Nov 03

Eine Tasse gemacht aus dem, was beim Trinken niemand möchte, Kaffeesatz. Eine clevere Idee, die dann aber doch nicht ganz so einfach umzusetzen war. Trotzdem ist Produktdesigner Julian Lechner dran geblieben und hat nach jahrelanger Entwicklung die perfekte Recycling-Tasse entwickelt.

Die Grundidee kam ihm ausgerechnet im Ursprungsland eines guten Espresso, Italien. Da studierte Julian Lechner Produktdesign und bei einem guten Espresso gefiel ihm der Gedanke, eine Tasse aus Kaffeesatz zu entwickeln. Die besteht allerdings nicht ausschließlich aus den Resten des Kaffees, sondern aus einer ausgeklügelten Mischung von Holzanteilen und Biopolymeren. Dadurch ist die Tasse nicht nur ausgesprochen widerstandsfähig, sie ist sogar spülmaschinenfest und so immer wieder nutzbar.

Die Grundlage bildet nach wie vor getrockneter Kaffeesatz, am besten der von sehr fein gemahlenem Kaffee. Den bezieht der Entwickler, der das Thema kurzerhand für seine Abschlussarbeit aufgearbeitet hat, von umliegenden Kaffeehäusern. Dann geht es an die Produktion der Espressotassen mitsamt Unterteller. Die sehen am Ende nicht nur stylisch aus, sie erfüllen auch sehr gut ihren Nutzen. Das Material ist robust und nimmt selbst wenig Wärme auf, wodurch das Getränkt sehr lange warm hält.

Produktivität steigern, Umsatz verbessern

Mit der Entwicklung einer Idee und der produktiven Umsetzung ist der Produktdesigner aber längst nicht am Ziel. Jetzt geht es darum, die Tassen einer großen Menge an Interessenten schmackhaft zu machen. Noch liegt der Preis für eine Tasse mit Untertasse bei rund 20 Euro, im Zweierpack gibt es sie für etwa 35 Euro. Das soll künftig günstiger gehen. Außerdem möchte Lechner das Sortiment stetig erweitern. Tassen für unterschiedliche Kaffeearten und Wegwerfbecher sollen folgen und sobald die gängigen Plastikbecher ersetzen. Das könnte die Umwelt schonen, den Abfall reduzieren und ganz nebenbei sind die Ökotassen auch einfach angesagt. Ein rundum gelungenes Projekt also.

Mehr Infos gibt es unter der Webadresse www.kaffeeform.com.

Wir vergeben 4 Stämmchen für Kaffeetassen aus Kaffeesatz.

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Jan 23

Das Thema Recycling scheint auch in der Technologie-Branche endlich Einzug gehalten zu haben und so präsentiert ein amerikanisches Unternehmen den ersten 3D Drucker, der nicht nur aus wiederverwertbarem Material besteht, sondern auch gleich auf Plastik druckt.

Als berühmtes Werbegesicht für die Kampagne dient will.i.am, Rapper bei den Black-Eyed Peas und Mitbegründer des Unternehmens, das die neuartigen Drucker produziert. Das Material dafür liefert Coca Cola in Form ausgedienter PET-Flaschen. Für den Künstler selbst ist das kein einzigartiger Ausflug in die Welt des modernen Recyclings. Er hat bereits eine Modelinie entworfen, die sich ebenfalls diesem Thema widmet.
Doch zurück zu dem einzigartigen Drucker für jedermann. Waren es bislang eher die privilegierten Gesellschaftsschichten, die sich solch ein 3D-Modell leisten konnten und wollten, soll die neue Drucker-Generation mit dem Namen Ekocycle Cube deutlich günstiger daherkommen.

Die technischen Daten im Überblick

Zu einem Preis von umgerechnet knapp 890 Euro bietet das Unternehmen Cubify dafür einen handlichen Drucker im Space-Look an, der mit Filament druckt. Das besteht zu einem Viertel immerhin aus wiederverwertbarem Material, welches von Coca Cola zur Verfügung gestellt wird. Einzige Einschränkung ist die Größe der druckbaren Objekte. Diese dürfen höchstens eine Kantenlänge von 15 Zentimetern haben. Auch hinsichtlich der Farbvielfalt gibt es Einschränkungen. Möglich sind derzeit Rot, Schwarz, Transparent und Natur. Ausgestattet ist der Drucker mit einer Bluetooth Verbindung und WLAN. Zwei Exdruder sind ebenfalls vorhanden. Die Auflösung beim Druck beträgt ansehnliche 70 Micron. Die Bedienung erfolgt über das Touchscreen-Display oder wahlweise eine App die sich via Smartphone oder Tablet PC steuern lässt.

Cubify ist überzeugt von der neuen Druckertechnik

Noch hat die Neuentwicklung natürlich einige kleinere Macken. So kann das verwendete PET beim Druckprozess ausdünsten, da es auf Erdöl basiert, wie das Magazin Computer Bild aufdeckt. Deshalb sei das Projekt auch eher als Kunst zu verstehen und weniger als technische Revolution. Bei Cubify lässt man sich von Kritikern nicht einschüchtern. Hier ist man stolz auf seine Führungsposition hinsichtlich der Druckerneuheiten. Das Unternehmen war auch das erste, was einen Drucker für Lebensmittel auf den Markt gebracht hat. Wie sich der Ekocycle Cube verkaufen wird, das bleibt abzuwarten. Drucker erstmals gefunden auf www.ingenieur.de

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Dez 09

Neue Perspektiven für Flüchtlinge zu finden, ist immer eine große Herausforderung. Oft scheitert die Integration an der fehlenden beruflichen Perspektive. „Cucula“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diesen Schwachpunkt anzugehen.

Mit „Cucula“ wurde ein Integrationsprojekt ins Leben gerufen, das mit einem ganz besonderen Konzept begeistert. Hier erhalten Flüchtlinge die Gelegenheit, handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen und sich damit eine gesicherte Zukunft aufzubauen. Mit viel Engagement setzt das Projekt „Cucula“ ein Zeichen für bessere Integration durch aktive Arbeit mit den Flüchtlingen.

„Cucula“ – gemeinsam etwas bewirken

Das Wort „Cucula“ klingt nicht nur gut, auch die Bedeutung spiegelt exakt das Ziel des außergewöhnlichen Projektes wieder. „Cucula“ stammt aus einer west-zentralafrikanischen Stammessprache und bedeutet „gemeinsam etwas machen“ und „aufeinander aufpassen“: Beide Bedeutungen zeigen bereits deutlich, worauf es bei „Cucula“ ankommt. Gemeinsam mit Fachleuten sollen Flüchtlinge eine unabhängige berufliche Perspektive bekommen, in der sie sich selbst verwirklichen können und gleichzeitig eine Existenz aufbauen.

Integration kann so einfach sein

Grundlage für das außergewöhnliche Integrationsprojekt bilden die Designvorlagen für Möbel zum Selberbauen, die Enzo Mari 1974 veröffentlichte. „Cucula“ hat die Erlaubnis bekommen, die 19 Modelle des „Design-Pioniers“ für das Projekt zu nutzen und damit eine solide Basis für die Umsetzung geschaffen.

Fünf Flüchtlinge aus Mali und Niger werden durch „Cucula“ eine völlig neue Perspektive bekommen. Sie werden mit Hilfe von Fachleuten ausgebildet und lernen, selbstständig zu planen, zu konzeptionieren und umzusetzen. Gleichzeitig unterstützt die neue Tätigkeit sie dabei, das Erlebte aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Jedes einzelne Möbelstück, das die Flüchtlinge fertigen, wird einen Teil ihrer ganz persönlichen Geschichte zeigen. Dadurch werden die Möbel sehr individuell gestaltet.

