Mrz 18

In armen Regionen leiden viele Menschen darunter, kein sauberes Trinkwasser konsumieren zu können. Schwedische Wissenschaftler haben eine mobile Wasserfilteranlage entwickelt, die unabhängig vom örtlichen Stromnetz arbeitet. Mit Hilfe von Solarzellen wird genug Energie gewonnen, um die Filteranlagen betreiben zu können. Auf diese Weise werden Krankheiten bereits im Vorfeld verhindert.

Die Bereitstellung mobiler Wasserfilteranlagen, die mit Hilfe von Solarenergie arbeiten, ist ein gemeinschaftliches Projekt der Firma Watersprint und des Yunus Centers in Bangladesch. Die Anlagen werden aufgestellt und anschließend von Einheimischen geleitet. Sie verkaufen das saubere Trinkwasser für wenig Geld und haben damit eine kleine Einnahmequelle.

MPC – Micro Production Centers

Die solarbetriebenen Wasserfilteranlagen heißen MPC – Micro Production Centers und sind mit einer einzigen Solarzelle versehen. Die gesamte Anlage wiegt 16 Kilogramm. Da der Stromverbrauch sehr gering ist, lädt die Solarzelle außerdem eine integrierte Batterie auf. Diese kommt nachts zum Einsatz, wenn kein Sonnenlicht zur Verfügung steht. Damit arbeitet das gesamte System absolut unabhängig von der örtlichen Stromversorgung.

Die Überwachung der Geräte erfolgt mit Hilfe eines Wifi-Moduls und integrierter Software, die die Betreiber sofort per SMS informiert, sollte es zu Unregelmäßigkeiten kommen.

Notwendigkeit

Da es aktuell mehr als 750 Millionen Menschen auf der Welt gibt, die keine Möglichkeit haben, sauberes Trinkwasser zu nutzen, liegt die Notwendigkeit solcher mobiler Wasserfilteranlagen ganz klar auf der Hand. Inzwischen hat auch die UN die Wichtigkeit solcher Anlagen bestätigt, indem ein Vertrag über die Bereitstellung von 500 weiteren MPCs in Bangladesch geschlossen wurde. Anschließend sollen dann auch andere Länder mit diesen Geräten versorgt werden.

Das ist uns ganze 5 Stämme wert!

Quelle: green.wiwo.de, www.watersprint.se

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Jun 20

Eine japanische Firma hat das Konzept des „Luna-Ring“ entwickelt. Ein Gürtel aus Solarpaneelen, der rund um den Mond angebracht werden und die Erde so mit Strom versorgen soll. Noch ist nicht klar, ob und wie ein solcher Bau auf dem Mond überhaupt erlaubt ist, aber das Konzept wächst weiter und verspricht ein Ende der Atomkraft und CO2-Probleme.

Eine einzige Solaranlage, die alle Länder der Welt mit Energie versorgt. Keine Atomkraft mehr nötig, der CO2-Ausstoß drastisch heruntergefahren. Das ist eine schöne, aber noch unrealistische Vision. Dachten wir zumindest. In Japan ist aber jetzt genau diese Idee entstanden. Die Location für das Wunderkraftwerk soll – jetzt kommts – der Mond sein. Warum dort? Erstens: Auf dem Mond ist genügend Platz für ein solches Projekt. Zweitens: Auf dem Mond scheint die Sonne ständig und ohne Pausen, es gibt keine Nacht. Drittens: Auf dem Mond gibt es kein Wetter wie hier, das heißt Sonnenstrahlen können dort immer ungefiltert und ohne Pausen aufgenommen werden. Das Reslutat könnten Berechnungen zufolge circa 13.000 Terawatt im Jahr sein. Die erzeugte Energie soll dann per Stromkabel auf die momentan der Erde zugewandte Mondseite geleitet werden. Laseranlagen und Mikrowellenantennen sollen sie dann an Empfangsstationen auf der Erde weiterleiten.

Die japanische Architektur- und Ingenieurfirma Shimziu will den „Luna-Ring“ auf dem Mond anbringen. Maße: Stolze 400 auf 11.000 Kilometer. Bauarbeiter gen Himmel zu schicken ist in diesem Fall natürlich unpraktikabel, also sollen Roboter den Materialtransport und den Bau des Sonnengürtels ferngesteuert durchführen. Dafür müssen vor Ort auch Fabriken von den Mondrobotern zusammengebaut werden. Astronauten sollen die Arbeit der Roboter unterstützen. Seit vier Jahren werden in Japan nun Experimente zur Verwirklichung dieser Pläne betrieben. Pilotprojekte sind für die 2020er geplant und wenn alles glatt geht – bis 2035 der Baubeginn.

Darf man einfach so auf dem Mond bauen?

Bevor das Projekt in die Tat umgesetzt werden kann muss die Planungsfirma in Japan erst einmal an Grundbesitzrechte auf dem Mond kommen. Ob und wie das geht, ist noch fraglich. Der Weltraumvertrag von 1967 verhindert nämlich, dass einzelne Mächte einen Himmelskörper einfach in Besitz nehmen. Das hält die fleißigen Forscher im Osten jedoch nicht davon ab, die Idee weiter zu verfolgen und auszuarbeiten. Wer weiß, vielleicht findet sich ja ein Weg.

Wir sind gespannt und vergeben 3 Stämmchen.

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Aug 16

Der Trend zu erneuerbaren Energien macht nun auch vor dem Luftverkehr keinen Halt mehr. Zwei Ingenieure haben vollbracht, was für den Klimaschutz wegweisend sein kann. In einem bislang einzigartigen Projekt haben Andrè Borschberg und Bertrand Piccard erstmals auf einem Flugzeug Solarzellen angebracht und sind damit von Brüssel nach Paris geflogen. Die beiden Männer sind sicher im französischen Le Bourget gelandet.

Wie die Tagesschau online berichtet, hat das Flugzeug „Solar Impulse“ mit 64 Metern zwar die Spannweite eines Langestreckenflugzeuges vergleichbar dem A340, wiegt aber lediglich so viel wie ein Auto. Mit 12.000 Solarzellen auf den Flügeln waren die Akkus des Solarfliegers nur zu fünf Prozent aufgebraucht, obwohl der Pilot Andrè Borschberg von Brüssel nach Paris ganze 16 Stunden unterwegs war. Mit den fast vollen Akkus hätte er demzufolge noch die halbe Nacht weiterfliegen können – ein Flugzeug, das mit Treibstoff betankt werden muss, wäre hier schon an seine Grenzen geraten.

Mit der Erfindung des Solarfliegers soll jedoch nicht die gesamte Luftfahrt verändert werden. Das Ziel des Projekts bestand darin, ein Flugzeug zu schaffen, welches ohne Treibstoff Tag und Nacht fliegen könne, so „Solar Impulse“-Initiator Bertrand Piccard. Auch der im Airbus-Vorstand für Zukunftsforschung zuständige Christian Scherer steht einem zukünftigen Einsatz des Solarfliegers im Passagierflugverkehr skeptisch gegenüber. So werde ihm zufolge auch in 40 Jahren kein Airbus ausschließlich mit Sonnenenergie fliegen können.

Dennoch sehe man laut Piccard am Erfolg des Projektes „Solar Impulse“ das außerordentliche Potenzial von erneuerbaren Energien. Wir hoffen, dass sich tatsächlich etwas von dieser technologischen Entwicklung in die Gesellschaft übernehmen lässt, um weiter Energie zu sparen.

Wir sagen: 4 Stämmchen!

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