Dez 14

Wer sich etwas kaufen will, muss wählen. Es gilt, Preis, Leistung und Qualität abzuschätzen. Heute sind vor allem auch ökologische Aspekte für viele Menschen wihtig. Diese Abwägungen erfordern oft Recherche. Eine Arbeit, die die Kampagne „EcoTopTen“ vom Öko-Institut e.V. dem Unentschlossenen abnehmen möchte. 

Die Kampagne untersucht zehn Produktfelder und 25 untergeordneten Produktgruppen nach den umwelt- und kostenmäßig besten Produkten und stellt diese vor. Produkte, die bestimmte ökologische Mindestkriterien oder gewisse Preisobergrenzen sprengen, werden von vorne herein aussortiert. Als Auswahlkriterien sind außerdem auch bestehende Produktsiegel, Bewertungen und Qualitätstests berücksichtigt.

Nicht nur die Anschaffungskosten sind relevant

EcoTopTen geht es nicht um entweder günstige oder umweltfreundliche Produkte. Sondern um Highlights, die ökologische und ökonomische Aspekte verbinden. Außerdem zeigt EcoTopTen die jährlichen Gesamtkosten, also inklusive Folgekosten wie Wasserverbrauch, Versicherungen, Wertverlust und Co., der Produkte an. Um den Vergleich zu ermöglichen, stellt EcoTopTen seinen Empfehlungen auch typische vergleichbare Produkte gegenüber.

Hilfestellung bis ins Detail

Wohnen, Essen und Trinken, Kleidung, Fernseher, Strom, Geldanlagen. In fast allen Bereichen hat EcoTopTen recherchiert und empfiehlt für fast alle größeren und viele kleinen Anschaffungen bewährte Produkte. Dabei wird nicht einfach nur ein Produktname mit Einkauflink „hingeknallt“. Die Seite hilft bei der Produktauswahl über Hilfestellungen wie „Welcher Nutzertyp sind Sie?“ und mit Erklärungen zu verschiedenen Produktgruppen bei der Auswahl. Außerdem stellt EcoTopTen praktische Vergleichstabellen der empfohlenen Produkte auf. Hier werden relevante Daten für das Produkt – wie Prozessorarten, Füllvolumen, Wertentwicklung – gegenübergestellt.

Unterstützung von vielen Seiten

Die Entwicklung der EcoTopTen-Kampagne kostet rund 1,3 Millionen Euro. Das zugehörige Forschungsprojekt wurde bvom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die Kampagne selbst vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Unter vielen anderen haben sich auch die deutsche Bundesstiftung Umwelt und die EU beteiligt.

Hier einige Gründe, warum sich Öko Top Ten von anderen Initiativen abzuheben scheint:

  • Kriterienkatalog bezieht bestehende Produktsiegel, Bewertungen und Qualitätstests mit ein.
  • Zentrales Ecotopten-Kriterium sind die jährlichen Gesamtkosten, auch Folgekosten!.
  • Für EcoTopTen-Produkte gibt es ökologische Mindestkriterien und durchschnittliche Preisobergrenzen
  • Qualitätsurteile werden aufgeführt, wenn existent.
  • EcoTopTen-Wertungen berücksichtigen bei direkter Vergleichbarkeit Umweltfreundlichkeit und jährliche Gesamtkosten
  • Zur optimalen Vergleichbarkeit werden den EcoTopTen-Produkten auch klassische Gegenstücke, welche die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen.
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Feb 21

Nachdem der Forscher Mark Post aus den Niederlanden von einem anonymen Spender beauftragt wurde, Fleisch aus den Stammzellen eines Rindes für den Verzehr zu kreieren, spitzt sich die Sache nun zu. Seit heute ist bekannt, dass der englische 3 Sterne-Koch Heston Blumenthal den visionären Stammzellen-Burger im Herbst öffentlich zubereiten soll, wenn alles nach Plan läuft.

