Jun 04

Nach einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, kurz ISE, ist das Vorurteil widerlegt, erneuerbare Energien seien unwirtschaftlich. In dieser Studie wurden Erzeugungskosten von Solarstrom und Strom fossilen Ursprungs verglichen. Schussendlich liefert die Studie Fakten, die die zukünftige Rentabilität von erneuerbaren Energien beweist.

Seit geraumer Zeit wird an der Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und Windrädern gezweifelt. Die Gestehungskosten von Ökostrom seien gegenüber den herkömmlichen Strom-Mixes aus Atomstrom und fossilen Kraftwerken nicht vergleichbar. Eine Studie des Fraunhofer Instituts setzt an diesem Kritikpunkt an und liefert Informationen über die gegenwärtigen Lage und die Vision von Solaranlagen und Windkraftwerken.

Um die Erzeugungskosten von Ökostrom exakt zu ermitteln wurden neben dem Standort des Kraftwerks auch Faktoren wie Lebensdauer und die Finanzierungskosten mit einbezogen. Die Kosten für die Erzeugung des Stroms aus nuklearen und fossilen Quellen wurden vom Bundesumweltministerium geliefert. Trotz des schlechten Rufs aufgrund hoher Entstehungskosten erzeugen Windräder auch im Landesinneren sehr günstig und nachhaltig Energie. Die Gestehungskosten einer Kilowattstunde aus Windkraft liegt demnach ungefähr bei mittleren 6,8 Cent. Sie ist damit genauso günstig oder teuer wie der Strom aus Kohlekraftwerken.

Im Vergleich von solarthermischen Kraftwerken und Photovoltaik-Anlagen schnitt Photovoltaik besser ab, da diese mit bereits geringerer Sonneneinstrahlung effizienter arbeiten können, so die Studie. Trotz der recht hohen Gestehungskosten von Strom aus solarthermischen Anlagen ist diese Technik zukünftig relevant, da sie in Verbindung mit Salzspeichern, deren Technologie sich momentan gut weiterentwickelt, wieder rentabler werde. Das ISE sieht in der Photovoltaik-Technologie eine Möglichkeit, wie sich auch Industrieunternehmen künftig autark mit Strom versorgen könnten, und zwar auf Dauer günstiger als mit dem Strom vom Netz.

Fazit der Studie: Rohstoffe werden knapper und teurer, daher gehört die Zukunft den Erneuerbaren Energien, deren Technologie schnell aufholen wird. Quelle: heise.de

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Mrz 27

„Was kostet Strom wirklich?“ ist der Titel eines interessanten Dossiers von Greenpeace aus dem Jahre 2010, das uns gerade wieder über den virtuellen Weg gelaufen ist. Ehrlich gesagt lag es hier etwas verwaist auf der Festplatte. Damals ging es um den heute wohl noch immer aktuellen Vergleich der gesamtgesellschaftlichen Kosten von Atomenergie, Kohle und erneuerbaren Energien.

Das Dokument Was kostet Strom wirklich? liefert Zahlen zu den tatsächlichen Kosten der Energieproduktion. Grundlage der Untersuchuung sind  Literaturrecherchen, Interviews und eigene methodische Überlegungen von Swantje Küchler und Bettina Mayer, der beiden Ersteller. Die Studie zeige eigenen Angaben zufolge eine weitgehend vollständige Zahlenreihe aller mittel- und unmittelbaren Förderungen von erneuerbaren Energien, Atomenergie sowie Stein- und Braunkohle für die 40 Jahre zwischen 1970 und 2010. So werde ein systematischer Vergleich der staatlichen Förderungen dieser Energieträger möglich. Demnach wird Strom aus regenerativen Energien mit durchschnittlich 2,2 Cent pro Kilowattstunde gefördert. Deutlich darunter liegen Stein- und Braunkohle mit 1,2 Cent pro Kilowattstunde. Am meisten Geld floß der Studie zufolge mit Abstand in die Förderung der Atomenergie mit 4,1 Cent pro Kilowattstunde.

Aus der Studie ergeben sich somit Daten für die Errechnung einer gesamtgesellschaftichen Kostenbelastung. Als Resultat errechneten die Macher, dass die Gesellschaft für eine Kilowattstunde aus Windstrom rund 7,6 Cent zahle. Wasserstrom schlage mit 6,5 Cent zu Buche. Und die Gesamtkosten für Strom aus Braun- und Steinkohlekraftwerken summierten sich auf 12,1 Cent, für Atomstrom sogar auf 12,8 Cent pro Kilowattstunde. Im Ergebnis legen Küchler und Meyer dar, dass schon heute erneuerbare Energien günstiger seien als die konventionellen Energieträger. Nämlich dann, wenn außer dem Strompreis noch die Kosten für staatliche Förderungen und die der Umwelt- und Klimabelastung einbezogen würden. Quelle: greenpeace-energy.de

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Mrz 30

Die Einführung von Elektroautos hängt stark von einer entsprechenden Infrastruktur ab. So lautet zumindest eine durch Energiekonzerne gerne kolportierte Einschätzung. Die notwendige Lade-Infrastruktur sei aber gar kein Engpass für die breite Elektromobilität. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle „Studie Elektrofahrzeug-Technologie“. Studienleiter Jörg Warnstorf nimmt im Interview mit pressetext kritisch Stellung.

Derzeit wird heiß diskutiert, ob die Markteinführung von Elektroautos unbedingt eine im großen Stil verfügbare Lade-Infrastruktur benötige, so Warndorf. Hier sieht der Funktionär vornehmlich die Energie-Lobby am Werk, die durch Zitat „Panikmache“ vor allemversuche Abhängigkeiten zu schaffen. Die Forderung eines Kilowattstunden-Preises von bis zu 1,20 Euro bei derartigen Pilotprojekten sei überzogen, so Warndorf. So vorzugehen sei für den Markteintritt der Elektromobilität kontraproduktiv.

Laut der Studie stimmen 72 Prozent der Befragten zu, dass die Einführung von Elektromobilität kurzfristig auch mit Lademöglichkeiten in der heimischen Garage oder am Arbeitsplatz auskomme. Ob eine Steckdosen-Variante sich durchsetzt oder das Strom-Tankstellennetz, das bestimme letztlich der Hersteller, der zuerst seine Fahrzeuge vermarktet. Weitere Informationen bei wp-consulting, wo der Interessierte die Studie auch käuflich erwerben werden kann.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather