Feb 22

Das Start-Up minouki bringt eine umweltfreundliche Idee an die Schule die den Plastikverbrauch erheblich senken dürfte, nämlich Schulumschläge komplett aus Papier. Und die sind nicht nur besonders umweltschonend, sie machen auch richtig Spaß.

Bislang waren die Umschläge von Heften und Büchern in der Regel aus dickem Plastik, um diese vor Verunreinigungen und Beschädigungen zu schützen. Mit minouki soll das jetzt anders werden, denn das Unternehmen bietet eine stabile und dabei ökologische Alternative zum bisher verwendeten Kunststoff. Es fertigt Schulheftumschläge aus Recyclingspapier.

Das ist nicht nur genauso stabil und widerstandsfähig wie die Plastikumschläge, es sieht dazu auch noch wahnsinnig schön aus. Die vielen unterschiedlichen Designs sprechen Kinder sehr an und machen Lust auf die Verwendung der neuen Umschläge. Inzwischen werden mehr als 80 Millionen Heftumschläge in Deutschland benötigt, ein großer Markt also den es zu erobern gilt für das junge Start-Up. Und das arbeitet nicht irgendwo, sondern unter strengsten Umweltkriterien direkt in Bayern, damit sind alle Umschläge tatsächlich Made in Germany.

Auf dem Kompost statt in die Plastiktonne

Da versteht es sich fast von selbst, dass jeder Umschlag mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet ist, ein besonderes Ökosiegel das noch einmal auf die Umweltverträglichkeit aufmerksam macht. Gestartet wurde im Jahr 2016 und das zunächst mit einer kleinen Kollektion. Inzwischen gibt es 26 unterschiedliche Varianten an Heftumschlägen, von kunterbunten Designs bis hin zu Uni-Farben ist alles dabei. Der Preis pro Stück liegt bei 1,55 Euro. Das ist etwas teurer als bei den Plastikvarianten, dafür braucht hier bei der Nutzung aber auch niemand ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die Haltbarkeit der fertigen Umschläge ist ähnlich wie die der Plastikumschläge. Beide halten natürlich nicht ewig bei starker Benutzung, allerdings darf der Papierumschlag dann auch einfach auf den Kompost und braucht nicht Jahrzehnte, um zu verrotten. Haben Schulen Interesse an den Umschlägen, so bekommen sie sogar nochmal spezielle Vergünstigungen auf Anfrage. Eine Idee, die sicherlich in Zukunft Schule machen dürfte.

Praktisch und umweltfreundlich, dafür 3 Stämmchen aus unserer Redaktion.

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Jan 31

Graspap ist das erste Papier, was wirklich aus Gras gewonnen wird und somit absolut und zu 100 Prozent ökologisch ist. Der Rohstoff ist schnellwachsend, umweltbewusst und kostengünstig. Viele gute Gründe, auf Graspapier umzusteigen.

Mit Graspap hat das Unternehmen Creapaper ein Papier entwickelt, welches großes Potenzial mit sich bringt, die Papierindustrie auf Dauer zu verändern. Am Anfang stand eine Kampagne unter dem Motto „Ökologie und Papier“ die den Ausschlag dafür gab, langfristig über die Möglichkeiten der Papierherstellung nachzudenken und diese entscheidend zu verbessern. Was dann folgte war zunächst das Prinzip des Versuchs und Irrtums, in dem der Creapaper-Gründer Uwe D’Agnone unterschiedliche Rohstoffe hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit testete und herausfilterte, aus welchem Material sich hochwertiges und haltbares Papier wohl am besten herstellen ließ.

Die Grundlage für die Herstellung von Papier sind Faserstoffe. Diese bestehen zum Teil aus recyceltem Papier und werden wiederverwendet. Es müssen aber auch immer wieder neue Faserstoffe hinzugefügt werden, da sich alte Fasern verkürzen und sie damit das Papier weniger haltbar und reißfest machen. Bislang kam der größte Teil dieser „neuen“ Fasern vom Holz, aber das wird mehr und mehr zur Energiegewinnung genutzt. Deshalb war es höchste Zeit, hier umzudenken und einen anderen Faserlieferanten zu finden. Und der ist jetzt einsatzbereit und wächst eigentlich überall: Gras!

Die optimale Kombination aus Recycling und Naturfasern

Das neuartige Papier, das die Hersteller Graspap getauft haben, besteht jetzt zu 35 Prozent aus aufbereitetem Gras und zu 65 Prozent aus Zellstoff. Die perfekte Kombination für ein besonders ökologisches Produkt, das zudem dem bisher verwendeten Papier in nichts nachsteht. Kein Wunder, dass die Forschungen an dem Produkt bereits im Jahr 2014 mit Fördermitteln vom Deutsche Bundesinstitut Umwelt (DBU) entsprechend bezuschusst wurden.

Schließlich ist allen daran gelegen, dieses häufig verwendete Produkt so umweltgerecht wie möglich zu produzieren. Die Zukunft in diesem Segment heißt deshalb Graspap und hier werben die Hersteller nicht ohne Stolz: „Mit Produkten aus Gras ist alles im grünen Bereich.“ Neben normalem Papier sind auch Kartonagen und Pappe unterschiedlicher Dicke für die Industrie erhältlich.

Warum ist man da eigentlich nicht früher drauf gekommen? Wir meinen, dass hat mindestens 3 von 5 Stämmchen verdient.

