Aug 17

Eine besonders radikale Umweltidee scheint man derzeit in Norwegen zu haben. Schon seit Jahren fördert man dort das Elektroauto von staatlicher Seite, jetzt will man den Benzin- und Dieselfahrzeugen aber selbst an den Kragen. Im Rahmen des kürzlich veröffentlichten Nationalen Transportplanes sollen ab dem Jahr 2025 keine Benziner oder Dieselautos mehr zugelassen werden. Mit diesem radikalen schritt will die norwegische Regierung den CO2 -Ausstoß im Land drastisch verringern. Fünf Jahr später sollen auch Fähren und Schiffe nur noch umweltschonend zugelassen werden, in dem Land mit seiner langen Küste sind sie ein wichtiges Transportmittel. Schwerlast- und Flugverkehr sollen laut dem Plan zumindest verstärkt auf Biokraftstoffe setzen.

Was ist Ihre Meinung, ist dieser Schritt der Norweger zu radikal oder ist er genau richtig? In unserer Redaktion sind wir zumindest geteilter Meinung.

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Jul 27

Das Thema Energiewende geht uns alle an und da macht es durchaus Sinn, schon Grundschüler an das Thema heranzuführen. Das dachten sich jüngst die Schulen im Hochtaunuskreis und organisierten gemeinsam mit der „Beratungsstelle für ökologische Bildung“ einen Wettbewerb in dem das schönste und effizienteste Solarmodellauto prämiert wurde.

Themen aus der Umweltpolitik bereits im Grundschulalter zu erfassen und sich damit bewusst auseinanderzusetzen, das war Ziel der neuerlichen Bauaktion, bei dem es um die Konstruktion von solarbetriebenen Elektroautomodellen gehen sollte. Dabei kam es hier allerdings nicht allein auf die Geschwindigkeit der kleinen Flitzer an, sondern auch auf die technische Umsetzung und die gestalterischen Ideen.

Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und konnten so eine ganze Menge lernen. Für jedes Auto spendierte die Stadt selbst einen Beitrag von 11 Euro. 280 Kinder aus unterschiedlichen Schulen des Hochtaunuskreis waren mit dabei und beteiligten sich an der Aktion. Auch die Eltern und Lehrer zeigten großes Interesse, wenngleich das Thema eine zuvor organisierte Fortbildung notwendig machte, um die kleinen Ingenieure bestmöglich beim Bau unterstützen zu können.

Ein Unterricht der speziellen Art

Aktionen wie diese sind um Hochtaunuskreis übrigens nicht neu. Bereits zum 7. Mal in Folge findet eine Umweltaktion wie diese statt, natürlich Jahr für Jahr mit neuen Themen, die gibt es schließlich genug. Neben dem eigentlichen Bau hängt damit immer auch die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht zusammen. So macht Lernen nicht nicht Spaß, sondern bietet Platz zum Anfassen und Umsetzen des Gelernten. Preise gab es dann natürlich auch, 30 Euro für die Klassenkasse, die die Kinder glücklich in eine Runde Eis zum Einläuten des Sommers investierten. Sonne kann schließlich nicht nur Autos zum Fahren bringen, sie macht auch hungrig auf Eis!

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Feb 26

Elektroautos sollen künftig als virtuelle Kraftwerke und Stromspeicher genutzt werden können. Dazu gibt es erste Geschäftsmodelle, die aber noch in den Anfangsphasen der Entwicklung stecken. Was davon künftig zu realisieren ist hängt in erster Linie auch davon ab, wie die Kunden ihr Elektroauto aufladen und dieses nutzen.

Das Forschungsprojekt „Demand Response – das Auto als aktiver Speicher und virtuelles Kraftwerk“ von enercity ist derzeit nicht viel mehr als eine Ausstellungsfläche zum Thema Elektromobilität in einem Schaufenster in Niedersachsen. Das Projekt basiert auf einem Praxistest mit 40 Fahrzeugen privater und gewerblicher Nutzung von insgesamt 30 unterschiedlichen Fahrzeugtypen des enercity-Fuhrparks. Ermittelt werden sollten für einen möglichen Ausbau des aktuellen E-Mobilnetzes. Der Forschungszeitraum bezog sich auf das Jahr 2015.

Stromnetze besser ausgleichen

Als Ergebnis fassen die Forscher zusammen, dass die derzeit auf dem Markt befindlichen Lademodelle für Elektroautos für den Nutzer zu erreichen sind und sich einfach handhaben lassen. Auf diese Weise können Sie gut in den Alltagsablauf integriert werden und weisen zudem einen hohen Grad an Flexibilität auf. Dabei wurden 90 Prozent des tatsächlichen Energiebedarfs flexibel aufgeladen, was wiederum zu einer Stabilisierung des Stromnetzes beigetragen hat und dieses auch langfristig entlasten kann. Insgesamt akzeptierten die Nutzer die Möglichkeiten der Ladestation und nutzen das netzgesteuerte Laden an den unterschiedlichen Ladepunkten flächendeckend aus. Stellvertretend für viele unterschiedliche Städte in Deutschland fand der Praxistests in diesem Fall in Salzgitter, Hannover und Nienburg statt.

Lässt sich Nutzerverhalten steuern?

Um die Ergebnisse umfangreicher zu gestalten gab es vier unterschiedliche Lernbedingungen unter denen die Nutzer auswählen konnten. Die Entscheidung fiel zwischen beliebigen Ladezeiten, einem definierten Aufladefenster, dem Laden mit erneuerbaren Energien oder dem Stromnetz geführten Laden. Grundsätzlich ließen sich die Nutzer davon nicht in die Irre leiten und luden weiter nach ihrem persönlichen Rhythmus. Dieser lag schwerpunktmäßig zwischen 6:00 Uhr und 8:00 Uhr am Abend, in Zeiten der höchsten Stromnachfrage. Das hätte natürlich negative Folgen auf die Belastung des Stromnetzes, wenn künftig viel mehr Elektroautos unterwegs wären, hier heißt es also die Lastspitzen zu senken und Stromnetz stabilisierend das Laden möglich zu machen.

Eine Regelung hinsichtlich der Zeitfenster würde also durchaus Sinn machen. Eine Planung für die Nutzung von erneuerbaren Energien ist hingegen schwierig durchzuführen, denn das Solar- und Windaufkommen ändert sich ja, je nach Wetterlage. Hier ist also gezieltes Umweltmanagement gefragt ,um auch diesen Punkt künftig zu berücksichtigen. Detailliertere Information folgen in wenigen Monaten, wenn die Abschlussberichte vorliegen.

Quelle: www.oekonews.at

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