Auf einer Konferenz in Maastricht im Oktober 2012 wird ggf. Nahrungsmittel-Geschichte geschrieben. Dort nämlich soll die erste synthetische, aber dennoch „echte“ Fleisch-Frikadelle den Hamburger eines Freiwilligen zieren, der diesen vor Kameras verspeisen wird. Der Forscher Mark Post hat für dieses Projekt von einem anonymen Spender 250.000 Dollar erhalten. Die noch in der Entwicklungsphase steckenden Forschungen zeigten bereits Aussicht auf Erfolg: So will Mark Post im Herbst eben diesen synthetischen Hamburger tatsächlich vorstellen. Im Ergebnis gehe es ihm nur noch darum, dass das Laborfleisch wie gewohnt aussehe und eben auch so schmecke.

Der Umweltaspekt dieses Projekts ist zumindest signifikant, vom philosophischen fangen wir lieber nicht an. Viele Forscher betonen, dass Tierzucht die Umwelt vergleichsweise stark belaste: der Treibhauseffekt durch massenweise ausgestoßene Tiergase sei ebenso erheblich wie der riesige Wasser- und Getreideverbrauch bei der Tierhaltung. Ganz zu schweigen von der Inanspruchnahme von Landwirtschaftsflächen durch extensive Tierzucht.

Vorsichtige Kritikerstimmen

Synthetisches Fleisch sei aus diversen Gründen im Vergleich zur Verwendung von echtem Rindfleisch durchaus interessant, konstatiert der Präsident der Organisation Earthsave Canada, David Steele. Aus Pflanzen hergestellter Fleischersatz, so Steele weiter, habe für ihn aber noch mehr Vorteile für die Umwelt. Und Tiere würden, so der Umweltschützer weiter, dadurch ebenso geschont. Kritiker führen darüber hinaus an, dass man im Labor erzeugtes Fleisch nur mit viel Antibiotika und sonstigen Chemikalien würde haltbar machen können.

An einer weiteren Alternative zu Fleisch arbeite Patrick Brown von der Stanford University in Kalifornien. Ihm gehe es darum, Burger, Speck und Steaks aus Getreideprodukten herzustellen und die klassische Zutat so zu substituieren. Plakativ und sicher nicht zu Unecht nannte Brown die Tierzucht jüngst „die mit Abstand größte, anhaltende Umweltkatastrophe unserer Zeit.“ Quelle: Hamburger (kein Witz) Abendblatt

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Sep 22

Im fränkischen Steigerwald, in der Nähe des Printzipia-Standortes, soll bis zum Jahr 2013 ein „Zentrum Nachhaltigkeit Wald“ errichtet werden. Ziel dieses Vorhabens ist es, Ökologie und Ökonomie bei der Waldnutzung unter einen Hut zu bekommen. Unter den verschiedenen Gemeinden im Steigerwald wird bislang noch heftig über den genauen Standort des geplanten Nachhaltigkeitszentrums diskutiert.

Vor einigen Tagen erst hat sich die bayerische Staatsregierung dazu entschieden, das „Zentrum Nachhaltigkeit Wald“ im Steigerwald mit seinen jahrhundertealten Buchen zu errichten. Mit dieser Entscheidung hat sich das Kabinett zwar gegen die Schaffung eines Nationalparks ausgesprochen, laut der Umweltstaatssekretärin Melanie Huml werde aber dennoch die Ökologie nicht zu kurz kommen. Auch der Landwirtschaftsminister Brunner erklärt, dass Ökonomie und Ökologie bei der Waldnutzung kein Widerspruch seien.

Geplant ist, dass das „Zentrum Nachhaltigkeit Wald“ im Jahr 2013 eröffnet wird. Das Zentrum kann sowohl als Tagungs- und Veranstaltungsort genutzt werden, als auch pädagogische Angebote wie Lehr- und Erlebnispfade im Wald beinhalten. Mit diesem Vorhaben soll der Tourismus im Steigerwald gefördert werden und der Fortbildung dienen.

Letztlich ist nun noch der Standort des Zentrums zu klären. Obwohl sich mehrere Steigerwald-Gemeinden für das Prestigeobjekt interessieren, werden dem oberfränkischen Ebrach die besten Chancen eingeräumt. Allerdings müsse erst ein Gesamtkonzept über alle geplanten Maßnahmen vorliegen, bevor eine endgültige Entscheidung für einen Standort getroffen werden kann, so der Vorstand des Vereins „Unser Steigerwald“ Gerhard Eck. Quelle: Main-Post

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