Sep 21

Bioprodukte erobern kontinuierlich den Alltag. Doch nun ist es einem engagierten Studenten gelungen, sogar ökologische Handyhüllen zu entwickeln. Damit setzt er den Trend nach umweltfreundlichen Produkten auf interessante Weise fort und ergänzt die bestehende Produktpalette aus vielen Lebensbereichen.

Auch Handyzubehör kann „Bio“ sein. Dies beweist ein Luzerner Student mit seinen ökologischen Handyhüllen. Diese sind fast ausschließlich aus Mais, Zucker und Öl gefertigt. Der Verkaufsstart ist für den kommenden Herbst geplant.

Erneuerbare Rohstoffe als Basis

Ein Team aus vier Schweizer Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen hat im Laufe der vergangenen zwei Jahre eine Handyhülle entwickelt, die zu 97 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird. Sie besteht hauptsächlich aus Mais, Pflanzenöl und Zucker. Bei der Produktion der Bio-Hüllen haben die jungen Entwickler verstärkt darauf geachtet, dass die CO2-Emission so gering wie möglich gehalten wird. Damit entsteht ein echtes Bio-Produkt, das ganz im Sinne der Umwelt gefertigt ist.

Marktstart für Herbst geplant

Schon im Herbst sollen die ersten Handyhüllen aus Mais, Zucker und Pflanzenöl in die Verkaufsregale kommen. Sie werden voraussichtlich 29 Schweizer Franken kosten. Wann die Cases in Deutschland verkauft werden, ist noch unklar. Die ersten Hüllen sollen für das iPhone 6, 6s und 7 erhältlich sein. Es sind bereits zahlreiche Farben und Designs geplant.

Finanzierung per Crowdfunding

Die ersten Produktionskosten sollen per Crowdfunding zusammengetragen werden. Es wird erwartet, dass etwa 100.000 Cases pro Jahr umgesetzt werden können. Obwohl der Markt der Bio-Produkte in allen Sparten hart umkämpft ist, sind ökologische Handyhüllen derzeit noch kaum am Markt vertreten. Deshalb stehen die Chancen für diese speziellen Bio-Cases äußerst gut.

Sollten sich die Prognosen bestätigen, sind auch Handyhüllen für weitere Smartphone-Modelle geplant. Das gesamte Projekt appelliert an das Umweltbewusstsein eines jeden Einzelnen.

Wir sind gespannt und vergeben 4 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jun 13

Vor ein paar Tagen bekamen wir eine Mail mit einem Hinweis auf eine gute alte Blogparade: Best of Schrott Dabei soll es um die Entsorgung von Elektroschrott gehen, ein immer größer werdendes Problem. Da haben wir uns ein bisschen umgesehen, nichts gefunden – doch dann hat irgendwo ein Handy geklingelt.

Smartphones sollen möglichst immer höchsten technischen Ansprüchen gerecht werden. Aus diesem Grunde werden sie meist schneller als notwendig durch neue, modernere Geräte ersetzt. Aber was genau passiert mit den ausrangierten Modellen?

Möglichst lange Nutzungsdauer für Mobiltelefone

Durchschnittlich alle zwei Jahre werden Smartphones durch modernere Modelle ersetzt. Dass die Geräte zu diesem Zeitpunkt meist noch voll funktionsfähig sind, spielt dabei keine Rolle. Doch im Sinne der Umwelt ist dieses Verhalten nicht. Im Gegenteil! Um den eigenen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, sollte die Nutzungsdauer der Mobiltelefone unbedingt verlängert werden.

Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden. So könnte das ausgediente Smartphone anderen Nutzern überlassen werden. Es könnte zum Beispiel per Kleinanzeige verkauft werden. Die Vorteile für Käufer und Verkäufer liegen dabei ganz klar auf der Hand. Während der Verkäufer sein altes Handy in Bares verwandelt, freut sich der Käufer über ein Schnäppchen.

Oder das Mobiltelefon wird einfach innerhalb der Familie weitergereicht.

Weiterverkauf in Entwicklungsländer

Oft gibt es in Städten und Gemeinden Handysammlungen, wo nicht mehr genutzte Geräte unkompliziert abgegeben werden können. Diese Sammlungen werden von gemeinnützigen Organisationen, oft auch gemeinsam mit Mobilfunkanbietern, durchgeführt. Die so gesammelten Handys werden dann meist in Entwicklungsländer verkauft, wo diese zum günstigen Preis an die arme Bevölkerung weiterverkauft werden.

