Jul 09

Chemisch hergestellter Kunststoff überflutet die Welt. Die Folge: Abfallberge überall, die nur schwer recycelbar sind. Eine Alternative muss dringend her. Mit der Herstellung von Plastik aus Kartoffelschalen könnte nun Schritt getan sein.

Bislang ist es Bio-Plastik noch nicht gelungen, der chemischen Variante echte Konkurrenz zu machen. Dies könnte sich schon bald ändern, denn Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, Kartoffelschalen zur Herstellung von Bio-Plastik zu verwenden.

Ressourcen schonen und Umweltbelastung deutlich reduzieren

Mit der Herstellung von Bio-Plastik werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wertvolles Erdöl, das die Basis zur Herstellung chemischer Kunststoffe bildet, wird geschont und die Umwelt durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe deutlich entlastet.

Allerdings bringt Bio-Plastik bislang noch diverse Nachteile mit sich. Die Produktion ist mit hohen Kosten verbunden. Und das Endprodukt kann qualitativ längst nicht mit chemischen Kunststoffen mithalten. Aus diesen Gründen fristet Bio-Plastik immer noch ein Nischendasein.

Versuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln

Wissenschaftler haben eine umfangreiche Versuchsreihe gestartet, um eine Lösung zu finden, mit der Kartoffelschalen als Basis zur Herstellung natürlicher Kunststoffe dienen können. Dazu wurden gentechnisch veränderte Kartoffeln genutzt, die im Gewächshaus mehrere Jahre lang so optimiert wurden, dass sie nun in der Lage sind, bis zu 7,5 Prozent Cyanophycin produzieren, trotzdem aber weiterhin als Stärkelieferant genutzt werden können.

Im Cyanophycin ist Polyaspartat enthalten, das die Basis für die Herstellung von Bio-Plastik bilden kann. Polyaspartat könnte Polyacrylate ersetzen, da die Eigenschaften weitgehend übereinstimmen.

Doch bis Bio-Plastik aus Kartoffelschalen in großen Mengen hergestellt werden kann, ist es noch ein weiter Weg. Denn viele Optimierungen sind noch notwendig, um hochwertige und kostengünstige Ergebnisse zu erzielen.

Mehr dazu unter: www.n24.de, www.bio-on.it, www.transgen.de

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Apr 10

Marketingtechnisch bedeutet Spezialisierung alles. Eine Spezialisierung auf natürliche Kunststoffe finden wir umso besser: Der österreichische Online-Shop NaKu macht es vor. Dort werden nur Produkte angeboten, deren Kunststoff aus Mais- und Kartoffelstärke hergestellt wurde.

Das österreichische Unternehmen „NaKu aus natürlichem Kunststoff“ produziert und verkauft Produkte aus Mais- und Kartoffelstärke. Im Zentrum der Firmenphilosophie steht der Kreislauf der Natur. Das Ziel ist, ein Gut aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen, das nach dem Gebrauch auch wieder der Natur zurückgeführt werden kann.

Um dies zu erreichen, verknüpft das NaKu-Team modernste Technologie mit einem hohen Maß an Umweltverantwortung, um Natürlichen Kunststoff für alle Konsumenten nutzbar zu machen. Die NaKu- Produkte sind biologisch abbaubar, das heißt sie können am Ende ihrer Lebenszeit vollständig am Kompost bzw. der Kompostieranlage verrotten. So bleibt Abfall in der Generation, die ihn verursacht. Zudem enthalten die Artikel keine gesundheitsgefährdenden Weichmacher, was sie zu der idealen Alternative für herkömmliche Plastikprodukte macht. Herkömmliche Kunststoffe können Schadstoffe, wie Bisphenol A an ihre Umgebung abgeben; Natürliche Kunststoffe sind sowohl in der Natur, als auch im menschlichen Organismus leicht abbaubar.

Der Bio Frischhaltebeutel erfüllt gleich mehrere Funktionen:

  1. Tragetasche
  2. Frischhaltebeutel für Obst, Gemüse und Brot
  3. Sammelbeutel für Biomüll

Der NaKu- Frischhaltebeutel ist atmungsaktiv, weswegen besonders frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse länger frisch halten. So hält auch Brot bis zu drei Tage länger frisch, Salat bis um 100%!

Tragetaschen aus natürlichem Kunststoff brauchen je nach Bedingungen zwischen 7 Tagen (Kompostierungsanlage) und 90 Tagen (am heimischen Kompost), um sich zu zersetzen.
Sollte eine Tragetasche doch einmal achtlos weggeworfen werden und in der Natur landen, so verrottet sie nach 5 Jahren trotzdem vollständig.

Auch Regionalität bei NaKu groß geschrieben: die NaKu-Frischhaltebeutel werden in Österreich gefertigt. Dadurch verkürzen sich die Transportwege erheblich und die CO2 Bilanz fällt besonders gut aus.

Mehr lesen über NaKu und natürliche Kunststoffe unter www.webshop.naku.at

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Jan 14

Geschäftsideen, die vor allem im Sinne des Umweltschutzes entstehen, haben im Laufe der vergangenen Jahre zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das Unternehmen Leaf Republic GmbH aus München sagt mit seiner Geschäftsidee den Kunststoffherstellern den direkten Kampf an. Mit einem neuartigen Verpackungsmaterial sollen nach Vorstellung der Unternehmendgründer herkömmliche Kunststoffverpackungen schon bald zur Mangelware werden.

Die Gründer der Leaf Republic GmbH haben ein Konzept entwickelt, das sich mit der Herstellung nachhaltiger Produktverpackungen auseinandersetzt. Das Unternehmen wird natürliche Verpackungen aller Art aus einer Kombination aus Laubblättern und Bio-Kunststoff herstellen. Dabei werden alle auf diese Weise hergestellten Verpackungen kompostierbar sein.

So sollen die Verpackungen hergestellt werden

Die Verpackungen der Leaf Republic GmbH werden zum größten Teil aus Laubblättern bestehen, die aus Indien und Bangladesh stammen. Dort werden die Blätter gepflückt und zusammengenäht. Nach einem anschließenden Trocknungsprozess erhalten die Blätter einen Überzug aus Bio-Kunststoff. Danach kann das neu entstandene Material je nach Bedarf in die entsprechende Form gebracht werden.

Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen

Das neuartige, umweltfreundliche und vollständig kompostierbare Material der Leaf Republic soll zukünftig vorwiegend für die Herstellung von Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden. Dabei legt das Unternehmen großen Wert darauf, dass bereits auf den ersten Blick deutlich wird, dass diese Produkte nachhaltig hergestellt sind.

Erfolg spricht für sich

Durch die Teilnahme an verschiedenen Gründerwettbewerben erhielt die Leaf Republic GmbH bereits mehrfach Bestätigung für ihre Geschäftsidee. Insgesamt gewannen die Gründer mit ihrem Konzept bereits 8.500 Euro aus sechs verschiedenen Wettbewerben. Hier gehts zur Webseite www.leaf-republic.com

Für diese Idee vergeben wir solide 3 Stämmchen. Wir würden uns freuen diese Verpackung bald im Handel anzutreffen!

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