Mittendrin und nicht einfach nebenher

Das Projekt „Cucula“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass Integration eine Bereicherung für alle Seiten ist. Gemeinsame Arbeit, gemeinsame Erfolge und eine gemeinsame Perspektive schaffen die idealen Voraussetzungen für eine vollständige Integration. „Cucula“ sorgt dafür, dass die Flüchtlinge erfahren, wie echte Integration aussehen kann und muss. Ein einfaches Nebenher reicht nicht aus. Gemeinsam und miteinander lautet die Devise.
Wie die meisten sozialen Projekte ist auch „Cucula“ auf Unterstützung angewiesen. Um die Ausbildung der fünf Flüchtlinge zu finanzieren, gibt es derzeit eine Crowdfunding-Aktion. Nähere Informationen dazu stehen auf www.startnext.de/Cucula bereit.

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Mrz 14

Recycling kann viel, aber noch lange nicht alles. Terracycle recycelt Produkte, die sonst in der Müllverbrennung landen würden, und produziert Neues. Dabei kann jeder helfen, und danach sogar einen Anteil des Gewinns spenden.

Terracycle beschäftigt sich mit Recycling und Upcycling. Das Unternehmen organisiert Sammelprogramme für verschiedenste Abfälle, die bisher nicht recycelbar waren. Stifte, Zahnpflege-Produkte und Co aller Marken landen so nicht in der Verbrennungsanlage, sondern werden weiter verwendet.

Der Vorgang ist denkbar einfach: Anmelden, Sammeln, Schicken, Spenden. Schulen, Unternehmen und Vereine können sich anmelden, um an den Sammelprogrammen teilzunehmen. Dann kann fleißig gesammelt werden. Der Versand der Kollektion zu Terracycle ist kostenlos. Das Unternehmen sorgt dann dafür, dass der Abfall zu neuen umweltfreundlichen Produkten weiterverwertet wird. Die Wissenschaftler und Designer des Unternehmens finden Lösungen – Stiftehalter, Gürtel, Gießkannen, Taschen, Schneidebretter. Und diese Produkte können dann auch wieder auf die selbe Weise bei Terracycle abgegeben werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Für jedes eingeschickte Recycling-Stück können die Sammler 2 TerraCycle-Punkte (Wert 2 Cent) erlangen. Das Geld darf dann nach eigenem Gutdünken an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden.

3 Stämmchen für diesen durchdachten recycling Kreislauf.

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Feb 20

Es ist immer erfreulich, wenn Dinge die dem Umweltschutz nützen zum Trend werden. Einen solchen Aufschwung erlebt gerade das Upcycling. Dabei werden aus alten Produkten wieder neue Dinge hergestellt. Vor kurzer Zeit haben wir hier darüber berichtet, wie aus alten Jeans Kunststoff hergestellt wird – auch eine Form des Upcycling. Weil wir über dieses Thema so gerne berichten, haben wir hier eine Sammlung der 10 besten Upcycling-Ideen zusammengestellt.

Für die einen sind weggeworfene Dinge schlichtweg Müll – andere sehen in Ihnen die Grundlage etwas Neues zu schaffen. Es gibt aktuell viele Projekte die sich dem Upcycling widmen. Wir haben hier die besten Ideen zusammengetragen:

1. Praktische Umhängetaschen aus LKW-Planen
Die Schweizer Taschenmarke Freitag nutzt alte LKW-Planen als Rohstoffe für ihre Taschenproduktion. Die Planen werden zerlegt, gewaschen und zu Unikat-Taschen genäht. Selbst die Gurte der Taschen bestehen entweder aus Plane, oft aber auch aus ausrangierten Anschnallgurten.

2. Design-Mode aus Wollresten
Viele Designer arbeiten inzwischen mit dem Konzept des Upcycling. So die niederländische Humanity in Fashion-Preisträgerin Hellen van Rees. Fäden und Garnreste aus den Abfällen von Textilfirmen verarbeitet sie zu interessant-außergewöhnlichen Kleidern, die sogar von großen Namen wie Lady Gaga getragen werden.