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Okt 24

Normalerweise sind Berichte und Publikationen keine leichte Kost für den Leser, in diesem Fall aber schon. Die Schweizer Franke Gruppe präsentiert ihren Nachhaltigskeitsbericht 2016 nämlich vollkommen umweltbewusst zum Aufessen. Eine geniale Idee mit echtem Mehrwert.

Als internationaler Anbieter von Großküchen, Haushaltsküchen und allen Produkten des Hygienebereichs veröffentlicht die Franke Gruppe auch Jahr für Jahr einen Bericht ihrer Arbeit. Dabei steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund, setzt sich das Unternehmen überaus bereitwillig für eine bessere Welt ein. Für die Veröffentlichung wählte man im Jahr 2016 aber nicht einfach nur das Thema „Nachhaltigkeit“, man setzte es gleich auch eindrucksvoll in die Tat um, indem man den kompletten Bericht inklusive anschaulicher Fotos auf essbares Papier mit Lebensmittelfarbe druckte. Ein Aufwand der sich lohnte, denn so groß waren die Werbewirkung und das Interesse an einem so simplen Dokument selten.

Ein Bericht erfüllt internationale Umweltstandards

Der Bericht selbst entstand in Zusammenarbeit mit Swisscontent. Letzteres Unternehmen zeigte sich nicht nur für die Auswahl des Designs verantwortlich, sondern übernahm auch redaktionelle Aufgaben, sowie den Druck. Inhaltlich sind dabei Kapitel über soziale Verantwortung, Ökologie, Businessaktivitäten, Nachhaltigkeitsbemühungen, Ökonomie und Produktverantwortung, sowie die Gesamtperformance und die Zukunftsziele der gesamten Franke Gruppe entstanden.

Ist alles ausgelesen, dann wandert das Papier nicht in den Müll, sondern in den Magen der hungrigen Leser. Das ist nicht nur witzig und sättigend, es untermauert zugleich das Umweltbemühen des Unternehmens und setzt damit ganz neue Maßstäbe. Nicht nur in den Köpfen der interessierten Leser, sondern auch auf internationaler Ebene, denn der Bericht erfüllt alle Anforderungen der so genannten Global Reporting Initiative (kurz GRI) und hält sich dabei an den GRI-Standard. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Organisation, die Unternehmen, Regierungen und Organisationen hilft, ein Verständnis für Themen wie Klimawandel, Korruption und Menschenrechte aufzubauen. Gleichzeitig stellt der Bericht einen Fortschritt zum „United Global Compact“ dar.

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Jul 29

Viele alltägliche Dinge bergen bisher unentdecktes Potential. Für gewöhnliche Pappe möchte der Israeli Izhar Gafnis ein neues Anwendungsgebiet erschließen. Mit preiswerten aber vollwertigen Fahrrädern aus recycelter Zellulose möchte er baldmöglichst in die Serienproduktion gehen.

Mit einer ungewöhnlichen Idee stieß Izhar Gafnis bei befreundeten Ingenieuren zu aller erst auf Abwinken und fast schon Hohn. Aus vielerlei Gründen wurde das Vorhaben wohl nicht als realisierbar angesehen. Einzig seine Frau bewegte ihn dazu seinen Gedankengang zu verwirklichen – ein fahrtaugliches und vollwertiges Fahrrad aus Recyclingpappe.

Zwei Jahre lang beschäftigte er sich eingehend mit Pappe und deren Eigenschaften. Welche Möglichkeiten und Formen sind stabil genug. Nach über 12 Monaten Feinarbeit an einem vollwertigen Prototyp präsentiert der smarte Israeli im Juli 2013 sein Papp-Fahrrad. Die Idee bereits so weit ausgereift, dass er mit dem Vehikel eigentlich in Serienproduktion gehen könnte. Das Startkapital macht hier einen Strich durch die Rechnung. Noch.
 Denn um das Projekt zu finanzieren setzt sein Unternehmen Cardboard Technologies auf den Onlinetrend „Crowdfunding“. Dabei wird eine Community dazu bewegt mit einem beliebigen Betrag freiwillig die erste Produktion zu finanzieren. Gelingt dem Unternehmen der Produktionsstart soll das Fahrrad später für umgerechnet 10 Euro pro Stück verkauft werden. Entwicklungsländer sollen einige Papp-Fahrräder geschenkt bekommen. Als weitere Produkte von Cardboard Technologies sind unter anderem auch Rollstühle und Einkaufswägen geplant. Das Prinzip ist also auch auf verschiedenste Alltagsgegenstände anwendbar.

Stabilität erhält die Konstruktion rein aus der Pappe, welche einen großen Teil des verwendeten Materials ausmacht. Vor Witterungseinflüssen beständig wird das Fahrrad durch einen versiegelnden Speziallack. Die Laufräder sind mit recyceltem Gummi von Autoreifen beschichtet. Der Antrieb selbst geschieht nach klassischem Prinzip über einen Keilriemen der über Metallringe läuft. Lediglich die Bremsen und Pedale entsprechen einem herkömmlichen Fahrrad. Näheres zum Unternehmen und dem Finanzierungskonzept in der Wirtschaftswoche.

Wir sind schon auf das erste Pappfahrrad auf deutschen Radwegen gespannt und sehen viel Potenzial in der Idee. 4 Stämmchen von uns.

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