Feb 01

In vielen deutschen Städten herrscht sprichwörtliche dicke Luft. Luftverschmutzung, Feinstaub & Co. können einem das Wohnen in der Stadt oft vermiesen. Zwar verfügen die meisten Städte je nach Größe auch über eine oder mehrere Parkanlagen, wer allerdings nicht gerade einen Park in der Nachbarschaft hat, bekommt davon wenig mit.

Das Start-up Green City Solutions bietet dagegen eine Möglichkeit, die weit kleiner und flexibler als eine Parkanlage ist und die im Gegensatz zur Bepflanzung etwa mit Bäumen auch in kurzer Zeit zur Verfügung steht. Der sogenannte City Tree benötig schließlich weit weniger Zeit, bis er an Ort und Stelle zur Verfügung steht.

Dieses Begrünungssystem besteht im Wesentlichen aus mit speziellen Moosen bewachsenen Wand. Zwar kann man diese Pflanzenwand auch nicht gerade übersehen, dafür das sie laut Hersteller aber im Jahr so viel Feinstaubpartikel bindet wie 275 Bäume und etwa 30 kg Kohlendioxid, kommt die Wand dem Betrachter fast schon wieder klein vor. Und sie kann sozusagen für sich selbst sorgen und steuert sich automatisch. Sensoren für Luftqualität, Temperatur und Regenmenge sowie ein integrierter Regenwassertank mit Solarstrom-Pumpsystem versorgt die Moose automatisch mit der notwendigen Wassermenge.

Außerdem lassen sich die City Trees zu WLAN-Hotspots oder E-Bikeladestationen umfunktionieren. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht. Bei rund 20.000 Euro je City Tree dürften sich wohl eher wohlhabendere Städte für das Produkt interessieren.

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Jan 25

Ein entspannter Abend im Pub ist für viele Briten schier undenkbar. Kein Wunder eigentlich, dass gerade hier Forscher emsig daran tüfteln eine Methode zu entwickeln, wie sich die Bierherstellung klimafreundlich gestalten lässt. Eine Bohne soll es nun richten.

Zum Bierbrauen braucht es als Grundlage eine Stärkequelle, damit die Gärung überhaupt stattfinden kann. Besonders ökologisch aber auch ziemlich ungewöhnlich ist es dabei dicke Bohnen zu nutzen. Wie das funktioniert und vor allem, wie das schmeckt, gute Frage.

Pete Iannetta ist Forscher am James Hutton Institute im englischen Dundee und dort liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Klimaschutz. Warum also nicht Bier klimafreundlich machen, dachte sich der emsige Wissenschaftler und das ist ihm jetzt gelungen. Auf dem Etikett seiner Biere steht neben den üblichen Inhaltsstoffen wie Hopfen, Hefe, Wasser und Gerstenmalz eine ganz besondere Zutat: Dicke Bohnen. Die sollen dem Bier einen leicht nussigen Geschmack verleihen und kamen in ersten Geschmacksproben bei den Bierverkostern gar nicht mal schlecht an.

Methode zum Brauen mit Bohnen ist top secret

Bohnen-Brauer Pete Iannetta stellte seine Entwicklung entsprechen nicht auf einer Fachmesse für Braukunst vor, sondern auf der Jahrestagung der „Britischen Ökologischen Gesellschaft“ und das hat seinen Grund. Es ging dem Forscher nämlich nicht darum, einen besonders exquisiten Geschmack zu kreieren, sondern ein Bier zu brauen, das klimafreundlich ist und einen sehr kleinen ökologischen Fingerabdruck hinterlässt.

Einsatz von Gerste macht Bierbrauen ökologisch problematisch

Was viele nämlich gar nicht wissen, beim Brauen von Bier wird viel Gerste benötigt. Um diese in großer Menge anzubauen braucht es stickstoffhaltigen Dünger. Der ist schädlich für den Boden und damit auch für das Klima. Bohnen hingegen sind günstiger, genügsamer und brauchen keinen Dünger. Trotz aller Vorteile der Bohnen, sie sind nicht einfach einzusetzen, es braucht spezielle Techniken und die sind natürlich streng geheim.