3. Neuer Kram aus altem Kram
Bei Upcycling Deluxe gibt es Schlüsselbretter aus Büchern, Uhren aus Schallplatten, Lampen aus Pappkarton, Tierfiguren aus Flipflops und viele weitere kreative Alternativen zur Stzandard-Produktpalette. Die Materialpalette heißt hier nicht etwa „Baumwolle“ und „Leder“, sondern vielmehr „Aktenordner“, Nummernschild“, „Reis-Sack“, „Zementsack“ und „Reifen“.

4. Jeden Tag ein neues „Ding“ erschaffen
Der Blog „30 Tage 30 Dinge“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Tag aus Materialien, die andere als wertlos abstempeln würden, ein neues nützliches und schönes Objekt zu zaubern. Es blieb aber nicht bei nur 30 Werken – inzwischen ist das Projekt bei Tag 1033 angekommen. Auch externe Kreative können sich beteiligen.

5. Accessoires aus Feuerwehrschlauch
Feuerwear, ein Label aus Köln, fertigt Taschen, Handyhüllen, Gürtel und vieles mehr aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen. Die Produkte der Kölner haben durch das besondere Material, Gebrauchsspuren und Aufdrucke aus dem Gebrauch einen coolen und interessanten Look. Außerdem sind sie allesamt wetterfest.

6. Mitmach-Upcycling auf Pinterest
Die „Upcycling-Tuesday“-Seite auf Pinterest veröffentlicht jeden Dienstag neue Ideen, wie auch im Kleinen Upcycling betrieben werden kann. Zu Hause nachmachen möglich und gewünscht. Vom Gummistiefel-Blumentopf bis zum Kinder-Karton-Schloss.

7. Schicke Taschen aus Plastikflaschen
Matt and Nat (wie Material und Natur) produzieren Taschen aus ausrangierten Kunststoffgetränkebehältern – das resultat sieht aus und fühlt sich an wie echtes Leder. Das Konzept der Firma heißt, laut eigener Website „Inspiration and al little bit of experimentation and MOSTLY: love“.

8. Alltagsmode aus Texitlindustrie-Resten
„Ist es wirklich sinnvoll neue Stoffe herzustellen, solange riesige Mengen an Abfall aus der Textilindustrie jeden Tag auf der Müllkippe landen oder verbrannt werden?“ Hinterfragen die Berliner Designer von ALUC auf ihrer Website. Das Label verwendet Reste aus der Textilproduktion um außergewöhnliche Kleider vollkommen nachhaltig herzustellen. Sogar bei der Entsorgung von Resten und bei der Auswahl zusätzlicher Materialien (z.B. Knöpfe) wird auf Recycling geachtet.

9. Stylische Gitarren aus Skateboards
Ezequiel Galasso holt alte und ramponierte Skateboards zurück und schenkt ihnen ein zweites Leben. Der Argentinier hat den hohen Wert der Überbleibsel des zugegeben verschleißlastigen Sportgerätes entdeckt. Die kaputten Boards sind oft mit Liebe stylisch aufgemotzt worden und waren sehr teuer. Statt abgefahrenen Rollbrettern im Müll gibt es also abgefahrene Musikinstrumente auf der Bühne.

10. Shoppen nach Material
By HipCycle, einem Online-Handel für Upcycle-Produkte, kann zwar nach ganz normalken Kategorien eingekauft werden, aber auch nach dem gewünschten Material. Auch hier sind natürlich alle Materialien aus zweiter Hand, egal ob Taucheranzüge oder Elektroschrott.
Egal ob für den Garten, ob Geschenke, Schmuck oder Mobiliar – hier findet sich fast alles.

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Jan 30

Ausrangierte Kleidung war bisher nicht gerade die No.1 der Recyling-Artefakte. Designer aus Nebraska haben jetzt aber einen Weg gefunden, aus alten Kleidern in einer gänzlich ökologischen Produktion Plastik herzustellen.