Wertvolle Rohstoffe in alten Handys

Ein Handy gehört auf keinen Fall in den Hausmüll. In dem Gerät sind noch viele wertvolle Rohstoffe enthalten, die besonders recycelt werden sollten. Gold, Kobalt, Palladium und auch Silber sind in Mobiltelefonen enthalten. Das Recycling ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz der Umwelt. Deshalb sollten alte Handys unbedingt zum Wertstoffhof gebracht werden.

Rücknahme durch Mobilfunkanbieter

Einige Mobilfunkanbieter nehmen direkt beim Kauf eines Neugerätes die alten Smartphones zurück. Sie werden zwar nicht direkt angekauft. Aber für den Kunden springt gelegentlich ein attraktiver Gutschein heraus. So lohnt es sich unbedingt, auch über diese Möglichkeit nachzudenken.

Wichtig: Vor dem Entsorgen oder Weiterverkaufen sollten unbedingt alle persönlichen Daten gelöscht werden. Nur so wird einem Missbrauch effektiv vorgebeugt. Dabei ist auch an die externen Speichermedien zu denken!

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Mai 20

Viele Apps helfen heute, ökologisch zu leben. Vielen ist aber nicht bewusst, dass das Smartphone, auf dem die App betrieben wird, selbst oft nicht besonders nachhaltig ist. Vierundvierzig Kilogramm Ressourcen, teils schwer abbaubar, werden für die Herstellung eines Smartphones benötigt. Allerdings gibt es Möglichkeiten, sich vor dem Handykauf über Gerät und Anbieter bezüglich ökologischer Faktoren zu informieren.

iPhone, Android und Blackberry: Ein Klick in den entsprechenden App-Store und das Mini-Programm fürs gute Gewissen ist sofort da. Ökolokale und -geschäfte ausfindig machen. Grüne Rezepte und Produkte aufstöbern. Fahrgemeinschaften ausmachen. Den CO2-Fußabdruck errechnen. Ganz einfach recyceln. Lebensmittel in der richtigen Saison kaufen. Den eigenen Wasserverbrauch optimieren – Öko-Apps gibt es inzwischen zu fast jedem Thema. Das Ziel ist es primär, dass jeder Einzelne im alltäglichen Leben ein kleines Stück Gutes für die Zukunft tut. Diverse grüne Apps sollen dabei helfen. Teilweise wird das ganz ganz spielerisch aufgebaut: Die Apps fordern den eifrigen Smartphone-Nutzer dazu auf, das eigene Verhalten im Auge zu behalten, indem sie Punkte verteilen, Belohnungen verlosen oder Ähnliches.

Apps sollen es dem Nutzer einfacher machen, ökologisch zu leben. Die Ironie dabei: Die Smartphones, für die die viel geliebten Öko-Awareness-Apps konstruiert werden, sind selbst problematisch für die Umwelt. Für ein Handy werden 44 Kilogramm Ressourcen benötigt. Und dabei sprechen wir von schwer abbaubaren Rohstoffen. Kupfer, Kabel, Leiterbahnen und Platinen eines einzigen Handys machen schon über 3 Kilogramm aus.

Was man tun kann, um sich vor dem Kauf zu informieren

Inzwischen werden verschiedene Möglichkeiten angeboten, sich über die ökologischen Aspekte eines Handys zu informieren. Netzbetreiber O2 beispielsweise bietet einen Eco Index an, der die Nachhaltigkeit von Mobiltelefonen anhand von Kriterien wie Herstellung, Verpackung, Auslieferung, Auswirkungen der Nutzung und der Entsorgung bewertet. Ökologische Aspekte vor allem, aber auch soziale und unternehmenspolitische Fragen werden hier beachtet. In erster Linie soll die offizielle und für jeden transparente Bewertung Anreiz für die Hersteller sein, sich ökologisch weiter zu entwickeln. Kritische Stimmen beanstanden jedoch, dass die Öko-Labels, Zertifikate und Gütesiegel inzwischen so inflationär gegründet und vergeben werden, dass sie Aussagekraft verlieren. Für den Verbraucher ist nur schwer ersichtlich, welche Auszeichnungen wirklich aussagekräftig sind, und welche nicht einmal geprüft werden.

Es macht bei der Handywahl auch Sinn, sich über mehrere Plattformen zu informieren. Auch der Naturschutzbund Deutschland bietet zum Beispiel einen umfangreichen Handy-Index. Greenpeace generiert ebenfalls einen sehr umfangreichen Überblick, der nicht speziell Handys, aber ganze Unternehmen bewertet.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather