Mrz 22

Gesunde Ernährung und umweltgerechte Versorgung stehen im Mittelpunkt des aktuellen Projektes zur Verbreitung des Soja-Anbaus in Deutschland. Insgesamt 2.500 Kleingärtner haben sich dem Projekt bereits angeschlossen und bauen Sojapflanzen in ihren Gärten an.

Soja aus heimischem Anbau – klingt wie eine Vision, ist aber bereits dabei, in die Realität umgesetzt zu werden. Um neue Soja-Pflanzen zu züchten, die den Witterungsverhältnissen hierzulande standhalten, hat die Initiative „1.000 Gärten – das Soja-Experiment“ in Kooperation mit der Landessaatzuchtanstalt Hohenheim eine interessante Aktion gestartet. Rund 2.500 Gärtner bauen schon verschiedene Soja-Pflanzen in ihren Gärten an, um die Untersuchungen voranzutreiben.

Tofu wächst im Garten

Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch oder sogar vegan. Gerade deshalb ist die alternative Versorgung mit Eiweiß besonders wichtig. Tofu ist eine Möglichkeit, die Eiweißversorgung abzudecken. Besonders praktisch wäre es, Soja-Pflanzen in den heimischen Gärten anzubauen. Doch die Pflanzen lieben Wärme und eignen sich wenig zum Anbau in unseren Breiten. Um diesen Zustand zu ändern, wollen Forscher nun Soja-Pflanzen züchten, die den hier vorherrschenden Witterungsverhältnissen standhalten können.

Am Experiment teilnehmen

Wer Lust bekommen hat, an diesem Experiment teilzunehmen, kann ganz bequem ein Saatguttütchen ordern und die Samen auf dem Balkon oder im Garten anbauen. Der ideale Standort ist ein Platz an der Sonne. Der Frühling ist der richtige Zeitpunkt, um die Soja-Pflanzen auszusäen. Jeder, der an dem Experiment teilnimmt, sollte einen Bericht über seine Erfahrungen mit der Pflanze schreiben.

Ursprünglich war geplant, 1.000 Gärtner zum Mitmachen zu bewegen. Doch inzwischen konnten sich bereits 2.500 Gärtner für diese interessante Aktion begeistern. Sie alle testen den Anbau der Soja-Pflanze in ihren Gärten. Mit Hilfe dieser Erfahrungen könnte es schon bald gelingen, eine Soja-Pflanze zu züchten, die sich in unseren Breitengraden zu Hause fühlt.

Echt coole Idee und uns 4 Stämmchen wert 🙂

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Aug 06

Tofu gilt als der Fleischersatz schlechthin für Vegetarier und alle, die gerne auf tierische Produkte verzichten. Nun wollen der deutsche Vegetarier-Bund und Greenpeace Österreich den Tofu verstärkt klimabewussten Menschen näher bringen. Dazu wurde eine Studie zur Klimabilanz in Auftrag gegeben, deren Zahlen klare Botschaften transportieren.

Der Fleischkonsum vor allem der sogenannten zivilisierten Welt sorgt immer wieder für reichlich Diskussionsstoff. Ethisch wie ökologisch und damit langfristig auch ölonomisch sind die Auswirkungen signifikant. Vor allem die Situation „vor Verzehr“ ruft zu Recht Kritiker auf den Plan. Den artgerechte Tierhaltung ist leider immer noch die Ausnahme, Massenhaltung die Regel. Ganz sachlich-informativ treten dennoch derzeit der deutsche Vegetarier Bund und Greenpeace Österreich mit einer Studie an die Öffentlichkeit. Nicht der Fleischkonsum an sich steht bei deren Aussagen im Vordergrund, sondern die negative Klimabilanz, die sich durch den massiven Konsum tierischer Produkte ergebe. Die Studie verdeutlicht den positiven Effekt von Tofu als Fleischersatz und die mögliche CO2-Einsparung durch eine breit angelegt Reduktion des menschlichen Fleischkonsums. In der Studie wurde konventionelles Fleisch, Bio-Fleisch und Soja Produkte im Bezug auf CO2 Emissionen gegenüber gestellt.

Fleisch stand wie erwartet im Vergleich ganz weit unten. Dass für ein Kilogramm Hackfleisch aber über acht Kilo CO2 gebildet und dem gegenüber ein Kilogramm Soja aus Europa nur rund ein Kilogramm CO2 generiert überrascht doch. Das Kilo Bio-Fleisch verursache etwas mehr als sieben Kilogramm CO2, ist bezogen auf die Klimabilanz also kaum besser als konventionelles Fleisch. Allerdings schlage hier auch der ethische Aspekt zu Buche. Sojaprodukte wie Tofu sind also nicht nur etwas für den Vegetarier, sondern auch für den klimabewussten Menschen von heute. Der Verzicht auf Fleisch hat daher weniger etwas mit „Ökowahn“ zu tun, sondern kann auch als persönliches Tribut an die Schöpfung angesehen werden. Quelle: vebu.de

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Jun 14

Noch im Juni bringt Symbioprint, ein baden-württembergischer Druckerzubehör-Händler, Biotoner für Laserdrucker auf Sojabasis auf den europäischen Markt. Zunächst sind Deutschland und Frankreich auserkorene Märkte für „Soyprint“, der Flüssigkeit, die im Druckerbereich das herkömmliche Erdöl ersetzt.

Ursprünglich stammt der Ansatz der Soja-Druckertinte aus den USA. Das Unternehmen PRC Technologies hatte bereits Ende 2009 Tonerpatronen auf Basis von Sojabohnen entwickelt um damit den Erdöl-Anteil zu ersetzen. Soja-Toner sollen signifikant umweltfreundlicher sein, zudem sei die Herstellung aufgrund des nachwachsenden Grundstoffs günstiger, so eine Pressemitteilung.

Soyprint Biotoner ersetzt den rund 40-prozentigen Erdöl-Anteil durch Soja aus nachhaltigem Anbau. Allein in Deutschland könnten bei flächendedeckendem Einsatz der Biotinte 24 Millionen Liter Erdöl pro Jahr gespart werden. Zudem fielen mit dem Erdöl die Krebs erregenden Stoffe Toluol und Benzol weg. Die Firma Symbioprint ist ab sofort europäischer Lizenznehmer. Das Produkt Soyprint reduziert die Kosten um ungefähr 20 Prozent. Weitere Informationen beim Anbieter symbioprint.de.

Auch wenn uns in Zeiten des Hungers in der Welt etwas mulmig ist, wenn hochwertige Nahrungsmittel auf diese Weise industriell verarbeitet werden – die Idee als solche hat durchaus positive Implikationen. 3 Stämmchen.

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