Jan 21

Jeweils die Top 10 standen in ihrer Kategorie beim GreenTec Award zur Wahl. Die Finalsten messen sich am 21. Februar während der IFAT in München.

Seit der GreenTec Award 2018 zum ersten Mal verliehen wurde, hat er sich als einer der auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannten Umweltpreise etablieren können. In seiner 11. Auflage ist der GreenTec Award der Auftakt der Umwelttechnologiemesse IFAT Ende Februar in München. Die traditionelle Gala zur Auszeichnung der Gewinner findet am 13. Mai statt.

Auf der IFAT treten die Finalisten vor eine Jury aus Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien. So sind zum Beispiel Prof. Dr. Claudia Kemfert, vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Marco Vollmar, WWF Executive Director Communications, und die Schauspielerin und Musikerin Anna Loos Jurymitglieder.

Aus jeder Kategorie wurden aus den 10 Besten die drei Finalisten für die Veranstaltung im Februar ausgewählt. Dabei bestimmte die Jury jeweils zwei Kandidaten, der Dritte kam über ein Online-Voting ins Finale.

Die Finalisten im Überblick

Kategorie „Bauen und Wohnen“

  • DAW SE (Holzveredelungsprodukte auf der Basis von Leindotter)
  • CONTAINERWERK eins (baut ausgediente Seefrachtcontainer zu Wohnraum um)
  • Werkgemeinschaft Böhme Hilse Diplomingenieure (vernetztes Plusenergie-Quartier mit E-Mobilität, Quartierstrom).

Kategorie „Energie“

  • Fraunhofer ISE (innovatives Solarzellendesign, 18% mehr Leistung)
  • MWK Bionik (Selbstreinigungs-Beschichtung für PV-Anlagen)
  • sonnen (Öko-Strom selbst erzeugen, speichern, teilen)

Kategorie „Galileo Wissenspreis“

  • Biolab Eberswalde (Nachhaltige Pilz-Materialien als Plastikalternative)
  • AES (Autarke-Energiesystem-Modellhaus)
  • RElectronics (Verfahren für nachhaltiges und ökonomisches Recyling von Elektroschrott)

Kategorie „Lifestyle“

  • tip me (Trinkgeld für Produkthersteller)
  • Relenda (Generation umweltbewusst: Mieten und Nutzen, statt kaufen)
  • aha-Zweckverband (Hannochino: innovatives Mehrwegbecher-Pfandsystem)

Kategorie „Mobilität“

  • DiniTech GmbH (Laden von Elektro-Autos an jeder Standardsteckdose)
  • paper planes e.V. (Radbahn unter der U1 Strecke Berlin)
  • Alstom (CO2-emissionsfreier Zug, angetrieben durch Brennstoffzelle)

Kategorie „Ressourcen und Recycling“

  • creapaper GmbH (Papier aus Gras)
  • Enactus RUB (rentable, ökologische Alternative zur Verbrennung von Elektroschrott)
  • Association of Lady Entrepreneurs of India (Geschäftsmöglichkeit aus Industrieabfall)

Kategorie „Sport“

  • SunnyBag GmbH (Leaf+ Solarpanel lädt Geräte unterwegs auf)
  • VAUDE (nachhaltig-innovative Outdoorausrüstung)
  • Soliarskilift Tenna (weltweit erster Wintersport mit Solarenergie)

Kategorie „Sustainable Development“

  • BIO-LUTIONS International (biologisch abbaubare Verpackungen, aus 100% Agrarabfällen)
  • SUNfarming (agro-solare Gewächshäuser)
  • Land Life Company (Bekämpfung von Wüstenbildung)

Kategorie „Wasser und Abwasser“

  • Unimatec Chemicals Europe (mobiler Wasserfilter)
  • Enactus Regensburg e.V. (günstige Wasserfilter für Afrika)
  • Enactus Bochum (Roots Up Gewächshaus: autarke Wasserproduktion)

