Aug 17

Manche denken an ihn, die meisten versuchen es so gut und so lange es geht nicht zu tun. Doch am Ende des Lebens steht der Tod. Daran lässt sich nicht rütteln, aber wer nachhaltig gelebt hat, kann dank eines Startups aus Sachsen auch darüber hinaus seiner Einstellung treu bleiben.

Das Leipziger Startup VON WELT fertigt minimalistisch Särge aus regionalen Hölzern ohne Metall. Damit ermöglicht das Unternehmen einen würdevollen Abschied für Menschen, die zu Lebzeiten einen nachhaltigen Lebensstil gepflegt haben.

 

Bild: Von Welt

Mit seinem Konzept schlägt das Startup neue Wege auf einem Markt ein, der dem Klischee nach eher von Traditionalisten geprägt ist, als von Innovationen. Der Unterschied zwischen dem Standardangebot und dem Startup VON WELT fällt schon beim ersten Blick auf: Statt der klassischen Sargform sind die Särge rechteckig gestaltet. Schnörkel gibt es nicht, stattdessen klare Linien und Kanten und eine einfache Nut auf der Oberseite. Als Farbe stehen Natur und – eher ungewohnt – gelb zur Auswahl.

Neben dem Design sind es aber vor allem andere Werte, die vor allem die Särge zu einem einer echten Neuheit auf dem traditionellen Bestattungsmarkt machen. Die Produkte sind konsequent nachhaltig gestaltet. Alle Holzteile sind mit einem Leim auf Quarkbasis verbunden, der Deckel wird ohne Scharniere aufgesteckt. Damit vermeidet man die Verwendung von Metall, dass in der Erde nur sehr langsam vergeht.

Bild: Von Welt

Außerdem achtet das Unternehmen auf kurze Transportwege: Das Holz kommt aus dem Schwarzwald, die Sargwäsche aus Ostsachsen und die Fertigung erfolgt in Leipzig. Für die farbige Sargvariante wird biologisch abbaubare Farbe verwendet. So entsteht ein durchweg nachhaltiges Produkt, an dem weiter gefeilt wird. Das nächste Ziel ist es die Baumwolle der Sargwäsche durch regionale Leinen zu ersetzen. Nach einem Zulieferbetrieb wird übrigens noch gesucht.

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Aug 02

Das Thema Nachhaltigkeit ist längst in den Köpfen der Menschen angekommen und hat sich zum echten Trend gemausert. Und der macht auch vor dem Sommerurlaub nicht Halt, ganz im Gegenteil. Von nachhaltiger Bademode bis zur fairen Sonnencreme darf alles guten Gewissens mit in den Koffer.

Was sind eigentlich faire Bikinis und Badeanzüge? Eigentlich all solche, die zu fairen Arbeitsbedingungen mit ökologischen Materialien hergestellt wurden, am besten aus Recyclingstoffen. Überraschenderweise gibt es davon eine ganze Menge. Manche bestehen zum Beispiel aus recycelten Fischernetzen, andere Designer nutzen Ökofasern wie Baumwolle. Kunstfasern kommen nicht zum Einsatz, denn sie benötigen in der Herstellung viel Energie und Wasser, was zu einer schlechtem Umweltbilanz führen würde. Die Reste, die bei der Verarbeitung entstehen kommen zudem bei der Verwendung von Ökofasern nicht in den Müll, sondern dienen zum Beispiel als Füllungsmaterial für Bettdecken und Kissen. Zur Färbung der schicken Badeteile nutzen Label wie Mymarini eigene Wasseraufbereitungsanlagen, um auch hier möglichst sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Statt langer Lieferwege wird alles in Europa produziert, meist in Deutschland, Österreich oder Italien. Was in den USA längst zum Standard gehört, ist also endlich auch in Deutschland angekommen. Faire Bademode ist ein echter Trend.

