Dez 04

Um beim Essen kein schlechtes Gewissen zu haben der Umwelt zu schaden gibt es nun eine ganz neue und einmalige Idee: Eaternity. Die Software berechnet den CO2 Verbrauch von Speisen und soll damit Köche anregen, umweltbewusster zu kochen. Was es bringt und ob das klappt, dazu jetzt mehr.

Seit 2014 gibt es bereits das Start-Up Eaternity. Gegründet wurde es von Manuel Klarmann in Zürich und der ist nicht nur Entwickler, sondern auch Umweltschützer. Kein Wunder also, dass ihm die Klimabilanz besonders am Herzen liegt und da lohnt es, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, wie sich diese denn verbessern lässt.

Neben vielen offensichtlichen Faktoren wie dem möglichst geringen Gebrauch von Fahrzeugen, Flugzeugen und Zügen beginnt das gute Klimakonto bereits bei viel banaleren Dingen, wie dem Essen. Viele Lebensmittel haben bereits weite Wege hinter sich, bevor sie auf dem Teller landen. Dazu kommt noch deren Zubereitung, auch das ein echter Energiefresser und Verursacher von schädlichem CO2. Doch wie lässt sich das vermeiden, essen müssen wir schließlich alle?

Hat ein gutes Klima einen Marktwert?

Es hilft, das Bewusstsein zu schärfen für die Produktion und natürlich auch die Beschaffung der einzelnen Zutaten. Wer sich überlegt Angebote der Region zu präsentieren, der kann schon einmal viel dazu beitragen, die Transportwege kurz zu halten. Doch das allein reicht noch nicht aus, denn dazu sollte saisonal gekocht werden, aber nicht um jeden Preis. Tomaten im Gewächshaus gezüchtet verzeichnen nämlich auch keine gute CO2 Bilanz, da lohnt es sich mehr, diese doch aus warmen Ländern einzufliegen. Alles eine Frage der Planung und des Abwägens.

Und damit das gelingt und Köche einen Überblick behalten im hektischen Küchenalltag gibt es die Software Eaternity. Dort können einfach die Speisen eingegeben werden, die Software berechnet dann deren CO2 Bilanz. 120 Restaurants in Deutschland nutzen die Software bereits. Sie zahlen dafür im Jahr 1.200 Euro. Eine Summe, die bei Weitem nicht die Entwicklungskosten deckt, gibt Klarmann zu. Deshalb springen Stiftungen ein, um die umfangreiche Weiterentwicklung zu finanzieren. Die lief bereits 2008 an und ist noch längst nicht abgeschlossen. Zwar hat die CO2 Bilanz keinen echten Marktwert, doch vielleicht sensibilisiert die Software dennoch in Zukunft genug Restaurantbetreiber für den Umweltschutz und kann sich dadurch irgendwann selbst tragen?

Wissen macht mehr Umweltschutz. Für diese Software vergeben wir drei Stämmchen.

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