Start-up Sonderpreis

  • einhorn products (fair & nachhaltig produzierte Kondome)
  • CONTAINERWERK eins (s.o.)
  • Fresh Energy (Stromfresser bekämpfen: 100% öko, günstig, datengetrieben)

Mehr Informationen zu den GreenTec Awards finden Sie unter www.greentec-awards.com.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jan 14

In Middelfart inmitten Dänemarks traumhafter Landschaft steht es, das erste biologische Haus. Und das verursacht keine Treibhausgase, lässt sich einfach auf- und wieder abbauen und bietet trotzdem einen exklusiven Wohnkomfort. Doch was kann das Haus, was andere Häuser nicht können?

Vorbei scheinen die Zeiten von Niedrigenergie-Häusern, denn längst gibt es neuartige, wirklich ökologische Alternativen wie das „Biologiske Hus“ in Dänemark. Hierbei handelt es sich um ein reines Upcycling-Projekt dänischer Architekten und das hat es in sich. Statt auf einem gängigen Beton-Fundament steht das dänische Haus auf einem Schraubpfahlfundament. Die Wände bestehen aus Kebony-Holz, das hat eine lange Lebensdauer und ist sehr hart und formstabil. Dach und Innenverkleidungen wurden aus unterschiedlichen Naturmaterialien gefertigt, unter anderem Stroh und Algen. Alles was verbaut ist findet seinen Ursprung in der Natur, allerdings aus nachwachsendem Anbau ohne die Landschaft auszubeuten.

Die Besonderheit ist neben der Materialauswahl aber auch die Bauweise des Hauses im praktischen Kastensystem. Dadurch ist es möglich, den Grundriss flexibel ganz den Bedürfnissen der Bewohner anzupassen. Und wollen diese umziehen, so können sie das Haus ganz einfach mitnehmen, denn es lässt sich recht unkompliziert abbauen und wieder neu zusammensetzen.

Heute einziehen und morgen nachhaltig wohnen

Noch wohnt allerdings niemand in dem Haus. Es ist Teil der Ausstellung „BIOTOPE“, eines großen Ausstellungsparks mit angeschlossenem Wissenszentrum für nachhaltiges Bauen in Middlefart. Hier können sich zukünftige Bauherren, aber auch Architekten über nachhaltiges Bauen informieren und sich inspirieren lassen von den Ideen, die dort schon Realität geworden sind. Noch steckt diese Bauform sicher in den Kinderschuhen, doch die Zukunft soll im Baubereich noch grüner werden und mit solchen einfachen Methoden und Baumaßnahmen ist das schon heute möglich.

Wir sammeln Biomüll, die Dänen bauen ein biologisches Haus. Dafür die Höchstwertung von 5 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Jan 04

Umweltschutz ist für jeden ein wichtiges Thema, und diesem können sich nun auch Jüngsten ganz spielerisch widmen. Mit dem Brettspiel „Expedition Ernte“ lernen Kinder und Erwachsene viel über die Pflanzen, deren Wachstum und Herkunft und nähern sich so Karte um Karte dem Thema Nachhaltigkeit an. Eine schöne Idee, die im kleinen Rahmen bereits erfolgreich angelaufen ist.

Das kleine Team um Alina Leber zeigt, worauf es wirklich ankommt. Eine Idee für den Umweltschutz zu entwickeln die nicht nur im Kopf und auf Flyern gut funktioniert, sondern die sich anfassen und erfahren lässt. Quasi Umweltschutz am Küchentisch. Und daran können jetzt Kinder und Erwachsene gleichermaßen teilhaben, beim Spiel „Expedition Ernte“.

Für Kinder ab 8 Jahren

Das haben die fünf Studenten der Universität Passau anlässlich des „5-Euro-Business“-Wettbewerbs entwickelt. Bestandteil des Spiels sind 70 Legekarten, auf denen die bekanntesten Obst-und Gemüsearten verzeichnet sind. Hier dürfen die Mitspieler eifrig raten, woher die einzelnen Sorten kommen, was in ihnen steckt aber auch, welche langen Wege sie in Kauf nehmen müssen bis in die heimische Küche und welche CO2-Bilanz sie zu verzeichnen haben. Das Spielbrett ist wie eine Landkarte aufgebaut, so lernen die Kleinen auch gleich noch etwas Geographie. Das Spielalter beginnt mit acht Jahren.