Plastikrecycling kennen wir. Machen wir und finden wir gut. Da ist der Konsens der Allgemeinheit inzwischen wahrscheinlich klar. Die Frage ist: Wo fängt Recycling an – beziehungsweise: Wo kann es anfangen? Alternative Stoffe zur Produktion von Kunststoff werden schon eine Weile gesucht. Wir haben schon über Bananenschalen und auch Maisstärke berichtet. Dass sogar Jeans dazu verwendet werden können, Kunststoff herzustellen, ist neu.

Wie aus alten Jeans verwertbares Material wird

Das Vorgehen: Die Designer der Firma „Iris Industries“ Jen Carlson und Josh Shear stapeln alte Jeans aufeinander, dazwischen immer eine Schichr Harz, und erhitzen sie dann. Danach wird das Schichtgemisch zusammengepresst. Und das war’s im Grunde auch schon. Heraus kommt ein wasserdichtes Material, leicht und sehr hart durch die miteinander verflochtenen Fasern. Es sieht aus wie Marmor, ein Gemisch aus blau und weiß, durchzogen von immer anderen Fabtönen. Je nach farbe des verwendeten Stoffs. Das Endprodukt, das so genannte „Denimite“ eignet sich ideal für die Herstellung von vielen Produkten wie Kreditkarten, Stiften, Smartphone-Hüllen, Geldbeuteln und sogar Schmuck.

Die Zeit der Mischmaterialien bricht an

Also: Nicht nur Plastikflaschen und -verpackungen können wieder zu Plastik werden. Aus Lincoln, Nebraska, wandert eine ganz andere Idee der Herangehensweise zu uns herüber: „Denimite“. Kunststoffgewinnung aus alten Denim-Jeans und natürlichem, umweltfreundlichem Harz. Die Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Plastikzeit sind vorbei. “Wir glauben, dass das neue Zeitalter die Epoche des Verbundmaterials ist“, erklären die Erfinder des Jeans-Plastiks.

Wer weiter denkt könnte in der amerikanischen Erfindung auch Potential für andere Bereiche als die Produktion kleiner Goodies entdecken. Beispielsweise für die Bauindustrie könnten solche Materialien nützlich sein. Etwa könnte das Plastik aus Jeans als Isolierung für Gebäude funktionieren.

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Jul 29

Viele alltägliche Dinge bergen bisher unentdecktes Potential. Für gewöhnliche Pappe möchte der Israeli Izhar Gafnis ein neues Anwendungsgebiet erschließen. Mit preiswerten aber vollwertigen Fahrrädern aus recycelter Zellulose möchte er baldmöglichst in die Serienproduktion gehen.

Mit einer ungewöhnlichen Idee stieß Izhar Gafnis bei befreundeten Ingenieuren zu aller erst auf Abwinken und fast schon Hohn. Aus vielerlei Gründen wurde das Vorhaben wohl nicht als realisierbar angesehen. Einzig seine Frau bewegte ihn dazu seinen Gedankengang zu verwirklichen – ein fahrtaugliches und vollwertiges Fahrrad aus Recyclingpappe.

Zwei Jahre lang beschäftigte er sich eingehend mit Pappe und deren Eigenschaften. Welche Möglichkeiten und Formen sind stabil genug. Nach über 12 Monaten Feinarbeit an einem vollwertigen Prototyp präsentiert der smarte Israeli im Juli 2013 sein Papp-Fahrrad. Die Idee bereits so weit ausgereift, dass er mit dem Vehikel eigentlich in Serienproduktion gehen könnte. Das Startkapital macht hier einen Strich durch die Rechnung. Noch.
 Denn um das Projekt zu finanzieren setzt sein Unternehmen Cardboard Technologies auf den Onlinetrend „Crowdfunding“. Dabei wird eine Community dazu bewegt mit einem beliebigen Betrag freiwillig die erste Produktion zu finanzieren. Gelingt dem Unternehmen der Produktionsstart soll das Fahrrad später für umgerechnet 10 Euro pro Stück verkauft werden. Entwicklungsländer sollen einige Papp-Fahrräder geschenkt bekommen. Als weitere Produkte von Cardboard Technologies sind unter anderem auch Rollstühle und Einkaufswägen geplant. Das Prinzip ist also auch auf verschiedenste Alltagsgegenstände anwendbar.