Nachhaltig im doppelten Sinne vor dem Sonnenbrand schützen

Was die Ökomode trotzdem nicht schafft ist, die Haut vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen. Hier braucht es Sonnencreme, aber bitte in Bio-Qualität. Anders als chemische UV-Blocker nutzen die Hersteller dabei einen mineralischen Filter. Der ist vollkommen unbedenklich und so können auch Schwangere und Babys ohne Probleme die Cremes nutzen. Wichtig ist allerdings, auf entsprechenden Bio-Zertifizierungen zu achten um sicherzustellen, dass es sich wirklich um ein echtes Bio-Produkt handelt. Positiver Nebeneffekt von Bio-Sonnencreme, die Haut ist nicht nur gegen die Sonnenstrahlen geschützt, sondern in aller Regel kommen auch keine Unverträglichkeiten mehr vor.. Eine gute Bewertung in diesem Sektor haben Firmen wie Eubiona, Lavera oder auch Eco Cosmetics. Ständig kommen neue Hersteller dazu. Bio-Sonnenmilch gibt es mittlerweile in Drogerien ebenso wie in Apotheken oder einfach online.

Dann kann der Urlaub ja kommen! Welche Ideen haben Sie noch, um auch im Urlaub nachhaltig leben zu können? Hinterlassen Sie uns doch einfach eine Idee in den Kommentaren.

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Feb 08

Das Unternehmen Shiftphones will mit dem Shift 12 „Tablop“ ein interessantes Hybridgerät auf den Markt bringen, das vor allem die Umweltfreunde begeistern wird. Es soll das erste nachhaltige Notebook werden, das am Markt erhältlich ist.

Ein nachhaltiges Notebook könnte viele Anhänger finden. Das Unternehmen Shiftphones —-https://www.shiftphones.com/—- hat mit seiner neuesten Entwicklung, einem Hybriden aus Tablet und Laptop, ein Gerät konzipiert, das durchaus einen Blick wert sein könnte.

Hybridgerät Shift 12 „Tablop“

Bei dem Gerät handelt es sich um eine Kombination aus Tablet und Laptop, weshalb die Herstellerfirma Shiftphones es auch als „Tablop“ bezeichnet. Hochwertige Komponenten sorgen für ein hohes Arbeitstempo. Selbstverständlich wurde darauf geachtet, möglichst Energiesparende Bauteile einzusetzen. Auf die genaue Auflistung der technischen Daten möchte ich an dieser Stelle verzichten. Viel wichtiger ist das Nachhaltigkeitskonzept, mit dem Shiftphones dieses Gerät entwickelt hat.

Austauschbare Teile, Energiesparende Komponenten

Insgesamt hat Shiftphones sehr stark darauf geachtet, dass das Shift 12 einen nachhaltigen Charakter bekommt. So sind die Akkus für Tablet- und Tastaturteil gleichermaßen austauschbar. Ein erweiterbarer Festplattenspeicher gehört ebenso zu dem Nachhaltigkeitskonzept wie die Möglichkeit, das Gerät einfach zu reparieren, anstatt es sofort entsorgen zu müssen.

Ein ganz großer Pluspunkt könnte auch die Tatsache, dass Shiftphones darauf bedacht ist, alte Geräte beim Kauf eines Shift-Gerätes anzukaufen. Diese werden dann anderweitig eingesetzt, wodurch auch deren Nutzungsdauer deutlich gesteigert wird. All dies hat durchweg positive Auswirkungen auf die Umwelt.

Fairness groß geschrieben

Grundsätzlich versucht das kleine, hessische Familienunternehmen alle Abläufe fair zu gestalten. So wird zum Beispiel sehr genau darauf geachtet, woher die Bauteile bezogen werden. Die Zusammenarbeit erfolgt ausschließlich mit kleinen chinesischen Betrieben, wodurch eine faire Bezahlung, normale Arbeitszeiten und gute Arbeitsbedingungen gewährleistet sind. Außerdem verzichtet das Unternehmen Shiftphones auf die Verwendung von Coltan. Alternative Lösungen für den Gebrauch von Zinn und Gold werden gesucht.