Tolle Spielidee auf Unterstützung angewiesen

Und weil Umweltbewusstsein bei der Entwicklung ja noch nicht aufhört, ist auch die Verpackung natürlich nachhaltig. In einem Stoffbeutel, statt in einem Pappkarton kommt „Expedition Ernte“ ganz originell bis ins eigene Haus. Sogar die Spielekarten bestehen aus recyceltem Papier. Noch wird allerdings im kleinen Rahmen produziert, denn die Spielentwickler sammeln noch Geld über EcoCrowd. Wer sich mit einer Spende an der Produktion beteiligen möchte, der kann dies über den Instagram-Account oder via Facebook (Expedition Ernte) machen. Auch eine Druckerei wird dringend gesucht, die auch kleine Abnahmemargen regeln kann und so das Spiel bald zum Erfolg trägt.

Wir sagen: Macht Spaß und ist lehrreich, dafür ganze 5 Stämmchen

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Dez 22

Die Orangen vom eigenen Baum zu essen, ist schon eine wunderbare Vorstellung. Mit Hilfe eines interessanten Crowdfarming-Projektes wird diese Vision auf einfache Weise in die Tat umgesetzt.

Wer einen Baum pflanzt, kann auch von ihm ernten. Crowdfarming ist eine Variante des nachhaltigen Anbaus und zeigt einen äußerst verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln. Naranjas del Carmen bieten dem Verbraucher interessante Möglichkeiten.

Baum pflanzen und Ernte genießen

Für einen festen Betrag hat jeder die Möglichkeit, einen eigenen Orangenbaum auf der Plantage Naranjas del Carmen in Spanien zu pflanzen. Dieser Baum wird gepflegt, und sobald die ersten Früchte geerntet werden können, erhält der Besitzer des Baumes seine eigene Ernte nach Hause. Er selbst entscheidet, wie viele Kilo Orangen geliefert werden sollen.

Das ganze Prinzip nennt sich Crowdfarming und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit.

Vorteile durch Crowdfarming

Mit Hilfe von Crowdfarming soll es gelingen, nur noch das zu produzieren, was auch tatsächlich verbraucht wird. Damit soll sich der Lebensmittelabfallberg, der Jahr für Jahr anfällt, deutlich reduzieren. Außerdem wird die Umwelt entlastet, da auch die CO2-Belastung verringert wird. Während im gängigen Prozess die Waren erst noch an ein Zwischenlager geliefert werden, wo wiederum auch Abfälle entstehen, lange Transportwege notwendig sind etc., gelangt die Ware beim Crowdfarming direkt zum Verbraucher. Es entfallen die Transportwege, was einen geringeren CO2-Ausstoß zur Folge hat. Der Verbraucher ordert nur das, was er tatsächlich verbrauchen will. Erst nach der Bestellung wird so viel geerntet, wie verlangt wurde und direkt zum Endverbraucher geliefert.

Naranjas del Carmen – der eigene Baum mit den eigenen Früchten

Das Crowdfarming-Konzept von Naranjas del Carmen ist sehr transparent gestaltet. Der Besitzer eines Orangenbaumes hat die Möglichkeit, den aktuellen Entwicklungsstand seines Baumes jederzeit online einzusehen. Dadurch ist das Projekt zusätzlich attraktiv. Und sobald die Erntezeit gekommen ist, entscheidet jeder selbst, welche Menge er wie oft zugeschickt bekommen möchte.

Außerdem bietet das Projekt auch die Adoption einer Bienenfamilie an.

Insgesamt betrachtet, ist Crowdfarming eine sehr interessante Möglichkeit, um der gigantischen Lebensmittelabfallberge einigermaßen Herr zu werden, sie zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten.

Zitrusfarmer werden, ohne Farm? Warum nicht? Dafür gibt’s immerhin 3 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Dez 11

Welche Überraschungen hält die Pflanzenzüchtung bereit? Wie funktionieren die Mikrobakterien im Kuhpansen? Wie viel gesunde Proteine stecken im Insekt und schmeckt das überhaupt? Solche und viele andere Fragen versucht die neue Plattform bioökonomie zu beantworten. Dabei entstehen spannende Storys die es Wert sind, erzählt zu werden.

Unter Bioökonomie verstehen Fachleute das bewusste Wirtschaften mit biologischen Ressourcen auf der Basis der Nachhaltigkeit. Sie ist eine Schlüsselstelle zwischen Biologie und Marktwirtschaft und steht damit im Fokus von vielerlei Industrie- und Handelsvertretern. Schwerpunkt ist die Forschung an immer neuen Entdeckungen aus der Natur und deren Umsetzung und Nutzung für den Menschen. Ein spannendes Feld, welches ständig neue Entdeckungen bereithält und wo es sich lohnt, einen Blick zu riskieren und sich ausführlich zu informieren.

Damit das künftig gut klappt und alle Interessen einen Überblick behalten gibt es das Portal biooekonomie.de. Hier entstehen Woche für Woche neue Artikel rund um die bekannten Themen. Darüber hinaus stellen die Autoren die neusten Forschungsergebnisse vor, informieren über aktuelle Projekte und riskieren auch gerne ein Auge auf die außergewöhnlichsten Details.

Themen verständlich für jedermann aufbereitet

Wer achtet schließlich schon auf den Zusammenhang von Burgern und Insektenfleisch? Wer sonst wundert sich darüber, wie sich die Energie der Bakterien im Kuhmagen vielleicht für ganz andere Industriezweige nutzen lässt und ganz nebenbei, wie kann überhaupt der Landwirt Energie sparen, ohne dabei an Arbeitskraft und Leistung zu verlieren? Alles in allem viel Stoff, um Stunden zu füllen, noch dazu wenn ständig neue Informationen, anschaulich aufbereitet, auftauchen?

Der Vorteil an der lockeren Erzählweise ist der, dass auch Laien verstehen, worum es geht und sie sich leicht in vorher unbekannte Themenfelder einarbeiten können. Wer darüber hinaus interessiert ist, einfach mehr zu erfahren und sich vielleicht auch mal Vorträge oder Ausstellungen ansehen will, für den gibt es einen Terminplaner. Sonstige Fragen beantwortet das Team hinter biooekonomie natürlich auch gern.

Informativ – Und Wissen ist bekanntlich Macht, macht in diesem Fall drei Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Dez 04

Um beim Essen kein schlechtes Gewissen zu haben der Umwelt zu schaden gibt es nun eine ganz neue und einmalige Idee: Eaternity. Die Software berechnet den CO2 Verbrauch von Speisen und soll damit Köche anregen, umweltbewusster zu kochen. Was es bringt und ob das klappt, dazu jetzt mehr.

Seit 2014 gibt es bereits das Start-Up Eaternity. Gegründet wurde es von Manuel Klarmann in Zürich und der ist nicht nur Entwickler, sondern auch Umweltschützer. Kein Wunder also, dass ihm die Klimabilanz besonders am Herzen liegt und da lohnt es, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, wie sich diese denn verbessern lässt.

Neben vielen offensichtlichen Faktoren wie dem möglichst geringen Gebrauch von Fahrzeugen, Flugzeugen und Zügen beginnt das gute Klimakonto bereits bei viel banaleren Dingen, wie dem Essen. Viele Lebensmittel haben bereits weite Wege hinter sich, bevor sie auf dem Teller landen. Dazu kommt noch deren Zubereitung, auch das ein echter Energiefresser und Verursacher von schädlichem CO2. Doch wie lässt sich das vermeiden, essen müssen wir schließlich alle?

