Jul 28

Erstmalig in diesem Jahr ruft das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Winzer, Landwirte und Gärtner dazu auf, sich mit innovativen Ideen und Projekten für den „Bayerischen Klimapreis Landwirtschaft, Garten- und Weinbau“ zu bewerben. Ziel soll es sein, die Produktion dem Klimawandel anzupassen und zum Schutz des Klimas beizutragen.

Es locken Preisgelder in Höhe von 3.000 für den Gartenbau und den Weinbau, sowie zwei Mal 3.000 für alle Gärtner, die sich vor einer Expertenjury mit ihren neuen Ideen behaupten können. Zur Fachjury gehören Vertreter aus dem Staatsministerium, einer berufsständischen Vertretung sowie Forschern. Diese prüfen alle eingegangenen Projektideen auf die Wirksamkeit hinsichtlich des Klimaschutzes und deren Anwendbarkeit in der Praxis. Schließlich sollen alle theoretischen Vorüberlegungen auch in die Betriebe vor Ort übertragbar sein und so einen Wandel herbeiführen können. Gleichzeitig soll dadurch natürlich auch die Effizienz der Arbeit gesteigert werden.

Gartenbau, Weinanbau und Landwirtschaft

Die Verleihung selbst findet im Oktober statt und wird von Staatsminister Helmut Brunner durchgeführt. Bewerben können sich alle Interessierten aus Gartenbau, Weinanbau und landwirtschaftlichen Betrieben. Wer sich nicht selbst bewerben möchte, der kann auch von Dritten für den Preis vorgeschlagen werden. Alle Bewerber müssen sich vorab darüber bewusst sein, dass ihre Projekte auch vor Ort erläutert und gezeigt werden und die Presse ebenfalls involviert ist. Demzufolge können auch Interviews und Fotos auf die Bewerber zukommen. Falls eine Idee gewinnt, darf sie für die Forschung verwendet werden. Deshalb ist es ausgeschlossen, bereits bestehende Forschungsprojekte einzureichen.

Zur Bewerbung benötigen die Verantwortlichen Namen und Adressen des Bewerbers, sowie die BALIS-Nummer. Außerdem ist ein Betriebsspiegel einzureichen und eine Beschreibung des Projekts als solches, gegebenenfalls mit Fotos. Mehr Informationen dazu, sowie die Adresse für die Bewerbungen finden Interessierte unter https://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/klima/165651/index.php .

Der Anmeldeschluss ist der 31. August 2017.

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Sep 16

Die Verschmutzung des Meeres hat im Laufe der vergangenen Jahrzehnte enorme Ausmaße angenommen. Verschiedene Arten sind längst bedroht. Ein italienisches Unternehmen hat sich diesem Problem gezielt angenommen und recycelt gebrauchte Fischernetze auf beeindruckende Weise. Auf umweltbewusste Weise werden die nylonhaltigen Fasern der Fischernetze in Nylon zurückverwandelt.

Der italienische Unternehmer Giulio Bonazzi wurde lange belächelt, als er seine Idee, gebrauchte Nylonfasern zu recyceln, umsetzen wollte. Doch was als kleines Herzensprojekt begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem beeindruckenden Unternehmen, das inzwischen weltweite Anerkennung genießt. Bonazzi ist ein Mann der Tat. Er sammelte Abfälle aller Art, Hauptsache, Nylonfasern waren enthalten. Mit Unterstützung von vier internationalen Universitäten gelang es ihm, ein Verfahren zu entwickeln, das aus gebrauchten Fischernetzen, alten Badeanzügen, Teppichflusen und ähnlichem die neue Nylon-Faser Econyl herzustellen.

Beeindruckende Zahlen

Bonazzis Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, gezielt gegen die Müllberge vorzugehen und dabei gleichzeitig aktiven Klimaschutz zu betreiben. Die Zahlen sprechen für sich. Bei der Herstellung von 10.000 Tonnen Econyl wird gleichzeitig ein ebenso großer Müllberg vernichtet. Außerdem würden dabei mehr als 100.000 Tonnen CO2 eingespart, wie in der WiWo Green berichtet.

Wer die Herstellung herkömmlichen Nylons betrachtet, wird feststellen, dass dabei wertvolle Ressourcen zu Lasten der Umwelt notwendig sind. Rohöl ist quasi die Basis zur Herstellung. Eine entsprechende Umweltbilanz spricht für sich. Und genau deshalb ist die Methode von Bonazzis Unternehmen Aquafil geradezu revolutionär einzustufen. Für dieses Recycling Engagement gibt’s 4 Stämmchen.

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Sep 02

Vor wenigen Tagen wurde der erste Burger aus künstlich erzeugtem Rindfleisch verkostet. Ob dieses Erzeugnis aus der Petrischale – wie von manchen Medien angekündigt – zur Lösung des Hungers in der Welt beiträgt oder gar vermag den Klimawandel zu entschleunigen bleibt abzuwarten.

Laut des niederländischen Gefäßmediziners Mark Post ging primär die Sorge vor dem Klimawandel und der Welthunger mit seiner Idee einher, künstlich Fleisch zu erzeugen. Dass es tatsächlich möglich ist, Muskelzellen künstlich wachsen zu lassen hat er nun bewiesen: Anfang August 2013 wurde der erste Labor-Burger, von der Presse gerne als „Frankenstein“-Burger betitelt, in London verkostet. Geschmacklich soll er echtem Fleisch schon sehr nahe kommen. Ob künstliches Fleisch aus Stammzellen aber der richtige Weg sei, die weltweiten Hunger-Probleme des 21. Jahrhunderts teilweise zu lösen wird bereits jetzt kontrovers diskutiert.

Unbestritten ist bisher, dass bei der Herstellung von Labor-Fleisch im Vergleich zu normalem Fleisch 95 Prozent weniger Treibhausgase entstehen. Es wird 96 Prozent weniger Wasser verbraucht. Weideflächen entfallen fast vollständig. Der Energiebedarf halbiert sich immerhin. Der tatsächliche Vorteil eröffnet sich allerdings erst wenn man konkrete Zahlen betrachtet: für ein Kilogramm Rindfleisch werden gigantische 15.455 Liter Wasser benötigt. Der CO2-Austoß entspricht ungefähr einer 1.600 Kilometer langen Autofahrt – wir berichteten darüber.

Apropos: Ganz ohne echte Fleischzellen kommt das Kunstfleisch auch noch nicht aus. Als Grundbaustein müssen noch echte Stammzellen aus Rindern gewonnen werden. Frank Post erklärt in einem Artikel der Berliner Zeitung, dass aus einer Stammzelle etwa eine Billion Körperzellen entstehen können. Diese Stammzellen werden auf einer Nährlösung in eine Petrischale gegeben und zum Wachstum angeregt. Aktuell ist es möglich aus dem Kunstfleisch eine Art Hackfleisch herzustellen. Von vollwertigen Steaks ist man noch weit entfernt. Geschmack bekommt das Fleisch erst durch Würze. Unbehandelt sei es noch relativ geschmacksneutral.

Kritiker bezweifeln den wirtschaftlichen wie ökologischen Erfolg des Projekts. Es sei sinnvoller den Fleischkonsum generell zu reduzieren. Bilden Sie sich selbst eine Meinung – wir empfehlen folgende Links: www.br.de, kurier.at und www.berliner-zeitung.de

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Aug 16

Der Trend zu erneuerbaren Energien macht nun auch vor dem Luftverkehr keinen Halt mehr. Zwei Ingenieure haben vollbracht, was für den Klimaschutz wegweisend sein kann. In einem bislang einzigartigen Projekt haben Andrè Borschberg und Bertrand Piccard erstmals auf einem Flugzeug Solarzellen angebracht und sind damit von Brüssel nach Paris geflogen. Die beiden Männer sind sicher im französischen Le Bourget gelandet.

Wie die Tagesschau online berichtet, hat das Flugzeug „Solar Impulse“ mit 64 Metern zwar die Spannweite eines Langestreckenflugzeuges vergleichbar dem A340, wiegt aber lediglich so viel wie ein Auto. Mit 12.000 Solarzellen auf den Flügeln waren die Akkus des Solarfliegers nur zu fünf Prozent aufgebraucht, obwohl der Pilot Andrè Borschberg von Brüssel nach Paris ganze 16 Stunden unterwegs war. Mit den fast vollen Akkus hätte er demzufolge noch die halbe Nacht weiterfliegen können – ein Flugzeug, das mit Treibstoff betankt werden muss, wäre hier schon an seine Grenzen geraten.

Mit der Erfindung des Solarfliegers soll jedoch nicht die gesamte Luftfahrt verändert werden. Das Ziel des Projekts bestand darin, ein Flugzeug zu schaffen, welches ohne Treibstoff Tag und Nacht fliegen könne, so „Solar Impulse“-Initiator Bertrand Piccard. Auch der im Airbus-Vorstand für Zukunftsforschung zuständige Christian Scherer steht einem zukünftigen Einsatz des Solarfliegers im Passagierflugverkehr skeptisch gegenüber. So werde ihm zufolge auch in 40 Jahren kein Airbus ausschließlich mit Sonnenenergie fliegen können.

Dennoch sehe man laut Piccard am Erfolg des Projektes „Solar Impulse“ das außerordentliche Potenzial von erneuerbaren Energien. Wir hoffen, dass sich tatsächlich etwas von dieser technologischen Entwicklung in die Gesellschaft übernehmen lässt, um weiter Energie zu sparen.

Wir sagen: 4 Stämmchen!

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Jun 25

Nach Eröffnung im Juli vergangenen Jahres – wir berichteten – freuen sich die Verantwortlichen des Klimahaus Bremerhaven großer Resonanz. Rund 800.000 Besucher fanden bereits den Weg in die Öko-Lehrstätte mit Spaß- und Staunfaktor.

„Die Erwartungen wurden weit übertroffen“ zitiert Yahoo News über DDP Energiehaus-Geschäftsführer Arne Dunker Bezug nehmend auf eigene Prognosen. Das Klimahaus hatte am 27. Juni 2009 für das Publikum geöffnet. In der mannigfaltigen Ausstellung können Wissens- und Erlebnishungrige auf rund 11.500 Quadratmetern eine Reise durch die Klimazonen unternehmen.

Zirka zwei Drittel der Gäste seien gezielt aufgrund des Klimahauses nach Bremerhaven gereist. 85 Prozent aller Besucher waren Auswärtige. Künftig sollen weitere touristische Märkte erschlossen werden. So wollen die Verantwortlichen Busunternehmer mehr in das Vertriebskonzept integrieren. Im Gespräch sind vor allem Schulklassenfahrten. Es ist in Planung ein eigenes Schulprogramm aufzulegen. Weitere Informationen beim Klimahaus.

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