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Okt 19

Inzwischen gibt es eine große Anzahl an Modelabeln, die bei der Produktion ihrer Produkte auf deren Nachhaltigkeit achten, doch gute und fair produzierte Laufschuhe zu finden ist nach wie vor schwierig. Die großen Label wie Nike und Adidas führen zwar ein hochwertiges Sortiment, jedoch lassen sich wirkliche Aspekte von Nachhaltigkeit nicht finden, das stellt auch die Stiftung Warentest fest.

Die Wege zu nachhaltigen Produktionsverfahren sind lang, die zu wirklich fairen Laufschuhen scheinen noch länger zu sein. Das liegt nicht nur am mangelnden Engagement vieler Hersteller, sondern auch am Anspruch des Verbrauchers. Sportschuhe müssen nicht nur gut sitzen, sie sollten perfekt federn und atmungsaktiv sein. Ansprüche, die sich mit speziellen Materialien auf synthetischer Basis gut umsetzen lassen, leider belasten die aber auch die Umwelt, da sie erdölbasiert sind.

Und nicht nur das. Das Ursprungsland der meisten Sportschuhe ist nach wie vor China, ein Land in dem kaum faire Produktionsbedingungen zu finden sind. Ein Niedriglohnsektor eben, und das bei Schuhkosten von 100 bis 400 Euro im Handel. Zwar gibt es erste Anstöße, die Laufschuhe künftig auch nachhaltiger zu produzieren, aber diese Anstrengungen stecken noch in den Kinder-Laufschuhen.

Kleine bis mittlere Traditionsunternehmen setzen auf Nachhaltigkeit

Zu diesem Ergebnis kam jüngst auch die Stiftung Warentest. Die wollte wissen, welche Laufschuhe bestehen den Nachhaltigkeitstest? Dazu hatte sie alle großen Hersteller zum Fragebogeninterview eingeladen, um mal hinter die Kulissen zu schauen. Dabei blieben viele Fragen zu den Produktionsbedingungen weiter unbeantwortet, mancher Hersteller wollte sich erst gar nicht zu Wort melden und verweigerte eine Teilnahme am Test.

Darum bekamen Nike, Asics und New Balance auch gleich die Beurteilung „mangelhaft“. Erste Versuche, nachhaltige Laufschuhe auf hohem Niveau herzustellen, die finden sich dann aber doch noch und zwar bei Traditionsfirmen wie Lunge, Bär oder Brütting. Alle Schuhe sind „Made in Germany“ aus hochwertigem Leder und in echter Handarbeit. Dafür müssen Verbraucher allerdings tiefer in die Tasche greifen. Das liegt auch daran, dass wer in Deutschland produziert EU-Standards erfüllt. Das betrifft dann nicht nur die zu zahlenden Löhne, sondern auch anspruchsvolle Umweltstandards.

Umwelt und, nicht zu vergessen, Qualität sollten einem aber dann vielleicht doch den höheren Preis im Schuhgeschäft wert sein, oder etwa nicht?

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Feb 19

Der Anspruch an Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein hört auch bei den Mobiltelefonen nicht auf. Hier geht es darum, wiederverwertbare Materialien zu nutzen, eine lokale Wirtschaftlichkeit zu erzielen und eine nachvollziehbare Lieferkette aufzubauen. Aus diesem Grund telefonieren die Mitarbeiter von Printzipia fair.

Speziellen im Außendienst sind Mobiltelefone unerlässlich, um den Kontakt zu Kunden und Arbeitskollegen aufrechtzuerhalten und effizient arbeiten zu können. Dabei geht es allerdings darum, nicht einfach irgendein Handy oder Smartphone anzuschaffen, sondern auch Umweltaspekte in die Kaufentscheidung einfließen zu lassen. Das lohnt sich schon bei einer einzelnen Anschaffung, rentiert sich aber erst recht bei einer größeren Abnahmemenge. Deshalb wird bei Printzipia „fairgephoned“. Wir nutzen hier Elektronik die dafür produziert wurde, die Wertschöpfungskette wirklich auszunutzen. Übrigens können bei den Fairphones Akkus und Display sehr einfach gewechselt werden.