Hat ein gutes Klima einen Marktwert?

Es hilft, das Bewusstsein zu schärfen für die Produktion und natürlich auch die Beschaffung der einzelnen Zutaten. Wer sich überlegt Angebote der Region zu präsentieren, der kann schon einmal viel dazu beitragen, die Transportwege kurz zu halten. Doch das allein reicht noch nicht aus, denn dazu sollte saisonal gekocht werden, aber nicht um jeden Preis. Tomaten im Gewächshaus gezüchtet verzeichnen nämlich auch keine gute CO2 Bilanz, da lohnt es sich mehr, diese doch aus warmen Ländern einzufliegen. Alles eine Frage der Planung und des Abwägens.

Und damit das gelingt und Köche einen Überblick behalten im hektischen Küchenalltag gibt es die Software Eaternity. Dort können einfach die Speisen eingegeben werden, die Software berechnet dann deren CO2 Bilanz. 120 Restaurants in Deutschland nutzen die Software bereits. Sie zahlen dafür im Jahr 1.200 Euro. Eine Summe, die bei Weitem nicht die Entwicklungskosten deckt, gibt Klarmann zu. Deshalb springen Stiftungen ein, um die umfangreiche Weiterentwicklung zu finanzieren. Die lief bereits 2008 an und ist noch längst nicht abgeschlossen. Zwar hat die CO2 Bilanz keinen echten Marktwert, doch vielleicht sensibilisiert die Software dennoch in Zukunft genug Restaurantbetreiber für den Umweltschutz und kann sich dadurch irgendwann selbst tragen?

Wissen macht mehr Umweltschutz. Für diese Software vergeben wir drei Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 30

Einen guten Beitrag zum Thema Umweltschutz und Müllvermeidung bietet das Refill-Projekt. Das gibt es bereits seit 2015 und es nimmt europaweit immer größere Formen an. Zum Glück! Schließlich ist Trinkwasser ein wertvolles Gut und das gibt es nun gratis.

Was im Jahr 2015 im englischen Bristol begann, nahm schon bald immer mehr an Fahrt auf. Das Refill-Projekt verbindet seitdem die Themen Müllvermeidung und Umweltschutz und das auf eine ganz einfache Art und Weise. Jede teilnehmende Stadt bzw. jedes teilnehmende Geschäft klebt sich auf den Eingang eine Refill-Plakette. Auf diese Weise wissen die Menschen, dass sie an diesen Stellen kostenfrei ihre Wasserflaschen wieder auffüllen lassen können mit dem wichtigsten Gut überhaupt, mit frischem Trinkwasser. Das erspart den Kauf neuer Trinkflaschen, schont die Umwelt und natürlich auch den Geldbeutel, denn das Trinkwasser gibt es vollkommen kostenlos. In Deutschland ist das Projekt auch längst angekommen. Schon 50 Städte machen mit, unter anderem auch Landau in der beschaulichen Pfalz.

Nachfüllen ausdrücklich erlaubt!

Und hier hat man sich nicht einfach nur mit dem Bekleben von Schaufenstern mit entsprechenden Plaketten bemüht. Die Stadtväter haben stattdessen 600.000 Euro in die Hand genommen und damit die Trinkwasserqualität noch einmal stark verbessert. Es wurde nämlich der 130 Jahre alte

Trinkwasserbehälter komplett saniert, die Hauptquelle für das Trinkwasser der Bevölkerung. Da schenkt es sich doch mit noch besserem Gewissen ordentlich ein, oder doch aus? Die Verantwortlichen erhoffen sich jedenfalls eine positive Rückmeldung der Bewohner Landaus, schließlich profitieren die am Ende vom guten Wasser und natürlich auch von der Möglichkeit, das besonders an heißen Sommertagen künftig vielerorts kostenlos zu bekommen. Eine Idee mit Nachahmungscharakter, die sicherlich eine lange Laufzeit dieses einmaligen Projekts zur Folge hat.

