Nov 15

Schon seit Jahren laufen in einigen Teilen Deutschlands so genannte Biogasanlagen, die aus Biogas Wärme und Strom erzeugen. Künftig soll das Verfahren noch einen Schritt weiter gehen. Jetzt soll im Kreis Fürstenfeldbruck die Energie direkt aus den Abfällen einer Kläranlage gewonnen und von dort aus an die Haushalte weitergeleitet werden. Ein deutschlandweit einzigartiger Plan, der nicht nur auf Befürworter stößt.

Aus Müll Energie gewinnen. Ein Konzept, dass in Deutschland schon lange viele positive Stimmen erhält und sich längst zu einem einträglichen Geschäft gemausert hat. Doch nun soll nicht nur der Müll von der Deponie eine neue Aufgabe bekommen und recycelt werden, auch der Abfall einer Kläranlage erhält eine neue Aufgabe. Jedenfalls wenn es nach den Plänen des Amperverbandes geht, der sich in der Nähe von Dachau im Landkreis Fürstenfeldbruck befindet.

Demnach soll sich der Abfallwirtschaftsverband gemeinsam mit dem Heizkraftwerk um die Weiterverarbeitung des Kläranlagennassabfalls kümmern. Dazu muss zusätzlicher Biomüll zugeführt werden, um ein verwertbares Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig noch mehr umweltgerechte Entsorgungsarbeit zu leisten. Dafür müssten die Anwohner rund um das Kraftwerk allerdings noch mehr Biomüll sammeln als bisher. Für die Befürworter der neuen Müllpolitik keine große Schwierigkeit, würde nach ihren Angaben immer noch viel zu viel Biomüll in der normalen Abfalltonne landen und nicht vernünftig getrennt werden.

Projekt für die (Müll)Tonne?

Doch nicht alle sind von den Plänen angetan. So hält zum Beispiel Energiereferent Max Keil die Pläne für überflüssig. Er wünscht sich stattdessen eine eigene Biogasanlage. Hier wäre sichergestellt, dass auch wirklich hochwertiges Substrat gewonnen wird. Bei Klärschlamm hingegen fehlen Vergleichswerte und schlechte Ergebnisse würden schließlich niemandem etwas bringen. Er sieht deshalb die kalkulierten Ausgaben in Höhe von 2,1 Millionen Euro als Fehl investiert. Eine Machbarkeitsstudie soll dem Kreis und vor allem den Gegnern des Projekts nun Gewissheit bringen. Je nachdem, welche Ergebnisse diese hervorbringt hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Zukunft des Klärschlamms. Dann zeigt sich, ob dieser in Zukunft Teil eines gut durchdachten und umgesetzten neuen Umweltkonzepts wird oder doch einfach Dreck bleibt, der irgendwo gelagert werden muss und keinen zusätzlichen Nutzen mit sich bringt.

Wegen der Pro & Contras dieser Idee bleibt es erst einmal salomonisch bei 3 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Mai 23

Zwei Thüringer Startups wollen zukünftig miteinander kooperieren, um gemeinsam ein intelligentes Batteriekraftwerk zu entwickeln. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wollen sie Energie effizienter einsetzen und damit die Umwelt schonen.

Künstliche Intelligenz soll zukünftig die Energie in einem neu entwickelten Batteriespeicher steuern. Dies haben zwei Startups aus Thüringen geplant und wollen es in einer neuen Kooperation gemeinsam umsetzen.

Zwei Startups – ein Ziel

Die Excello-Batteriekraftwerke GmbH aus Schmalkalden hat in der Ifesca GmbH aus Ilmenau ihren Partner gefunden. Beide Startups wollen in Zukunft zusammenarbeiten, um künstliche Intelligenz mit neuartigen Batteriespeichersystemen zu verbinden. Ein intelligentes Batteriekraftwerk soll schon bald Industriebetriebe und Privathaushalte versorgen.

Intelligentes Energiemanagement macht Batterien ergiebiger

Während sich Excello auf die Entwicklung eines speziellen Stromspeichers konzentriert, liefert ifesca ein intelligentes Energiemanagementsystem. Beide Komponenten sollen die Basis für ein intelligentes Batteriekraftwerk bilden.