Die ersten 4.000 Flaschen sind bereits abgefüllt und können in Schottland probiert werden. Derweil sind die Forscher schon wieder in die Labore zurückgekehrt. Sie wollen als nächsten Coup ein Bier entwickeln, in dem die Gerste vollständig fehlt und das trotzdem schmeckt, wie jedes andere Bier.

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Jan 19

Carlo Ratti wird seinem Ruf als innovativer Designer mit unverwechselbarem Gespür für neue Trends mit diesem interessanten Projekt wieder einmal vollkommen gerecht. Sein Fitnessstudio ist ein echter Vorreiter in Sachen Erneuerbarer Energien.

Sich selbst fit halten und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun – das könnte mit dem schwimmenden Fitnessstudio auf der Seine möglich werden. Designer Carlo Ratti demonstriert mit seiner Idee, wie einfach es sein kann, erneuerbare Energien geschickt zu nutzen.

Ein Fitnessstudio mit Blick in die Zukunft

Erneuerbare Energien werden immer wichtiger. Deshalb dachte sich der italienische Designer Carlo Ratti, dass ein Fitnessstudio das ideale Objekt sei, um selbst erzeugte Energie sinnvoll zu nutzen. Mit jeder Bewegung wird Energie freigesetzt. Doch bisher verpuffte die Energie der Sportler einfach ungenutzt. Das Fitnessstudio von Carlo Ratti nutzt die freigesetzte Energie der Sportler, um das „Fitness-Boot“ anzutreiben. Dadurch erhalten die Sportbegeisterten eine tolle Motivation und werden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Während des Trainings können die Sportler nun den Blick ans Ufer genießen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich ihr Fitness-Boot bewegt.

Solar-Energie zur Unterstützung

Sollte einmal nicht genug Energie „erstrampelt“ werden, sorgen Solarpanels dafür, dass das schwimmende Fitnessstudio trotzdem in Bewegung bleibt und mit Strom versorgt wird. Sollte es aber vorkommen, dass mehr Energie vorhanden ist als eigentlich notwendig, wird diese zwischengespeichert und bei Bedarf genutzt. Alle Fitnessgeräte sind so umgerüstet, dass die Sportler beim Training genau sehen, wie viel Energie sie erzeugen. Außerdem sorgen die Glaswände dafür, dass sie sich jederzeit am Ausblick erfreuen können.

Das Konzept „Paris Navigation Gym“ von Carlo Ratti überzeugt durch eine geschickte Kombination aus Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein.

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Jan 11

Nicht echt und doch täuschend echt – so lässt sich das vegane Leder aus Pilzen am besten beschreiben. Während bei anderen veganen Ledersorten schnell deutlich wird, dass es sich nicht um echtes Leder handelt, ist diese Neuentwicklung ein absoluter Hingucker.

Leder oder nicht? Meist ist es schnell zu sehen, ob das Material echt ist oder nicht. Es gab bereits viele Versuche, veganes Leder herzustellen. Doch bislang waren die Erfolge eher mäßig. Mit diesem Leder aus Waldpilzen könnte die Modewelt eine echte Innovation erleben.

Waldpilze als Grundstoff für veganes Leder

Die Erfinder von MycoWorks haben das Myzel von Waldpilzen für sich entdeckt. Dieses Wurzelgeflecht bildet den Grundstoff zur Herstellung ihres veganen Leders, das tatsächlich täuschend echt wirkt.

Das Myzel wird ganz einfach mit landwirtschaftlichen Abfällen ernährt, sodass es in Ruhe wachsen kann. Sobald sich diese Abfälle zersetzt haben, lässt sich das Wurzelgeflecht zu veganem Leder verarbeiten. Da die Färbung sehr unregelmäßig wird, wirkt das vegane Leder täuschend echt. Grund für die unregelmäßige Farbgebung ist das natürliche Wachstum des Wurzelgeflechtes. Außerdem ist das Material atmungsaktiv, sowie sehr reiß- und wasserfest.

Auch die Musterung des veganen Leders kann beeinflusst werden. So lassen sich sogar Reptilienleder bis ins Detail nachbilden. Nahezu jedes Tier kann ganz einfach imitiert werden.

Weitere Möglichkeiten für den Einsatz der Waldpilzwurzeln

Aus dem Wurzelgeflecht werden außer veganem Leder auch Möbel und ziegelähnliche Mauersteine gefertigt. Damit wird deutlich, wie variabel einsetzbar dieses absolut umweltschonende Material ist. Nicht nur die Modewelt horcht auf. Auch viele andere Bereiche könnten auf Basis des Myzels deutlich umweltbewusster arbeiten.

Produktion fast ohne Abfälle

Die Herstellung des veganen Leders verursacht kaum Abfälle, das es auf natürliche Weise wächst. Es gibt keinerlei CO2-Belastung. Außerdem lassen sich Kleidungsstücke oder andere Produkte aus dem veganen Leder auf einfache Weise entsorgen. Die Sachen gehören auf den Kompost, wo sie sich selbst zersetzen.

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Jan 03

Bio-Produkte kaufen, die Umwelt entlasten, Strom sparen – das ist für viele Menschen angeblich zum festen Bestandteil des Tagesablaufs geworden. Aber trotzdem werden, häufig auch unbewusst, viele Möglichkeiten einfach ausgelassen, um die Umwelt wirklich zu schützen.

Inkonsequenz ist ein starkes Wort, das vor allem in Sachen Umweltschutz immer wieder verwendet werden muss. Einerseits achten immer mehr Menschen darauf, welche Produkte in ihrem Einkaufswagen landen, andererseits übersehen sie einfache Dinge, durch die sie die Umwelt wirklich entlasten könnten.

Wer Bio-Produkte kauft, will sich und auch der Umwelt Gutes tun. Auch Mülltrennung ist mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Aber wenn es darum geht, die nächste Wochenendtripp zu buchen, werden die einfachsten Möglichkeiten, die Umwelt zu entlasten, sehr oft übersehen. Warum muss es ein Flug sein, wenn es auch eine deutlich umweltfreundlichere Zugverbindung gibt?

Schweizer Umfrage belegt inkonsequentes Umweltbewusstsein

Vor kurzem führte das Forschungsinstitut GFS Zürich eine Umfrage zum Thema durch. Daraus ging hervor, dass mehr als die Hälfte aller Befragten (58 %) sicher sind, ein sehr hohes Umweltbewusstsein zu besitzen und entsprechend zu handeln. Nur 5 % bezeichneten sich selbst als wenig ökologisch denkend. Aber ist man am Ende wirklich umweltbewusst, wenn man Bio kauft und doch mit dem Flieger auf Inlandsreise geht?

Interessant wird es, wenn die Zahlen aus dem Projekt „Ökobeichtstuhl“ genauer betrachtet werden. Dieses Projekt läuft über das Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der ZAHW in Wädenswil. Per App oder in einer Box können Menschen ihre Umweltsünden wie in der Kirche beichten und erfahren dann, was sie tun können, um diese spezielle Sünde wiedergutzumachen.

Die Zahlen sprechen für sich

Wer beispielsweise im letzten Urlaub nach Ibiza geflogen ist, müsste statt Fleisch 143 Mal vegetarisch essen oder 20.515 Stunden aufs Fernsehen verzichten, um diese Umweltsünde wieder auszugleichen.

Am eigenen Beispiel wird es meist deutlich, wie schwer es ist, tatsächlich umweltbewusst zu leben. Einige Veränderungen werden gern angenommen, weil sie unseren Tagesablauf kaum beeinflussen. Aber Dinge, die wirklich einen schmerzhaften Einschnitt bedeuten würden, werden meist nicht umgesetzt. Und genau darin spiegelt sie die Inkonsequenz in Sachen Umweltbewusstsein besonders deutlich wieder.

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Dez 27

An der Hebrew University of Jerusalem ist es einer Gruppe von Biomedizin-Technikern gelungen, Fleisch zu züchten ohne dafür das Leid von Tieren in Kauf nehmen zu müssen. Und ganz nebenbei verbessert man auf diese Weise auch die persönliche CO2-Bilanz.

In der Nutztierhaltung macht nicht nur das Problem der nicht artgerechten Massentierhaltung Probleme, durch lange Transporte und die Haltung an sich gelangt auch viel schädliches CO2 in die Luft. Wer sich fleischarm ernährt, der kann seinen persönlichen CO2-Fingerabdruck um bis zu 10 Prozent verringern.