Robust, praktisch, wirtschaftlich

Bei der Herstellung von Mobiltelefonen kommt eine unterschiedliche Form von Mineralien und Materialien zum Einsatz. Bei den Mineralien kommt es darauf an, dass diese konfliktfrei gewonnen werden, diese also alternativ recycelt oder umweltbewusst gefördert sind. Am besten ist es natürlich, dabei auch die lokale Wirtschaft gezielt zu unterstützen, deshalb kommt es nicht auf den günstigsten Lieferpreis an, sondern auf die besten Bedingungen. Und die hören auch bei der Fertigung nicht auf. Jeder Mitarbeiter erhält sichere Arbeitsbedingungen, einen fairen Lohn und einen ordentlichen Arbeitsvertrag.

Schwer in Ordnung!

Heraus kommt nach der fairen Fertigung ein Design, was irgendwo zwischen praktischem Nutzen, leichter Reparierbarkeit und simplen Details liegt. Auf diese Weise sind die Telefone sehr robust und bleiben einem lange erhalten. Das bestätigte auch ein Test des Magazins Utopia. Demnach sei das Fairphone „schwer in Ordnung“. Vernünftige Kameraqualität, ein 2 GByte Arbeitsspeicher sowie ein 32 GByte Speicher, dazu ein Akku der etwa zwei Tage hält. Nicht stylisch, aber praktisch und sinnvoll für ein Öko-Handy.

Sollten sich dennoch einmal nicht reparierbare Defekte einschleichen, wird das Handy selbstverständlich wieder der Recyclingkette zugeführt und so entsteht aus einem alten Mobiltelefon schnell wieder ein neues Fairphone.

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Mai 13

Ganz im Sinne der Umwelt soll zukünftig Planetcrowd die sozialen Netzwerke ergänzen. Dieses neuartige Modell führt Menschen zusammen, die das Gefühl der Gemeinsamkeit erleben möchten. Neuartige Features zeigen hier interessante Möglichkeiten auf.

Soziale Netzwerke sind ein Trend, der unzählige Menschen in seinen Bann gezogen hat. Doch wie sozial sind diese Netzwerke eigentlich wirklich? Mit Planetcrowd soll nun ein neues soziales Netzwerk geschaffen werden, das wirklich sozial ist und Menschen weltweit zusammenführt, die Gutes bewirken und die Umwelt schützen wollen.

Interaktive Weltkarte im Mittelpunkt

Was zuerst ins Auge sticht, ist die große interaktive Weltkarte, die jedem Nutzer zur Verfügung steht. Hier sind Veranstaltungen, Geschäfte mit speziellen, umweltfreundlichen Produkten und gemeinnützige Organisationen markiert. So erhält jeder Nutzer einen schnellen Überblick und findet auch in fremder Umgebung schnell Gleichgesinnte. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Menschen mit gleichen Interessen kennenzulernen und in einer Interessengruppe zusammenzuführen.

Miteinander im Vordergrund

Bei Planetcrowd geht es vor allem darum, gemeinsam etwas zu bewirken. Das soziale Netzwerk ist darauf ausgerichtet, Menschen zusammenzuführen und gemeinsam Projekte zu starten und zu unterstützen. Hier wird für notleidende Menschen gesammelt, werden Erfahrungen ausgetauscht und wertvolle Tipps weiter gegeben. Die Plattform verfügt über eine interessante Datenbank, an der jeder Nutzer mitwirken kann. Darin werden Bilder und Videos der gesamten Community zur Verfügung gestellt. Die Nutzer selbst entscheiden, ob und welches ihrer Bilder öffentlich genutzt werden darf.

Crowdfunding Kampagne kurz vor dem Start

Wie jedes Projekt braucht auch dieses eine Startfinanzierung. Und genau deshalb startet in etwa zwei Wochen die zugehörige Crowdfunding Kampagne auf Startnext.

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Nov 28

Innovative Ideen, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein standen im Mittelpunkt der Ausschreibung zum Bundespreis Ecodesign 2014. Nun stehen die Gewinner fest.

Am 14. November zeichneten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger 13 Projekte unterschiedlicher Kategorien mit dem Bundespreis Ecodesign 2014 aus. Im Mittelpunkt des diesjährigen Wettbewerbes standen unter anderem nachhaltige Produktionsmethoden, Energieeffizienz und innovative Transportsysteme.