Das AIVA-System, eine künstliche Intelligenz die ifesca in die Partnerschaft miteinbringt, erkennt automatisch, welche Energiemengen wann ein- bzw. ausgespeichert werden sollen. Es analysiert alle vorliegenden Daten und entscheidet selbstständig über Energieflüsse und Energieflussmengen. Besonders interessant ist die Übermittlung aller Daten an die Verbraucher und an potenzielle Neukunden. Vor allem für Energieversorger könnte dieses künstlich-intelligente Batteriekraftwerk interessant sein.

Erneuerbare Energien einfach zwischenspeichern

Mit Hilfe dieses künstlich-intelligenten Systems könnten Energieversorger, die hauptsächlich auf erneuerbare Energien setzen, überschüssig erzeugten Strom einfach speichern und bei Bedarf abrufen.

Batteriespeichersysteme sind der Markt der Zukunft. Bislang sind bereits verschiedene Systeme, vor allem für den Privatgebrauch, am Markt erhältlich.

Für künstliche Inteligenz die der Umwelt dient vergeben wir 4 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Aug 05

Eine neue Speichertechnologie für Strom aus Wind- und Solarkraftwerken soll zukünftig mit 80 Prozent Wirkungsgrad die Energiereserven dauerhaft verfügbar machen. Die Abkürzung ARES steht für „Advanced Rail Energy Storage“ und steht in keinem Zusammenhang mit der griechischen Kriegs-Gottheit. Für das Prinzip waren keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse Notwendig: es begründet sich ganz simpel in der Schwerkraft.

„Solange die Sonne scheint ist alles gut“ – dieser oft angewendete Spruch trifft vor allem für die Energiegewinnung aus Solarkraftwerken zu. Scheint die Sonne und weht zudem der Wind, können Ökokraftwerke das Netz schon heute signifikant mit Energie speisen. Überschüssige Energie im Stromnetzwerk geht leider verloren, da es noch wenig rentable Möglichkeiten gibt diese zu speichern. Bleiben Sonne und Wind hingegen aus, muss das Defizit wieder durch konventionelle Kraftwerke ausgeglichen werden. Versuche den erzeugten Ökostrom zu speichern wurden bereits des Öfteren gewagt, doch sind die Verfahren meist zu kompliziert, aufwendig oder schlichtweg zu teuer. ARES, eine Firma aus Kalifornien, Begründer des gleichnamigen Systems wollen eine ökonomische und umweltfreundliche Weise entwickelt haben, Ökostrom dauerhaft und rentabel zu speichern.

Das Prinzip ist einfach wie genial: der Schlüssel liegt in der Schwerkraft. Benötigt werden lediglich ein Berg, ein Schienensystem und Elektrolokomotiven. Mit überschüssiger Energie aus Ökokraftwerken sollen die Lokomotiven bergauf fahren, wo sie dann vorerst geparkt werden. Kann die Auslastung des Netzes durch Ökostrom nicht mehr ausreichend gedeckt werden, fahren die Loks gebremst den Berg wieder hinunter. Die beim Bremsen entstehende Energie wird mit Hilfe von Generatoren wiederum in Strom umgewandelt, der dann direkt ins Netz eingespeist wird.

Dieser Idee wird ein sogenannter Wirkungsgrad von 80 Prozent zugesprochen. Das bedeutet konkret, dass für jede benötigte Kilowattstunde zum Transport des Gefährts bergauf 0,8 Kilowattstunden auf der Talfahrt wieder erzeugt werden. Für den Laien klingt das zu recht erst mal nach einer Negativbilanz. In Fachkreisen gilt so ein Wirkungsgrad allerdings als sehr effektiv und kann mit dem von aufwändigen Pumpspeichern an Stauseen verglichen werden. Auch ist der finanzielle Overhead viel günstiger und auf Dauer gewinnbringender im Vergleich mit dieser oder anderen Methoden. Unabhängig von Umweltfaktoren kann das ARES-Prinzip quasi an jeder geeigneten Erhöhung realisiert werden – egal ob in Siedlungsräumen oder Wüsten. Auch sind die Kapazitäten flexibel. Je nach Menge des Überschusses oder des akuten Bedarfs an Strom können eine oder mehrere Loks den Berg herauf oder wieder runter fahren.

Wir sind vom Grundprinzip überzeugt – 5 Stämmchen. Weitere Details dazu finden Sie unter green.wiwo.de

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather