Sep 20

Inzwischen gibt es für alles eine App, zum Spielen, zum Schlafen und zum Verhüten ebenso wie für den täglichen Einkauf und den Haushalt. Neu ist, dass sich via App nun auch ein wertvoller Beitrag zum Ökosystem leisten lässt, denn eine neue App rettet den Regenwald.

Palmöl steht schon viele Jahre in der Kritik, ungesund zu sein und überdies schädlich für die Regenwälder. Beim Anbau der Ölpalmen begehen die Hersteller oft Raubbau an den Wäldern, denn diese müssen weichen um Platz zu schaffen für die Plantagen. Doch damit nicht genug.

Zur Erzeugung von Palmöl werden oft Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit billigend in Kauf genommen, denn es kommt auf Masse an und auf günstige Ware. Diese findet dann Platz in ganz unterschiedlichen Produkten wie Schokocreme, Shampoo oder Streichkäse. Selbst in Futtermitteln für Hunde und Katzen steckt Palmöl. Ein Zustand, der dringend Änderung bedarf, finden Umweltschützer und haben deshalb eine App entwickelt. Diese weist auf bedenkliche Produkte hin und nennt auch gleich Alternativen. Dadurch sinkt der Verkauf entsprechender Produkte und die Händler kommen in den Druck, diese auch nicht weiter zu beziehen, so zumindest der Plan.

Palmöl in zahlreichen Produkten vorhanden

Letztendlich führt ein umweltbewusster Umgang mit Lebensmitteln dann dazu, den Anbau von Ölpalmen zu unterbinden und damit den Regenwald zu retten. Experten schätzen, dass derzeit etwa 90 Prozent aller angebauten Ölpalmen in direktem Zusammen mit Brandrodung, Kinderarbeit und der Verwendung von schädlichen Pestiziden stehen. Auch Kleinbauern werden ausgebeutet und ihrer Ländereien beraubt, um noch mehr produzieren zu können. Noch machen sich viele Verbraucher kaum Gedanken über die Inhaltsstoffe ihrer Lebensmittel und deren Produktionsbedingungen, ein Umstand, der jetzt dringend geändert werden soll.

Ein häufiges Argument vieler Konsumenten ist die Tatsache, dass sie wenig Zeit haben beim Einkauf und sich nicht die ganzen Inhaltsstoffe durchlesen möchten oder schlicht nicht wissen, wie Palmöl unter Umständen noch deklariert ist. Das soll nun kinderleicht möglich sein mit nur einer App. Mehr Informationen dazu finden Interessierte ab sofort auf der Webseite www.zeropalmoel.de.

Eine vielversprechende App, wir vergeben 4 Stämmchen.

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Mai 13

Ernährung von Mensch und Tier und der Klimaschutz stehen im engen systemischen Zusammenhang. Fleisch bzw. dessen Verstoffwechselung ist als Klimaschädling bereits entlarvt. Dass nun auch fleischlose Lebensmittel nachhaltig am Klimawandel beteiligt sein sollen, ist eine neuere Erkenntnis. Als Bösewicht wird das Palmöl entlarvt, das aufgrund des günstigen Preises von vielen Lebensmittel Produzenten als pflanzliches Fett verwendet wird. Palmöl war nicht zuletzt wegen der schlechten Klimabilanz von Biosprit in den Medien.

Tierische Produkte haben eine schlechte Klimabilanz, nach Fleisch kommen direkt die Milchprodukte. Nun könnte man sinnieren, dass ein Wechsel zu Margarine, einem pflanzlichen Fett nicht nur gesünder ist sondern nebenbei auch der Umwelt gut tue. Ein Blick auf die Zutatenliste allerdings verrät diverse Sünden, die Margarine-Hersteller begehen. Mit Folgen. So steckt hinter dem zunächst harmlosen Pflanzenfett häufig Palmöl. Verwenden Hersteller andere Pflanzenfette, wie Rapsöl, geben sie dies auch gerne an. Für die Palmöl-Plantagen allerdings werden große Flächen Regenwald gerodet. Nicht selten auch noch durch Brandrodung, wodurch zusätzliches CO2 freigesetzt wird.

90 Prozent des Palmöls werden in der Lebensmittelindustrie verwendet, beispielsweise in Margarine, Fertiggerichten oder Speiseeis. Die übrigen zehn Prozent werden zur Hälfte in der Kosmetik Industrie verwendet. Lediglich fünf Prozent wandern in die Herstellung von Biokraftstoffen. Wer also Biokraftstoffe wegen der Abholzung des Regenwaldes meidet, sollte auch in der Ernährung auf eventuell verstecktes Palmöl achten. Zwar gibt es nachhaltig produziertes Palmöl jedoch ist dies leider die Ausnahme. Weitere Augen öffnende und  nützliche Informationen für Verbraucher zum Thema Palmöl in einem Bericht beim Westdeutschen Rundfunk.

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Mrz 18

Dass die Aktivisten von Greenpeace die Marketing-Kommunikation beherrschen, haben sie schon zigfach bewiesen. Derzeit kursiert ein sogenanntes virales Schocker-Video, das die Nutzung  von Palmöl im Produktionsprozess von Nestlé offensiv anprangert.

Ein wahrhaftes Schocker-Video aus der Marketing-Schmiede Greenpeace kursiert derzeit durch das Netz. Hierin verspeist ein Büroangestellter während seiner Pause einen Kitkat-Riegel, der sich während der Mahlzeit als blutiger, abgetrennter Finger eines Orang Utan entpuppt. Zum Hintergrund: Zur Herstellung des Schokoriegels – so die Botschaft des viralen Videos – werde Palmöl verwendet, für das ein indonesischer Lieferant Regenwald rodet. Dies wiederum gefährde die Population von Orang-Utans, die dort leben.

Der Podcast, dessen Verwendung auf einstweilige Verfügung von Nestlé offenbar zunächst unterbunden worden war, erweckte durch dieses Verbot offenbar mehr Interesse als zuvor. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter kolportieren die einminütige Sequenz derzeit sehr aggressiv. Greenpeace seinerseits forciert mit der Kampagne die Aktion „Give rainforests a break“.

Die Folgen: Nestlé Deutschland habe, so Horizont, zwischenzeitlich mitgeteilt, der Bedarf an Palmöl für den hiesigen Markt werde voll mit „Green Palm Zertifikaten“ abgedeckt. Die Zertifikate sind – wie diverse andere auch – eine Art Ablasshandel. Ab 2015 solle gar nur noch zertifiziertes Palmöl eingesetzt werden, so Nestlé Schweiz. Die Kooperation mit umstrittenen Zulieferern sei zudem auch eingestellt worden, so Horizont über Nestlé. Weitere Informationen über unsere Quelle, die Marketing-Plattform Horizont.

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