Preisträger aus 4 Wettbewerbskategorien

Die 13 Sieger-Projekte stammen aus den Kategorien Nachwuchs, Konzept, Produkt und Service. Mehr als 200 Projekte nahmen am Wettbewerb teil. Jedes Einzelne zeigt deutlich, wie sich das ökologische Bewusstsein im Laufe der vergangenen Jahre verändert hat. Der einstige, unattraktive Öko-Look ist längst einem anspruchsvollen ökologischen Design gewichen. Heute geht es vor allem darum, Nachhaltigkeit auch attraktiv zu verpacken. Die Juroren äußerten sich in der Pressemitteilung beeindruckt von der Qualität der eingereichten Projekte.

Sieger-Projekte mit Potenzial

Zu den Sieger-Projekten zählen innovative Transportsysteme, die für den Stadtverkehr geeignet sind, elektronische Geräte, die der Wegwerfgesellschaft dank Reparaturfähigkeit entgegen wirken und gleichzeitig energieeffizient arbeiten, sowie umweltfreundliche Produktionsverfahren, die in der Leder-, Textil- und Brillenglasherstellung zum Einsatz kommen könnten. Außerdem wurde eine nachhaltige Modekollektion ebenso prämiert wie ein Online-Spiel, das die CO2-Reduzierung im Alltag betrachtet. Alle eingereichten Arbeiten zeigten ein enormes Umweltbewusstsein und ein starkes Potenzial zur aktiven Bekämpfung schädlicher Umwelteinflüsse. Wer die Sieger-Projekte selbst sehen möchte, hat die Gelegenheit, diese in einer Wanderausstellung ab 2015 an unterschiedlichen Orten bundesweit zu betrachten.

Neue Ausschreibung 2015

Der Erfolg der Ausschreibungen der vergangenen Jahre spricht für sich. Deshalb erfolgt die bereits vierte Ausschreibung des Bundespreises Ecodesign im Februar 2015. Dahinter stehen das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und das Internationale Design Zentrum Berlin e. V.

Quelle: zugetragene Pressemitteilung „Preisverleihung Bundespreis Ecodesign 2014“

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Jun 13

Das Gesellschaftsspiel „Green Deal“ konnte über Crowdfunding finanziert werden und etabliert sich nun auf dem deutschen Spielemarkt. Inhaltlich geht es um das Leiten eines futuristischen Unternehmens, wobei sowohl Nachhaltigkeits- als auch Wirtschaftlichkeitsaspekte unter einen Hut gebracht werden müssen.

Ein Spiel, bei dem man wirtschaftlich handeln muss – klingt nach den altbekannten Monopoly. Ein Spiel, bei dem man nachhaltig handeln muss – das ist schon ungewöhnlicher. Das Brettspiel „Green Deal“ verbindet beide Komponenten. Ziel des Gesellschaftsspiels ist es, so profitabel und gleichzeitig so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften. Es soll für umweltbewusste Entscheidungen sensibilisieren und den Brückenschlag zwischen Erfolg und Rücksichtnahme herausstellen.

Jeder der Spieler leitet einen internationalen Konzern im Jahr 2050. Es geht darum, die anderen Spieler richtig einzuschätzen und zu beeinflussen, ihre Aktionen vorherzusagen. Kurzfristige Ziele mit langfristigen zu vereinen, richtig abzuwägen. Das strategielastige Spiel dreht sich vor allem um Investitionen in die richtigen Projekte, Allianzen und Kooperationen. Die Mitspieler konkurrieren in Punkto Unternehmensführung und verklagen sich gegenseitig, bis einer als Sieger mit der besten Strategie aus dem Wettkampf hervorgeht.

