daten speziell auf Ihren Aufenthaltsort abgestimmt. Pegelstände und Daten zur Luftqualität Vorort beispielsweise sind zugänglich. Sogar Benachrichtigungen, wenn beispielsweise bestimmte Pegelstände überschritten werden kann der Nutzer einrichten.

Regionaler Bezug als großer Vorteil – momentan aber auch noch als Einschränkung

Momentan gibt es die App nur für Vorreiter Baden-Württemberg, die Rheinland-Pfalz folgt in Kürze und andere Bundesländer schließen sich hoffentlich bald an. Die Planung läuft. Wer gerne eine Benachrichtigung hätte, wenn „Meine Umwelt“ auch für sein Bundesland optimiert wurde, schreibt einfach eine E-Mail an meine.umwelt.app@um.bwl.de. Visualisiert werden die Informationen in der App durch detailgenaue Karten und Luftbilder, die vom aktuellen Standort abgerufen werden können. Verschiedene Symbole markieren dann relevante Informationen, die per Fingertipp aufgerufen werden können. Ein weiterer Fingertipp führt dann zu weiteren Informationen und zur integrierten Suchmaschine.

Ganz im Sinne des Web 2.0 können Nutzer von „Meine Umwelt“ auch selbst durch die App aktiv werden. Warum immer nur bei Blitzern zum Telefon greifen? Hochwasser und Ambrosia-Standorte können von Nutzern gemeldet werden, um die App zu verbessern und immer akkurater werden zu lassen. Weitere Melde-Projekte sind in Arbeit. Je mehr Menschen sich hier beteiligen, desto nützlicher wird das Ganze. „Meine Umwelt“ ist übrigens für Apple- und Android-Produkte zu haben, dabei erfordert es mindestens iOS 4.3 oder die Android Version 2.3.3. Grundsätzlich ist „Meine Umwelt“ mit einem „hybriden“ Ansatz konstruiert, soll also auf verschiedenen Plattformen einsetzbar sein. Die App an sich ist, dankenswerter Weise, übrigens gänzlich kosten- und werbefrei.

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Nov 28

Umweltaktivitäten, ob mittelbar oder unmittelbar sind „in“. Bei der Lotterie „Bingo!“ werden die Erlöse in Projekte der Bereiche Umwelt und Naturschutz investiert. So profitiert der Lotteriegewinner und die Umwelt.

Wer beim Samstagslotto oder bei sonstigem Glücksspiel mal wieder nichts vom Topf abbekommen, dem bleibt lediglich ein schaler Nachgeschmack des verlorenes Geldes wegen. Denjenigen die bei „Bingo!“ nichts gewonnen haben, bleibt zumindest das Wissen etwas für die Umwelt getan zu haben. Denn die „Umwelt-Lotterie Bingo!“ unterstützt mit den eingespielten Erlösen zahlreiche Umweltschutzprojekte. Dazu gehören unter anderem die ökologische Umgestaltung von Schulhöfen und Spielbereichen von Kindergärten. Wer mitmachen will: Infos zur Antragsstellung und mögliche Projektförderungen unter www.ndr.de

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Mrz 23

Lebensmittelhersteller schreiben auf ihre Produktverpackungen häufig diverse, werbliche Claims wie „Ökologisch angebaut“,  „100% natürlich“,  oder „Für eine saubere Welt“. Doch was hat es damit auf sich? Dem geht der englische Psychologe und Wissenschaftler David Goleman auf den Grund und behauptet: mehr als Vertuschung bezwecken solche Claims nicht.

Das Thema Greenwashing ist zum beliebten „Sport“ von Marketingabteilungen geworden. Blumige Aussagen wie „Für unsere Umwelt“ oder „dem Klima zuliebe“ prangen allenthalben auf Produkten und Werbemitteln. So werben zum Beispiel Bekleidungshersteller mit „Baumwolle, die ohne Pestizideinsatz gewonnen wurde“. Dass jedoch zur Herstellung von nur einem T-Shirt rund 2700 Liter Wasser benötigt werden – für Pflanzung und Heranwachsen der Baumwolle – wird verschwiegen. Umweltfreundlich soll es klingen, dem wird vieles untergeordnet. Auch der Slogan „Anbau ökologisch“ ist beliebt, genauso wie „Eier vom Bauernhof“. Der Erfolgsautor Daniel Goleman, Verfasser von „Emotionale Intelligenz“ merkt ernüchternd an: Kein industriell hergestelltes Produkt verdiene den Namen „umweltfreundlich“. Dies zumindest sei laut Süddeutscher Zeitung das Credo aus seinem Buch „Ecological Intelligence“.

Im Kern wirbt Goleman um einen kritischen Blick auf die Welt der sogenannten Öko-Produkte. Trotz aller beruhigenden Claims der Werbeindustrie. Auch wenn der Anbau ökologisch ist, der ganzheitliche Prozess der „Produktwerdung“ bis zur Rückführung in den natürlichen Ökokreislauf sei es oft nicht. Nur eine solche, holistische Anschauung mache Sinn und diesen „Schuh“ sollten sich alle ökologisch arbeitenden Unternehmen anziehen.

Die Agentur Terra Choice untersucht Ökoerzeugnisse auf tatsächliche Umweltfreundlichkeit. Für eine gezielte Täuschung der Konsumenten, halten die Verantwortlichen gemäß SZ den Slogan „100% natürlich“. Laut Agentur ist dieser Spruch nur Ausdruck einer Verschleierung dafür, dass die im Produkt enthaltenen Stoffe hochschädlich sind.  Fazit: Wem nicht ausschließlich der Preis, sondern auch die Ökobilanz von wichtig ist, der findet hier ein wenig Hilfestellung:

Bewertung von Produkten nach gesundheitlichen und ökologischen Gesichtspunkten.

Zusammenstellung des Schadstoffaustoßes deutscher Firmen vom Bundesumweltamt
CO2 Rechner von Greenpeace

Quelle: Sueddeutsche.de

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