Stabilität erhält die Konstruktion rein aus der Pappe, welche einen großen Teil des verwendeten Materials ausmacht. Vor Witterungseinflüssen beständig wird das Fahrrad durch einen versiegelnden Speziallack. Die Laufräder sind mit recyceltem Gummi von Autoreifen beschichtet. Der Antrieb selbst geschieht nach klassischem Prinzip über einen Keilriemen der über Metallringe läuft. Lediglich die Bremsen und Pedale entsprechen einem herkömmlichen Fahrrad. Näheres zum Unternehmen und dem Finanzierungskonzept in der Wirtschaftswoche.

Wir sind schon auf das erste Pappfahrrad auf deutschen Radwegen gespannt und sehen viel Potenzial in der Idee. 4 Stämmchen von uns.

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Apr 16

Auch auf dem Möbelmarkt steigt das Angebot nachhaltiger Anbieter. Einige Hersteller achten auf die Verwendung von ökologischen Stoffen, andere verzichten auf erdölbasierte Kunststoffe. Etwas völlig Neues aber sind die FlexibleLove Möbel. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Holz und Papier und sind daher besonders umweltfreundlich. Neben dem Material besticht aber vor allem der Aufbau. Die besondere Konstruktion ermöglicht ein Auseinanderziehen in Sekunden. So bietet ein Zweisitzer im nächsten Augenblick Platz für acht Personen.

Möbel sind nicht immer für die Ewigkeit, daher sollte man auch hier auf Nachhaltigkeit achten. Ökologisch sinnhafte Möbel zeichnen sich vor allem durch eine Entstehung aus recycelbaren Materialien aus. Die Möbel der Firma nuardis aus der FlexibleLove-Kollektion sind beispielsweise aus Naturmaterialien hergestellt und zu 100 Prozent recycelbar. Das außergewöhnliche an dieser Möbelserie ist, dass sie in ihrer Größe variabel sind. Ein und dasselbe Möbelstück kann je nach Belieben Platz für zwei oder auch 16 Personen bieten. Das Geheimnis liegt im Zusammenspiel der Waben-Struktur und des Ziehharmonika Prinzips. So lassen sich die Möbel in Sekundenschnelle ausziehen. Flexibel sind die ungewöhnlichen Möbel nicht nur in der Länge, sondern auch in der Art der Aufstellung. Egal ob ein Kreis gebildet wird und so eine Sitzinsel entsteht, oder sich s-förmig durch den Raum zieht.

Verwendung finden sollen die FelxibleLove Möbel in Museen oder in Arztpraxen, oder eben überall dort, wo Design und Flexibilität gebraucht werden. Auch im heimischen Wohnzimmer wäre ein Sofa der Serie denkbar, jedoch eher als zusätzlicher Platz für Gaste. Hier sind ein Paar Eckdaten: Das kleinste Modell der FlexibleLove-Kollektion kann auf eine minimale Größe 64 x 56 x 13,6 Zentimeter zusammengeschoben werden. Wenn es nicht gebraucht wird, lässt es sich einfach verstauen. Mit einem Gewicht von gerade einmal 17 Kilogramm schafft das auch eine Person allein. Komplett ausgezogen kommt es auch eine Länge von 3,5m und bietet laut Hersteller Platz für acht Personen. Für ab rund 300 Euro ist das kleinste Modell direkt beim Hersteller zu erstehen. Videos und viele Infos rund um diese außergewöhnliche Möbelserie finden Sie auf der Internetseite des Herstellers nuardis.

Nett. Wir vergeben 1 Stämmchen für die Idee.