Durch 30 wechselnde Spezialfähigkeiten wird jedes Spiel neu gestaltet, sodass die Zirka 90 Minuten Spielzeit immer anders verlaufen. Geeignet für drei bis fünf Spieler ab 12 Jahren ist das Spiel etwas für Groß und Klein. Der Sieger wird nach Punkten ermittelt, wobei die beste Reputation, die Nachhaltigkeitswertung für den schwächsten Bereich jedes Spielers und in der Unternehmensbewertung für das profitabelste Unternehmen wichtige Rollen spielen.

Green Deal wurde über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert und wird nun über diverse Brettspiel- und Nachhaltigkeits-Events auf den Markt gebracht. Unter anderem wird es zum Beispiel im Oktober auf der größten Brettspielmesse der Welt in Essen zum Verkauf angeboten. Seit Mitte April ist es auch online bestellbar. Wir finden: Außnahmsweise mal keine bittere Standpauke über falsches Verhalten sondern eine verspielte und lustige Art, die richtigen Entscheidungen treffen zu lernen. Schon für junge Menschen spielbar können solche Projekte doch Weichen in den Denkstrukturen der Menschen stellen. 4 Stämmchen von unserer Seite.

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Mai 30

Von der Lebensmittel- bis zur Textilindustrie wird mit nachhaltigen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren geworben. Politiker versprechen nachhaltige Umweltpolitik, Entwicklung, Bildung. Heute ist Nachhaltigkeit jedem ein Begriff, sie ist ein anerkanntes Ziel. Damit es aber so weit kam, war ein langer Weg nötig, zu dem schon vor 300 Jahren der Anstoß gegeben wurde. Die Ursprünge des Wortes, das wir heute so inflationär gebrauchen, liegen in Sachsen.

Nachhaltigkeit. Ein Wort das sich heute viele auf die Fahnen schreiben. Doch ist es sehr breit und facettenreich, über Jahrhunderte gewachsen. In abgewandelter Form wurde der Begriff erstmals vor 300 Jahren verwendet.

In der Vergangenheit waren Menschen extrem abhängig von Holz. Als Werkstoff, als Energiequelle wurde es intensiv genutzt. Holz wurde als abzubauender Rohstoff gesehen, im Mittelalter wurden die heutigen deutschen Wälder auf ein Viertel ihres ursprünglichen Umfangs niedergewirtschaftet. Vor allem der Berg- und der Städtebau verschlangen Unmengen an Bäumen. Kamen für die Menschen große Katastrophen, bedeutete das Erholung für die Vegetation. Während Kriegen oder Epidemien wurden die Wälder weitgehend in Ruhe gelassen. Trotzdem wurden sie aber stetig kleiner.

Erst ab dem 17. Jahrhundert wurde man auf das sich einschleichende Problem aufmerksam. Der übermäßige Abbau von Wäldern, teilweise trotz entsprechender Verbote, führte in den ersten regionen Deutschlands zu einem Holzmangel.

Hans Carl von Carlowitz, ein Adliger, geboren auf der Burg Rabenstein bei Chemnitz, veröffentlichte zur Frühjahrsmesse 1713 sein Werk „Sylvicultura oeconomica oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“. Der 500 Seiten starke Wälzer war an die damaligen Grundbesitzer gerichtet und gab genaue Tipps und Anleitungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft. Der fortschrittliche Adlige rief seine Standesgenossen zur Verantwortung für ihre Mitmenschen und die Umwelt, zu „nachhaltender Nutzung“ des Landes und speziell der Wälder auf. Dabei orientierte er sich an Konzepten aus dem Ausland, die er auf seinen Reisen kennen gelernt hatte.

Fortschrittliche Ansätze

„Die Ökonomie hat der Wohlfahrt des Gemeinwesens zu dienen. Sie ist zu einem schonenden Umgang mit der gütigen Natur verpflichtet und an die Verantwortung für künftige Generationen gebunden.“, erklärte Carlowitz in seiner Lehre vom Wald. Er forderte eine globale, umfassende Betrachtung der Situation. Dass er mit seinen neuen Konzepten und drastischen Forderungen eher auf taube Ohren stoßen würde, wusste Carlowitz aber schon damals. In einer seiner Schriften erklärt er, der Mensch werde meist nur aktiv, wenn „uns das Wasser bis zum Hals und ins Maul reichet“, also wenn er dazu gezwungen ist. Heute gilt Carlowitz‘ Werk als Gründungsschrift der Forstwissenschaft.

