Dez 14

Die Müllberge, die Tag für Tag durch Coffee-to-go-Becher entstehen, sind mittlerweile ein echtes Problem für die Umwelt. Doch mit Hilfe von reCup, einem neuartigen Pfandsystem könnte das Problem schon bald verschwinden.

Coffee-to-go – Jeder trinkt ihn irgendwann. Doch an die Müllberge wird nur selten gedacht. Mit reCup könnte sich schon bald eine echte Alternative zum herkömmlichen Pappbecher etablieren. Warum sollte ein Pfandsystem in diesem Fall nicht funktionieren?

Schlimme Zahlen machen es deutlich

Wie groß die Belastung durch die Coffee-to-go-Becher tatsächlich ist, wird durch diese Zahlen erst richtig deutlich. Jedes Jahr werden allein in Deutschland 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher verbraucht. Pro Stunde kommen da etwa 320.000 Pappbecher zusammen – und das nur in Deutschland. Dadurch entstehen 40.000 Tonnen Müll pro Jahr.

Jungunternehmer schaffen Pfandsystem

Zwei Jungunternehmer aus Rosenheim haben sich überlegt, diesen Müllbergen den Kampf anzusagen. Sie haben mit reCup —- https://recup.de/  —– ein Pfandsystem ins Leben gerufen, das eigentlich überall funktionieren könnte. Wer seinen Kaffee zukünftig in einem reCup anstatt in einem Pappbecher kauft, zahlt einen Euro Pfand, bekommt aber gleichzeitig seinen Kaffee günstiger als sonst. Wird der wiederverwendbare Becher abgegeben, wird der Euro zurückgezahlt. Einfach und sehr effektiv.

Becher bis zu 500 Mal wiederverwenden und dann recyceln

Diese speziellen Becher können bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. Sie werden vor Ort gereinigt und wieder eingesetzt. Die Becher bestehen aus Polypropylen und sind voll recycelbar. Sie werden in Deutschland produziert. Wer einen Deckel dazu haben möchte, bekommt einen kompostierbaren und somit umweltfreundlichen Deckel dazu. Das schlichte Design hat ebenfalls einen Grund. Es soll die Nutzer davon abhalten, die Becher einfach zu behalten. Schließlich soll das Prinzip funktionieren.

Eine wache Idee für die wir 3 Stämmchen vergeben.

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Okt 26

Innovative Ideen in Sachen Umweltschutz können auch so aussehen: Man nehme mehrere Plastikflaschen und lässt daraus Kleidung entstehen. Klingt erst einmal seltsam, wird aber bereits von einem Unternehmen namens Teeki praktiziert.

Plastik als Ausgangsstoff für die Produktion von Kleidung zu verwenden, ist eine Idee, die in den USA und in Großbritannien bereits erfolgreich umgesetzt wird. Damit ist es gelungen, eine Methode zu entwickeln, Plastikflaschen noch besser zu recyceln. Ganz im Sinne der Umwelt werden diese so dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt.

Recyclinggleichung: 25 Plastikflaschen = 1 Yoga-Hose

Dank der innovativen Methode von Teeki erhält das Recycling von PET-Flaschen eine völlig neue Dimension. Dabei hat sich das Unternehmen auf die Produktion von Active-Wear spezialisiert und benutzt dafür Plastikflaschen als Ausgangsmaterial. Was im ersten Moment noch etwas seltsam klingt, könnte ein großer Schritt dahin sein, den Plastikbergen ein Ende zu setzen oder sie zumindest umweltgerecht deutlich zu reduzieren.

Etwa 25 Plastikflaschen werden gebraucht, um eine Yoga-Hose entstehen zu lassen. Dabei setzt das Unternehmen zusätzlich auch bei der Herstellung auf Umweltfreundlichkeit, die entsprechende Produktionsstätte wird durch Solaranlagen betrieben.

Leggings mit tollen Eigenschaften

Nicht nur in Sachen Design versucht man sich bei Teeki einiges einfalle zu lassen, sondern bringt auch noch weitere Eigenschaften mit. So sind beispielsweise die Leggings antibakteriell und können etwa gut zum Surfen getragen werden. Das Material ist strapazierfähig und für so für die meisten Fitness-Aktivitäten geeignet. Das gesamte Active-Wear-Sortiment erfreut sich bereits großer Beliebtheit.

Plastik: Besorgniserregende Zahlen

Plastik braucht mehr als 400 Jahre, um von selbst zu verrotten. Vor allem in den Meeren richten Plastikabfälle große Umweltschäden an. Tiere fressen sie und sterben an den Folgen. Es wird geschätzt, dass bis 2017 etwa 19,1 Millionen Tonnen PET-Verpackungen verbraucht werden. Mit Hilfe normalen Recyclings wird es kaum möglich sein, diese Massen umweltgerecht zu entsorgen. Umso interessanter ist die innovative Idee von Teeki, die ihren Anteil dazu beiträgt, der drohenden Überflutung zu entkommen.

Eine Idee die uns viele Möglichkeiten unterbreitet. 4 Stämmchen hierfür.

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Jan 30

Ausrangierte Kleidung war bisher nicht gerade die No.1 der Recyling-Artefakte. Designer aus Nebraska haben jetzt aber einen Weg gefunden, aus alten Kleidern in einer gänzlich ökologischen Produktion Plastik herzustellen.