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Feb 06

Dinge, die nicht mehr benutzt werden, landen häufig auf dem Müll. Manchmal lässt sich damit auch noch etwas Geld auf dem Flohmarkt verdienen. Grundsätzlich gilt: nicht alles muss zwangsläufig gleich entsorgt werden, nur weil es nicht dem Zeitgeist zu entsprechen scheint. So machen es heute diverse Online-Tauschbörsen möglich, schnell und unkompliziert in subjektiv schönere zu wandeln.

Vieles was wir ausmustern, ist im Grunde noch brauchbar. Seien es Elektrogeräte, die nicht mehr dem neusten Stand der Technik entsprechen. Oder Kleidung, die aus der Mode gekommen ist. Dinge die nicht mehr gebraucht werden, landen leider viel zu schnell auf dem Müll, da man sich oft schwerlich vorstellen kann noch etwas dafür zu erlösen. Momentan ist allenthalben ein deutlicher Trend gegen das Wegwerfen im Gange.So sind Tauschbörsen im Kommen. Wenn nicht verkaufen, warum nicht tauschen.

Tauschbörsen im Internet – wie zum Beispiel die Tauschzone – funktionieren ähnlich wie Onlineshops, nur dass man selbst seine Artikel zum Tausch anbietet und anderen Mitgliedern einen Tausch vorschlagen kann. So kann man beispielswesei die alte Nachttischlampe anbieten und sich dafür evtl. eine DVD oder ein Buch im Portfolio aussuchen. Da Angebot und Nachfrage sich nicht immer eins zu eins treffen, gibt es bei Tauschbörsen oft interne, eigene Währungen. Somit lassen sich dort brauchbare Sachen „in Währung wandeln“. Dieses Plattform-Geld ist in der Regel nicht auszahlbar und muss dort wieder zurück in Gegenständliches getauscht werden. Dadurch, dass vieles wieder Verwendung findet statt weggeworfen zu werden, verlängert sich die Nutzungsdauer einer Sache, was die Ökobilanz positiv beeinflussen kann. Äh, sieht man etwas kulant vom Versandhandel ab. Zudem wird die Umwelt durch weniger Neuanschaffungen geschont und es entsteht auf der anderen Seite weniger Müll.

Bei manchen Tauschbörsen steht sogar direkt der Umweltaspekt im Vordergrund, beispielsweise bei netcycler. Dort kann bei einem erfolgtem Tausch ein Betrag festgelegt werden, der an den NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) gespendet wird.

 Schöne Entwicklung. Die Tauschbörse netcycler ist sogar Partner unserer Quelle, dem NABU.

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Jan 16

Einkaufen ist nicht nur nützlich: In einer zivilisierten Welt wird das „Shoppen“ schon auch mal als Kurzurlaub bzw. Freudenspender interpretiert. Daran ist auch nichts Schlimmes. Schnell kommt man aber beim gemütlichen Shoppingnachmittag mit drei bis zehn verschiedenen Plastiktüten in allen Formen und Farben nach Hause. Eine „saubere“ Alternative die eigenen Shoppingexzesse zu optimieren gibt es seit Kurzem: Kompostierbare Tüten und Taschen auf genfreier Maisstärkebasis.

Kompostierbare Tüten weden heute unter anderem aus dem Biokunststoff “Mater-Bi“ hergesetllt. Dieses spezielle Material kann wie normaler Kunststoff verarbeitet werden, besteht aber zu 100 Prozent aus genfreier Maisstärke und ist daher in zehn bis zwölf Wochen vollständig kompostiert. Gärtnereien und Baumschulen verwenden beispielsweise bereits spezielle Mulchfolien aus diesem Biowerkstoff. In Tragetaschenform bildet das Material die optimale Mischung aus Abbaubarkeit und Beständigkeit. Entsprechende Zertifikate und Prüfungsergebnisse können online hier recherchiert werden: ideeagent.com.

Nett: 1 diplomatisches Stämmchen

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