Erst der Hesse Wilhelm Schlich, Professor für Forstwirtschaft in England, brachte das Wort in den englischsprachigen Raum. Um 1889 veröffentlichte er ein „Handbuch der Forstwirtschaft“, durch das er den Grundstein für die „sustainability“ legte, den heute weltweit bekannten Begriff für „Nachhaltigkeit“.

Etwas kommt ins Rollen

Bis ins zwanzigste Jahrhundert blieb der Begriff der Nachhaltigkeit auf die Försterei begrenzt. Die Naturschutzbewegung breitete ihn auf das gesamte Leben aus. 1913 fand in der Schweiz die erste Weltnaturschutzkonferenz statt, an der 17 Staaten teilnahmen. Durch die zwei Weltkriege erlebte die Bewegung einen Dämpfer, erst 1946 trat die erste internationale Umweltschutzvereinbarung in Kraft.

Seinen endgültigen Durchbruch hatte die Nachhaltigkeit in den siebziger Jahren. Die erste Weltumweltkonferenz findet statt, das UN-Weltumweltprogramm wird veröffentlicht, man fängt an, sich mit der Entwicklung der Welt zu beschäftigen, Umweltschutzorganisationen entstehen.

1987 setzt die UN die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung ein. Der Begriff der „nachhaltigen Entwicklung“, Jahrhunderte vorher von Carlowitz zum ersten Mal angestoßen, ist dadurch endgültig geprägt und bewirkt weltweit Diskussionen, Aktionen und Umschwünge.

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Dez 06

Die „foodXchange“er in Berlin tauschen alle sechs Wochen untereinander selbst gemachte und selbstgeerntete Lebensmittel. Bisher ist das Konzept in Deutschland kaum verbreitet, die Gründerinnen hoffen jedoch darauf, dass andere ihre Idee aufnehmen werden und helfen sogar bei der Realisierung.

Man kennt bereits Essensflohmärkte in sozialen Netzwerken, wo Studenten ihre übrig gebliebene Paprika gegen eine Dose Mandarinen tauschen. Hauptsächlich um Geld zu sparen und nichts verkommen zu lassen. Aber die Idee des foodXchange geht noch weiter. Und so funktioniert’s: Selbst gemacht ist das Zauberwort – oder noch besser – sogar selbst geerntet. Koch- und Backbegeisterte produzieren eigenhändig etliche Köstlichkeiten und treffen sich dann. Zirca alle sechs Wochen. Das Treffen ist dann ein bunter Flohmarkt von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Tomaten und Gurken aus dem eigenen Garten gegen selbst gemachte Pralinen. Jeder verlässt das Treffen mit den Taschen voller Köstlichkeiten. Ganz ohne Geld ausgegeben zu haben wohlgemerkt. Denn das macht man hier nicht. Kein einziger Cent wechselt den Besitzer, es wird ausschließlich getauscht.

Tauschhandel wie früher

Mittelalterlich, oder noch älter, wirkt diese Art des Handels. Wer hätte gedacht, dass das heute noch so gut funktioniert? In der Zeit von Dosenfutter und Instantnudeln weiß man die hausgemachten Leckereien durchaus wieder zu schätzen. Vielen fehlt ja auch einfach die Zeit oder das Können, die herzustellen. Der Tauschclub ist momentan in Berlin vertreten und privat organisiert. Aber international nennt sich das Konzept, dass die Xchanger verfolgen, „food swapping“ und ist schon seit längerem vor allem in den USA bekannt.

Pamela Dorsch und Cathrin Brandes haben foodXchange in Berlin ins Leben gerufen. Sie suchen aber, nach eigener Aussage, ständig nach Nachahmern und freuen sich, wenn ihre Idee in andere Teile Deutschlands getragen wird. Dazu stellen sie sogar gratis ein Logo zur Verfügung. Ein Mini-Franchise sozusagen, nicht kostenpflichtig, und sehr erwünscht.

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