Schont die Umwelt und ist damit quasi doppelt gesund. Dafür gibt es 4 Stämmchen von uns.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 21

Als einer der größten Erdölförderer hatte Mexiko bislang kaum auf erneuerbare Energien gesetzt. Das Start-up Suema könnte das schon bald ändern. Mit Biogasanlagen, die durch Kakteen betrieben werden, soll dieser Bereich ausgebaut werden.

Grün: Kaktus- statt Erdöl

Der Feigen-Kaktus steht im Mittelpunkt der Arbeit des Start-up Suema. Das junge Unternehmen will die Pflanze nutzen, um Energie zu erzeugen. Damit könnten erneuerbare Energien endlich auch in Mexiko an Bedeutung gewinnen. Der Kaktus ist eine der bedeutendsten Pflanzen Mexikos. Er wird in den unterschiedlichsten Bereichen genutzt und ist, den Azteken zufolge, eine heilige Pflanze. Kaum eine mexikanische Küche kommt ohne ihn aus. Es wird damit gekocht, Medizin und Kosmetik hergestellt oder es werden auch Getränke produziert.

Die Verarbeitung zu den verschiedenen Produkten ist in der Regel aufwendig und bringt große Mengen nicht verwertbarer Reste zum Vorschein. Genau um diese Reste kümmert sich das Start-up Suema.

Energie aus Kaktusschalen

In einer Biogasanlage im Südosten von Mexiko-Stadt werden die Kaktusschalen erhitzt und mit speziellen Bakterien zusammengebracht. Ziel ist es, aus diesen schwer verwertbaren Resten Energie und Dünger herzustellen. Dies gelingt bereits mit diesem ausgeklügelten Verfahren.

Sobald die volle Kapazität der Anlage von Suema erreicht ist, sollen täglich mehr als eine Tonne Dünger und 170 Kubikmeter Biogas hergestellt werden. Aus dieser Menge Biogas können dann 175 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

Das Start-up Suema konnte die Stadt von der Idee überzeugen. Das Unternehmen bekam nahezu die gesamte Summe der Pilotanlage bereitgestellt. Die Kosten lagen etwa bei 840.000 US-Dollar. Großes Ziel ist es, weitere gleichartige Anlagen zu bauen, um den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern. Dieser soll bis 2050 etwa die Hälfte des gesamten Energiebedarfs ausmachen.

Auf Kaktus setzen, auch wenn genug Erdöl da ist? Finden wir mindestens 4 Stämmchen wert.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 15

Schon seit Jahren laufen in einigen Teilen Deutschlands so genannte Biogasanlagen, die aus Biogas Wärme und Strom erzeugen. Künftig soll das Verfahren noch einen Schritt weiter gehen. Jetzt soll im Kreis Fürstenfeldbruck die Energie direkt aus den Abfällen einer Kläranlage gewonnen und von dort aus an die Haushalte weitergeleitet werden. Ein deutschlandweit einzigartiger Plan, der nicht nur auf Befürworter stößt.

Aus Müll Energie gewinnen. Ein Konzept, dass in Deutschland schon lange viele positive Stimmen erhält und sich längst zu einem einträglichen Geschäft gemausert hat. Doch nun soll nicht nur der Müll von der Deponie eine neue Aufgabe bekommen und recycelt werden, auch der Abfall einer Kläranlage erhält eine neue Aufgabe. Jedenfalls wenn es nach den Plänen des Amperverbandes geht, der sich in der Nähe von Dachau im Landkreis Fürstenfeldbruck befindet.

Demnach soll sich der Abfallwirtschaftsverband gemeinsam mit dem Heizkraftwerk um die Weiterverarbeitung des Kläranlagennassabfalls kümmern. Dazu muss zusätzlicher Biomüll zugeführt werden, um ein verwertbares Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig noch mehr umweltgerechte Entsorgungsarbeit zu leisten. Dafür müssten die Anwohner rund um das Kraftwerk allerdings noch mehr Biomüll sammeln als bisher. Für die Befürworter der neuen Müllpolitik keine große Schwierigkeit, würde nach ihren Angaben immer noch viel zu viel Biomüll in der normalen Abfalltonne landen und nicht vernünftig getrennt werden.