Plastikrecycling kennen wir. Machen wir und finden wir gut. Da ist der Konsens der Allgemeinheit inzwischen wahrscheinlich klar. Die Frage ist: Wo fängt Recycling an – beziehungsweise: Wo kann es anfangen? Alternative Stoffe zur Produktion von Kunststoff werden schon eine Weile gesucht. Wir haben schon über Bananenschalen und auch Maisstärke berichtet. Dass sogar Jeans dazu verwendet werden können, Kunststoff herzustellen, ist neu.

Wie aus alten Jeans verwertbares Material wird

Das Vorgehen: Die Designer der Firma „Iris Industries“ Jen Carlson und Josh Shear stapeln alte Jeans aufeinander, dazwischen immer eine Schichr Harz, und erhitzen sie dann. Danach wird das Schichtgemisch zusammengepresst. Und das war’s im Grunde auch schon. Heraus kommt ein wasserdichtes Material, leicht und sehr hart durch die miteinander verflochtenen Fasern. Es sieht aus wie Marmor, ein Gemisch aus blau und weiß, durchzogen von immer anderen Fabtönen. Je nach farbe des verwendeten Stoffs. Das Endprodukt, das so genannte „Denimite“ eignet sich ideal für die Herstellung von vielen Produkten wie Kreditkarten, Stiften, Smartphone-Hüllen, Geldbeuteln und sogar Schmuck.

Die Zeit der Mischmaterialien bricht an

Also: Nicht nur Plastikflaschen und -verpackungen können wieder zu Plastik werden. Aus Lincoln, Nebraska, wandert eine ganz andere Idee der Herangehensweise zu uns herüber: „Denimite“. Kunststoffgewinnung aus alten Denim-Jeans und natürlichem, umweltfreundlichem Harz. Die Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Plastikzeit sind vorbei. “Wir glauben, dass das neue Zeitalter die Epoche des Verbundmaterials ist“, erklären die Erfinder des Jeans-Plastiks.

Wer weiter denkt könnte in der amerikanischen Erfindung auch Potential für andere Bereiche als die Produktion kleiner Goodies entdecken. Beispielsweise für die Bauindustrie könnten solche Materialien nützlich sein. Etwa könnte das Plastik aus Jeans als Isolierung für Gebäude funktionieren.

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Mai 04

Ein 19-jähriger hat sich jetzt kurzerhand dem Kampf gegen den weltweit überhand nehmenden Plastikmüll in den Meeren angenommen. Boyan Slat will unsere größten, flüssigen Ökosysteme großflächig mit einem riesigen schwimmenden Filter von Kunststoffen aller Art befreien, die dort nicht hingehören.

Große Ziele erfordern große Maßnahmen. Der Student Boyan Slat ist leidenschaftlicher Taucher. Auf vielen seiner Tauchgänge begegneten im Massen an Müll, wie er berichtet. Habe man diese Mengen nicht selbst gesehen, so Slat, sei das Ausmaß einfach nicht zu erahnen. So entstand die anspruchsvolle Idee, die Weltmeere von dieser Last zu befreien. Mit den Worten „Why don’t we just clean it up? – Warum räumen wir es nicht einfach auf?“ bringt er seine abwerwitzig anmutende Idee auf den Punkt. Schwimmende Filter, die am Meeresboden befestigt sind, sollen Plastikteilchen aus dem Wasser fischen, der so gewonnene Kunststoff wird in Behältern gesammelt und später verkauft. Nach Berechnungen des jungen Mannes solle der Bau mehrerer solcher Filter-Anlagen sogar Profit bringen.

Ökologisch sind die Unmengen Plastik weltweit ein tickende Zeitbombe. Am schlimmsten ist die Tierwelt betroffen. Viele Fische nehmen die Kunststoffe auf und verenden daran. Rund 100 Millionen Tonnen Plastikmüll, so Schätzungen, haben sich beispielsweise bereits in einem Strudel im Nordpazifik angesammelt. In solchen Strudeln wird das Plastik wie in einer Mühle zu staubgroßen Teilen zerkleinert. Die so entstehenden Partikel enthalten giftige Stoffe, die langfristig die Ökosysteme der Meere signifikant negativ zu beeinflussen. Bei Fischen kann sich so das Erbgut verändern und die Entstehung von Krebs fördern. Sogar das Plankton, eine sehr wichtige Nahrungsquelle für Fische, assimiliert diese Partikel. Auf diese Weise klettert das Plastik die Nahrungskette hinauf, bis zum Menschen. Auch hier werden Schäden für das Erbgut sowie Fehlgeburten und Behinderungen als Folge betrachtet.

Wir finden die Idee und das Engagement des jungen Studenten beeindruckend. Selbst wenn noch nicht ganz klar ist, wie zum Beispiel Beifang in diesen Filtern vermieden werden soll – weltbewegende Erfindungen werden nicht mit und von Bedenkenträgern sondern von Visionären gemacht. Weitere Fakten zu Boyan Slats Projekt finden Sie in den Veröffentlichungen der Wirtschaftswoche, n-tv und ProSieben.

Weiter so. Von uns stabile 5 Stämmchen.

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