Das Problem ist, viele Menschen wollen sich nicht fleischarm ernähren. Für all jene ist die folgende Entwicklung vielleicht eine gute Alternative, um künftig die Massentierhaltung nicht weiter zu unterstützen.

Reinen CO2 Gewissens Fleisch genießen

In Zusammenarbeit mit Professor Yaakov Nahmias ist es Biomedizin-Technikern gelungen, Fleisch in einer Nährstofflösung zu vermehren. Die Grundlage dafür bilden Zellen, die zum Beispiel aus der Haut von Hühnern gewonnen werden. Die entnommen Zellen schaden dem Tier nicht, aber sie sind ausgesprochen nützlich. Aus ihnen wachsen winzige Muskelgewebe.

In einem Bioreaktor wird daraus schließlich echtes Fleisch und zwar portionsgerecht und damit bereit für die Weiterverarbeitung zu Frikadellen, Hühnerschenkeln und vielem mehr.

Die Initiatoren dieses Projekts nennen sich SuperMeat und sie streben an, den Markt für Fleischprodukte für immer zu verändern und damit der Umwelt etwas Gutes zu tun. Das Fleisch soll billig sein, den Welthunger stoppen können und große Konzerne in die Knie zwingen. In kleinen Automaten soll sich nämlich jeder ganz zentral sein Fleisch selbst herstellen können. In einer ersten Crowdfounding-Kampagne konnte SuperMeat jedenfalls schon überzeugen und nahm über 200.000 Dollar ein. Noch gibt es allerdings keine Kostproben des neuen Superfleisches. Man darf gespannt sein.

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Dez 24

Das Bloggerteam von Printzipia wünscht allen Lesern „Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr“!

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Dez 19

1251 Bäume hat Kerbholz neu gesetzt und das, obwohl sämtliche Produkte des jungen Unternehmens aus Holz gefertigt wurden. Das ist Einsatz für die Umwelt, um den nachwachsenden Rohstoff lange am Leben zu erhalten und damit noch viele weitere Weihnachtsfeste genügend Grundlagen zu schaffen für wunderschöne Uhren.

Eine Uhr am Handgelenk ist für viele Menschen nicht nur Schmuck, sie ist auch praktischer Begleiter der die Zeit anzeigt. Doch was passiert, wenn die Uhr nicht etwa aus Metall gefertigt ist, sondern aus Edelholz? Das klingt jetzt erstmal nach Abholzung des Regenwaldes, doch die Machter hinter dem Start-up Kerbholz haben natürlich den Umweltschutz auf ihre Fahnen geschrieben.

Das wachsende Unternehmen setzt betont auf Holz als nachwachsenden Rohstoff. So wurden in diesem Jahr bereits rund 1300 neue Bäume im Regenwald auf der indonesischen Insel Borneo gepflanzt.

Ein nicht alltägliches Weihnachtsgeschenk

Die Idee, Uhren aus Holz herzustellen entstand bei den ehemaligen Studenten Moritz und Matthias auf einer Reise durch Südamerika. Holz als Rohstoff fand dort in vielerlei Hinsicht Verwendung, mal zum Bau von Booten, dann zur Konstruktion von Häusern oder zum Anfertigen von Kunsthandwerk. Der nachwachsende Rohstoff war so flexibel wie kein anderer, vermittelte eine individuelle Haptik und Patina. Deshalb beschlossen die Studenten, daraus etwas besonders Praktisches herzustellen, Uhren und Brillen. Eine Idee, die sie bis heute verfolgen und daraus längst ihr Unternehmen gründen konnten.

Angestachelt von den Erfolgen macht sich das wachsende Team von Kerbholz nun daran, auch andere Naturmaterialien zur Herstellung von Schmuck und vielen weiteren Accessoires zu verwenden, wie zum Beispiel Baumwolle oder auch Schieferstein. Daraus ergeben sich dann vielleicht schon bald ganz neue, ebenso außergewöhnliche und hochwertige Geschenkideen für künftige Festtage.

Wer sich jetzt für ein Weihnachtsgeschenk inspiriert fühlt, mehr Infos gibt es auf der Webseite von Kerbholz.

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Dez 14

Die Müllberge, die Tag für Tag durch Coffee-to-go-Becher entstehen, sind mittlerweile ein echtes Problem für die Umwelt. Doch mit Hilfe von reCup, einem neuartigen Pfandsystem könnte das Problem schon bald verschwinden.

Coffee-to-go – Jeder trinkt ihn irgendwann. Doch an die Müllberge wird nur selten gedacht. Mit reCup könnte sich schon bald eine echte Alternative zum herkömmlichen Pappbecher etablieren. Warum sollte ein Pfandsystem in diesem Fall nicht funktionieren?

Schlimme Zahlen machen es deutlich

Wie groß die Belastung durch die Coffee-to-go-Becher tatsächlich ist, wird durch diese Zahlen erst richtig deutlich. Jedes Jahr werden allein in Deutschland 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher verbraucht. Pro Stunde kommen da etwa 320.000 Pappbecher zusammen – und das nur in Deutschland. Dadurch entstehen 40.000 Tonnen Müll pro Jahr.

Jungunternehmer schaffen Pfandsystem

Zwei Jungunternehmer aus Rosenheim haben sich überlegt, diesen Müllbergen den Kampf anzusagen. Sie haben mit reCup —- https://recup.de/  —– ein Pfandsystem ins Leben gerufen, das eigentlich überall funktionieren könnte. Wer seinen Kaffee zukünftig in einem reCup anstatt in einem Pappbecher kauft, zahlt einen Euro Pfand, bekommt aber gleichzeitig seinen Kaffee günstiger als sonst. Wird der wiederverwendbare Becher abgegeben, wird der Euro zurückgezahlt. Einfach und sehr effektiv.

Becher bis zu 500 Mal wiederverwenden und dann recyceln

Diese speziellen Becher können bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. Sie werden vor Ort gereinigt und wieder eingesetzt. Die Becher bestehen aus Polypropylen und sind voll recycelbar. Sie werden in Deutschland produziert. Wer einen Deckel dazu haben möchte, bekommt einen kompostierbaren und somit umweltfreundlichen Deckel dazu. Das schlichte Design hat ebenfalls einen Grund. Es soll die Nutzer davon abhalten, die Becher einfach zu behalten. Schließlich soll das Prinzip funktionieren.

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Dez 10

Eine kleine Brauerei mit einer großen Idee. Die Verpackungsringe ihrer Bierdosen sollen durch das enthaltene Plastik nicht länger die Natur verschmutzen, stattdessen sollen sie zu deren Erhalt beitragen. Dabei hilft eine eindrucksvolle Idee die schon jetzt für enorme mediale Aufmerksamkeit sorgt.

In den USA ist es üblich, die beliebten Sixpacks Bier mit Plastikringen zusammen zu halten. Diese sorgen nicht nur für große Müllberge, sie landen auch immer wieder in den Ozeanen und verursachen dort große Probleme.

Nicht nur die Tatsache, dass sich Plastik nicht abbaut und dort noch Jahrhunderte verweilen wird, ist beängstigend für Umweltschützer. Auch die Gefahren für kleine Meeresbewohner, die sich in den runden Öffnungen verfangen und zu Tode kommen können macht die Sache mit dem ungetrübten Biergenuss nicht besser. Bis jetzt, denn eine kleine Brauerei aus dem sonnigen Florida hat eine Idee. Sie wollen die Verpackungen künftig aus einem speziellen Ökomaterial herstellen, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt und nicht nur das, Fischen und Schildkröten dienen die Ringe zusätzlich als Futterquelle.

Ein einfaches Motto mit Wirkung

Nach dem Motto „Wir wollen die Fische nicht töten, wir wollen sie füttern“ sorgt die Werbeaktion der Saltwater Brewery schon jetzt für Billionen von begeisterten Fans, ohne dass die Aktion vorher groß angekündigt wurde. In Zusammenarbeit mit der New Yorker Werbeagentur WeBelievers solle die neuen Öko-Ringe nun auf den Markt kommen und natürlich im besten Fall nicht nur für das eigene Bier als Halterung dienen, sondern künftig für alle Hersteller als effizienter und umweltbewusster Ersatz herhalten. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, doch den sozialen Medien sei Dank, mit der Unterstützung so vieler Fans ist die Werbewirkung jetzt schon enorm und damit sind die Wege geebnet für künftig noch viel mehr Verpackungen dieser Art.

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