Projekt für die (Müll)Tonne?

Doch nicht alle sind von den Plänen angetan. So hält zum Beispiel Energiereferent Max Keil die Pläne für überflüssig. Er wünscht sich stattdessen eine eigene Biogasanlage. Hier wäre sichergestellt, dass auch wirklich hochwertiges Substrat gewonnen wird. Bei Klärschlamm hingegen fehlen Vergleichswerte und schlechte Ergebnisse würden schließlich niemandem etwas bringen. Er sieht deshalb die kalkulierten Ausgaben in Höhe von 2,1 Millionen Euro als Fehl investiert. Eine Machbarkeitsstudie soll dem Kreis und vor allem den Gegnern des Projekts nun Gewissheit bringen. Je nachdem, welche Ergebnisse diese hervorbringt hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Zukunft des Klärschlamms. Dann zeigt sich, ob dieser in Zukunft Teil eines gut durchdachten und umgesetzten neuen Umweltkonzepts wird oder doch einfach Dreck bleibt, der irgendwo gelagert werden muss und keinen zusätzlichen Nutzen mit sich bringt.

Wegen der Pro & Contras dieser Idee bleibt es erst einmal salomonisch bei 3 Stämmchen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 09

Miteinander lernen, arbeiten und dabei tolle Mode entwerfen? Wie das funktioniert, wie behinderte und nicht behinderte Mitarbeiter ein soziales Miteinander nicht nur leben, sondern davon auch profitieren, das zeigt das Start Up wasni.

 Als Daniel Kowalewski im Jahr 2015 sein Unternehmen wasni gründete, hätte er sich wohl nicht ausmalen können, wie positiv seine Kunden auf diese Idee reagieren würden. Die Abkürzung wasni steht dabei für „wenn anders sein normal ist“ und erklärt damit auch gleich den Grundgedanken des Start Ups. Hinter den Mauern der gemütlichen Werkstatt arbeiten behinderte und nicht behinderte Menschen daran, etwas Schönes zu schaffen und die Kunden damit zu erfreuen. Sie produzieren Ökomode und zwar ganz nach individuellen Vorgaben. Die können die Kunden zuvor aufgeben. So dürfen sie allein bestimmen, welcher Stoff Verwendung findet, welchen Print sie haben möchten, ob der neue Hoodie Reißverschlüsse haben soll, Knöpfe oder sonst etwas. Auf diese Weise entsteht nicht nur nachhaltige Mode die wirklich geliebt wird, sie bleibt auch individuell. Jedes Stück eine Maßanfertigung.

 Wirtschaftlicher Erfolg und soziales Miteinander

Der Erfolg des letzten Jahres gibt dem Firmengründer Recht und der will nun noch mehr. Künftig sollen die Kunden den Service auch online nutzen können. Ein Konfigurator und die dazugehörige Webseite laufen bereits in der Testphase. Und für die neuen Aufgaben möchte der findige Unternehmer aus Baden-Württemberg auch die Zahl seiner Beschäftigten erhöhen und neue Mitarbeiter einstellen. Dafür braucht er eine neue Finanzspritze, weshalb die aktuelle Crowdfounding-Kampagne längst gestartet ist. Damit ist wasni auf jeden Fall ein gutes Beispiel dafür, wie gut nachhaltige Produktion und Inklusion gemeinsam funktionieren können und wie profitabel Konzepte wie dieses für alle Beteiligten sind. Dabei finden alle Produktionsschritte in Deutschland statt, schaffen neue Arbeitsplätze und kurbeln damit die Wirtschaft ein kleines bisschen an. So viel Gutes an einem Platz, das muss einfach funktionieren!

Für Inklusion und Bio vereint in Mode vergeben wir ganze 4 Stämmchen!

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather